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Autor Thema: Kreuzer der Kirow-Klasse  (Gelesen 1689 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
kalli
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Name: Karl-Heinz Jockel

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« am: 21 Februar 2005, 13:55:22 »

Die Kreuzer der Kirow- Klasse
( Die sowjetische Projektbezeichnung ist Projekt-26 )

Zu den Kreuzern gehören :

„Kirow“, Baltische Werft Leningrad, Indienststellung 1938/ a.D. 1947
„Maxim Gorki“ ,Baltische Werft, Indienststellung1940/ a.D. 1958
( gehörten zur Baltischen Flotte )
„Woroschilow“ Marti- Werft Nikolajew, Indienststellung 1940/ a.D. 1970
„Molotow“ Marti- Werft Nikolajew, Indienststellung 1941/ a.D. 1978
( gehörten zur Schwarzmeerflotte )
„Kalinin“ Amur- Werft Komsomolsk, Indienststellung 1942/ ?
„Lazar Kaganowitsch“ Amur- Werft Komsomolsk, Indienststellung 1944/ ?
( gehörten zur Pazifikflotte )

Einige durchschnittliche Daten :
( ohne Berücksichtigung von Abweichungen zwischen den Schiffen )

Länge ü.a. : 191 m
Max. Breite : 17,7 m
Standardverdrängung : um 8000 ts
Einsatzverdrängung : um 9600 ts
Geschwindigkeit : um 34 kn
Besatzung : um 880
Geschütze : 9 x 181 mm
Einzellafetten : 6 x 100 mm, 2 x 76,2 mm, 6 x 45 mm, 5 x 37 mm, 6 x 12,7 mm
Torpedo : 2 Decks- Dreiersätze 533 mm
Minen : bis 164
Flugzeuge : 2
Verschiedene Waffenleitsysteme und Radar

Vorgeschichte ( nach Breyer ) :

Als zu Beginn der 30 er Jahre an die Beschaffung von Kreuzern ins Auge gefasst wurde, war zunächst an schnelle, mit 152 mm- Geschützen armierte leichte Kreuzer gedacht.
Hierzu erwarb die Sowjetunion von den Ansaldo- Werken in Genua mit der Billigung von Mussolini für die zu dieser Zeit noch im Bau befindlichen Kreuzer der Montecuccoli- Klasse ( 7.524 ts, 37 kn, 8 x 152 mm ).
Bei der Hergabe der Pläne stand im Hintergrund die Hoffnung des Unternehmens, einen sowjetischen Großauftrag für 2 oder gar 4 Kreuzer zu erhalten.
Die sowjetischen Konstrukteure fertigten zunächst einen Entwurf für einen 7.000 ts- Kreuzer an, doch lehnte die Marineführung diesen als unzureichend ab. 1933 wurde festgelegt, dass die zukünftigen Kreuzer statt mit 152 mm- Geschützen solche von 181 mm Kaliber erhalten sollen.
Ein neuer auf diese Forderung abgestimmter Entwurf schlug ein Schiff von 7.250 ts vor, das mit sechs 181 mm- Geschützen bewaffnet werden sollte. Dieser Entwurf führte schließlich zu der endgültigen, im Dezember 1934 gebilligten Variante, welche einen auf 7.800 ts vergrößerten Kreuzer vorsah, der jedoch- diese Entscheidung war bereits im Herbst 1934 gefallen- statt mit nur 6 Geschützen in Zwillingstürmen mit 9 in Drillingstürmen auszurüsten war. In Abweichung von den Planungsunterlagen für die Querspantbauweise konstruierte Montecuccoli- Klasse sah der sowjetische Entwurf die Längsspantenbauweise vor, so dass von einer Kopie keine Rede sein kann ( laut Greger, Anfänge des sowjetischen Kreuzerbaues in Marinerundschau 4/89 ).
Ungeachtet dessen trug die Ansaldo- Werft wesentlich zu dem als Projekt 26 bezeichneten  Kreuzervorhaben bei, auch wenn letztlich die erhofften Neubauaufträge ausblieben. Die Sowjetunion kaufte die für den im Bau befindlichen Kreuzer Eugenio di Savoya ( 8.997 ts, 8 x 152 mm, 110000 WPS für 36 kn ) bestimmte, noch nicht eingebaute Antiebsanlage, bestehend aus 2 Turbinensätzen und 6 Kesseln; damit wurde die Kirow als Leitschiff der Klasse ausgerüstet.
Abweichend von der Kirow erhielt Woroschilow eine auf 122500 PS ausgelegte Antriebsanlage. Mit dieser sollen bei der Meilenfahrt 36,72 kn erreicht worden sein, offenbar jedoch unter extremen Bedingungen. Die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit wird hingegen mit nur 35 kn angegeben.
Dieser Kreuzertyp viel aus dem Rahmen der damaligen Normen des Kreuzerbaues. Nach den durch die Flottenabkommen von Washington 1922 und London 1930 festgelegten qualitativen Grenzwerten ( 10000 ts Standardverdrängung, Hauptkaliber bis 203 mm ) entsprach er zwar de jure den Typeigenschaften des Schweren Kreuzers, doch waren die Limits in Bezug auf die Verdrängung und Hauptkaliber nicht ausgeschöpft. Möglicherweise hatten die Sowjets bei der Typenkonzeption dieser Neubauten an den Größennormen der vor dem Ersten Weltkrieg entworfenen Kreuzer der Swetlana- Klasse angeknüpft, die zu ihrer Zeit mit einer Verdrängung von 6.800 ts und einer vorgesehenen Bewaffnung von 15 x 130 mm- Geschützen einen außerordentlich starken Kreuzertyp verkörperten.

Einige Bilder der „Kirow“








Dieses Foto stammt von Micha aus Polen und entstammt dem finnischen Buch "Suomen".
Die Quellenangabe der anderen ist dem unteren Bildrand zu entnehmen.
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Warjag
Oberleutnant zur See
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Ort: Kiel

Schleswig-Holstein


« Antwort #1 am: 26 September 2005, 00:29:17 »

Eigentlich nur "Kirov" und "Woroschilow" gehörten zum Projekt 26, alle andere wurden nach einem verbesserten Projekt 26bis gebaut, deshalb hatten sie etwas andere Kenndaten. Sieht es so aus, dass ich ein Pedant bin oder?  huh
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Schöne Grüße,
Dmitrij
Spee
Board Moderator
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Name: Thomas Frömrich

Ort: Donauwörth

Europa

Garstiger Piratenpascha



« Antwort #2 am: 26 September 2005, 08:52:04 »

Servus Warjag,

wie man am Namen erkennt, scheinst du dich für die russisch/sowjetische Marine zu interessieren. Pedant? Da gibt's hier mehr. Also immer her mit deinem Wissen !!

Herzlich Willkommen !!
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Servus

Thomas

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Sir Shenton Thomas
kalli
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Ort: Wandlitz

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« Antwort #3 am: 26 September 2005, 09:50:08 »

auch von mir einen herzlichen Gruß an dieser Stelle Cheesy
Ich melde mich heute noch bei Dir und freue mich schon jetzt über die Verstärkung, die wir durch Dich erhalten Cheesy
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