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Autor Thema: Kleine Testfrage --- Dieselmotoren  (Gelesen 3371 mal)
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Langensiepen
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« Antwort #30 am: 16 Oktober 2006, 19:18:11 »

Es kommt nicht auf die Größe an!   rolleyes Das gilt auch für den Dieselmotor. Fragen wie die hier gestellte sind so unergiebig wie `Ist die QE2 das größte, längste, teuerste oder doofst aussehende Pasg.Schiff ?``  Interessant ist wer, wann , wo neue bahnbrechende  Entwicklungen auf den Sektor Dieselantrieb hervorgebracht hat. So z.B. warum die USA mit einigen Ausnahmen beim Handelsschiffsbau dem Dampfantrieb die Treue hielten und nur schwach und spät zum Diesel überging und dergleichen mehr. Also Leute nochmals fürs Leben `` Es kommt nicht auf die Größe an`` undecided
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kalli
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« Antwort #31 am: 16 Oktober 2006, 20:04:00 »

bahnbrechend und wirtschaftlich.
Beide Aspekte leben oftmals zeitlich ziemlich lange nebeneinander. Z.B. die Fracht (Salpeter) -segler einer bestimmten Reederei. Sie konnte sich mit Segelfrachtern sehr lange behaupten. Wären da nicht Verrutschungen der Fracht passiert und in deren Folge Totalverlust, wohl sogar etwas länger. Bestimmte Technologien können über lange Zeit nebeneinander sich weiter entwickeln und dem Zwecke nach koexistieren.
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Langensiepen
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Europa


« Antwort #32 am: 16 Oktober 2006, 20:12:24 »

Natürlich dauert alles seine Zeit. So habe ich in THE SHIPBUILDER von 1911 eine wichtigen wissenschaftlichen Betrag gelesen in dem ganz klar und zweifelsfrei dargelegt wurde, daß das Motorschiff keine Zukunft hätte. Na ob sich der Frachtsegler nach 1930 noch rechnen ließ? Die Schulschiffe waren Ausbildungsfahrzeuge und kaum wirtschaflich oder garnicht wirtschaftlich. Das mit der verrutschten Ladung war wohl mehr ein Grund für die Öffentlichkeit. Herbst 1957 war ja auch die Zeit wo es um das neue Schulschiff der Kriegsmarine ging. Das Ladung sich ihren eigenen Weg sucht war ja damals auch bei Frachter nicht selten. Siehe die Gechichten mit den Erzdampfern.
BERND
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Mario
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« Antwort #33 am: 16 Oktober 2006, 20:29:21 »

Also wenn ich mir die Entwicklung der Ölpreise ansehe, dann erwarte ich demnächst die Wiederbelebung der Segelschiffahrt.
@Langensiepen
Es würde mich einmal interessieren, wie die Herren in dem besagtem Buch zu der Ansicht kamen, das Motorschiffe keine Zukunft hätten. Der Ölpreis kann es 1911 noch nicht gewesen sein.
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kalli
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« Antwort #34 am: 16 Oktober 2006, 20:31:31 »

Ist schon klar Bernd, ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es verschiedene Ansichten zu Wirtschaftlichkeit und Technologieentwicklung gibt. Und das ist zeitlich immer wieder neu zu erforschen. Wer hätte vor 30 Jahren aktuell an Windkraft gedacht? Egal wie wir jetzt diese Entwicklungsstufe sehen mit diesen doofen Windrädern. Gut Cargolifter war ein Flop auch wegen Geschäftemacherei, aktuell- aber später?
Japanische Studien zu Tankerseglern?
Wenn ich mir die Entwicklung in meiner Branche anschaue, so ist das atemberaubend, was ich in den letzten 33 Jahren erlebt habe. Wegfall ganzer Fertigungsstufen. Was selbst noch vor 15 Jahren 55 Mitarbeiter bewältigt haben machen jetzt knapp 30. Und die 55 haben dazumal auch nach dem Stand modernster Technik gearbeitet.
Es bleibt aber nichts anderes übrig, als sich einen Kopf zu machen, wie in Deutschland weiter Industrie funktionieren soll. Das treibt mich ein wenig um, wenn mir dieser persönliche, gedankliche Ausflug gestattet sei.
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Langensiepen
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« Antwort #35 am: 16 Oktober 2006, 21:17:01 »

Aber Kalli, ich bin doch nicht der Oberlehrer. Ich wollte nur anmerken zu denn was du angemerkt hast.
Gruß BERND
PS: Zu dem 1911 Artikel äußere ich mich morgen.
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Wilfried
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« Antwort #36 am: 16 Oktober 2006, 21:53:53 »

Moin, moin zusammen!

Tanker und andere Schiffe mit Segeln; neue Ideen, häufig belacht - man denke an die Flettner-Schiffe - Rotorschiff "Barabara" zum Beispiel.

Hier mal ein Link auf ersteres; gerade wieder am Wochenende einen ganzseitigen Artikel in unserer Zeitung zu diesem Thema ... das könnte etwas werden ...  grin

http://www.skysails.info/

Mit einem  lieben Gruß
der Wilfried


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Woelfchen
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« Antwort #37 am: 16 Oktober 2006, 23:06:48 »

Wenn wir schon etwas OT sind:
Vom Cargolifterprojekt hielt ich nie viel:
Ein Riesenschiff aus dem Boden Stampfen ohne ein sehr dickes Finanzielles Polster? Nö!
Irgendwas wird da schon schiefgehen, siehe A380.

Technische Probleme gibts (zum Glück!!) trotz aller Simulationen etc. noch!

Warum liebten den die Amis die Dampfantriebe?
« Letzte Änderung: 16 Oktober 2006, 23:10:41 von Woelfchen » Gespeichert
Huszar
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« Antwort #38 am: 17 Oktober 2006, 17:49:10 »

Wenn ihr beim Cargolifter an dieses neuzetliche Zeppelin meint, ist das Konzept längst nicht weg!

Die Amis denken zZ über ein ähliches Projekt nach, Interkontinental, für ein komplettes Battalion ausgelegt. In 10-15 Jahren könnte es durchaus soweit sein...

Bezüglich der Diesel:
Ich würde mal sagen, dass es eine zimliche Neuheuit war, ein Hochsee-Überwasserschiff komplett nur mit Dieseln auszurüsten. Zu dieser Zeit war es ja fast schon Pflicht, alle Kriegsschiffe mit Turbinen auszurüsten (Hilfs-Marschdiesel mal ausgeklammert), diese gewährleisteten ja die höchtsmögliche Geschwindigkeit - und was anderes hatte ja man nicht  wink U-Boote mal ausgeklammert, für die gibts praktisch nix anderes, als Diesel...

Müsste ein ähnlicher Durchbruch gewesen sein, als man auf die idee kam, statt Kolbendampfmaschinen Turbinen in ein Schiff zu setzen...


mfg

alex
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Keine Panik! Wir werden sie schon demoralisieren!
Woelfchen
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« Antwort #39 am: 17 Oktober 2006, 18:24:14 »

Ein Schulschiff braucht nicht sooo schnell zu sein.
Von daher nichts neues.
War aber ja nur ein Erprobungsträger. Die Idee bei den Panzerschiffen war schon gut.
Aber ob bei (schnellen) Kriegsschiffen Diesel wirklich besser waren als Turbinen?

Cargolifter:
Nichts gegen das Konzept, aber umsetzen muß man es halt auch können. Und manchmal braucht man halt einen langen Atem.
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Huszar
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« Antwort #40 am: 17 Oktober 2006, 18:31:16 »

Wenn mans will, und das Ding gebraucht wird, wirds schon auf die Beine gestellt...

segeltanker halte ich pers. für nicht unbedingt realistisch.
Wenn schon Segelschiffe wegen Ölknappheit als Tanker genutzt werden müssen, dann wird es wahrscheinlich nicht genug Öl geben, welches transportiert werden will  grin Auch stell ich mir es zimlig schwierig vor, ein 15-20k BRT-Schiff mit Segel zu bewegen (und dann sprechen wir immernoch von Mittelklassefrachtern!)


mfg

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« Antwort #41 am: 17 Oktober 2006, 19:02:24 »

und nun zu dir Mario. Vor lauter Prager habe ich dich fast vergessen. Aber: Die Autoren in dem Artikel ( nicht Buch ) über die Motorschiffe brachten folgendes vor:Die Motoren sind teuer, anfällig und benütigen Fachpersonal, was dann mehr Geld haben will. Man muß überall in der Welt für teueres Geld Bunkerstationen aufbauen und betreiben, dies parallel zur Kohle, In einem Krieg muß die Nation in der Lage sein ihre Handelsflotte in Fahrt zu halten. Mit Öl - was es in UK nicht gibt -ist dies kaum zu machen. Daher wird der motor in der Handelsfahrt keinen Erfolg haben. So in etwa die Worte 1911 in der Zeitschrift  THE SHIPBUILDER 
BERND
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Mario
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« Antwort #42 am: 17 Oktober 2006, 20:14:43 »

Muß ich das so verstehen, das es nicht um Segel gegen Maschienenantrieb, sondern um Dampfschiffahrt gegen Motorenschiffahrt ging ?
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« Antwort #43 am: 31 August 2009, 10:57:15 »

Na, da habe ich ja jetzt was losgetreten.
Ursprünglich ging es mir um die Aussage vom Herrn Prager in seinem Buch über die Deutschland/Lützow, wo er das Artillerieschulschiff Bremse als erstes Dieselmotorenkriegsschiff bezeichnet. Auf diesem Schiff wurde ja die Motoren der Panzerschiffklasse getestet.

Siehe Tabelle:
SchiffLeipzigBremseDeutschland
  Hauptmotoren  Bezeichnung des Motors  M 7 Z 30/44    M 8 Z 30/44    M 9 Z 42/58 
Bestellung27.03.192809.01.1930xx.10.1928
Leistung eines Motors [PS]310035507100
Zahl der Zylinder789
  HilfsmotorenBezeichnung der MotorsM 7 Z 23/34*M 4 Z 30/44M 5 Z 42/58
Leistung eines Motors [PS]130015003800
Lieferung11.- 12.193011.- 12.193010.1931-02.1932
* Die Zylinder, die fuer die Motoren des "Diesel-Torpedoboot" geplant waren.
...
Hat also der Herr Prager hier etwas Falsches geschrieben ?
JA!
Nicht nur die Aussage, das Bremse das erste Dieselmotorenkriegsschiff ist, ist falsch. Auch das an der Bremse die Panzerschiffmotoren getestet wurden, da nur Motoren mit Zylindergroessen der Leipzig verbaut wurden, entspricht nicht der Wahrheit.

Quelle: Dieselmotoren fuer 5 Deutsche Marinen S. 87

Don´t Panic
« Letzte Änderung: 31 August 2009, 11:11:01 von Q » Gespeichert

Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
couper des planches et distribuer du travail,
mais reveille au sein des hommes le desir de la mer grande et large.

St.Ex
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