Ich bin heute morgen durch Zufall auf euer Forum gestoßen.
Warum ich euch gefunden habe is der Grund:
Mein Großvater war damals Besatzungsmitglied auf der Graf Spee und soviel ich weiß hat er in Agentinien geheiratet und dort auch mit der Frau ein Kind bekommen. Als es hieß er kann wieder nach Deutschland durfte seine Frau und Kind nicht mit.
Die durften schon mit. Das hatten die Frauen mit Kindern bei der Eva Peron in einer Audienz erreicht. Es wollte aber keine Frau 1945 nach Deutschland. Mit Kindern schon gar nicht! Die Frauen blieben deshalb (soweit ich weiss mit Ausnahme von 8 Frauen) alle in Argentinien und vereinbarten mit den Männern, dass sie wieder als Imigranten zurückkommen. Manch einer kam nicht wieder zurück. Da die Deutschen aus Deutschland gleich nach dem Krieg nicht das Land verlassen durften, kamen die ersten Graf SPee-Leute als Einwanderer ca. 1948 wieder zurück.
Meine Frage is,t um es mal auf den Punkt zu bringen, gibts eine Möglichkeit irgendwo herauszufinden ob es noch diese "erste" Familie von meinem Großvater gibt? Wenn ja wo muss ich mich dran wenden um mehr zu erfahren?
Probiere es mal über das argentinische Konsulat. Seine 1. Frau und auch das Kind müssten ja den Namen deines Großvaters haben. Wenn er nicht gerade Müller, Meyer oder Schultze lautet (davon gibt es auch in Argentinien viele!), kann man ihn evtl. finden.
Vielleicht verrätst du mir aber den Nachnamen deines Großvaters? Und auch den Ort, wo er interniert war? Die meisten heirateten nämlich dort wo sie interniert waren und das konnte manchmal weit im Inneren des Landes sein. Wenn die 1. Frau deines Großvaters deutscher Abstammung war, sprach sie vermutlich auch etwas deutsch und schickte ihren Sohn in die deutsche Schule. Wenn sie aus Buenos Aires oder nach Buenos Aires kam, könnte ich den Sohn aus der Schule her kennen, denn da war ich auch. Man kennt sich untereinander.
Mein Vater war auch auf der Admiral Graf Spee, heiratete in Buenos Aires 1944, musste 1945 wieder zurück nach Deutschland und meine Mutter blieb in Argentinien. Er kam 1948 wieder zurück. Das war ein riesiges Abenteuer, denn er kam mit einem weiteren Kumpel von der Graf Spee aus Norddeutschland über die Alpen nach Italien, um in Genua ein Passagierschiff zu nehmen. Die Grenze war nämlich zu und die meisten Graf-Spee-Leute kamen erst Anfang der 50er zurück.