Volker, hatten wir nicht mal -vor Zeiten!- eine ähnliche Fragestellung...?
Wolfgang ("schiffbauer") hat damals den Einbezug von DEcks, Stringern etc. in die Längsverbände geltend gemacht - dh. ich kann mal nach seiner damaligen Antwort im SSF suchen:
"@ Woschnik
Du sprachst auch die unterschiedliche Seitenhöhe der englischen und der deutschen Schiffe an.
Hier gibt es zwei Erklärungen:
1. Die deutschen Großkampfschiffe des 1. WK wurden für ein Operationsgebiet ausgelegt, das hauptsächlich die Nord-, Ostsee und die europäischen Gewässer einbezog (trotz des etwas hochgestochenen Namens "Hochseeflotte"). Hier waren keine so großen Forderungen an die Seefähigkeit gestellt, d.h. Die Seitenhöhe konnte moderat gehalten werden.
By the way, die nicht gerade üppigen Reichweiten (Kohlenvorrat!) der deutschen Schiffe unterstreichen dies.
Bei der Royal Navy sah das anders aus: England hatte,wie wir wissen, eine Vielzahl von Kolonien und Dominions, die alle vom Mutterland geschützt werden sollten (und wollten). Das hieß für die Schiffe der RN, dass sie weltweit eingesetzt werden sollten. Dies setzt, neben einer hohen Reichweite, auch gute , oder ausreichende, Seegangseigenschaften vorraus, was wiederum eine gute Seitenhöhe der Schiffe erforderte."
Und ein paar postings weiter:
"Ha, hab ich doch direkt den 2. Punkt vergessen:
2. Unterschiedliche Seitenhöhen sind auch das Ergebnis unterschiedlicher Konstruktionsgrundsätze.
Bei den großen Einheiten spielt ja infolge der großen Schiffslänge die Längsfestigkeit des Schiffskörpers eine nicht zu unterschätzende Rolle. Schließlich sollten die Schiffe im Seegang nicht durchbrechen! Hier haben die deutschen Konstrukteure die sogenannte Längsspantenbauweise wesentlich konsequenter eingesetzt als ihre englischen Kollegen, d. h. die Anzahl und Länge der in Längsachse des Schiffrumpfes liegenden Bauteile wie Stringer, Decks, Decksunterzüge, Wallgangsschotte etc, war größer (auch in ihren Abmessungen) als bei vergleichbaren englischen Bauten. Dadurch konnte die Seitenhöhe gehalten werden. Dies kam ja auch der taktischen Forderung nach kleiner Schiffssilhouette entgegen.
Die Engländer haben die notwendige Längsfestigkeit erreicht durch ein weiteres Höhersetzen des Oberdecks (weg von der sogenannten Neutralen Achse)und damit die Seitenhöhe des Rumpfes vergrößert.
Kleines Beispiel zu Verdeutlichung: Ein I-Stahlträger mit einer Höhe von ,sagen wir, 60 cm ist durchbiegungsresistenter als ein gleichlanger I-Stahlträger von nur 30 cm Seitenhöhe."
Ich hoffe, Wolfgang drückt n Auge zu, dass ich ihn hier zitiere... das Ganze stammt ausm thread
http://forum.schlachtschi...m/topic.asp?TOPIC_ID=1407 -den du damals gestartet hattest (schon vergessen, eh?

)
Ciao,
Harold