Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Heute vor 67 Jahren - Untergang der WILHELM GUSTLOFF  (Gelesen 430 mal)
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Trimmer
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Name: Achim

Ort: Berlin-Marzahn

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« Antwort #15 am: 01 Februar 2012, 07:11:20 »

Thomas- ich gehe mit Dir in soweit konform wenn Du einen "Weltflüchtlingstag " meinst- gibt es ja am 20.Juni jedes Jahres. Dort kann man auch der Opfer z.B. auch der "Gustloff" gedenken. Wir brauchen keine weiteren Gedenktage es sei denn man will bewußt andere Völker provozieren. Wir haben auch noch  den Volkstrauertag- in diesem Jahr der 18.November - durchaus ein Tag wo auch an diese Opfer gedacht wird.Bestes Beispiel ist dann der Soldatenfriedhof in Halbe. Meine ich aber in Hinsicht auf ein stilles Gedenken und nicht als Aufmarschgebiet bestimmter Kreise.
Ich denke das man die Toten viel besser ehrt in dem man an sie in Stille denkt und dafür sorgt das so etwas nie wieder passiert.

Gruß - Achim-Trimmer dessen zwei Onkels in fremder Erde liegen. 
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)
igor
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« Antwort #16 am: 01 Februar 2012, 07:32:04 »

Here in Russia Marinesko is Hero not for sinking woman and childern. He is Top-ranged u-boat ace - nobody sunk more than him in tonnage. He was discriminated after war by authorities, otherwise he gained Hero-title and memorials on 60th years. From his positins sinking both Gustloff and Steuben was valid. Nobody from u-boat mens know about refugees on board these ships.
Even today some people in Russia didn't believe in so many civilians on board Gustloff. "Where is the proofs?" - say them. "Where lists of embarked children - we see only lists of u-boot trainee! We didn't believe to words, we believe only in documents and see none of thems". Some people still thinks that there was only 3700 soldiers on board and with them - thousands of "nazi bonzes" (i.e. high ranking NS, SS and so on).
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mhorgran
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Name: Stefan Westermann

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« Antwort #17 am: 01 Februar 2012, 07:32:56 »

Hallo

Zitat
Ich denke das man die Toten viel besser ehrt in dem man an sie in Stille denkt und dafür sorgt das so etwas nie wieder passiert.
Nur, es "passiert" immer wieder. Seit Jahren werden afrikanische Flüchtlinge in den nordafrikanischen Staaten "interniert" damit sie nicht nach Europa kommen, jedes Jahr ersaufen (oder kommen auf andere Arten zu Tode) viele im Mittelmeer.

Die öffentlichen europäischen Verlautbarungen zu Flüchtlingsbewegungen und Krieg sind im deutlichen Gegensatz zu ihren eigenen Handlungen.
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Grüße
Stefan
Hastei
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« Antwort #18 am: 01 Februar 2012, 09:22:39 »

muß auch meinen Senf dazugeben.
wir haben Gedektage - Volkstrauertag - da gehe ich seit fast 35 Jahren hin !!  Dort ist der Platz,an dem man auch an die ertrunkenen Flüchtlinge der z.B. Gustloff gedenken kann . Ich finde, da braucht man keinen extra Tag. Achim sagte es schon, wer ist der Urheber dieser elenden Geschichte. Kommt mir jetzt bitte nicht mit Versailles und was weiß ich noch.
Das Denkmal für Marinesko stört mich pers. nicht, auch das Denkmal für Bomber-Harry in GB stört mich nicht., was nicht heißt , das ich es gut finde.
Gustloff betrifft mich, weil ich beinahe nicht hiersitzen würde, wenn meine Mutter wie geplat da mitgefahren wäre und Bomber-Harry hat meine Urgroßeltern verbrannt .! Aber wenn ich Bilder der KZ sehe, bin ich ganz ruhig.

es grüßt der Hastei
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Trimmer
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Name: Achim

Ort: Berlin-Marzahn

Berlin


« Antwort #19 am: 01 Februar 2012, 09:30:37 »

Danke Harald - - vielleicht sind wir "Alten " doch in mancher Hinsicht etwas "Klüger ". 

Gruß - Achim-Trimmer
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( von Karl Hagenbeck)
kalli
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« Antwort #20 am: 01 Februar 2012, 11:14:09 »

Achims und Hasteis Auffassungen zu Gedenktagen und Denkmalen kann ich nur zustimmen. Noch kurz zu Marinesko und was aus meiner Sicht auch noch dazu gehört. Bis zum heutigen Tag gibt es eine Vielzahl von Veröffentlichungen zu unseren U-Boothelden. Das sind ja auch in gewisser Form Denkmale. Und wir haben ja in Möltenhort auch ein U-Boot Ehrenmahl. Oft genug werden auch unkritisch die Versenkungserfolge und Auszeichnungen der Helden gepriesen oder auch nur aufgelistet. Ich will die Tatsache an sich nicht kritisieren, man kann sich ja damit auseinandersetzen, so wie wir das hier im Forum auch tun.
Heldenverehrungen gibt es in jedem Land seit es überhaupt Kriege und Eroberungen gibt. Wahrscheinlich braucht eine Nation gerade auch Kriegshelden? Bei Marinesko liegt die Sache nicht viel anders. Zu dem, was Igor dargelegt hat kommt allerdings, dass ihm nach dem Krieg ziemlich übel mitgespielt wurde. Gegen Ende der Sowjetunion wurde er dann rehabilitiert und er bekam die Auszeichnung, die ihm nach den Versenkungen wegen der Tonnage „zustand“. Im Marinemuseum in Sankt Petersburg ist dieser Tatsache, inklusive der von Gorbatschow unterzeichneten Urkunde und der Schiffsglocke von S13, eine Vitrine gewidmet. Durch diese Ehrung kam er erst wieder in das Blickfeld. Und was den Geschmack von Denkmalen und Grabsteinen in Russland angeht da gibt es doch einige Unterschiede zu hier. Da könnte ich interessante Beispiele zeigen ( z.B. Büste General mit Telefon u.s.w.). Allerdings habe ich mir auch einmal die Grabstätte von Dönitz angesehen. Na, ja..
Und damit ich nicht falsch verstanden werde. Die Schicksale der Opfer der Steuben, Gustloff, Goya, Cap Arcona berühren mich sehr, weil sie so sinnlos waren wie so viele andere auch.
Unter den Opfern der Gustloff befanden sich nebenbei gesagt auch viele Seemannsfrauen, die sich am Standort (z.B. der Lützow) aufgehalten hatten. Darunter befand sich auch meine Mutter, die aber  auf dem Schiff keinen Platz mehr fand und dadurch dem Schicksal der vielen Flüchtlinge entging.
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kalli
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Brandenburg


« Antwort #21 am: 01 Februar 2012, 11:17:32 »

Hier noch die Aufnahme von der Marinesko-Vitrine im Marinemuseum von Sankt Petersburg

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Marinesko.jpg
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