Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Planungen für ein Atomar Angetriebenes U-Boot in der deutschen Marine  (Gelesen 379 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Albatros
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Deutschland


« am: 06 Februar 2012, 18:21:59 »

Seit kurzem sollen geheime Akten der deutschen Regierung aus den Jahren 1959 bis 1962 zugänglich sein und sie legen eine militärische Forschung am Atomantrieb der OTTO Hahn nahe. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß soll zu dieser Zeit den Bau von U-Booten mit atomarem Antrieb angestrebt haben. Er konnte sich aber wohl mit seinen Plänen innerhalb der Regierung und bei den internationalen Bündnispartnern nicht durchsetzen. Der Atomantrieb der 1962 in Auftrag gegebenen Otto Hahn soll für ein Frachtschiff klein gewesen sein und so dimensioniert, dass er in ein großes U-Boot gepasst hätte. Die Ernennung des früheren U-Boot-Kommandanten und Flottillenkommandeurs Lehmann-Willenbrock zum Kapitän des Schiffs wird in diesem Zusammenhang gesehen. Eine wissenschaftliche Sichtung und Auswertung der fraglichen Archivalien steht noch aus.

Quelle, wiki

 Matrose gruesst

Manfred
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Elo
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« Antwort #1 am: 06 Februar 2012, 18:52:19 »

Ich habe mal auch gelesen das es schon im dritten Reich anfängliche Pläne für einen atomaren Antrieb für die XXIer Boote gab. Das wollte man dann später auf U-Wilhelm Bauer erproben.
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R.I.P. Ubootklasse U206a

,,Dat hölpt för de Müüs!" see de Buer, da steek he sien Schüün an.
Ulrich Rudofsky
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United States

DONT GIVE UP THE SHIP



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« Antwort #2 am: 06 Februar 2012, 23:59:02 »

Hatte das mit der Wilhelm Bauer nicht mit Wasserstoffperoxid-Antrieb zu tun huh
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Ulrich Rudofsky
Schorsch
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« Antwort #3 am: 07 Februar 2012, 10:54:13 »

Hallo zusammen!

Der von Manfred gefundene Wikipedia-Eintrag und dessen Grundlagen sind meiner Meinung nach ein schönes Beispiel dafür, wie aus einigen Koinzidenzen ein tolles Garn gesponnen und als die Neuheit präsentiert werden kann, der man endlich und unter den unsäglichen Mühen des investigativen Journalismus den Schleier des Geheimnisses von der hässlichen Fratze gerissen hat. Allerdings gebe ich zu bedenken:

Ende der Fünfziger-Jahre sollte bis hin zur Kaffeemaschine und zum Toaster nahezu alles mit Kernenergie angetrieben werden. Warum entsetzt plötzlich der Gedanke, dass diesbezügliche Überlegungen auch auf deutsche U-Boote ausgedehnt worden sein könnten?

Dann wird als Schreckgespenst der Name Franz Joseph Strauß ins Spiel gebracht. Auch hier ist imho nur zu sehen, dass Strauß als Minister für Verteidigung lediglich das weiterführte, was er zuvor als Minister für Atomfragen in seinem Aufgabengebiet zu bearbeiten hatte.

Aus der Kommandantschaft Lehmann-Willenbrocks auf der OTTO HAHN wird sofort auf konkrete U-Boot-Pläne geschlussfolgert. Da frage ich mich doch, ob der Mann auch versucht hat, bei den Schiffen, die er zuvor kommandierte, Flutschlitze in den Rumpf zu schneiden oder einen Schnorchel einzubauen. Und wie groß das U-Boot sein müsste, in den der ach so kleine Reaktor der OTTO HAHN passen sollte, wird auch nichts ausgesagt. Wohlgemerkt, der Reaktordruckbehälter auf der OTTO HAHN maß in der Höhe 8580 mm, ein Typ XXI-Boot hatte eine Seitenhöhe von 7,7 m.

Noch ein weiterer Aspekt des Spiegel-Artikels, auf dem der Wikipedia-Eintrag wesentlich beruht, erscheint mir seltsam: Vom „verbotenen“ Walter-Antrieb hat man deutscherseits offensichtlich doch nicht abgelassen, schließlich sollte die U-Boot-Klasse 204 von 1961 einen solchen Antrieb erhalten. Dafür wurden sogar schon 1960 zwei Testanlagen bei der Firma Helmuth Walters bestellt, von denen eine ab März 1964 ihren Betrieb aufnahm. Zum Bau von Booten der Klasse 204 kam es zwar nicht, jedoch ist eine der Testanlagen in Bremerhaven auf dem Gelände des Deutschen Schifffahrtsmuseums zu besichtigen. Diesbezüglich scheinen die NATO-Verbündeten also doch keine so großen Manschetten gehabt zu haben, den Deutschen einen außenluftunabhängigen Antrieb für U-Boote zu erlauben.

Also, schön die Kirche im Dorf lassen!

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
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Frauen kennen das exakte Gewicht ihrer Kinder und deren Alter in Tagen.
Männer wissen, dass kleine Leute bei ihnen wohnen.
JotDora
Oberleutnant zur See
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« Antwort #4 am: 07 Februar 2012, 10:58:04 »

Hallo Schorsch,

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Gruß

Sebastian
Albatros
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Deutschland


« Antwort #5 am: 07 Februar 2012, 11:54:09 »



Der von Manfred gefundene Wikipedia-Eintrag und dessen Grundlagen sind meiner Meinung nach ein schönes Beispiel dafür, wie aus einigen Koinzidenzen ein tolles Garn gesponnen und als die Neuheit präsentiert werden kann, der man endlich und unter den unsäglichen Mühen des investigativen Journalismus den Schleier des Geheimnisses von der hässlichen Fratze gerissen hat. Allerdings gebe ich zu bedenken:


Mit freundlichen Grüßen
Schorsch

 Kaptn lach Hallo Schorsch, irgendwas geht doch immer..... Matrose zwinkert

 Matrose gruesst

Manfred
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