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Autor Thema: Gibt es ein Panzerschiff "Woroschilow"?  (Gelesen 956 mal)
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rosenow
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« am: 09 Mai 2006, 15:18:49 »

Also entweder verkalke ich langsam oder die Frage ist weg.  Jolle
Ich stelle sie einfach noch mal:
Gibt es ein Panzerschiff Woroschilow ? 1941 im Schwarzen Meer soll es von U-77 versenkt worden sein. Meine Informationen stammen aus einem Roman:
Jetzt wollte ich mich vergewissern ob es nur Roman-Erfindungen sind oder ob der Roman auf tatsächliche Ereignisse zurück greift.
Steht leider nichts weiter in dem Buch dazu.
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mit freundlichen Gruß
Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
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Hein Schonder
ufo
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« Antwort #1 am: 09 Mai 2006, 15:34:01 »

Hm – nicht ganz, denke ich. Ich glaube da hat der Autor zwei Schiffe, die einander nahe kamen aus Unterhaltungszwecken dann gleich ganz zusammengebracht.

U-77 war wohl 1941 nicht im Schwarzen Meer:
http://www.ubootwaffe.net/ops/boat.cgi
U-boot Waffe ist eigentlich immer recht glaubwürdig.

Die Voroshilov (oder wie auch immer man die Latinisieren mag) war eine Schwester der Kirov (ein Kreuzer also wenn man pingelig sein will) und diente im Schwarzen Meer. Dort ist sie irgendwann 1941 auch von der Luftwaffe erwischt worde aber glaube ich recht unbeschaded rausgekommen.

Aber getroffen haben sich die beiden meines Wissens nach nie.

Ufo
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Scharnhorst66
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« Antwort #2 am: 09 Mai 2006, 15:45:56 »

Hier mal ein Verweis auf unser Marine Archiv ..

wenn es sich wirklich um die Voroshilov gehandelt hat :

Einmal die Historie des Kreuzers :

http://www.marinearchiv.d...v_his/voroshilov_his.html

dann die Grunddaten:

http://www.marinearchiv.d...v_dat/voroshilov_dat.html

http://www.marinearchiv.d...v_umb/voroshilov_umb.html
« Letzte Änderung: 09 Mai 2006, 16:04:17 von Scharnhorst66 » Gespeichert

" Fehler sind normal , Irrtümer üblich , Informationen selten vollständig , oft unzutreffend und häufig irreführend "
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Gruss Micha
rosenow
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« Antwort #3 am: 09 Mai 2006, 15:57:13 »

Danke, Ufo und Scharnhorst  für eure Informationen und den Link
Ich kann zwar kein englisch und meine Tochter ist auch nicht da, aber ich hab mir das so grob zusammen klabüstert. grin
Danach war U-77 nicht im Mittelmeer.
Wird wohl tatsächlich nur eine Roman-Erfindung sein, wie du auch schon vermutest, um der ganzen Sache mehr Spannung zu geben wird er diese Schiffnamen benutzt haben..

Danke, euch beiden!  Matrose gruesst
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mit freundlichen Gruß
Michael


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Ha Ho He --- Hertha BSC



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« Antwort #4 am: 09 Mai 2006, 18:28:04 »

ab Ende 1941 mußte ja Dönitz einige seiner wertvollen U-Boote in das Mittelmeer schicken. Aber bis in das schwarze Meer sind wohl keine dieser Boote gelangt.
Gab es eigentlich später U-Boote im schwarzem Meer Huh Ich glaube, es wurden einmal welche über Land und Donau dorthin transportiert und dort vor Ort zusammengebaut und eingesetzt.
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Scheer
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« Antwort #5 am: 09 Mai 2006, 18:39:52 »

Ja, es wurden 6 Boote vom Typ IIb auf Land- und Flussweg in´s Schwarze Meer verbracht.
Darüber gibt es ein sehr gutes Buch.
 Gerd Enders " Deutsche U-Boote zum Schwarzen Meer"  ISBN 3-8132-0761-7
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Peter K.
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« Antwort #6 am: 09 Mai 2006, 22:09:20 »

... auch bekannt unter dem Titel

"Auch kleine Igel haben Stacheln"

aus dem Koehler Verlag

Ich habe allerdings die ISBN 3-7822-0334-8!
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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Thomas
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« Antwort #7 am: 09 Mai 2006, 23:00:48 »

Hallo,

nach Lohmann/Hildebrand finde ich die 30. U-Flotille mit:
U 9 ab 5.42-10.42 und in Dienst ab 28.10.42
U 18 ab 9.42-5.43 in Dienst ab 6.5.43
U 19 ab 4.42-10.42 und in Dienst 9.11.42
U 20 ab 9.42-5.43 und in Dienst 27.5.43
U 23 ab 10.42-6.43 und in Dienst 3.6.43
U 24 ab 4.42-10.42 und in Dienst ab 14.10.42

Grüße
Thomas smiley

EDIT: größere Versenkungserfolge bei Kriegsschiffen als Minenräumer etc. habe ich bei den Boote nicht gefunden.
« Letzte Änderung: 09 Mai 2006, 23:08:30 von cpa95 » Gespeichert
Scheer
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« Antwort #8 am: 10 Mai 2006, 01:01:37 »

@Peter K.

nee, ist nicht das gleiche. Ist ein Nachfolger, mit neuen Erkenntnissen, Dokumenten und Bildern. Konnte erstellt werden, weil etliches aus russischen Archiven zurückkam.
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Peter K.
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« Antwort #9 am: 10 Mai 2006, 01:36:33 »

Ahhh, wußte ich nicht - vielen Dank für die Info, man lernt ja nie aus!  smiley
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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Warjag
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« Antwort #10 am: 17 Mai 2006, 01:37:30 »

Moin moin,

größere Versenkungserfolge bei Kriegsschiffen als Minenräumer etc. habe ich bei den Boote nicht gefunden.

Hier versuche ich eine Übersicht über die Erfolge von diesen 6 U-Booten darzustellen. Von der russischen Seite wink

1. MBt T-410 "Vzryv": 2.9.1944 Torp. von U-19;
2. MBt T-411 "Zaschitnik": 15.6.1944 Torp. von U-24;
3. HMBt "Dzhalita": 29.8.1943 Torp. von U-18;
4. UBt-Jäger SKA-088: 31.10.1943 Torp. von U-24;
5. ? UBt-Jäger MO-376 "Buzulukskij komsomolez": ? 13.5.1944 Torp. von einem U-Boot;
6, 7. LBt DB-36, DB-37 (19 t): 22.8.1943 Art. U-24;
8. Huh Es gibt eine Version, nach der das U-Boot M-36 am 4.1.1944 durch einen Minenterffer versenkt ist. Und diese Mine hat das UBt U-20 gelegt. Ist aber fraglich.

Diese Angaben sind aus verschiedenen russischen Quellen und entsprechen den Angaben von http://uboat.net/ nicht ganz. Deshalb ist jede Ergänzung oder Richtigstellung willkommen Smiley
« Letzte Änderung: 17 Mai 2006, 01:57:04 von Warjag » Gespeichert

Schöne Grüße,
Dmitrij
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