Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Das Ende des Leichten Kreuzers LEIPZIG  (Gelesen 1020 mal)
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Stefan
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« am: 18 Januar 2012, 21:00:14 »

Hallo zusammen,
ich habe über das Ende der Leipzig folgendes gelesen.
Marine Arsenal Band 28:
1946: Auf Grund interallierter Vereinbarungen wird die Leipzig Großbritanien zugesprochen.
Von dort aus wird die Versenkung beschlossen. Am 09.07. im Schlepp aus Wilhelmshaven ausgelaufen, an 20.07. südwestlich von Farwick (angeblich mit Gasmunition an Bord, was heute jedoch als sehr unwahrscheinlich gelten muss) versenkt.
Meine Frage: Warum wurde das Schiff versenkt ? Hätte man es nicht wieder modernisieren, verschrotten bzw. als Geisterschiff einmotten lassen können ?

Viele Grüße
Stefan
« Letzte Änderung: 18 Januar 2012, 22:01:53 von Wilfried » Gespeichert
halina
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« Antwort #1 am: 18 Januar 2012, 21:55:41 »

hallo,kreuzer LEIPZIG hat nachweislich mit gasmunition beladen am 9.juli 1946 wilhelmshaven verlassen und wurde am 20.juli im skagerrak
versenkt.der kreuzer war durch erhebliche beshädigungen nicht mehr flottentauglich und somit für die allierten uninteressant.auf deutscher
seite gab es nach 45 keine kriegsschiffe mehr bis zur aufstellung der bundesmarine
                                                                                                                                              grüsse halina
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im leben fängt man dann und wann auch wieder mal von vorne an
Stefan
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« Antwort #2 am: 18 Januar 2012, 22:03:04 »

Danke für die Rückantwort und viele Grüße an meine alte Heimat in die 4. Einfahrt

Stefan
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kawa1705
Oberfähnrich
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« Antwort #3 am: 18 Januar 2012, 22:09:04 »

Hallo,

Ist die Leipzig, nach der Kollision mit der Prinz Eugen, wieder komplett instand gesetzt wurden ?

Gruß aus der Heide
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Stefan
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« Antwort #4 am: 18 Januar 2012, 22:30:11 »

Hi,
sie ist nach dem Freikommen schwimmfähig geblieben, nach Gotenhafen eingebracht, dort fand eine Notreperatur mit Bordmitteln statt.
Das Schiff war kaum noch fahrfähig und nicht mehr einsatzbereit. Danach wurden nur noch provisorische Reperaturen durchgeführt.

Zur weiteren Geschichte:
Sie ist, nach dem sie noch Feuerunterstützung von der Gotenhafener Reede auf die Angriffspitzen der roten Armee gegeben hat mit 500 Flüchtlingen und Verwundeten an Bord nach Westen ( Alpenrade) aufgebrochen.
Nach dem Krieg via Nord Ost See Kanal nach Wilhelmshaven verlegt.
Danach Wohnschiff für GMSA Personal
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JotDora
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« Antwort #5 am: 19 Januar 2012, 08:22:11 »

Hallo Kawa,

wie Stefan schon schrieb. Leipzig ist nie wieder auch nur annährend in den Zustand vor der Kollision zurückversetzt worden (der vorher schon schlecht war, siehe Wiki auszug unten) und war danach nur noch sehr eingeschränkt verwendbar.

Wiki Auszug:
In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1939 bildete die Leipzig mit dem Leichten Kreuzer Köln und dem leichten Kreuzer Nürnberg, unter dem Kommando des Befehlshabers der Aufklärungsstreitkräfte, Konteradmiral Günther Lütjens, die Sicherung für fünf Zerstörer, die bei Newcastle eine Minensperre legten. Dabei gelang es dem britischen U-Boot HMS Salmon, sowohl die Leipzig als auch die Nürnberg zu torpedieren und schwer zu beschädigen. Ein Torpedo traf die Leipzig mittschiffs, wobei die beiden vorderen Kesselräume zerstört wurden. Dies beschränkte die Höchstgeschwindigkeit mit nur noch vier Kesseln bis zu ihrer Versenkung auf 23 kn. Bei der Heimfahrt wurde die Leipzig am 15. Dezember von dem britischen U-Boot Ursula angegriffen. Die Torpedos trafen aber nicht den Kreuzer, sondern den Flottenbegleiter F 9, der innerhalb von 30 Sekunden sank. Während der Werftliegezeit von Dezember 1939 bis November 1940 wurde das Schiff im Februar 1940 außer Dienst gestellt. Die beiden vollkommen zerstörten Kesselräume wurden zu Mannschaftsquartieren umgebaut und das Schiff zum Schulschiff umfunktioniert; am 1. Dezember 1940 wurde die Leipzig wieder in Dienst genommen. Der Kreuzer nahm nach dem Überfall auf die Sowjetunion an der Beschießung der Inseln Ösel und Dagö in der Ostsee teil und wurde danach wieder zum Schulschiff. Überlegungen zur Wiederherstellung der vollen Kampfbereitschaft Mitte 1943 wurden auf Grund fehlender Werftkapazitäten für den Ersatz der zerstörten Kesselanlage und des hohen Aufwandes zur Anpassung und Modernisierung der Elektronik aufgegeben. Am 15. Oktober 1944 lief die Leipzig von Gotenhafen in Richtung Swinemünde aus und wurde auf der Fahrt bei dichtem Nebel vor der Halbinsel Hel von dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen mittschiffs gerammt und bis zur Mittelkielplatte durchtrennt. Nach erfolgreicher Bergung und behelfsmäßiger Reparatur wurde sie ab dem 13. November 1944 als stationäres Schulschiff verwendet.wiki

Gruß

Sebastian
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Gruß

Sebastian
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« Antwort #6 am: 19 Januar 2012, 12:23:18 »

Hallo zusammen.

Die Glocker der LEIPZIG wurde 1945 "abgehängt" und kam hier in Telgte in einer damaligen Notkirche zum Einsatz.

Habe dazu einmal einen Zeitungsartikel gefunden und weiß nur ds die Glocke nun in einer kirchlichen Einrichtung hier in einen Vorort noch vorhanden ist.

Hoffe ja das ich es eines Tages noch schaffe ein Foto zu besorgen.

Ein tolles Foto gab es auch bei einer Fotoserie zur Versenkung der LEIPZIG.

Einige kleine Wellen mit der großen Unterschrift Das Grab der LEIBZIG o.ä.

Gruß

Theo
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...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !
Stefan
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« Antwort #7 am: 22 Januar 2012, 11:46:34 »

Hallo,
Halina schrieb ja, dass die Leipzig nachweislich mit Gasgranaten in der Nordsee versenkt wurde.
So hätten wir doch spätestens in ein paar Jahren schon wieder die nächste Umweltkatastrophe vor der Haustür.

Gibt es eigentlich schon Unterwasserfotos vom Wrack der Leipzig ?

Viele Grüße
Stefan
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Maurice Laarman
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« Antwort #8 am: 22 Januar 2012, 12:58:47 »

Stefan;

'So hätten wir doch spätestens in ein paar Jahren schon wieder die nächste Umweltkatastrophe vor der Haustür.'

Leipzig ist nicht das einzigste mit Giftgas versenkte Schiff! Sehe zb. hier:

http://www.schleswig-hols...ile/btDS17_1674_Tabun.pdf

http://www.schleswig-hols..._ChemiewaffenHL_Bucht.pdf

Also, das Problem, wenn überhaupt, ist leider grosser als ein versenkte Kreuzer. Aber, wass soll man machen? Bergen ist teuer, und wenn es tief genug liegt vielleicht mit weniger Risiko als ein Bergung.

Und wenn man auch noch denkt an die viele Atomabfälle die einfach ins Meer geworfen sind..
http://www.utopia.de/blog...es-gift-und-atomabfall-in
http://www.nwzonline.de/A...ationen-um-NS-M%FCll.html

Gruss,

Maurice
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halina
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« Antwort #9 am: 22 Januar 2012, 13:32:17 »

moin moin maurice, du hast recht,das kann eine umwelt-zeitbombe sein.ausser der LEIPZIG wurde auch noch der ex-sperrbrecher EIDER mit
giftgasmunition in der nordsee versenkt.                     
                                                                  es grüsst halina
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Urs Hessling
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« Antwort #10 am: 22 Januar 2012, 15:47:34 »

moin,

es waren deutlich mehr Schiffe als nur LEIPZIG und EIDER : http://www.wlb-stuttgart....08-bilder/gasmunition.htm

Gruß, Urs
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« Antwort #11 am: 22 Januar 2012, 16:45:21 »

Hallo Urs,

Selbst die Liste ist ja wohl nicht vollständig. So fehlt das Segelschulschiff IV "Herbert Norkus".

MfG

Frank
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« Antwort #12 am: 24 Januar 2012, 07:40:38 »

hallo Halina,

so nachweislich scheint es doch nicht zu sein, dass leipzig Gasmunition an Bord hatte.
Ich habe nachgesehen-guckst Du :  Kreuzer Leipzig 1929-1946
                                                          Baugeschichte -Einsätze-Schicksal
                                                          Motorbuch Verlag

es grüßt der Hastei

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halina
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« Antwort #13 am: 10 Februar 2012, 22:11:24 »

hallo hastei , ganz aufzuklären wird wohl nicht möglich sein . die Leipzig lag ja monatelang in Wilhelmshaven unter britischer aufsicht, so dass
nicht alle Vorgänge von deutscher Seite überwacht werden konnten. Wenn es nur um die Entsorgung konventieller Munition ging, so war ganz
in der Nähe von WHV und zwar in Mariensiel ein grosses Entschärfungswerk der Marine etabliert für Granaten aller Kaliber . evtl. hatten die
Engländer einige Gasgranaten in ihrer Obhut die sie so entsorgen konnten . die englischen Marine- Feuerwerker waren ja bis Ende 1948 mit
der Pulverisierung der Werft-und Hafenanlagen beschäftigt und hatten wohl Angst dass die Dinger in falsche Hände gelangen konnten.

                                                                                                                                           es grüsst Halina
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« Antwort #14 am: 25 Februar 2012, 12:05:11 »

Moin,
gibt es eigentlich noch alte Fotoaufnahmen vom Ende der Leipzig ?

Viele Grüße
Stefan
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