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Autor Thema: Betonschiffe  (Gelesen 9212 mal)
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Dschunkenfahrer
Maat
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« Antwort #45 am: 16 Juni 2008, 09:20:05 »

@ alle
ist das wirklich alles in eueren Schatzkisten über Betonschiffe, oder wollt ihr mich alleine strampeln lassen für meine Beförderung??

Wie sieht es aus mit Schiffen, die in den letzten Jahrzehnten einen Beton-mantel erhalten haben.
Diese Schiffe z.B.
http://www.ss-qualle.de/ (würde gerne über das Fahrverhalten mehr erfahren)
http://www.willow-wren.de/ (hier feht mir allerdings der gesicherte Nachweis !!!)
http://www.peenemuende.com/peene/vidar/history.htm (Fotos vom betonieren dutzende vorhanden)

Raimund



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harold
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« Antwort #46 am: 16 Juni 2008, 18:45:46 »

Zwar nix direkt zu Raimund's Anfrage, leider;

aber weiter oben hat TD (# 39) auf ein "Betonschiff"-Haus angespielt... Hotel Normandie in Koksijde (Belgien, nähe frz Grenze):



So sah's in den späten Dreißigern aus, und so heute nach aufwändiger Restaurierung:





(siehe auch  http://www.architectenkra...actualiteit.php#normandie )
 Matrose gruesst Harold


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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
Leonhard Euler
Peter K.
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« Antwort #47 am: 16 Juni 2008, 19:42:54 »

@ RAIMUND

Kennst du

Regierungsbaumeister Dr. Ing. W. PETRY, Direktor des Deutschen Beton-Vereins,
ZUR FRAGE DES EISENBETONSCHIFFBAUES
Heft 13 der Zeitschrift "Zementverarbeitung", herausgegeben von Baurat Dr. Ing. RIEPERT
erschienen im Zementverlag GmbH, Charlottenburg, 1920

100 Seiten, 42 Abbildungen (Skizzen und Fotos),
mit kleinem, aber interessanten Anzeigenteil

?
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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Peter K.
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« Antwort #48 am: 16 Juni 2008, 20:15:51 »

...ach ja, und das Kapitel über Ferrocement-Yachtbau (14 Seiten) in

Kurt REINKE / Lothar LÜTJEN / Joachim MUHS,
YACHTBAU
ISBN 3-7688-220-5
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Peter K.

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Dschunkenfahrer
Maat
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« Antwort #49 am: 17 Juni 2008, 04:15:14 »

Danke für die weiteren Einlagen.

Der "Yachtbau" steht in meinem Regal.

Gibt es denn wirklich keine Dokumente über den Bau von Stahbeton-Schiffen neueren Datums?

Wurde folgender Entwurf von Colin Brooks, dem Guru des Ferrocement Schiffsbau jemals gebaut??

 Raimund

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kalli
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« Antwort #50 am: 30 Juli 2008, 15:17:17 »

Beim Blättern in Jürg Meisters Buch „Der Seekrieg in den osteuropäischen Gewässern“ fiel mir im Teil über den Seekrieg im Schwarzen Meer etwas zu Betonschiffen auf.
Dieses Detail möchte ich herausgreifen.
Er schreibt, dass es in Cherson eine Werft gab (Theo hat darauf bereits hingewiesen), die Beton-Tanker auf Weisung des Reichsleiters Bormann baute als der Kaukasus schon längst verloren war.
Dieses Projekt soll allein im April 1943 drei Eisenbahnzüge an Material verbraucht haben. Die gesamte Kriegsmarine hatte im Schwarzen Meer nur einen monatlichen Anspruch auf 4 Züge zu 40 Waggons.
Der Autor will mit diesem und anderen Beispielen (wie Lieferung von 30 schönen aber unbrauchbaren Mahagonimotorbooten vom Wannsee) unterschwellig zum Ausdruck bringen, dass bei einer sachgerechten Behandlung der Kriegsmarine im Schwarzen Meer auch bessere Erfolge erzielt worden wären.
Das ist aber nicht mein Anliegen.
Handelte es sich dabei um den Bau der Betonseefrachter 3.400 t C-H, wie sie laut Gröner auf der Neptunwerft in Varna gebaut werden sollten? Oder unterschieden sich die Tanker von den Frachtern?
Wäre es denkbar, dass sich in Cherson noch so ein Teil herumtreibt?

« Letzte Änderung: 30 Juli 2008, 22:06:48 von kalli » Gespeichert

Zerstörerfahrer
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« Antwort #51 am: 30 Juli 2008, 19:56:16 »

Hallo Kalli,

waren die Wannseeboote wirklich so unbrauchbar ? Ich möcht hier mal Herrn Meisters widersprechen. Sicherlich waren es Schönwetterboote, bei dem eklatanten Bootsmangel im Schwarzmeer und Ägäis ersetzten sie jedoch nichtvorhandene Boote für Kleinstaufgaben, wie Hafenboote, Lotsenboot und aufgrund des geringen Tiefganges erfolgt sogar ein Einsatz als Minenräumer.
Ebenso herrschte bei den Tankern absoluter Mangel an Fahrzeugen, rechtfertigt es nicht jede Maßnahme dem abzuhelfen? Das Problem lag hier wohl eher an der Logistik, zu wenig Bahnraum, zu wenig Arbeitskräfte usw.

Zum Thema: Hab hier noch einen Bericht über eine Dienstreise nach Cherson, die ich hier kurz wiedergebe:



Absender schlecht lesbar.
.....ausschuß Schiffbau                                           20.09.43
.....beauftragten für den SO-Raum

An den Hauptauschuß Schiffbau
beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition

Betr. Schiffswerft Cherson
Besuch am 16.09. zusammen mit Herrn Dir. S. vom RKS

Im folgenden geht es um den KFK-Bau, den ich mal weglasse, weil's nicht zum Thema gehört.

Betonwerft Cherson.

Mit dem Betonieren des ersten Schiffes war am 01.06. begonnen worden. Nunmehr sollen Außenhaut und Schotten in den nächsten Tagen bis zu einer Höhe von 5,4 m betoniert werden. Schalungen dazu sind fertig. Die Gesamtseitenhöhe betrage jedoch 7,5 m. Außerdem muß noch das Deck geflochten und betoniert werden. Die Werft hofft, bis Ende Oktober mit diesen Arbeiten fertig zu sein, alsdann ist aber noch die gesamte maschinenbauliche Montage und schiffbauliche Ausrüstung durchzuführen, so daß mit Fertigstellung vor Frühjahr nächsten Jahres nicht gerechnet werden kann. Es handelt sich hier um einen Tanker von 3600 tons Tragfähigkeit.
Es erscheint unzweckmäßig, etwa die Arbeiten an diesem Schiff zu unterbrechen, da zum Freimachen der Baugrube das Schiff doch schwimmfähig gemacht werden muß.
Der Arbeiterstand ist gegenüber meinem letzten Bericht vom 01.06. nicht unwesentlich zurückgegangen infolge des Abzuges der Jahrgänge 1926/27 und beträchtlicher Mengen Kriegsgefangener, die zurzeit zu dringenden militärischen Arbeiten hinter die Front abgeteilt worden sind.
Zur Zeit vorhanden:
50 dt. Meister und Vorarbeiter
420 Ukrainer und Russen
410 Kriegsgefangene
Soweit mir bekannt, hat der RKS Stillegung dieses Betriebes gefordert, damit die Arbeiter für die Holzschiffbauaufgaben  frei würden. Hierüber ist in Cherson offenkundig nichts bekannt, da in allen Betrieben, auch mit dem Ausbau weiter gearbeitet wird.
Die Werft verfügt über eine neu eingerichtete, außerordentlich leistungsfähige Schiffbauwerkstatt, mechanische Werkstatt und Tischlerei, zum großen Teil mit völlig neuen Maschinen ausgerüstet
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kalli
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« Antwort #52 am: 30 Juli 2008, 20:11:06 »

Zitat
Ich möcht hier mal Herrn Meisters widersprechen

Dies habe ich bei mehreren Passagen dieses Buches getan grin
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TD
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« Antwort #53 am: 30 Juli 2008, 20:32:21 »

Zum Abschnitt Wannseeboote...

Unter diesen Begriff wurden wohl weit über 100 Sportboote von Berliner Seeen und auch anderen Orten zum Schwarzen Meer und zur Ägäis geschickt.

Die kleinen Boote per Eisenbahn, die großen Boote wurden vorwiegend geschleppt überführt.
Es waren auch die Jachten von Ruth Leuwerik und Heinz Rühmann davon betroffen.
Die Boote und Jachten haben ganz bestimmt ihren Zweck erfüllt und wurden trotz teilweise nicht vorhandener Seefähigkeit überall eingesetzt.

Zu den ganzen wahnsinnigen Bauvorhaben, es gab ja auch gro0e Tanker aus Holland die dort zusammen gebaut werden sollten, große Motorschiffbauten,  Holzschiffbauten, Fischkutterprogramme usw.

Aber es gibt ja irgendwo den Spruch " Besser ein Schlauchboot am richtigen Platz als ein Schlachtschiff am falschen Platz".

Schlimm bei den ganzen Vorhaben, Durchführungen und Einsatz war ja nur das damals bei der KM, dem RKS usw. so bescheuert verfahren wurde wie nach der Wiedervereinigung.
Vorwiegend wurden nicht gerade fähige Offiziere und Beamte zum Südraum versetzt/abgeschoben.
Nur damals bekamen die Leute nicht wie später hohes "Buschgeld" !

Es wurden Muschelfischkutter aus Holland überführt die dann unverwendet herum lagen und zufällig 1944 gefunden wurden.
Es wurden Boote überführt die schon in Linz als unbrauchbar abgewrackt wurden usw.
Und wenn alles mal klappe kamen teil kleinste wichtige Teile zur Fertigstellung nicht aus dem Reich ran weil es keine Transportschein - Nr. gab und und und.

Gruß

Theo
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« Antwort #54 am: 08 Oktober 2009, 14:32:31 »

Ahoi Leute!

Ich bin Liebhaber von Betonschiffen und suche noch ein größeres als Gastronomieobjekt. Davon träume ich schon lange.

Kennt jemand eines oder einen noch schwimmenden Rumpf irgendwo in Europa, der möglicherweise verkäuflich ist?

Ich kenne die Treue in Bremen und das Museumsschiff in Rostock, es soll welche in Polen geben, vielleicht auch in Russland.

Weiß jemand mehr? Vielleicht habe ich ja Glück!
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TD
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« Antwort #55 am: 08 Oktober 2009, 15:10:14 »

Vielleicht kann Dir Hans gegen Provision ein Schiff in Amsterdam vermitteln ??

Oder sollte das Riverboot in Lübeck nicht auch still gelegt werden ?


Gruß

Theo
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« Antwort #56 am: 08 Oktober 2009, 16:04:57 »

Oder die schönen Stücke aus dem Oderhaff Huh
Und dann liegt das gute Stück vor Reddentin in der Wismarer Bucht, ich denke ungenutzt. Aber auch schon nicht mehr so richtig schwimmfähig.
REINHARD
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« Antwort #57 am: 08 Oktober 2009, 17:25:39 »

Könnte ja ein Restaurant "Unter den Wellen" werden,  grin
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vision933
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« Antwort #58 am: 09 Oktober 2009, 10:18:00 »

Hallo Leute!

..Tjä, unter Wasser, das würde schocken, aber eher in der Südsee mit Korallenriff.

Reddentin ist ein wenig schwer zu erreichen.... grin, das Teil müsste zumindest zugfähig sein.

Was ist mit dem Oderhaff, schwimmen da noch Betontröge herum?

Das Riverboat ist wohl nicht zu verkaufen, aber sollte der Theo wirklich Connection haben, möge er sich bei mir melden...! Kaptn lach

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vision933
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« Antwort #59 am: 09 Oktober 2009, 10:21:36 »

...ähhh entschuldigung...ich meine natürlich HANS!! Matrose lacht laut
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