Hallo! Ich finde deinen Beitrag auch sehr schön Warjag und da bekam ich lust eine kleine Geschichte der Luftkissenschiffe aufzu

Ich hoffe das stört hier nicht.
Kleine Geschichte der Luftkissenschiffe
Die erste Idee, ein Boot zu bauen das über Wasser schwebte, hatte im Jahre 1716 der schwedische Wissenschaftler E.Swedenborg.
Seiner Vorstellung nach sollten zwei Luftschrauben den Luftdruck unter dem Boot so erhöhen, dass dieses sich von der Oberfläche löste.
Ihm fehlten aber die richtigen Mittel dafür,
Menschenkraft reichte nicht aus.
Im Jahre 1853, schlug der Architekt Ivanow aus Archangelsk, dem Verwalter für Verkehrswege und öffentliche Gebäude Russlands eine Konstruktion vor, die aus Dreiteilige Luftpolster bestehen sollte. Die Luft von einer Gebläsemaschine durch Menschenhand betriebene Bälgen in trichterförmige Rohren geleitet, sollte dann durch Düsen in Tüten führen und somit einen Luftdruck erzeugen.
Der russische Wissenschaftler K.E. Ziolkowski (1857 bis 1935) hatte sich auch mit großer Begeisterung an die theoretischen Ausarbeitungen von Luftkissenfahrzeugen beteiligt.
W.I. Lewkow , war ein junger Dozent und Experte auf dem Gebiet der Aerodynamik und begann 1927 mit Experimenten an Modellen von Luftkissenschiffen.
1933 schon als Professor am polytechnischen Institut in Nowotscherkassk, führte er Berechnungen zum Bau von Luftkissenschiffen durch und 1934 gelang ihm die erfolgreiche Erprobung des ersten zweisitzigen Luftkissenschiffes L-1.
Lewkow wurde von der russischen Regierung zum Chef des Konstruktionsbüros gemacht.
Es wurden weitere Schiffe gebaut, 1937 hatte man das Luftkissenschiff L-5 erprobt und mit diesem Schiff eine Geschwindigkeit von 73 kn erreicht bei einem Gewicht von 9 Tonnen.
Geplant waren Luftkissenschiffe bis 30 Tonnen.
Dann kam der Zweite Weltkrieg da zischen und unterbrach seine Arbeiten.
In den Nachkriegsjahren setzte er seine Arbeit fort, durch das fehlen leichterer Antriebsanlagen wurde seine Arbeiten stark eingeschränkt.
W.I. Lewkow starb 1954, ein Pionier des sowjetischen Luftkissenschiffbaus.
Der frz. Ingenieur Clement Ader (1814-1925) hatte 1897 schon dem französischen Militär ein Luftkissenschiff vorgeschlagen, die Avion-3.
Der Österreicher D.Müller konstruierte 1916 ein Luftkissenschnellboot auf Luftkissenbasis.
Es erreichte zwar eine Geschwindigkeit von 40 kn, war aber nicht sehr Seetüchtig.
Es gibt zwei Typen von Luftkissenschiffen:
Einmal die Amphibische,
bei der der Rumpf völlig von der Oberfläche abhebt und somit Hindernisse bis zum Luftkissen durch flexible Schürzen überwunden werden können. Diese Schürzen ermöglichen auch eine Landüberquerung.
Die großen Luftschrauben dienen als Antrieb und haben einen Durchmesser von 3 Meter, eine Geschwindigkeit von 60 bis 70 kn, bei einem Gewicht bis 40 Tonnen.
Größere Luftschiffe mit einem Gewicht von 168 t und 4 Luftschrauben mit einem Durchmesser von 5,8 m erreichten die gleiche Geschwindigkeit, wie z.B. das britische Luftkissenschiff SR.N4.
Um ein 1000t Luftkissenschiff auf diese Geschwindigkeit zu bringen, müsste man 12 Luftschrauben mit einem Durchmesser von 10,7 m anbringen.
1963 wurde auf der brit. Insel das SN.N3 mit einem Gewicht von ca.38 t und einer Geschwindigkeit bis zu 90 kn getestet.
Das erste Luftkissenschiff der USA SKMR-1 war ein Versuchslandungsboot, 240 t schwer und 70 bis 80 kn schnell
Und zum zweiten
die Seitenwandluftkissenschiffe,
die sich nur auf dem Wasser bewegen können.
Als Antriebe dienen Wasserstrahl oder Superkavitationspropeller.
Der Engländer Thornycroft, ein hervorragender Ingenieur hatte schon mit Wasserstrahlantrieb experimentiert und hatte 1883 einen Misserfolg mit seinem Wasserstrahl getriebenes Torpedoboot.
In den Jahren 1882 bis 1908 begründete der russische Erfinder N.E. Shukowski den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Rumpf und Wasserstrahlantrieb.
Später in den Vor- und Nachkriegsjahren wurden seine Theorien weiterentwickelt.
A.P. Kushmy und M.D. Chrennikow waren in den Fünfziger Jahren mit ihrem Entwicklungen der kleinen Boote, bestens geeignet für Flachwasser, am erfolgreichsten.
Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Wasserstrahlantrieb dem Propellerantrieb weit überlegen, da für gleiche Leistung bei den Propellern ein enormer Gewichtszuwachs zu realisieren wäre.
Seitenwandluftkissenschiffe können, dank ihrer Eigenschaft das Wasser nicht verlassen zu müssen, größer gebaut werden.
Die USA planten 1985 U-Boot-Jagd- Seitenluftkissenschiffe mit einem gewicht von 3000 t und einer Antriebsleistung von118000 kW, zusätzlich 33000 kW Leistung für die Luftpolster.