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Autor Thema: Heute vor 67 Jahren - Untergang der WILHELM GUSTLOFF  (Gelesen 430 mal)
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hillus
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« am: 30 Januar 2012, 21:27:32 »

Moin,

ich hätte nicht gedacht, dass keiner daran denkt!! Heute vor 67 Jahren wurde das KdF Schiff WILHELM GUSTLOFF vom sowjetischen U-Boot S-13 unter seinem Kommandanten Kapitän 3. Ranges Marinesko versenkt wurde.

Ich habe mal angefangen und glaube, das ist noch einige Gedanken wert! Matrose gruesst

hillus
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kawa1705
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« Antwort #1 am: 30 Januar 2012, 22:18:31 »

moin moin,

Sehe ich auch so Matrose gruesst
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Ferenc
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« Antwort #2 am: 30 Januar 2012, 22:19:30 »

Ja, ist es.
Auch wenn man noch so viel über Schiffsuntergänge gelesen und sich damit beschäftigt hat.
Diese! Katastrophe ist einzigartig und unvorstellbar. Tausende Frauen und Kinder. Ein offizieller Trauergedenktag wäre wünschenswert.
Ferenc
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t-geronimo
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« Antwort #3 am: 30 Januar 2012, 23:01:55 »

Ich würde es anders herum sehen:

Wenn, dann einen Gedenktag für alle Flüchtlingsopfer des Winters/Frühjahrs 1945 aus Ostpreußen.
Und da würde sich natürlich dieser Tag von selbst anbieten.
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Schöne Grüße
Thorsten
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Seefuchs
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« Antwort #4 am: 30 Januar 2012, 23:14:24 »

 Top
Gute Idee!

PS:

Manchmal kommt einem Geschichte auch Nahe, als wir vor 10 Jahren unser Haus von einer alten Dame, Litauerin oder Baltendeutsche, damals 87 Jahre alt, gekauft haben, kam sie ins erzählen, Ihre halbe Familie ist mit der Gustloff untergegangen, sie selbst stand am Kai und kam nicht mit, hatte noch die Tochter ihrer Schwester an der Hand, welche sie dann auch großgezogen hat. Es schauderte einem beim zuhören!
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Urs Hessling
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« Antwort #5 am: 30 Januar 2012, 23:39:30 »

moin,

Und da würde sich natürlich dieser Tag von selbst anbieten.

Das sehe ich anders. Es gibt leider in Deutschland noch immer nicht wenige, die beim Datum "30. Januar" etwas anderes "feiern".

Auch im Ausland würde meiner Meinung nach - selbst wenn eine ehrliche und uns überzeugende Erklärung zum Thema des Gedenktags erfolgt - die Wahl dieses Datums zu Mißverständnissen führen.

Gruß, Urs
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« Antwort #6 am: 30 Januar 2012, 23:42:05 »

@Urs


du hast natürlich recht!

Seefuchs
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« Antwort #7 am: 31 Januar 2012, 02:08:43 »

Moin, moin !

Mir wäre es egal, wenn Neos den 30. Januar (Machtergreifung) feiern.
Dieser Tag wäre es wert, Gedenktag für die (bis zu 9300) Toten der "Wilhelm Gustloff" zu werden.
Zumal handelt es sich hierbei um die größte, dokumentierte Seefahrts-Tragödie aller Zeiten !
Auch könnte man damit den anderen, oben genannten "Schandfleck" im Kalender überdecken.
In Deutschland gibt es zudem für fast jeden und alles Denkmäler, bloß wurde an die getöteten Flüchtlinge und Verwundeten an Bord der Gustloff nicht gedacht.


(Bildquelle: Wikipedia)


Ein Schlag ins Gesicht und ein Zeichen an Pietätlosigkeit setzten die Russen im Marinestützpunkt Kaliningrad, also dort 2002 (also vor erst 10 Jahren !) ein Marinesco-Denkmal errichtet wurde.
Dieses dient dazu, die jetzige und zukünftige Generationen an die "Heldentaten" von Kapitän 3. Ranges Alexander Marinesco zu erinnern, der insgesamt ca. 13.000 Menschen durch die Versenkung der "Steuben" und der "Wilhelm Gustloff" in nasse Gräber schickte.

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« Antwort #8 am: 31 Januar 2012, 07:23:06 »

Ich würde es anders herum sehen:

Wenn, dann einen Gedenktag für alle Flüchtlingsopfer des Winters/Frühjahrs 1945 aus Ostpreußen.
Und da würde sich natürlich dieser Tag von selbst anbieten.

ausgeschlossen in diesen Zeiten. Schade
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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« Antwort #9 am: 31 Januar 2012, 08:15:05 »

Ich habe lange überlegt ob ich auch etwas dazu schreibe. So furchtbar und traurig alles war was sich da damals abgespielt hat -aber-  denkt Ihr auch mal daran wer überhaupt an dem ganzen Elend schuld war ? Ohne diesen ganzen II. Weltkrieg hätte es diese Opfer nicht gegeben. Das ist doch das Produkt was von Deutschland in die Welt ging und als Entergebnis zurück gekommen ist.
Ja, macht einen Gedenktag daraus aber dann schreibt auch auf den Stein wer die Hauptschuld mit trägt das es zu diesen Flüchtlingsopfern gekommen ist. Der sowj. Kapitän ist dann genau so ein Opfer denn er hat "nur seine Pflicht " erfüllt wie es Millionen deutscher Soldaten auch gemacht haben.

So nun könnt Ihr mich steinigen oder vielleicht auch doch mal nachdenken

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« Antwort #10 am: 31 Januar 2012, 08:29:00 »

Gerade darum hätte ich persönlich mit einem 30.01. als "Flüchtlingsopfer-Gedenktag" keine Probleme, wenn es denn einen geben soll.
Denn der 30.01.45 ist wohl kaum vom 30.01.33 zu trennen - man könnte also beidem gedenken.

Ich glaube auch, bisher hat hier (fast) niemand das ganze so gemeint, dass Marinesko damit verdammt werden soll.


Ich sage auch nicht, dass wir unbedingt einen "Flüchtlingsopfer-Gedenktag" brauchen. Eigentlich gibt es zur NS-Zeit und ihrer vielfältigen Opfer schon viele Gedenktage.
Nur wenn wir einen wollen/nehmen, dann würde sich dieses Datum mir zumindest aufdrängen, gerade vielleicht auch wegen seines Doppel-Sinns.
Ich bin mir wegen der Reaktionen aus dem Ausland, die Urs zu bedenken gibt, auch nicht so sicher, ob das wirklich falsch verstanden wird. Da ich nicht im Ausland lebe, kann ich das vielleicht aber auch kaum beurteilen. Hier wären einfach mal Meinungen anderer interessant, die in anderen Ländern leben. Wie wird/würde das dort gesehen werden?
Ich verstehe aber durchaus, dass hier menschliche Emotionen mit im Spiel sind. Und die sind nun mal bei jedem anders. Insofern kann ich eine gewisse Skepsis durchaus nachvollziehen, auch wenn ich persönlich sie nicht teile.
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« Antwort #11 am: 31 Januar 2012, 09:09:52 »


Zumal handelt es sich hierbei um die größte, dokumentierte Seefahrts-Tragödie aller Zeiten !
 

Moin,

mein Onkel wird seit April 45 im Ostseeraum vermisst, wahrscheinlich auch auf dem Rücktransport untergegangen. 

Wenn mein Wissen nicht trügt, war der Untergang der Flotte vor Cap Bon mit ca. 100 000 Toten die größte Schifffahrtskatastrophe.

Grüße,

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« Antwort #12 am: 31 Januar 2012, 13:39:13 »

Moin, moin !

Ich bin auch nicht für die Dämonisierung von Marinesco.
Aber ein Heldendenkmal welches zudem erst 57 Jahre nach dieser Katastrophe errichtet wurde, halte ich dennoch für äußerst geschmacklos.
Zumal man eigentlich aus solchen Dingen lernen sollte, statt sie zu heroisieren.
Sonst müßte man Paul Tibbets für den ersten Abwurf einer Nuklearwaffe über einer Stadt und den daraus resultierenden Toten ebenfalls ein Denkmal errichten.

An den Untergang der römischen Flotte bei Cap Bon (während des 1. Punischen Krieg (255 v. Chr.) habe ich gedacht.
Jedoch wird mit Zahlen in der Antike gerne, sehr, sehr übertrieben oder gerundet.

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« Antwort #13 am: 31 Januar 2012, 14:07:25 »

Hallo Mathias- da gehe ich völlig mit Dir mit. Du mußt nur bedenken das man im jetztigen Rußland die "alten Helden " vom Sockel getürtzt hat und ganz ohne "Helden " kann nun mal auch die russische Flotte nicht leben.

Gruß- Achim-Trimmer
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« Antwort #14 am: 31 Januar 2012, 20:19:13 »

@ Trimmer,

einen Gedenktag für Flüchtlinge abzulehnen, weil wir ja angefangen haben finde ich bedenklich. Man könnte durchaus anfangen gegenseitige Anfänge, Siege und Niederlagen, Revange und Rache aufzurechnen. Ist ja letztendlich auch blöd, das alle Politiker in Europa auf einen Grund warten und ein blöder  Terrorist in der Provinz einen Thronfolger erschießt. Die Folge davon sind zwei Weltkriege und ein kalter Krieg. Wenn du willst kann man natürlich noch weiter zurück rechnen, haben die Franzosen nicht mal wegen eines Telegramms und einer verlorenen Schlacht an der sie nichtmal selbst beteiligt waren auch einen Krieg angefangen?
Also Gedenktage sollte man für eine gedenkenswerte Sache abhalten. Merkwürdigerweise fand die Vertreibung im Osten statt und nicht im Westen, wo es, wenn auch minimalste Gebietsverluste auch ganz ohne Vertreibung gab.

Gruß
Thomas
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