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Autor Thema: Getriebe  (Gelesen 1403 mal)
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Taucher
Oberleutnant zur See
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« Antwort #15 am: 02 Juni 2006, 06:56:26 »

@Harold

vielen Dank für Deine sehr gute und nachvollziebahre Erläuterung.

Bei high speed Propellern der Rennboote fällt mir auf, das es erstens 5 Blätter sind und Zweitens, laienhaft ausgedrückt die eine Seite der Propellerblätter gerade ist, während die Andere eine starke Krümmung aufweist.
Anscheinend erlaubt dieses Design höhere Umdrehungen, frag mich bitte aber nicht warum  huh

Guckt ihr hier

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prop_jotun.jpg
« Letzte Änderung: 02 Juni 2006, 07:29:28 von Taucher » Gespeichert

Viele Grüße vom Alpenrand
Leo
schiffbauer
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« Antwort #16 am: 02 Juni 2006, 11:27:36 »

 Hallo Alle !
da bin ich mal wieder.
Harold hat mich ganz gut vertreten! (war ja auch nicht anders zu erwarten... grin)
Also, im Verlaufe der letzten ca 170 Jahre (so lange gibt's Propeller ja nun schon) sind Aberdutzende von Propellertypen und andere "Vortriebselemente" erfunden worden, alle mit dem Bestreben, die Antriebsleistung möglichst mit geringen Verlusten in Geschwindigkeit umzusetzen (oder anders gesagt: Drehmoment in Schub zu verwandeln).
Dabei waren und sind gewisse Randbedingungen zu erfüllen:
- Kavitation zu vermeiden (d. h. die Fächenbelastung der Flügelflächen in gewissen Grenzen zu halten), d.h. Drehzahl und Flügelgeometrien sowie -steigung danach auszulegen
- Propellerabmessungen (besonders Durchmesser) den Gegebenheiten anzupassen (Hinterschiffsform, Freischlag und    dergl.)
- die Anströmung des Propellers zu optimieren (Hinterschiffsform!)
- etc,etc (bestimmt habe ich was vergessen, bin auch kein Fachmann auf diesem Gebiet Matrose zwinkert)

Herausgekommen ist eine Vielzahl von Vortriebsorganen, als da sind u. a.:

- Festpropeller in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen
- Verstellpropeller ( ")
- Voith-Schneider Propeller und deren Derivate
- Wasserstrahlantriebe (Waterjets)
- teilgetauchte Propeller
- Schaufelräder (jawoll !)
- etc etc

Fast alle dieser Vortriebselemente können jedoch nicht mit den von den Antriebsmaschinen angebotenen Drehzahlen arbeiten. Deshalb ist eine Untersetzung vonnöten . Was uns wieder zu der ursprünglichen Frage von wer zurückbringt.

Hier, Harold, muß ich Dich doch ein wenig verbessern.
Es gibt sehr wohl sogenannte Schaltgetriebe, in denen durch Zuschaltung von weiteren Getriebeteilen die Ausgangsdrehzahlen den Erfordernissen angepasst werden können (wo z. B.  die mögliche Einstellbreite eines Verstellpropellers, was die Steigung angeht, nicht ausreicht) So was haben wir gerade bei unseren südafrikanischen Fregatten eingebaut .

Gruß
Schiffbauer
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harold
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« Antwort #17 am: 02 Juni 2006, 13:58:47 »

"Es gibt sehr wohl sogenannte Schaltgetriebe, in denen durch Zuschaltung von weiteren Getriebeteilen die Ausgangsdrehzahlen den Erfordernissen angepasst werden können (wo z. B.  die mögliche Einstellbreite eines Verstellpropellers, was die Steigung angeht, nicht ausreicht) So was haben wir gerade bei unseren südafrikanischen Fregatten eingebaut ."

-ei, da lern ich gern dazú! (einer meiner spinnerten Freunde am Bodensee hatte mal n LKW-Motor samt Schaltung in sein Boot eingebaut -mit Wendegetriebe!- und stolz verkündet, er habe nun das einzig ihm bekannte Boot mit 16 Rückwärtsgängen)...  Matrose lacht laut

Wie sind denn die Drehzahlbereiche für eure Südafrikaner, und die Anstellbereiche? Dürften wir Normalsterblich-Werftferne auch mal n Blick drauf werfen?  Kaptn lach Putzneugierig wär ich ja!

Ciao,
Harold

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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
Leonhard Euler
schiffbauer
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« Antwort #18 am: 02 Juni 2006, 23:02:57 »

harold,
da muß ich erst mal nachschauen; das hab ich nicht so im Kopf.
Ich komm aber erst am nächsten Dienstag dazu.
Außerdem muß ich sehen, ob ich das euch überhaupt sagen kann, wg. Geheimhaltung und so Weiss nicht
Gruß
Schiffbauer
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winni
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« Antwort #19 am: 03 Juni 2006, 11:51:00 »

@schiffbauer :Ich gehe mal davon aus,dass bei solchen Schiffen,Strömungsgetriebe (Hydraulische Getriebe) zum Einsatz kommen.Oder?  wink
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Es sind immer die Abenteurer die große Dinge vollbringen.


Montesquieu.
schiffbauer
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« Antwort #20 am: 06 Juni 2006, 13:42:41 »

Nein, das sind keine hydraulischen Getriebe, sondern Getriebe mit sogenannten Reibkupplungen, die in bestimmten Drehzahlbereichen einen Übergang von einer Drehzahl zur nächsten erlauben (und auch wieder zurück),
Vereinfacht ausgedrückt, arbeitet ein solches Getriebe wie ein Automatikgetriebe im Auto.
Harold, sorry über nähere technische Details kann ich mich hier nicht auslassen (Confidentiality!)
Gruß
Schiffbauer
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Langensiepen
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« Antwort #21 am: 06 Juni 2006, 13:53:44 »

 :-DAber Wolfgang! Ist doch alles kein Geheimnis und zudem eine Allerwelts-Technologie. Alles über Waterjet  ( SA Korvette ) und Motorengetriebe im Schiffbau find sich in der überall frei erhältlichen  Literatur und in den – ebenfalls frei erhältlichen - Fachzeitschriften.  So gar über die Sache mit den Kabeln bei den SA Dampfer hab ich was gelesen.  So, und nun muß ich wieder an die Arbeit. Du hast richtige gehört ( gelesen ) ich bin wieder aktiv.
Gruß
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schiffbauer
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« Antwort #22 am: 07 Juni 2006, 12:50:14 »

Bernd, was ich meine sind die technischen Details vom Getriebe (wann bei welchen Drehzahlen geschaltet wird und so); die kann ich so nicht ohne weiteres weitergeben.
Alles was Du erwähntest ist natürlich offen, aber darum ging es mir nicht.
BtW: Arbeit, bist Du immer noch bei den Tankers, oder machst Du jetzt was anderes?
Gruß
Schiffbauer
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« Antwort #23 am: 05 September 2006, 22:04:58 »

Hallo allesamt,

ich muß da auch noch was mit einbringen.
Die neuen Fregatten der 124ér Klasse der Bundesmarine, besitzen auch solche Schaltgetriebe. Und wegen des Getribe, hat man auf den Schiffen auch nicht mehr zwei Gasturbinen eingebaut sondern nur noch eine Leistungsgesteigerte. Und man erreicht in etwa damit die gleichen Geschwindigkeiten wie die 123ér Klasse.
Aber was sag ich immer: Es geht nichts über eine gute alte Dampfanlage. grin
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Werft: Schwerer Kreuzer Prinz Eugen, Leichter Kreuzer Nürnberg
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