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Autor Thema: Das Kannonenboot BALTENLAND Bitte um Hilfe  (Gelesen 323 mal)
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TD
BOdFMA
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« am: 03 Februar 2012, 00:08:22 »

Liebe Leser,

vorhin mußte ich feststellen dass ich zum Kanonenboot BALTENLAND nur noch eine Skizze und einen Lebenslauf  Stand 1997 habe.

Unten habe ich diesen Lebenslauf angehängt.

Ich weiß mit Sicherheit dass ich bessere Daten zu diesen Schiff und seinen Einsatz auf den Peipussee habe.

Nun suche ich ganz besonders einige Fotos zu diesem Schiff, egal ob estnisch, russisch oder deutsch.

Gerne direkt an mich  : 

Theodor.Dorgeist@Historisches-Marinearchiv.de

Verbesserungen können ggf. auch zu dieser Adresse geschickt werden, gerne aber hier .

Vielen Dank

Theo

D AHTI ( EMBACH )144 ts ;dt. BALTENLAND .144 ts

1908: Erbaut durch Lange & Co., Riga  Bau - Nr. : ...

1908: Für dt. Rechnung als Dampfschlepper HANSA erbaut.
19..: Verkauf an einen russischen Eigner und in OLGA umbenannt. Der Schlepper wird zerlegt und per Bahn zum Zusammenbau zur Werft in Dorpat gebracht.
1915,Aug.: Beschlagnahmt von der zaristischen Marine und auf den Peipussee eingesetzt.
1917,26.0kt.: Unter sowj. Flagge und Kommando gekommen.
1919,20.Mai: In Reskopele durch die weißrussischen Truppen erbeutet und an die neue estnische Regierung übergeben. Aufrüstung und Umbau des Schiffes zum Kanonenboot AHTI.
1929: Grundreparatur und Umbau des nur noch als Aufsichts- und Wachdampfer eingesetzten Schiffes.
1940,5.Aug.: Bei der Annexion Estlands durch die UdSSR bereits nur noch für Transport und Handelszwecke eingesetzt.
13.Aug.: Von der sowj. Marine als Schulschiff übernommen.
1941,22.März: Umbenannt in EMBACH.
30.Juni: Aufrüstung zum Kanonenboot.
2.Juli: Als Kanonenboot EMBACH i.D. gestellt.
22.Juli: Durch die dt. Luftwaffe beschädigt. Nur 4 Mann der 45 köpfigen Besatzung sollen diesen Angriff überlebt haben.
25.Juli: Bei Rannapungerja selbstversenkt/ auf Grund gesetzt.
Ende Juli: Wieder gehoben.
7.Aug.: Lt. dt. Armeeberichten schwimmend in Rannapungerja gemeldet.
13.Aug.: Von der Besatzung bei Remnik selbstversenkt bzw. nur auf Strand gesetzt und wenig später von dt. Truppen sicher gestellt.
19.Aug.: Durch die dt. KM - Peipussee-Flottille abgeschleppt und nach Gdow verbracht.
22.Aug.: Im Schlepp des Schleppers UKU auf den Verlegungsmarsch nach Dorpat vor der Embachmündung in schweren Sturm vor Anker gebracht und später trotzdem mit Besatzung dort auf Strand getrieben. Bergungsversuche in den folgenden Tagen sind erfolglos .
1.Sept.: Durch UKU, NEPTUN und zwei Leichter abgeborgen und zur Instandsetzung nach Dorpat zur Werft eingeschleppt.
2.Sept.: Nach Übergabe der gesamten Peipusseeflotte an Dienststellen des Heeres/ und rückwärtige Verwaltungsstellen verbleibt AHTI als einziges Fahrzeug der KM auf den Peipussee. Ob die KM diese Schiff noch als BALTENLAND i.D. gestellt hat oder der Dampfer Ende 1941 der Feldwasserstraßen-Abteilung 4 ( Heer ) so übergeben wurde und von dieser als Transportdampfer BALTENLAND mit zwei sowj. Geschützen eingesetzt wurde ist nicht bekannt.
1944,17.Feb.s Noch im Einsatz als Eisbrecher gemeldet unter Führung eines dt. Feldwebels mit 8 Esten als seemännische Besatzung und 10 Esten für die Bedienung der beiden Geschütze.
26.Feb.: Von der Heeresgruppe Nord wird der Dampfer der neuzubildenen KM - Peipussee-Flottille z.V. gestellt.
April: Übergabe des Schiffes an die 4. Artillerie-Träger-Flottille und Herrichtung zum Führerschiff dieser Flottille.
31. Mai: Indienststellung als Führerschiff BALTENLAND.
8.Juni: Kriegsbereit gemeldet.
25.Aug.: Beim dt. Rückzug auf den Embach/ Emajyga- Fluß selbst versenkt.
194.: Von der UdSSR gehoben und abgewrackt.

     Slg. R. Kugler, Speyer
  Primitive Zeichnung des Schiffes 1944
             
Erstfassung:   .1984   Letzte Änderungen: 23.12.1997 © Th. Dorgeist 



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es- ATHI Baltenland - Skizze.jpg
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Brandenburger
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Name: Andreas Winkel

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Das Heer grüßt die Marine !!!!!


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« Antwort #1 am: 03 Februar 2012, 06:58:02 »

      Hallo Theo !

Von dem Boot war vor einigen Tagen ein Foto bei ebay drin.
Hattest Du das gekauft ? Den link hatte ich Dir doch geschickt.

                             MfG Andreas
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kalli
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« Antwort #2 am: 03 Februar 2012, 09:05:12 »

http://sovnavy-ww2.narod....gunboats/embach.htm#issa4
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TD
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« Antwort #3 am: 03 Februar 2012, 14:08:51 »

@ Andreas

Habe gerade noch alle Nachichten von dir durchgesehen, nichts Baltenland oder Peipussee

Wäre bei den Angebot ganz sicher eingestiegen.

@ Kalli

Herzlichen Dank

Habe mir gerade die russischen Seiten übersetzt, schöne Daten.

Noch wei Fragen dazu:

A. Gibt es auch zu den anderen Schiffen der sowj. Peipusseeflottille solche Daten ?

B. Hast Du oder ein Leser Infos dazu ob nun der ganze Peipussee im 1. Weltkrieg von den deutschen besetzt wurde ?

Wenn ja, müßten ja alle dort 1918 befindlichen Schiffe von den deutschen Truppen erbeutet worden sein.

Nochmals Danke und ein schönes Wochenende

Theo
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AndreasB
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« Antwort #4 am: 03 Februar 2012, 17:37:26 »

Hatte ich Dir das KTB der 4. ATF nicht geschickt?

Alles Gute

Andreas
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kalli
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« Antwort #5 am: 03 Februar 2012, 17:39:38 »

Hallo Theo,

über die Geschichte der Peipussee- Flottille gibt es eine Reihe von Darstellungen.
Hier eine recht ausführliche, die bei den Anfängen beginnt.

http://druzhkovka-news.ru/chudskie-flotilii/

Ob die Darstellung historisch korrekt ist, kann ich nicht beurteilen.
 
Nach der Oktoberrevolution wurde die neue Regierung von der Flottille wohl anerkannt. Aus dem Text geht hervor, dass zwar im Februar 1918 ein Teil der Provinz Pskow von den Deutschen besetzt wurde, die Flottille aber unter der Kontrolle der bolschewistischen Regierung blieb. Ab April war dann die Flottille auch offizieller Teil der Roten Flotte. Was dann im Verlauf des Bürgerkrieges stattfand ist etwas unübersichtlich- im Artikel aber detailliert dargestellt. Zumindest fanden im betreffenden Gebiet verschiedene Gefechte zwischen den Weißen und Esten auf der einen und den Roten auf der anderen Seite statt. In deren Verlauf wechselten Fronten und Material, darunter auch Schiffe der Flottille, die an die Esten fielen. Darunter war auch Ahti. Der Bürgerkrieg endete in diesem Gebiet im Dezember 1919, der Friedensvertrag zwischen Russland und Estland wurde 1920 unterzeichnet.
 
Ganz nebenbei ist auch der militärische Werdegang des Befehlshabers der Flottille Konteradmiral Kolomeitsev interessant. Er war Teilnehmer einer Polarexpedition 1900-1901 und kommandierte den Eisbrecher Jermak 1902-1904, nahm am russisch-japanischen Krieg als Zerstörerkommandant teil. Er wurde verwundet und geriet in japanische Gefangenschaft. 1914 befehligte er eine Kreuzerbrigade in der Ostsee. Er war zarentreu, wurde zweimal verhaftet (1917 und 1918) und flüchtete nach der Freilassung nach Finnland. Später schloss er sich der Wlassow-Armee an und starb 1944 im französischen Exil.
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SchlPr11
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« Antwort #6 am: 03 Februar 2012, 22:47:51 »

Hier ein Foto des 1941 erbeuteten sowjetischen Kanonenbootes EMBACH, augenscheinlich desarmiert. Theo, die Skizze der BALTENLAND aus dem Kugler-Archiv ist eigentlich gar nicht so falsch.
Dazu lege ich ein Detail der BALTENLAND aus dem Januar 1944.

Ganz langsam füllt sich unser Bild der kleinen Flotte auf dem Peipussee.

REINHARD

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BALTENLAND 194401 DorpatJPGx.jpg
EMBACH dann BALTENLAND 1941 PeipusseeJPGx.jpg
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Name: Theodor Dorgeist

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« Antwort #7 am: 04 Februar 2012, 00:15:42 »

Ja die Sache läuft ja wunderbar.

@ Kalli

Bei den vielen "Klingelknöpfen" finde ich ja mangels russisch Kenntnisse nicht den richtigen Link.

Kleine Sachen kann man ja immer noch mit Google übersetzen !

Aber vielleicht kommt ja aus dem Osten auch noch etwas.

Schönen Sonntag

Theo
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