Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Wilfried bei der Bundesmarine - wie alles begann ..  (Gelesen 11926 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Liese
Maat
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Schleswig-Holstein


« Antwort #90 am: 27 Oktober 2011, 15:51:13 »

Hallo Wilfried,
vielen Dank für die klasse erzählten Erinnerungen.
Ich war genau 20 Jahre später in Brake angekommen. Ich bin damals in Koblenz gestartet, dann schon mit nem Intercity smiley.
Wo ich untergebracht war weiß ich nicht mehr.
Ich habe vieles so erlebt wie du, obwohl es eben viele Jahre später war. Eines möchte ich davon aber hervorheben, und zwar die Geschichte mit dem Maat und dem Obermaat, die ausbildeten...
War als zukünftiger 42 dort eingezogen worden und die Ausbilder waren 76er und 42er. Und die die Einsortierung als Kommisskopp und Vorbild habe ich genauso erlebt. Diese Erfahrung kann man denke ich immer wieder machen. Es ist die Frage worauf sich ein Mensch stützt wenn er anderen Anweisungen gibt: Amts-, Fach- oder persönliche Autorität. Eine Frage des Charakters.
Eine Story doch noch: Die ganz Kompanie hat Unterricht im Saal beim Zugführer 2. Ein OBtsm 76. Schulz glaube ich hieß er. Einer von uns Grünschnäbeln fragt: "Herr Oberbootsmann, auf welchem Schiff sind sie denn gefahren?" Der OBtsm kriegt nen roten Poller und sagt: "Auf gar keinem, das muss man auch nicht!" Alles grient.
Bei mir war die Ausbildung kombiniert, also militärisch und fachlich. Wir haben viel Zeit in Werkstätten und Unterrichtsräumen verbracht. Die meisten Ausbilder waren Leute mit Format. Schikane habe ich nicht erlebt. Klar Maskenball ist keine Schikane... oder?
Wir sind dann auch mit einem Sonderzug nach Schleswig-Holstein gefahren, wo ich im 1. MSG auf Schütze anfing. Das Boot war heute auch der Anlass, durch den ich auf dieses Forum aufmerksam wurde.
Später fuhr ich als Maat und Obermaat auf der alten Donau, insgesamt vier Jahre alles zusammen.
Die Zeit war gut, ich würde heute etwas vermissen.
Deine Erzählungen sind dir sehr gut gelungen, ich konnte vieles wieder entdecken und und nachempfinden.
Noch Mal: Schönen Dank.
Andreas
« Letzte Änderung: 29 Oktober 2011, 13:05:20 von Liese » Gespeichert
Liese
Maat
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« Antwort #91 am: 27 Oktober 2011, 18:13:19 »

Bümmerstede

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Liese
Maat
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« Antwort #92 am: 27 Oktober 2011, 18:16:05 »

und noch ein grünstichiges Foto.

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H.Bleichrodt
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« Antwort #93 am: 27 Oktober 2011, 20:00:46 »

Zitat
und noch ein grünstichiges Foto.


war zwar ne "Landratte" aber wie ich sehe habt auch ihr
euch an den E-Packs erfreuen dürfen  Matrose lacht laut

Ach ja.... wie ich so an das erste Mal zurückdenke als wir das
Päckchen aufmachten..... Matrose zwinkert

@all

Bitte noch mehr solche Erinnerungen....
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Auf Sehrohrtiefe !
Liese
Maat
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« Antwort #94 am: 29 Oktober 2011, 13:21:39 »

Hier kommen welche mit mehr Blauton...
Das erste war die Eingewöhnungstour für die Seestiefel und uns. Das war zum Glück das einzige Mal, wo mir die Fersen bluteten.
Das zweite war für mich die erste Bootstour überhaupt. Ich kam aus Rheinland-Pfalz und war höchstens mal mit der Fähre über den Rhein gefahren. Das war schon extraaufregend für mich damals.

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Gebirgsmarine
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« Antwort #95 am: 29 Oktober 2011, 16:13:55 »

Hallo Wilfried!

Wirklich toll Dein Bericht.
Ich war August-Oktober 1961 als Freiwilliger (41er, Dampf) in Brake zur Grundausbildung.
Beim Haupttor rechts der Block.
Ich meine es war die 2. Kompanie.
Chef war Kptl. Spiekermann.
In Adelheide haben wir "Marine-Buschkrieg" geübt.
Erinnerlich ist mir auch noch das Wacheschieben irgendwo in der Stadt. Dort lagen Kutter oder Segelboote.
Einmal kam das gesamte Bataillon von der "Härteübung" zurück. Vor der Stadt wurden wir von den LKW abgeladen. Dann Aufstellung und Marsch zur Kaserne. Als es durch das Tor ging schallte aus einem Lautsprecher entsprechende Marschmusik. Wir alle hatten eine Gänsehaut und waren stolz auf uns.
Im nachhinein gesagt:
Die Grundausbildung war doch sehr gut und brauchbar.
Manch Ausbilder hatte schon Kriegserfahrung.
Unser, Obergefreiter UA Walter, aus Bielefeld noch nicht. Aber er war ein guter, menschlicher Ausbilder. War auch schon "Fletcher" gefahren. Hatte einen aus den USA geholt. Wir hatten es gut mit ihm getroffen. Später bin ich ihm in Bremerhaven wieder begegnet. Da war ich selbst schon auf dem F 1 und er war Ausbilder bei den Offizieren.
Kölske, Merten, Marx und Grote. Dies waren meine Stubenkameraden an die ich mich noch erinnern kann. Einer fehlt von uns sechsen aus der Stube. Er wollte unbedingt zur Marine-Landungstruppe, die es damals noch gab, und auf Borkum stationiert war.
Sein Name ist mir entfallen.
Feine Kameraden waren es.
Keinen traf ich später je wieder.
In diese Zeit fiel der Mauerbau.
Wir "Deppen" hatten Angst zu spät zu kommen wenn es kracht. So blöd war man damals mit 18 Lenzen. Ob es daran lag, daß die ganze Kompanie nur aus Freiwilligen, mit der nötigen Begeisterung für den Soldatenberuf, bestand?
Zum Glück kam alles anders.
Um noch einmal auf die Grundausbildung zu kommen.
Ich "landete" nach meiner Fahrenszeit auf Zerstörer 4 in der Gebirgstruppe.
War dort selbst 3 Monate als Ausbilder in der Grundausbildung tätig. Wir hatten als selbständige Aufklärer-Kompanie vorübergehend einen eigenen Ausbildungszug und sollten, nach den Ausbildungsrichtlinien des Heeres, die Ausbildung vornehmen.
Im Gegensatz zur Marine hatten wir in diesen drei Monaten nicht eine scharfe Handgranate geworfen, nicht einer Sprengung beiwohnen dürfen, geschweige denn, selbst einmal gesprengt.
Wie es bei anderen Heereseinheiten damals zuging, kann ich nicht beurteilen.
Ich denke, daß es nur bei uns so war.
Vielleicht lag es auch daran, daß wir der erste Ausbildungslehrgang waren und man noch keine Erfahrung damit hatte. Schließlich kamen früher die Soldaten direkt von den richtigen Ausbildungseinheiten, wo sie ihre Grundausbildung erhalten hatten. Bei den Einsatzkompanien wurde dann die Fachausbildung betrieben, analog wie bei der Marine, der "Gastenlehrgang".
Also nichts gegen den viel belächelten "Marine-Buschkrieg".

Viele Grüße

die Gebirgsmarine

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