Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Volksmarine in Sansibar??  (Gelesen 431 mal)
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Big A
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« am: 01 Februar 2012, 14:11:06 »

Moin!

Lese gerade einen Roman von Giles Foden: "Sansibar", in dem erwähnt wird, dass die Volksmarine Ende der 80er Jahre bei Sansibar geübt haben soll. Soll dort sogar noch ein Wrack geben.
Der Roman ist ansonsten recht gut recherchíert, nur zu dem o.a. Thema habe ich nichts gefunden.

weiß da jemand etwas oder ist das nur Fantasie des Autors

Axel
« Letzte Änderung: 01 Februar 2012, 18:40:33 von kalli » Gespeichert

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Trimmer
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« Antwort #1 am: 01 Februar 2012, 14:45:02 »

Axel - ja die VM war in Sansibar- so ca. ab 1964. So aus dem Stehgreif: Minenräumboote und TS - Boote in den Bestand Sansibars über gegangen.
Ausbilder der VM waren auch vor Ort.

Gruß - Achim-Trimmer
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( von Karl Hagenbeck)
Big A
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« Antwort #2 am: 01 Februar 2012, 15:18:10 »

Cool, habe ich gar nicht gewusst! Ist wohl doch keine Schundliteratur, die ich da lese bzw. als Hörbuch unterwegs zu Gemüte führe rolleyes

Danke, Achim! Klasse, wie schnell es in unserem Forum Antworten gibt! Matrose gruesst

Axel
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« Antwort #3 am: 01 Februar 2012, 15:21:12 »

Hallo,
2 Räumboot Typ Schwalbe gingen nach Sansibar und wurden wohl dann auch von Tansania übernommen.

Salaam ex Prenzlau
Araka ex Ilmenau

3 Torpedoschnellboote "183"
Arthur Becker
Hans Coppi
Fritz Heckert

die neuen Namen der TS Boote habe ich nicht.

Auch die Bundesmarine hat verschiedene Fahrzeuge an Sansibar/Tansania übergeben.

Harald
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smutje505
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« Antwort #4 am: 01 Februar 2012, 15:28:52 »

Hallo Axel wie schon Achim schrieb war es keine Fantasie vom Autor.
Nachdem die Räumpinassen-Projekt Schwalbe-und die TS Boote-Projekt 183- im Laufe der Jahre 1966/67 a.D. gestellt wurden gingen je 2 Boote nach Tansania.Die RPi fuhren unter den Namen "Araka"+"Salaam".
Noch was zu TS:Die DDR erhielt 1957 von der UdSSR mehrere TS-Boote"als brüderliche Hilfe und Unterstützung zur Gewährleistung der Verteidigungsbereitschaft".Die Boote mußten aber mit "harten Rubeln" bezahlt werden(damaliger Kurs 1Rubel=5,20 Mark)Die NVA bekam nichts geschenkt vom "großen Bruder".

Anhänge (4) nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
RPi. Peenemünde 1965.jpg
RPi.auf See.jpg
T-Schnellboot.jpg
TS-Boot.jpg
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Ralph
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« Antwort #5 am: 01 Februar 2012, 15:30:21 »

Hallo,
1963 und 1964 waren in Stralsund (sowohl Parow und Schwedenschanze) mehrere Lehrgänge für Bürger aus Sansibar. Das bei der BM ebenfalls augebildet wurde war auch bei uns bekannt. Einige Offiziere wurde für die weitere Lehrgänge nach Sansibar kommandiert. Offiziell als "Landwirtschaftsberater".
Gruß Buschi
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« Antwort #6 am: 01 Februar 2012, 15:34:23 »

Hallo Harald unsere Beiträge haben sich gekreuzt-entschuldige das ich ein TS unterschlagen habe-du hast Recht es waren 3 Boote.
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Trimmer
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« Antwort #7 am: 01 Februar 2012, 15:34:50 »

Das geht ja hier wirklich ab wie "Schmieds Katze " -  Top

Gruß- Achim - Trimmer
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« Antwort #8 am: 01 Februar 2012, 16:14:11 »

Hallo,
1963 und 1964 waren in Stralsund (sowohl Parow und Schwedenschanze) mehrere Lehrgänge für Bürger aus Sansibar. Das bei der BM ebenfalls augebildet wurde war auch bei uns bekannt. Einige Offiziere wurde für die weitere Lehrgänge nach Sansibar kommandiert. Offiziell als "Landwirtschaftsberater".
Gruß Buschi

Hallo Ralph, das wäre möglich aber sehr unwahrscheinlich.....

Denn Sansibar als Staat? Das gab es glaube ich nur 1963+64, danach schloß sich Sansibar mit Tanganjika zum neuen Staat Tansania zusammen.
Und die Boote der Schwalbe-Klasse und P-6Klasse wurden nach Tansania geleifert.

 Matrose gruesst

Manfred


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« Antwort #9 am: 01 Februar 2012, 16:26:41 »

Manfred- stimmt schon. Die BRD hat bis zur Vereinigung von Tanganika mit Sansibar Tanganika militärisch unterstützt.  Mit der Gründung von Tansania brach diese Unterstützung ab weil Tansania sehr stark in Richtung DDR sich entwickelte. ( Anerkennung der DDR z.B. ) Das widersprach den Hallstein- Doktrin

Gruß - Achim-Trimmer
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Ralph
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« Antwort #10 am: 01 Februar 2012, 17:06:44 »

Hallo,
Es sollte eigentlich nur an einer Stelle ausgebildet werden, aber da ein Teil aus Sansibar und ein anderer aus Pempa gekommen ist, machten sich 2 Ausbildungsstellen notwendig. Man war untereinander nicht gut auf einander zu sprechen. Wenn ich mich recht entsinne waren es "Religiöse Unterschiede", so wurde es uns erklärt. Wie schon erwähnt wurde von der BM Streitkräfte aus Tanganjika ausgebildet. Wann und warum die Ausbildung beendet wurde ist mir nicht mehr bekannt.
Gruß Buschi
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« Antwort #11 am: 01 Februar 2012, 17:09:46 »

Hallo Ralph - das müßte 1964 gewesen sein

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« Antwort #12 am: 01 Februar 2012, 17:21:33 »

Hallo,

es wurden von der Bundesmarine folgende Boote übergeben:

KW 4 Rafiki=Freund
KW 5 Papa=Hai
KW 9 Uhuru=Freiheit
KW 10 Salama=Frieden
Die Boote wurden am 30.09.1964 als Leigabe an Tansania übergeben. Am 10 November 1964 in Bremerhaven auf dem Frachter Usambara verladen.
Anfang Dezember 1964 in Tansania mit Hilfe der Schwergutbäume des Frachters Transvaal ins Wasser gesetzt.Bis zur Übergabe in Fahrt unter deutscher Flagge und Einweisung durch Personal der Bundesmarine. Flaggenwechsel und Übergabe am 08.12.1964.

Quelle:Koop/Breyer; Die Schiffe,Fahrzeuge und Flugzeuge der deutschen Marine von 1956 bis heute Ausgabe 1996.

Harald
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joern
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« Antwort #13 am: 01 Februar 2012, 17:27:07 »

Hallo,

die RPi s "Schwalbe " wurden nach Sansibar als Decksladung mit dem Typ IV Schiff "Gera" 1965 od. 66 transportiert.

Grüße Joern
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« Antwort #14 am: 01 Februar 2012, 18:22:09 »

Hallo,

die RPi s "Schwalbe " wurden nach Sansibar als Decksladung mit dem Typ IV Schiff "Gera" 1965 od. 66 transportiert.

Grüße Joern

Im Buch Die Volksmarine der DDR Breyer/Lapp steht Ein Boot Januar 66 und ein Boot Januar 67 an Tansania verkauft.

Ist bekannt wie die Boote in Tansania zu Wasser gelassen wurden, der 50 to. Schwergutbaum der Typ IV Frachter wird da glaube ich nicht alleine in der Lage zu gewesen sein.

 Matrose gruesst

Manfred
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