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Autor Thema: Die Seestreitkräfte »Marina Nazionale Repubblicana« (MNR)  (Gelesen 2336 mal)
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« am: 22 September 2006, 01:13:21 »


Die Seestreitkräfte »Marina Nazionale Repubblicana« (MNR)
der »Republicca Sociale Italiana« (RSI).
Von Marco Picone Chiodo
 
Ein Leckerbissen , auch für Leute die meinen schon Vieles zu kennen.

Dank dafür den unermüdlichen Forscher und Ergänzer dieser immer besser werdenden
Chronik des Seekrieges.

Vielleicht können wir gemeinsam ja auch noch einige Kleinigkeiten klären und Fragezeichen vernichten

Grüße

Theo
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« Antwort #1 am: 22 September 2006, 15:18:32 »

Habe heute Nacht wohl den Link nicht richtig gesetzt:

http://www.wlb-stuttgart....eekrieg/achse/rsi-mnr.htm

Sind noch zwei weitere interessante Sachen dazu gekommen die auch noch nicht " so ausgetreten" sind.


Bis dann

Theo
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Spee
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« Antwort #2 am: 24 September 2006, 12:37:14 »

Servus Theo,

interessantes Thema, aber schon die Überschrift ist trügerisch.
Eine "Marina della RSI" existierte eigentlich nicht. Zwar gab es einen Stab aus einigen Admiralen, nur denen fehlte der Schiffsbestand und die dazu benötigten Mannschaften. Einzig die in Betasom verbliebenen U-Boote ("Bagnolini" und  "Finzi" in Le Verdon, "Cappellini", "Giuliani" und "Torelli" im Fernen Osten) unter Fregattenkapitän Grossi konnte die RSI als eigen unter deutscher Führung betrachten.
Das lag z.T. daran, daß die deutsche Seite wenig von einer eigenständigen Marine der RSI hielt und der einzige intakte Marine-Verband auf dem Gebiet der RSI die "Decima MAS" war. Aber genau da wird's sehr interessant. Junio Borghese wurde gegen seinen Wunsch Chef der "Decima MAS" und er hatte kein gutes Verhältnis zur Republik von Salo, die allgemein "ungeliebt" war.
Mussolini lies sogar im Frühjahr 1944 Fregattenkapitän Borghese (er war niemals Admiral)  arrestieren. Doch die beiden von Mussolini zur Übernahme der "Decima MAS" entsandten Offiziere wurden von den führenden Offizieren der "Decima MAS" im Gegenzug arrestiert. Es wäre fast zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der Führung der RSI und der "Decima MAS" gekommen.
Im Gegensatz zur Wehrpflicht in der RSI wurden in die "Decima MAS" nur Freiwillige übernommen und diese durften nicht Mitglied der faschistischen Partei sein. Die ganze Geschichte der RSI und der "Decima MAS" ist sehr eigen und hochinteressant.
Sicher ist, die "Decima MAS" war ein eigenständiger Verband, welcher nur sehr wenig mit der RSI in Zusammenhang gebracht werden kann.

Zu den im Artikel genannten Einheiten werde ich noch etwas schreiben, aber das wird ein längerer Artikel. Also dauert noch etwas.
« Letzte Änderung: 24 September 2006, 22:27:36 von Spee » Gespeichert

Servus

Thomas

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« Antwort #3 am: 24 September 2006, 12:50:36 »

Hallo Thomas,

sehr interessant.

Habe mich eben auch an die Sache erinnert, ab nun KTB Gruppe Süd oder Buch, ich weiß es nicht mehr.

Auf jeden Fall wurden die ganzen it. Offiziere incl. Fregattenkapitän Borghese
wieder von deutschen Stellen abwehrmässig überwacht, Kneipenbesuche und Kontakte mit deutschen Marineoffizieren hinterfragt, diese befreundeten deutschen Offiziere verbaten sich dann wieder die Überwachung usw.

Es war schon alles etwas seltsam damals, und wenn man an das Kriegsende der it. Kleinstuboote in Rumänien denkt....

Ich werde auch bei erster Gelegenheit einmal die ganzen MAS- Angaben usw. unter die Lupe nehmen und hoffe das wir dazu in Kontakt bleiben.

Grüße

Theo
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Spee
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Garstiger Piratenpascha



« Antwort #4 am: 24 September 2006, 13:23:19 »

Servus Theo,

1. ich würde mich sehr darüber freuen, mit dir zusammen dieses Thema bearbeiten zu dürfen.

2. Die deutschen Abwehr-Offiziere wurden im Gegenzug von der Gegenspionage der "Decima" überwacht  smiley . Junio Borghese genoß wegen seiner klaren Haltung bei den deutschen Stäben ein hohes Ansehen. Er verfolgte eine klare Linie, die Sicherung italienischer Interessen und der italienischen Grenzen, speziell gegen Ende des Krieges in Richtung Jugoslawien. So war Junio Borghese ein gern gesehener Gast bei SS-Obergruppenführer Wolff und über diesem mit Marschall Kesselring in Kontakt. Das kann man von der Führung der RSI nicht behaupten.
Junio Valerio Borhese war das, was man früher in Italien einen Condottiere nannte, ein Heerführer, der eigene Interssen verfolgte und keinem Fürsten auf Gedei und Verderb unterstand. Die "Decima MAS" war seine "Privatarmee", die zwar unter deutscher Führung agierte (nicht unter der der RSI-Führung) aber eben eigenständig war. Auch Versuche von deutscher Seite, die "Decima MAS" zu übernehmen wurden unter Gewaltandrohung unterlassen. Dabei muß gesagt werden, daß diese Gewaltandrohung nicht durch Borghese befohlen wurde, sondern von seinen Einheiten eigenständig ausgeführt wurde. Die Männer der "Decima" standen wohl bedingungslos hinter ihrem "Schwarzen Prinzen".
Um sich in etwa ein Bild machen zu können wie klar und deutlich Borghese auftrat und welches Vertrauen ihm die deutsche Seite entgegen brachte, die zwischen ihm und Korvettenkapitän Max Berninghaus (Befehlshaber "Ligurische Küste") getroffene Vereinbarung kurz nach der Kapitulation Italiens:

1. Die 10. Flottille (Decima MAS) ist eine kombinierte Einheit der italienischen Marine, völlig unabhängig in logistischer, organisatorischer, disziplinarischer und administrativer Hinsicht.
2. Sie ist ein Alliierter der deutschen bewaffneten Kräfte mit denselben Aufgaben und Rechten.
3. Sie führt die italienische Flagge.
4. Ihren Mitgliedern ist das Tragen jeglicher Waffen erlaubt.
5. Sie darf jedes italienische Schiff, welches in italienischen Häfen vorgefunden wird mit eigener Besatzung und italienischer Flagge ausstatten. Diese dienen unter deutscher operativer Führung.
6. Fregattenkapitän Borghese ist Chef der 10. Flottille, mit allen Rechten und Pflichten.

Das ist eine Vereinbarung, zu einer Zeit, als alle anderen italienischen Verbände entwaffnet wurden!
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Servus

Thomas

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Ferenc
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« Antwort #5 am: 21 Januar 2007, 23:20:59 »

Hallo,
Ich bin leider etwas spät auf diese Beitragsreihe gestoßen.
Sie ist aber höchst interessant vor allem was die decima Flottilla unter Fürst Borghese betrifft.
Leider schließt sein Buch "Teufel der Tiefe" mit der Kapitulation Italiens.

Gibt es für die Aktionen dieser Einheit zw Sept 1943 und Mai 1945 und dem Lebensweg des J. Valerio Borghese eine deutschsprachige Literatur?


Die von Euch ausgetauschten Informationen sind mir Großteils unbekannt und sehr lehrreich.

Frage an Theo:
Ist Dir etwas bekannt bzw hast Du Unterlagen über Vesenkungen italienischer Torpedoboote während des Falles "Achse" in der Adria durch die deutsche Luftwaffe?
Im Bereich Dubrovnik ist ein Torpedoboot (T8, am 10.09.1943 bei Punta Olivia/Olipa) durch Bombenangriff versenkt worden sein? Es gibt kaum Infos dazu.

Liebe Grüße
Ferenc
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« Antwort #6 am: 21 Januar 2007, 23:29:31 »

Disher habe ich nur grob finden können

11.9.1943

I da   Brundisium      06   1237 + D/Fl         Dubrovnik      B
I DC   T 7         15     244 + D/Fl         Dubrovnik      B
I DC   T 8         15     244 + D/Fl         Dubrovnik      B
I da   Sangigi         11   3666 + D/Fl         Dubrovnik      B


Also leich 2 Boote des gleichen Types.

Aber hier sind genug Experten zu Kriegsschiffen die vermutlich genaue Ortsangaben haben.

Gruß

Theo
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Ferenc
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« Antwort #7 am: 22 Januar 2007, 00:08:35 »


Herzlichen Dank für die blitzschnelle Antwort Theo,

Leider verstehe ich nicht alles.

I DC   T 8         15     244 + D/Fl         Dubrovnik      B

I DC ?              15 ?   244+D/Fl ?                          B ?

Kannst Du mir das bitte noch ganz kurz erläutern?

Liebe Grüße
Franz
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« Antwort #8 am: 22 Januar 2007, 00:23:43 »

Hallo Franz

DC   Torpedoboot


15  Baujahr 1915

D/Fl  Deutsche Flugzeuge

B  Bomben

So Gott will schaffe ich es noch einmal alle alten Verlustlisten ohn Abkürzungen in Excel-Listen zu schreiben.

Grüße

Theo
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« Antwort #9 am: 22 Januar 2007, 00:33:17 »

T8 (ex k.u.k. 97F) habe ich am 10.09.43 versenkt durch deutsche Sturzkampfflugzeuge bei der Insel Olipa vor Dubrovnik beim Versuch, Süditalien zu erreichen.

T7 (ex k.u.k. 96F, vorgesehen als TA34) ging auf der Fahrt von Sebenico nach Triest in der Nacht vom 24. auf den 25.06.44 durch die britischen Schnellboote MGB622 (oder 662), MGB659 und MTB670 verloren. Es strandete nach dem Angriff um 22.30 Uhr schwer beschädigt auf der Insel Murter (43°47,8N, 15°36E) und brannte dort völlig aus. Das Wrack wurde 1953 gehoben und abgebrochen.
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« Antwort #10 am: 22 Januar 2007, 00:36:10 »

T8 (ex k.u.k. 97F) habe ich am 10.09.43 versenkt durch deutsche Sturzkampfflugzeuge bei der Insel Olipa vor Dubrovnik beim Versuch, Süditalien zu erreichen.

Das ist einfach zu schön. :-]

Du hast mit Stukas ein Schiff versenkt 1943!? Matrose verlegen

Don´t Panic
« Letzte Änderung: 22 Januar 2007, 00:41:44 von Q » Gespeichert

Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

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« Antwort #11 am: 22 Januar 2007, 18:55:42 »

@Q
Tja, deutsche Sprache = schwere Sprache!  grin
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« Antwort #12 am: 22 Januar 2007, 21:49:19 »


Hallo,
Danke an Theo und Peter für die Erläuterung und die weiteren Beiträge.
Ich würde mir gerne Eure Bibliotheken ansehen. Das müssen  maritime Datensammlungen immensen Ausmasses sein.
Aber ich glaube mit meinem Wunsch nach der Luftwaffeneinheit bzw näheren Daten über die angreifenden deutschen Flieger, stoße ich an die Grenze des Machbaren.
Ich habe von noch niemanden Hinweise über die im Balkanraum befindlichen deutschen Luftwaffeneinheiten, die Einsätze über die Adria geflogen sind bekommen können. Eventuell könnte ich Dr. Freivogel Fragen.

Liebe Grüße
Franz
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« Antwort #13 am: 22 Januar 2007, 22:08:01 »

Oder Du machst einen Versuch ei

www.luftarchiv.de

ohne abzuwandern !

Gruß

Theo
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« Antwort #14 am: 22 Januar 2007, 23:38:01 »

@FRANZ
Na ja, mit THEO´s Literaturbeständen kann meine bescheidene Sammlung sicher nicht mithalten, aber soooo weit ist Stockerau ja nicht von Mödling entfernt ....  grin ... Einladung ist hiermit ausgesprochen!

Vielleicht stoßen dann ja noch HAROLD und GOTTFRIED VON BANFIELD aus Wien dazu, THOR wäre als Melker auch nicht außer der Welt ... und schon haben wir ein Spontan-Treffen organisiert ...  grin
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Peter K.

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