Flugzeugträger der Queen-Elizabeth Klasse

Begonnen von Benjamin, 02 Januar 2007, 16:43:44

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Benjamin

Ende 1998 wurde in Englang beschlossen, drei neue Flugzeugträger zu bauen. Zwei Stück um die leichten Träger der Invincible-Klasse abzulösen und einen vermutlich für Frankreich.

Diese Flugzeugträger wären bei Indienststellung (geplant für 2012 bzw. 2015) die größten Flugzeugträger außerhalb der USA und wären mit etwa 46 Flugzeugen ausgerüstet.

Vorraussichtliche Daten:
Länge: 280 m
Breite: 69 m
Tiefgang: 9 m
Verdrängung: 64.500 ts
Geschwindigkeit: 27 Knoten
Besatzung: 1.400 (inkl. Flugpersonal)
Flugzeuge: 46 (max.)


Das endgültige Design und die endgültigen Abmessungen werden wohl Mitte 2007 bekannt gegeben, also bei Baubeginn.

Hier noch einmal ein Vergleich einiger Flugzeugträgerklassen mit den QE's !



Bildquelle: Wikipedia.de


Was haltet ihr davon? Ist es heute noch nötig solche "Monster" zu bauen? Wäre es nicht viel praktischer kleinere Träger zu bauen und dann zwei drei Stück mehr? Oder geht es hier einfach nur um Prestige weil die Franzosen mit ihrer Charles de Gaulle bisher in Europa den größten Träger besitzen?


If there's more than one possible outcome of a job or task, and one of those outcomes will result in disaster or an undesirable consequence, then somebody will do it that way.

harry

Hallo,

der russische Träger hat in etwa die Größe, weiß nur nicht, ob er noch in Dienst ist.
Bei der Trägergröße kommt es in erster Linie auf den Verwendungszweck an.
Die großen Träger ab de Gaulle aufwärts erfüllen mehrere Funktionen, so die 
U-Boot-Abwehr und die Kontrolle eines See/Luftgebiets, während
kleinere meist nur eine Funktion vernünftig erfüllen können.
Die einsetzbaren Flugzeugtypen spielen auch eine Rolle, 2015 dürfte der Harrier
schon knappe 50 Dienstjahre auf dem Buckel haben. :wink:

Gruß
Harry

Scarab

haben die briten denn nur den harrier auf ihren CVs oder kommen auch andere typen zum einsatz ?

und was haben die franzosen aks trägerflugzeuge ?

toppertino

Die Franzosen haben , meines Wissens , eine Trägervariante der RAFALE an Bord und sicherlich auch noch ein paar der guten alten SUPER ENTANDARDS (oder wie die Dinger heißen).

mfg
Lebensende mit 3 Buchstaben: EHE!

Scarab

da stellt sich mir aber die frage WOZU braucht die RN so einen riesigen träger ? um zu zeigen "wir können das auch" oder weshalb ?

wenn irgendwo n der welt stress ist sind doch eh die amis die ersten die ihre grossen CV s da parken ... ob die britischen wähler gefragt werden ob ihre steuergelder mit sonem riesenproject verschwendet werden ? wohl eher genausowenig wie man uns gefragt hat ob die marine diese sinnlose operation im libanon starten darf ...

Ulrich Rudofsky

Ulrich Rudofsky

ufo

Wie ach so vieles in der Welt hat auch dieses Ding mehrere Seiten.

Kaum eine Zeitung am Kiosk Heute Morgen, die nicht jubiliert – ,,Ship, Ship Hurra!", um nur mal eine fette Schlagzeile zu nennen. Hier (Scotland, Central Belt) sind die Dinger erstmal Arbeitsplätze und Zukunft, nix weiter. Geld für Glasgow ... dankeschön! Natürlich ist das nett, das die Nationalisten hier regieren und man jammert und winselt ja auch gern mal über die Union aber so ein Haufen Steuergelder aus England, um rund 40% der Träger hier zu bauen, ist schon erstmal willkommen.

Also Freude und Zufriedenheit auch und gerade beim Steuerzahler.

Wozu die Dinger?

Nun – Das United Kingdom hat grad unangenehm zu spüren bekommen, dass wenn man ein anderes Land von respektabler Grösse überfallen will da zwei Möglichkeiten sind:

Entweder man macht das mit dem grössten Fisch im Teich zusammen. Das funktioniert recht gut, hat aber den Nachteil, das niemand in der Welt mehr recht versteht, warum der Deputy jetzt der Gute sein soll, wenn gerade alle den Sheriff hassen. Mitgefangen ... mitgehangen. Ein unabhängige Britische Nahostpolitik gibt es nicht mehr, ein irgendwie geartetes Ansehen Britischer Soldaten im Nahen oder mittleren Osten – passe. Egal ob die Britischen Soldaten in Afghanistan irgend was Nützliches machen oder das Leiden nur verlängern – ihre Mission steht inzwischen hoffnungslos unter einem Unstern(enbanner).

Also bleibt die andere Möglichkeit Aussenpolitik (Clausewitz'scher Art) ohne den Sheriff zu betreiben. Da fällt dann schmerzhaft auf, dass der Sheriff aber all die grossen Colts im Schrank hat umd man selbst eher nicht.
Drohend vor einem kleinen Land auf und ab dümpeln, mal ein kleiner Luftüberfall, andauernde Luftaufklärung über einem Seegebiet oder Land – das alles geht recht gut mit schweren Flottenträgern und das ist ja so bequem, wenn die Amerikaner die auch gleich immer willig zur Verfügung stellen. Es verwischt nur den Unterschied zwischen Amerikanisch und Europäisch (hier explizit Britisch).

Politisch sind die Dinger ein Versich sich von den USA zu emanzipieren und statt als zweite Geige in der US Aussenpolitik zu spielen wieder erster Geiger in einem Europäischen Konzert zu werden. Dazu muss man hier wieder enger mit Frankreich, Spanien und Deutschland zusammen. Die Träger sind mehr für reale Einsätze ohne US Streitkräfte weit und breit; mögliche Kernstücke Europäischer Trägerkampfgruppen.

Die Antwort auf Scarbs Frage

Zitat von: Scarab am 21 Januar 2007, 16:08:08
da stellt sich mir aber die frage WOZU braucht die RN so einen riesigen träger ? um zu zeigen "wir können das auch" oder weshalb ?

...

lautet:

... um zu zeigen ,,wir können das auch ohne die USA!"


Weltpolitisch sind die Träger nicht so wichtig. Der Sitz im Sicherheitsrat wird durch die U-Raketenkreuzer abgedeckt. Atombomben ist immer noch das Schwergewichtigste, was man in die UN Waagschale werfen kann. Die Traeger sind dereinstemals mehr fuer den wirklichen Gebrauch gedacht.

Ufo

t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Ulrich Rudofsky

Zumindestens ist Corus Stahl englisches Stahl http://www.corusgroup.com/en/news/news/2008_steel_for_Royal_Navys_new_aircraft_carriers

Ich wundere mich oft ob die US Stahlindustrie noch im Stand ist Platten für unsere USN Schiffe zu liefern oder ob all das Material aus Korea kommt. 
Ulrich Rudofsky

t-geronimo

Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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t-geronimo

Angesichts knapper Kassen scheinen sich die Zweifel am Projekt zu mehren.

--/>/> Link 1 (deutsch)

--/>/> Link 2 (englisch)
Gruß, Thorsten

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(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

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ufo

Vergangene Woche hat zumindest die HMS Queen Elizabeth denn doch wohl einen wichtigen Meilenstein geschafft. Die vorgefertigten Bugsektionen (Bugwulst und die ersten Deckslevel) trafen in der Montagewerft ein und wurden zusammengefuegt. Damit exisitert jetzt ein Anfang von einem Schiff. Politiker koennen ohne Probleme ein Projekt streichen, welches ueber drei Jahrzehnte lief und zig Milliarden Entwicklungsgelder gefressen hat. Ist aber sichtbar Stahl auf Stahl gefuegt, so ist ein Rueckzieher politisch eine offensichtliche Niederlage.

Ich vermute daher dass mit der Konstruktion der Bugsektion die HMS Queen Elizabeth Realitaet geworden ist. Den Rueckzieher wird – so glaube ich – keine unserer Regierungen machen; egal wie die Wahl hier ausgeht. Vielleicht nicht im Zeitplan. Sicher nicht im Budget. Und der Prince mag sicher noch gestrichen werden und ob die Franzosen sich ihren Traeger leisten koennen wird die Zeit zeigen aber ich denke die 'Queen' ist durch.

Ob's gut ist?

Ob wir wirklich einen Flottentraeger brauen?

Ob nicht Trade Protection Cruiser nach dem Prinzip der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts waeren, was Britannien wirklich braucht?

Das alles steht auf einem anderen Blatt. Britannia rules weiterhin the waves. Unser Staatshaushalt mag im Eimer sein aber wir haben dickere Kriegsschiffe als Deutschland. Der stanedige Sitz im UN Sicherheitsrat ist auch weiterhin verteidigt  :roll:

Ufo 

Spee

Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Reiner

#13
Schade daß die tiefstehende Sonne nur beim Träger Schatten wirft :lol: :lol:

Trotzdem schön top

Gruß
Reiner

Ulrich Rudofsky

Man kann halt nicht alles am Rechner richtig machen.  Im Bild wurde der Träger hinein gesetzt. Deswegen ist auch das Kielwasser falsch, nicht nur der Schatten (Computer Generated Image, Ministry of Defense) :MLL:

http://webarchive.nationalarchives.gov.uk/tna/+/http://www.mod.uk/DefenceInternet/DefenceNews/EquipmentAndLogistics/EquipmentContractsForNavysNewAircraftCarriers.htm
Ulrich Rudofsky

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