Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Kakerlaken bei der Marine  (Gelesen 518 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Albatros
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Deutschland


« am: 03 Februar 2012, 14:02:21 »

Im Thread von Seekrieg, Minensuchboot M 575 in der Werft, eine Fortsetzung wird folgendes geschildert,

Mai 1942 Kiel : Man kann vor Kakerlaken nicht mehr geradeaus sehen.

Mal eine Frage an beide deutschen Marinen, wann war eigentlich mit den lästigen Insekten Schluss bei der Marine ? Da gibt es doch bestimmt noch welche die sich an diese anhänglichen Begleiter erinnern können....... Matrose zwinkert

Mein Vater, 3 Jahre auf der schweren Flakbatterie Arcona, erzählte mir, Suppe gab es immer mit Fleischeinlage, da die Kakerlaken wohl beim kochen von der Decke fallend mitunter im Pott landeten...... Kaptn lach

 Matrose gruesst

Manfred
« Letzte Änderung: 03 Februar 2012, 15:05:26 von Albatros » Gespeichert
The Voice
Fähnrich
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« Antwort #1 am: 03 Februar 2012, 15:32:19 »

Mal eine Frage an beide deutschen Marinen, wann war eigentlich mit den lästigen Insekten Schluss bei der Marine ?
Gegenfrage: War denn Schluss mit Kakerlaken?

Ich war mit einem Schnellboot in der Werft, da haben wir uns die Viecher "eingefangen".
Kammerjäger mit allem Drum und Dran an Bord.

An Bord einer Fregatte in Souda Bay kamen trotz Desinfektions- Matten und Becken an der Stelling die Biester an Bord.
Abt. I und II waren befallen. Großeinsatz für den San-Bereich.
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In God we trust - all other we track
Mario
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« Antwort #2 am: 03 Februar 2012, 15:52:41 »

1988 war ich bei der Volksmarine auf dem Dänholm. Im Speisesaal hat man lieber im stehen gegessen, als den Vorhängen an den Fenstern zu nahe zu kommen. Ich hab die mal während eines Reinschiffs mit einem langen Besenstiel beiseitegeschoben und fühlte mich an einen Ameisenhaufen erinnert. Selbst eine großangelegte Desinfektion mit zweitägiger Sperrung der Kombüse brachte nix.
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RonnyM
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« Antwort #3 am: 03 Februar 2012, 16:53:31 »

...und ich war Zeuge auf einem Fletcher (Z 4) bei einem 4-fach Breitseite schiessen. Da konntest du in der OPZ nix mehr sehen und der Plot-Tisch war übersät mit Kakerlaken... Matrose lacht laut

Grüße Ronny
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...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...
Trimmer
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« Antwort #4 am: 03 Februar 2012, 17:44:22 »

Nun ich kann gar nicht verstehen was Ihr gegen die Tierchen habt. Wir haben immer Kakerlaken - Rennen auf der Stube gemacht. Netter Zeitvertreib. Einsatz 10 Pfennig. Bei 6 Mann auf der Stube hatte der Gewinner immer 1 Bier kostenlos ( 1 Glas Bier = 50-60 Pfg.)
Bei Bedarf erkläre ich Euch gerne das Spiel - Rennen

Gruß - Achim-Trimmer
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)
Stichling
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« Antwort #5 am: 03 Februar 2012, 20:11:39 »

Hallo !

    Ja die Coocarashas, in einer Zeitschrift "Atlantische Welt" las ich mal einen Artikel über diese Viecher, sie müßen demnach schon Nachbarn der Saurier gewesen sein.
    An Bord eines Frachters im Atlantik gab es und das war selten, Bratkartoffel. Wir mampften genüßlich die besonders schönen braunen gebratenen Zwiebelstücke, bis sie jemand im trüben Licht als Kakerlaken identifizierte, Koch und Kochsmaat entgingen nur knapp einen Totschlag. Ansonsten waren diese Biester überall an Bord. Manche glaubten sich mit  Dr.Altmanns grauer Salbe schützen zu können,leider erfolglos.

Grüße Stichling
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halina
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« Antwort #6 am: 03 Februar 2012, 20:12:37 »

moin moin, auf den fernlenkschiffen HESSEN+ZÄHRINGEN gehörten die kakerlaken zum inventar,wenn man den spind öffnete kamen die
biester einem schon entgegen,kommisbrot war deren lieblingsspeise.
                                                                                                                                 grüsse halina
                                                                                                                                                                                                          
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im leben fängt man dann und wann auch wieder mal von vorne an
Albatros
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« Antwort #7 am: 03 Februar 2012, 20:16:12 »

Tja, das überrascht mich jetzt einigermaßen...... shocked Gut die Viecher kann man sich auch Heute noch mal einfangen, aber das die noch ein echtes Problem bei der Marine sind....Matrose verlegen
Ich hab die in Massen das letzte mal auf einem Händler so in den siebzigern gesehen........ Kaptn lach

 Matrose gruesst

Manfred
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Hatzihutza
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« Antwort #8 am: 03 Februar 2012, 20:45:07 »

Bei uns kam es nur einmal zu einem Zwischenfall mit einem nicht mehr unter den lebenden weilendem Exemplar. Das klebte ausgerechnet unter einem Kuchenteller, den der STO von einem seiner Heizer auf seine Kammer getragen bekam. Die sofort eingeleitete Grossfahndung nach dem Rest der Bande verlief dann aber im Sande... Top
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Gruß von der Küste

Jan
Albatros
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« Antwort #9 am: 03 Februar 2012, 21:03:41 »

Die sofort eingeleitete Grossfahndung nach dem Rest der Bande verlief dann aber im Sande... Top

Das muss nichts heißen, alle Kakerlaken sind sehr lichtscheu und gelten außerdem als die schnellsten krabbelnden Insekten.......  Kaptn lach

 Matrose gruesst

Manfred
« Letzte Änderung: 03 Februar 2012, 21:17:54 von Albatros » Gespeichert
Hatzihutza
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« Antwort #10 am: 03 Februar 2012, 22:00:57 »

Stimmt, aber das wussten auch die Fahnder... Es wurden aber auch weiterhin keine gesichtet, die eine kam wohl schon tot an Bord.
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Gruß von der Küste

Jan
Stichling
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« Antwort #11 am: 03 Februar 2012, 22:34:39 »

Hallo Halina !

    Nee, nicht Kommisbrot,nein Zucker und alle was süß war. Die Likörplattformen auf der Back dürften bekannt sein.

Stichling
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« Antwort #12 am: 04 Februar 2012, 19:56:02 »

Trotz scharfer Hygienegesetze und Kontrollen(z.B. MEKBw) lässte es sch nicht vermeiden, dass die Viecher an Bord kommen, da die meisten Gegenmaßnahmen nur die Tiere selbst, aber eben nicht die Eier ausrotten. So, und nun nimm mal eine Kiste Obst etc. an Bord, schon hast die Fleischbeilage... cool

Axel
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« Antwort #13 am: 05 Februar 2012, 12:13:38 »

Moin,
das war schon ein Prozedere beim Ausrüsten. Da die Verpackung der Eier das Hauptproblem darstellten wurden alle umgepackt. Jedes Ei und alle anderen Lebensmittel. Alle Verpackungen aus Pappe / Karton u.s.w. wurden auf der Pier entfernt, alles ab und ausgeklopft damit keine Schaaben an Bord gelangten. Mein Alter und der Bootsmann haben sehr großen Wert darauf gelegt das die Altenburg Kakerlakkenfrei war und blieb. . Zumindest war das zu meiner Zeit so.
Auf anderen Schiffen in der Abteilung hatte man sogar Ralleystreifen auf den Boden der Schmiede gemahlt und die Dinger um die Wette laufen zu lassen.

animierte Gifs sind hier aus technischen Gründen nicht gerne gesehen. Nichts für ungut.
Kalli

« Letzte Änderung: 05 Februar 2012, 12:30:37 von kalli » Gespeichert

Gott gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, dass Eine vom Anderen zu unterscheiden.
Hastei
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« Antwort #14 am: 05 Februar 2012, 12:32:54 »

bin wärend meiner Dienstzeit  68-72 auf vier Schiffen gefahren und kann mich nicht erinnern, solche Tierchen an Bord gesehen zu haben.
In Südamerika fanden wir auf der Pier  Kakerlaken so groß wie Maikäfer. Aber an Bord habe ich keine gesehen. (zum Glück )

Gruß Hastei
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