Forum Marinearchiv
24 Mai 2012, 18:07:17 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
logo
Meldung: Das FMA-Team wünscht allen Besuchern und Mitgliedern viel Spaß beim Lesen und Schreiben. Smiley
 
   Übersicht   Hilfe Suche Chat Kalender Galerie Karte Login Registrieren Mitarbeiter Portal  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: sowjetische Kriegsschiffe als Export  (Gelesen 2843 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
kalli
Administrator
*
Online Online


Beiträge: 5446

Alter: 61

Name: Karl-Heinz Jockel

Ort: Wandlitz

Brandenburg


« am: 22 November 2004, 22:09:55 »

Es war schon angekündigt im Thema T 43 - die Übersetzung hat was länger gebrauht. Jetzt kommt der Beitrag.
Danke Boris für die Information
!
Fuer Kalli: Hallo!
1.   Ein Foto vom “Serdity” (“Boeser”) habe ich endlich gescannt und kann es nun versenden. Bitte teilen Sie mir mit, an welche e-mail Anschrift.
2.   Hinsichtlich der Lieferungen von Zerstoerern 30bis ins Ausland – habe ich gescannt, und wenn die Administration nichts einzuwenden hat, fuege ich es nachstehend an.
.
ZERSTOERER DEStYPS “SMELY” (“MUTIGER”)

Die Minensuchboote des Projektes 30bis waren die ersten Ueberwasserschiffe sowjetischer Bauart, welche in ziemlich grosser Anzahl an auslaendische Statten uebergeben worden sind. Zu verschiedener Zeit fuhren 13 Schiffe dieses Projektes unter den Seekriegsflaggen von 3 Laendern. Der massenhafte “Export”von sowjetischen Kriegsschiffen, der in den Jahren 1957 – 1964 stattfnd, erklaert sich nicht nur aus politischen Ueberlegungen der Fuehrung des Landes, die sich durch den Verkauf von Waffen ziemlich feste Positionen in der “dritten Welt” erobert hatte, sondern  auch aus dem “Nichtbedarf” an einer Ueberwasserflotte. N. S. Chruschtschow, der auf Atomraketen setzte und infolgedessen die Verringerung der traditionellen Ruestung begonnen hatte, verfolgte mit besonderem Eifer die Eliminierung der von seinem Gesichtspunkt aus voellig unnuetzen grossen Ueberwasserschiffe. In dieser Situation wurden die in grosser Anzahl gebauten Zerstoerer und sogar dieselgetriebene U-Boote grosszuegig sowohl an die sozialistischen Staaten Osteuropas als auch an asiatische Laender vergeben. Ausserdem hat wahrscheinlich die Fuehrung des Landes das als Gegenmassnahme zu den Aktivitaeten der USA betrachtet, die ihren Verbuendeten  im Rahmen von Militaerhilfsprogrammen, eine grosse Anzahl von Schiffen, die in der Periode des zweiten Weltkrieges gebaut wurden, uebergeben hatten, darunter Zerstoerer des Typs “Fletcher”, “Gearing” und “Allen Summer”.

Als erste von den “dreissiger-bis” haben zwei Zerstoerer der baltischen Flotte die Flagge gewechselt. Am 15. Dezember 1957 wurde in Gdingen die polnische Seekriegsflagge auf dem Heckflagstock  des “Smetlivy” (“Findige”), der in “Grom” (“Donner”) umbenannt worden war, und am 29. Juli des naechsten Jahres  wurde das rot-weisse Tuch mit dem Adler  erstmals auf dem “Skory” (“Schnelle”) aufgezogen, der in der polnischen Flotte “Wicher” genannt wurde. Unter polnischer Flagge fuhren die Schiffe in den Gewaessern, die sie noch aus Zeiten kannten, als sie Bestandteil des Geschwaders von Zerstoerern der baltischen Flotte waren, die im Seekriegshafen  Baltisk stationiert waren. Die polnischen Seeleute, fuer die  die wenigen grossen Schiffe immer Gegenstand des nationalen Stolzes waren, hatten stets ein besonderes Verhaeltnis zu beiden Minensuchbooten, denen die Bezeichnung verdiente Veteranen der polnischen Seekriegsflotte zuteil wurde. Mehr als eine Dekade haben “Grom” und “Wicher” den Polen die Moeglichkeit gegeben, ihre Besatzungen auf den ziemlich modernen Ueberwasserschiffen auszubilden. Sie haben das land auch in auslaendischen Haefen vertreten: in Kopenhagen, Brest und in Narvik. Im September 1960 hat “Wicher” Leningrad einen offiziellen Besuch abgestattet. Die polnischen Zerstoerer haben mehrmals an gemeinsamen Manoevern der sowjetischen baltischen Flotte und auch der Warschauer Vertragsstaaten teilgenommen.
1959 gingen die ersten vier Zerstoerer des Projektes 30bis nach Indonesien. Dieses Land, zu welchem die UdSSR eine grosse Sympathie hegte wegen der Existenz der groessten kommunistischen Partei ausserhalb des “sozialitsichen Lagers”, hat auf Kosten unseres Landes eine gewaltige Seekriegsflotte aufgebaut, nachdem es im jahr 1962 sogar einen Kreuzer (“Irian”, ehemals “Ordshonikidse”) erhalten hatte. Im Unterschied zu den Zerstoerern, die der Volksrepublik Polen ohne jedwelche Veraenderungen  und Umbauten uebergeben worden waren, wurden die Schiffe fuer Indonesien einer Modernisierung nach dem Projekt 30-BK unterzogen, die in der Hauptsache in der fuer die Benutzung unter tropischen Bedingungen notwendigen Erhoehung der Bewohnbarkeit der Unterkuenfte und Gefechtsstaende bestand und auch in einer entsprechenden Ausruestung der Schiffssysteme und des mechanischen Teils. In der Seekriegsflotte Indonesiens erhielten unsere Schiffe fuer das europaeische Ohr exotisch klingende Namen: “Silihwangi”, “Singamanga-radja”, “Sanjaja” und “Sawunggaling. Letzteres Schiff, dass urspruenglich “Sawardjala” genannt worden war, wurde von den aberglaeubischen Indonesiern eilig umbenannt, nachdem es Ende November 1959 im Hafen von Surabaja auf Grund gelaufen war.
Es ist interessant festzustellen, dass buchstaeblich einige Tage vor diesem traurigen Vorkommnis die “Sarwadjala“ eine Gruppe sowjetischer Schiffe, die zu einem Freundschaftsbesuch nach Indonesien gekommen waren, empfangen und durch sehr gefaehrliches seichtes Fahrwasser in den Bestimmungshafen geleitet hat. Der Kreuzer „Admiral Senjavin“ und zwei Zerstoerer des Projektes 56 („Vosbushdjonny“ („Erregte“) und „Vydershanny“ („Standhafte“)) unter dem gemeinsamen Kommando von Admiral V. A. Fokin haben am 17. November im Hafen Tadjong-Priok die  Anker gelkichtet. Unsere Steuermaenner haben die Indonesier fuer die guten Kenntnisse ihrer Gewaesser gelobt und damit foermlich behext. Das gluecklose Schiff wurde bald danach in „Ersatzteile“ fuer die uebrigen Schiffe zerlegt. Im Jahr 1962 traf noch ein Zerstoerer, genannt „Iskandar Muda“, ein und nach zwei weiteren Jahren – „Diponegoro“ und „Brawidjaja“.In den seit der Uebergabe der ersten Schiffe vergangenen 5 Jahre hat das tropische Klima (nicht ohne Mithilfe der indonesischen Seeleute) 2 Zerstoerer von den ersten vier vollkommen untauglich gemacht, deshalb erhielt das verbliebende Paar die Bordnummern 203 und 204, frueher unter den wohlklingenden Namen „Sandjaja“ und Sawunggaling“ bekannt.
Sieben ehemalige Linienschiffe taten Dienst in der Seekriegsflotte Indonesiens, welches ab Herbst 1965 (als der Militaerputsch der Herrschaft von Praesident A. Sukarno ein Ende bereitete) automatisch aus der Liste der „Freunde“ der UdSSR herausfiel und bis zu Beginn der 80-ger Jahre keine militaerische Hilfe mehr erhielt. Aber kaum jemand duerfte diese Schiffe schon waehrend der zweiten Haelfte der 70-ger Jahre auf Fahrt gesehen haben.
Das dritte Land in der Reihe, welches Besitzer von Zerstoerern des Projektes 30bis geworden ist, ist Aegypten oder genauer, die Arabische Republik Aegypten. Der im Ergebnis eines „friedlichen Militaerputsches“ im Juni 1952 an die Macht gekommene Gamal Abdel Nasser, der in seinem Land die Republik ausgerufen und den Koenig Faruk des Landes verwiesen hatte, hat Kommunisten niemals geschont, aber der sowjetischen Fuehrung imponierte seine antibritische Haltung. Nachdem er die militaerische Zusammenarbeit mit dem „sozialistischen Lager“ durch Waffenkaeufe  fuer 450 Mio. Dollar in der Tschechoslowakei begonnen hatte, nahm Nasser wohlwollend den von der UdSSR angebotenen Vorzugskredit fuer den Bau desAssuanstaudammes an und nicht lange davor zwei sowjetische Zerstoerer – „Sposobny“ („Faehige“) und „Solidny“ („Solide“)), die im Sommer 1956 im Seekriegshafen Alexandria eintrafen. Die offizielle Uebergabezeremonie fand am 11. Juni statt, in den Bestand der Seekriegsflotte der VAR wurden die Schiffe unter den Namen „Al Nasser“ und „Al Zaffer“ uebernommen. Im Herbst erhielten sie ihre Gefechtstaufe, als sie unter Beschuss der britischen Truppen gerieten, die die Suezkanalzone besetzt hatten. Zu Beginn der 60-er Jahre festigte sich die sowjetisch-aegyptische Freundschaft und auslaendische Flottenexperten  informierten ueber eine bevorstehende Uebergabe von acht sowjetischen Zerstoerern an Aegypten, aber im Januar 1962 trafen nur zwei Schiffe dieser Klasse in Alexandria und zusammen mit ihnen dieselgetriebene U-Boote des Projektes 613 und drei Raketenboote des Projektes 183R. Die Zerstoerer wurden „Damiette“ und „Suez“ genannt. Im April 1967, kurz vor Beginn des „6-taegigen“ arabisch-israelischen Krieges hat die aegyptische Seekriegsflotte die „Al Nasser“ und die „Suez“ gegen zwei „frische“ sowjetische Zerstoerer „getauscht“. Um die Israelis zu verwirren und zusammen mit ihnen die gesamte westliche Welt, jonglierte das Kommando der Seekriegsflotte Aegyptens mit Namen und Bordnummern, weshalb die beiden neuen Schiffe mit den gleichen Namen in Betrieb genommen wurden. Im Unterschied zu den gleichnamigen Vorgaengern wurden sie auf den sowjetischen Werften nach dem Projekt 30BA modernisiert. Von den Heckaufbauten wurden die veralteten automatischen Zenitgeschuetze W-11, das 85 mm Artilleriegeschutz 92-K und die SWP-29RLM demontiert, an ihre Stelle wurde ein vierfaches automatisches 51 mm Geschuetz SIF-75 mit dem RLS Feuerleitsystem „Fut-B“ installiert. Das GAS „Pegas-2“ wurden gegen „Herkules“ ausgewechselt, die anti U-Boot Bewaffnung wurde durch reaktive Bombenwerfer RBU-2500 verstaerkt.Die RLS“RIF“ und „Gjus-SCH“ mussten der Beobachtungsstation „Fut-N“ und der NavigationsRLC „Don“ weichen. Diese Veraenderungen vergroesserten die Standardwasserverdraengung des Zerstoerers um 240 t, entsprechend verringerte sich die Hoechstgeschwindigkeit und die Reichweite. Nach Beendigung des Krieges im Jahre 1973 wurde die zweite „Al Nasser“, dessen Name an Aktualitaet verloren hatte, zu Ehren der aegyptischen Siege in „6. Oktober“ umbenannt. Und im Jahr 1978, als die Raketenboote sowjetischer Bauart endgueltig in einen erbaermlichen Zustand  waren, haben die Aegypter die „Al Zaffer“ in ein Raketenschiff verwandelt durch die Aufstellung von 2 an Bord Hangarabschusseinrichtungen  fuer Antischiffsraketen desTyps P-15 (anstelle eines der Torpedoapparate) auf dem Deck der Heckaufbauten. 6 Jahre nach der Umruestung verschwand die die Bordnummer 822 tragende „Al Zaffer“ aus den Listen der Seekriegsflotte Aegyptens. Anstelle dessen wurde eine Raketenschiff, eine Fregatte chinesischer Bauart – ein neues Schiff, welches von Aegypten im Jahr 1982 bestellt worden war, unter dem Namen „Najim az Zaffer“ im Oktober 1984 in Betrieb genommen, ein halbes Jahr spaeter die „El Nasser“ gleichen Typs. Bis Ende 1987 waren im Bestand der aegyptischen Seekriegsflotte „6 Oktober“ und „Damiet“ und haben damit bewiesen, dass ein Alter von „ueber 30“ noch kein endgueltiges Ende  fuer die „30-bis“ bedeutet.
Zu Beginn der 70-er ereignete sich ein bemerkenswerter Vorfall, der nicht nur die Moeglichkeiten der „Verjuengung“ der Zerstoerer des Projektes 30bis illustriert, sondern auch die Unergruendlichkeiten der sowjetisch-aegyptischen Beziehungen. Einer der Zerstoerer, der ehrlich eine nicht geringe Anzahl von Meilen unter aegyptischer Flagge gefahren war, wurde an die UdSSR zurueckgegeben und erklaert, dass die Sowjets angeblich veraltete und „dem Ende nahe“ Schiffe verleihen. Der erzuernte Oberkommandierende der Seekriegsflotte der UdSSR, Flottenadmiral der Sowjetunion S. G. Gorschkov befahl, den Zerstoerer wieder in dem Zustand herzustellen, wie er urspruenglich den Aegyptern uebergeben worden war. Die Sewastopoler Werft Sergo Ordshonikidse, welche mit dieser „politischen“ Angelegenheit beauftragt worden war und welche Wunder der Erfindungskunst bei der Beschaffung von Ersatzteilen und seit langem aus der Produktion ausgesonderter Bewaffnungen geleistet hat, hat diese Reparatur durchgefuehrt. Speziell fuer diese Schiff wurde eine neue Bezeichnung des Projektes erfunden – 30BW, was bedeutet „30bis“ wiederhergestellt und das neue „brandneue“ Schiff wurde der Flotte uebergeben – mehr als zwei Jahrzehnte nach dem ersten Hissen der Flagge.

Dort auch (Seite 34) ueber das Dienstende des (Serdity“ („Zornige“), ueber den ich bereits frueher geschrieben hatte: „In der ersten Haelfte der 70-er wurden aus dem militaerischen Bestand der DKBF (?) die Zerstoerer mit den am meisten verschlissenen Hauptmechanismen und Schiffskoerpern ausgesondert. Aber die baltischen „30bis“ ankerten nicht an den Molen der Schiffsverschrottungsbasen, sondern erwarteten an fernen Piers ihren letzten Befehl. Dieser Tag traf fuer den „Serdity“ im Juli 1976 ein, als Bugsierschiffe des Talliner Seekriegshafen ihn zum letzten Mal auf Reede brachten und ihn zu einem bestimmten Quadrat des Seeschiessplatzes brachten. Dem Zerstoerer, der von Floessen umgeben war, auf denen Kinokameras aufgestellt waren, stand bevor, wie es einem Kriegsschiff gebuehrt, auf Grund zu gehen, nachdem es den Kampf aufgenommen hat – der „Serdity“ nahm an denManoevern des ShKBF (?) teil. Ein Verband von Ueberwasserschiffen mit dem Kreuzer „Oktjabrskaja Revoljuzija“ mit der Flagge des Flottenkommandeurs an der Spitze, fuehrte gemeinsam mit der Seeraketenluftwaffe einen Angriff einer Stossgruppierung auf einen angenommen Gegner durch und sollte das Manoever mit einem Scharfschiessen beenden. Gemaess Plan sollte das Raketenschiessen mit dem Komplex P-120 von einem kleinen Paketschiff des Projektes 1234 durchgefuehrt werden. Die erste Rakete, die aus einer Entfernung von ungefaehr 30 km abgeschossen worden war, explodierte, nachdem sie denSchlupbalken (?) des Zerstoerers beruehrt hatte und fuegte ihm keine ernsthafen Beschaedigungen zu. Die zweite KP traf den Schiffskoerper des Veteranen der 78. Brigade und sandte ihn auf den Grund der Ostsee. Die Kinokameras, die die Explosion des Kopfes der ersten Rakete genau fixiert hatten, haben beim zweiten Treffer nicht gearbeitet, aber die das Schiff untersuchenden Taucher meldeten grosse Zerstoerungen am Schiffskoerper....“

Hochachtungsvoll
BDS
Gespeichert

Scheer
Kapitän zur See
*
Offline Offline


Beiträge: 2331

Alter: 47

Ort: Papenburg

Niedersachsen


WWW
« Antwort #1 am: 23 November 2004, 23:05:49 »

Nun ja, die Tradition lebt ja fort.
Vor allem U-Boote sind ja ein Exportschlager
Nur das man damals, na sagen wir mal "gleichdenkende" Staaten unterstützen wollte und heute nur noch Devisen im Kopf hat.
Es ist gehupft wie gesprungen. Geschäfte mit Waffen haben für mich irgendwie etwas perverses.

Ach und das gilt übrigens auch für den Westen und gerade auch die BRD.
Gerade im Bereich Waffenexport sind wir beileibe keine Unschuldslämmer.
Gespeichert

kalli
Administrator
*
Online Online


Beiträge: 5446

Alter: 61

Name: Karl-Heinz Jockel

Ort: Wandlitz

Brandenburg


« Antwort #2 am: 23 November 2004, 23:13:03 »

Ich fand es sehr interessant geschrieben und sehr anschaulich zeitgeschichtlich dargestellt.
Deshalb habe ich den Text ungekürzt reingestellt.
Darüber hinaus ist Boris der erste leibhaftige sowjetische Seemann, den ich kennen gelernt habe.
Was Rüstungsexporte betrifft, teile ich Deine Meinung zu 100 %.
Und und aber die IG Metall ?
Gespeichert

kalli
Administrator
*
Online Online


Beiträge: 5446

Alter: 61

Name: Karl-Heinz Jockel

Ort: Wandlitz

Brandenburg


« Antwort #3 am: 24 November 2004, 20:25:14 »

Durch meinen Fehler und einer Verwechselung habe ich Boris T43 -Informationen mit den Zerstörern des Typs 30bis verwechselt. Darüber hatte ich bereits geschrieben.
Das hängt wohl mit dem Text zusammen. Da wurde dieser Typ als Minensuchboot bezeichnet. Sei es wie es will.
Boris ( Boris Dimitrijewitsch Syrmjatnikow ) hat mir wieder dankenswerter Weise 2 Scans beschickt, die ich nicht vorenthalten möchte.
Das erste Bild ist eine Zeichnung des oben genannten Typs.



Das zweite Bild zeigt Boris inmitten seiner Kameraden.
Er sagt dazu : Ich bin der 10. rechts- fast nicht sichtbar. Das Foto wurde auf der Back des Zerstörers gemacht.




Boris hat noch weitere Unterlagen und er bietet sie uns an. Darüber habe ich mich sehr gefreut.
Gespeichert

Wilfried
Board Moderator
*
Offline Offline


Beiträge: 2330

Ort: Bremen

Bremen



« Antwort #4 am: 10 Mai 2005, 22:14:30 »

Moin, moin zusammen,

danke Kalli für den Bericht und Foto sowie Zeichnung der "Skory". Diesen Zerstörertyp konnte man 1970 noch sehr häufig in den baltischen Gewässern antreffen. Besonders auffällig das Nav-Radar mit dem Nato-Code "PodDrum". Sieht auch irgendwie so aus... so etwas vergißt man nicht - auch nicht nach 35 Jahren, die seit meiner Marinezeit vergangen sind...

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
Gespeichert

... Tradition pflegen, bedeutet nicht, Asche aufzubewahren sondern Glut am Glühen zu halten ...

http://www.kartonskipper.wordpress.com
http://www.forum-marinearchiv.de - wenn Marine Dein Ding ist!
www.modelref.org
kalli
Administrator
*
Online Online


Beiträge: 5446

Alter: 61

Name: Karl-Heinz Jockel

Ort: Wandlitz

Brandenburg


« Antwort #5 am: 10 Mai 2005, 23:06:41 »

@Wilfried,
über diese Sache wird im Forum Tsushima sehr interessant diskutiert.
das Thema T 43 ist das fast am meisten aufgerufene.
Auch wenn jetzt sprachliche Sachen eine Rolle spielen, so schaue nur mal optisch rein :
http://tsushima4.fastbb.r...06-000-0-0-0-1113915212-0

Тральщик Т 43 [стр: 1 2 ] 77  1325 ( Aufrufe )

dann muß ich sehen, wie ich das Bild von Boris wieder belebe.
Scheint zu funktionieren- noch ein Foto von Boris :
Gespeichert

Spee
Board Moderator
*
Online Online


Beiträge: 7128

Alter: 43

Name: Thomas Frömrich

Ort: Donauwörth

Europa

Garstiger Piratenpascha



« Antwort #6 am: 11 Mai 2005, 08:11:00 »

@Kalli,

hast du da nicht eine kleine Verwechslung hingelegt?
Minensucher - Zerstörer?
Minonossez?
Gespeichert

Servus

Thomas

"Well, I suppose you’ll shove the little men off."

Sir Shenton Thomas
kalli
Administrator
*
Online Online


Beiträge: 5446

Alter: 61

Name: Karl-Heinz Jockel

Ort: Wandlitz

Brandenburg


« Antwort #7 am: 11 Mai 2005, 11:56:22 »

@Thomas,
Das ist zum Teil richtig, was Du schreibst.
Angefangen hat die Geschichte mit der Nachfrage zu T 43. Das ist der Minensucher, den Leo vor Ägypten betaucht hatte.
Dann hat sich durch Boris Beitrag die Sache ausgeweitet und es ging dann mehr und mehr zum Thema Export sowjetischer Kriegsschiffe über.
Gespeichert

Kosmos
Kapitänleutnant
*
Offline Offline

Beiträge: 722


« Antwort #8 am: 01 April 2008, 15:49:35 »

Flugzeugträger Gorschkow, Photo vom Umbau:

Photo von www.arms-tass.su

http://arms-tass.su/data/Articles/Photo/64747.JPEG
Gespeichert
Albatros
Boardinventar
*
Offline Offline

Beiträge: 6028

Deutschland


« Antwort #9 am: 01 April 2008, 16:08:21 »

Hier etwas zum Thema Flugzeugträger Gorschkow

http://de.rian.ru/business/20080211/98925663.html

Gruß,  Matrose gruesst

Manfred


Gespeichert
Big A
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3662

Alter: 52

Name: Axel Schilling

Ort: Rostock

Mecklenburg-Vorpommern

Keep on running


« Antwort #10 am: 01 April 2008, 17:43:14 »

Nachdem gestern im Ersten über den deutschen U-Boot Export nach Pakistan berichtet wurde und die Möglichkeit, dass der demnächst Nuklearwaffen tragen könnte und die Indische Marine auch gewaltig aufrüstet kann einem schon mulmig werden...
Gespeichert

If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth...
Sometimes it is entirely appropriate to kill a fly with a sledge-hammer.

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.
Kosmos
Kapitänleutnant
*
Offline Offline

Beiträge: 722


« Antwort #11 am: 06 Dezember 2008, 20:27:04 »

und wieder einige Photos zu Gorschkow:
http://www.network54.com/...rshkov+inside+and+outside

http://img368.imageshack....g368/2378/imgp0191up4.jpg

http://img133.imageshack....g133/4430/imgp0159au3.jpg

http://i56.photobucket.co.../snake65/sevmash_ru-1.jpg

hier die Hauptquelle für Photos zu diesem Schiff:
http://navsource.narod.ru...photos/02/164/index2.html
« Letzte Änderung: 07 Dezember 2008, 00:05:45 von Kosmos » Gespeichert
crolick
Seekadett
*
Offline Offline


Beiträge: 197

Alter: 32

Ort: Warszawa

Poland


WWW
« Antwort #12 am: 08 Dezember 2008, 17:33:44 »

kalli - DKBF stands for Дважды Краснознамённый Балтийский флот (Dvazdy Krasnoznamjonnyj Baltijskij Flot) that is Soviet Baltic Fleet (this fleet was twice decorated with Order of the Red Banner)

Anyway as far as I know Indonesian destroyers when operating in Baltic and Atlantic were operating under Polish flag with Polish pennant numbers. Furthermore the crews were wearing Polish uniforms (sic!). This was done just to make confusion among NATO intelligence (so called 'maskirovka') and to hide as long as possible the real recipient of the destroyers.

Sadly as far as I know not a single photo of those weird Polish-Indonesian destroyers exists.

СМЕТЛИВЫЙ11 VI 1956El Zafer
СОЛИДНЫЙ11 VI 1956El Naser*
СПОСОБНЫЙ15 XII 1957Grom
СКОРЫЙ29 VI 1958Wicher
ВНЕЗАПНЫЙ17 II 1959Srawadjala
ВОЛЕВОЙ17 II 1959Siliwangi
БЕЗЗАВЕТНЫЙ30 VI 1959Sultan Iskandarmuda
БЕСПОКОЙНЫЙ30 VI 1959Sandjaja
БУРНЫЙI 1962Suez
БЕСПОЩАДНЫЙI 1962Damiette*
ВЫРАЗИТЕЛЬНЫЙ22 XI 1962Singamangaradja
БЕЗЖАЛОСТНЫЙ28 II 1964Brawidjaja
ПЫЛКИЙ28 II 1964Diponegoro
БОЕВОЙ25 XI 1964Sultan Badarudin
ОТЧАЯННЫЙVI 1968El Naser
БЕССМЕННЫЙVI 1968Damiette
* Returned to Soviet Union on 15 VII 1968

PS.
http://www.divesport.lv/Wreck/21/30-bis_3.gif
http://www.divesport.lv/Wreck/21/30-bis_4.gif
Gespeichert

Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.4 | SMF © 2001-2006, Lewis Media