Chrischnix
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« am: 18 Mai 2005, 22:09:37 » |
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Tag auch Ich hab da gerade ein Buch am Wickel, in dem ein Photo der Hessen als Zielschiff abgebildet ist.(sieht echt gemein aus) Darin steht: Am 12. November 1934 wurde das Linienschiff Hessen außer Dienst gestellt und nach einem Umbau am 1. April 1937 als Zielschiff in Dienst gestellt.
Die Rede ist hier von einem Ferngelenkten Zielschiff!!
Meine Frage ist nun: Wie wurde diese "Fernlenkung" realisiert? Könntet Ihr mir da weiterhelfen? Habt Ihr da mehr Informationen? Gruß: chrischnix
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Scheer
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« Antwort #1 am: 19 Mai 2005, 08:19:02 » |
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Die Fernlenkung der Zielschiffe HESSEN und ZÄHRUNGEN erfolgte per Funk von Fernlenkbooten aus. Ich habe meine Unterlagen hier und jetzt nicht zu Griff, meine aber das es sich um die Boote BLITZ und STRAHL handelte.
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Chrischnix
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« Antwort #2 am: 19 Mai 2005, 08:44:28 » |
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@Scheer Danke erstmal, das ist ja schon mal etwas. Ich würde schon gerne wissen was da so umgebaut worden ist. ich meine in Bezug auf den Antrieb. Die Hessen war ja nun nicht gerade so ein Schiff, wo man sagen konnte, so, jetzt starten wir mal die Motoren und lassen das ganze per Funk mal so durch die Gegend fahren. Meine gelesen zu haben das die Hessen nach dem Krieg nach Russland gegangen ist und da noch eine Zeit weitergefahren ist, als was??? Die werden sich doch wohl kaum die Mühe gemacht haben wieder an dem Antrieb rumzubasteln oder?
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t-geronimo
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« Antwort #3 am: 19 Mai 2005, 14:15:12 » |
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Die Hessen ging am 2.1.46 von WHV aus nach Libau, wo sie sechs Tage später ankam. Am 3.6.46 wurde sie in Tsel umbenannt und diente dann bis 1950 weiter als Zielschiff, insofern war die Fernlenkung bestimmt weiter an Bord. 1950 wurde das Schiff dann abgewrackt. http://www.german-navy.de.../misc/hessen/history.html
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Schöne Grüße Thorsten --
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Chrischnix
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« Antwort #4 am: 19 Mai 2005, 16:23:01 » |
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@ t-geronimo Wenn man mal auf der von Dir angegebenen Seite die Hessen vergleicht zwischen vorher und nachher, so stellt man fest das der Umbau auch äußerlich ganz schön gewaltig war. Die Hessen wurde 1902 auf Kiel gelegt. Außerdienststellung 1934, Umbau 1937! D.h. für einen über 30 Jahre alten Dampfer ein ganz schöner Aufwand, oder? Wenn denn die Zeichnungen stimmen, wurde sogar der Bug verändert. Bei der Zähringen war es ähnlich. Und dann noch der evt. Maschinenumbau dazu. Ich hätte gerne gewußt was das Schiff 1950 bei der Abwrackung für eine Maschine gehabt hat. @Scheer Für weitere Infos über die "Blitz" und "Strahl" wäre ich Dir sehr dankbar ( auf die Knie fallend  ) Gruß: chrischnix
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t-geronimo
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« Antwort #5 am: 19 Mai 2005, 18:23:58 » |
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Wahrscheinlich hat sich der Umbau deshalb gelohnt, weil sie recht standfest war. Schließlich wußte man ja, daß man ein Zielschiff für GU, SH, BS und TP brauchte. Und für die Kreuzer. Und vielleicht schon vorher eins für die Erprobung der neuen Geschütze? Und Hessen hat die Treffer ja auch recht gut weggesteckt.
Ich weiß aber auch nicht, ob man wirklich 3 Jahre an ihr rumgebaut hat, das war ja in etwa die Bauzeit eines neuen Schlachtschiffes. Vielleicht hat sie auch nur 'ne zeitlang an irgendeinem Pier gelegen.
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Chrischnix
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« Antwort #6 am: 19 Mai 2005, 18:53:24 » |
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Und Hessen hat die Treffer ja auch recht gut weggesteckt. Oder die Anderen haben schlecht geschossen? Spaß beiseite, Du hast natürlich recht. Immerhin sind die Russen anscheinend ja noch bis 1950 damit unterwegs gewesen. Ich weiß aber auch nicht, ob man wirklich 3 Jahre an ihr rumgebaut hat, das war ja in etwa die Bauzeit eines neuen Schlachtschiffes. Vielleicht hat sie auch nur 'ne zeitlang an irgendeinem Pier gelegen.
Auch dazu kann ich nicht nein sagen. Hab übrigens in einem Buch noch den Deckplan und eine Querschnittszeichnung der Zähringen gefunden. Bei Interesse scan ich es ein! Ich hoffe der Scanner hält noch ein wenig durch! Den Geräuschen nach zu urteilen hört es sich eher wie ein kaputtes Getriebe an  Schöne Grüße: chrischnix
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Huszar
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« Antwort #7 am: 29 Mai 2005, 12:41:29 » |
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Könnte ich Recht haben, dass eine kleine Crew auf dem Schiff blieb, um die Triebwerke zu bedinen? Glaube mich daran zu erinnern, dass einige wenige dort waren.
mfg
alex
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Chrischnix
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« Antwort #8 am: 29 Mai 2005, 21:07:26 » |
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Hallo alex Könnte ich Recht haben, dass eine kleine Crew auf dem Schiff blieb, um die Triebwerke zu bedinen? Also das glaube ich nicht. Dann müßte man sich ja fragen warum man dann ein Fernlenkboot bräuchte? Wenn sowieso eine kleine Crew an Bord wäre könnte Diese gleich auch die Steuerung mit übernehmen.
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Huszar
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« Antwort #9 am: 01 Juni 2005, 19:25:19 » |
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Die Frage wäre dann aber, wie die Maschienen bedient, bzw überwacht wurden?
- Kohle-Dampfmaschinen brauchen eine relativ große Bedienung, um zu funktionieren (Kohlenachschub) - Ölfeuerung bedarf auch einer Überwachung, wenn auch nicht so groß, wie bei Kohlefeuerung - Dieselmotoren könnten theorethisch von alleine laufen, müssen aber irgendwie gestartet und abgestellt werden. Ging dann die Besatzung nach dem Anwerfen der otoren von Bord, und danach wieder an Bord?
Die Frage sollte zuerst geklärt werden, welche Maschinen das Schiff überhaupt hatte.
mfg
alex
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Chrischnix
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« Antwort #10 am: 02 Juni 2005, 09:45:50 » |
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Hallo Alex
Als die Hessen und die Zähringen als Zielschiffe in Dienst gestellt worden sind konnte man sicher alles von dem ausgebauten Material, wenn auch nur als Rohstoff, gebrauchen. Das würde heißen das die Dampfer ziemlich "leicht" wurden. Mußten Sie denn eigentlich mit eigener Kraft zum Zielgebiet laufen? Und: Wenn diese Schiffe jetzt ja nur noch eine "Hülle" waren würde hier nicht sogar nur ein große E-Motor reichen? Den Strom hierfür könnte man durch eine kleine Dieselmaschine erzeugen. Sozusagen: Diesel-Elektrisch Ich gebe zu das klingt vieleicht ein wenig merkwürdig, ich will aber keinen Punkt ausser Acht lassen. Ich möchte einfach nur wissen, wie zu damaligen Zeiten eine "Fernsteuerung" realisiert worden ist. Oder verstehen wir den Begriff "Fernlenkschiff" nur vekehrt? Was sagst du dazu? Gruß: chrischnix
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Spee
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« Antwort #11 am: 02 Juni 2005, 10:06:10 » |
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@Huszar und Chrischnix,
Gröner schreibt zur "Zähringen" folgendes:
""Zähringen" als Zielschiff nur noch 2 stehende 3zyl. 3fach Expansionsmaschinen (2 Schrauben mit 4,8m Durchmesser) in 2 Maschinenräumen. 2 Marine-Ölkessel in 2 Kesselräumen, vollautomatische, durch FT gesteuerte Anlagen."
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Chrischnix
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« Antwort #12 am: 02 Juni 2005, 11:28:13 » |
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@Spee Grummel,grummel, fehlen noch Bücher,Grummel  Danke Spee, das wir darüber geschrieben haben  Ist ja denn ein ganz schöner Aufwand, nur für ein Zielschiff! Zitat: nur noch 2 stehende 3zyl. 3fach Expansionsmaschinen (2 Schrauben mit 4,8m Durchmesser) in 2 Maschinenräumen. 2 Marine-Ölkessel in 2 Kesselräumen, vollautomatische, durch FT gesteuerte Anlagen." Alleine: "nur noch"!!! Gruß: chrischnix
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Spee
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« Antwort #13 am: 02 Juni 2005, 11:53:13 » |
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@Chrischnix,
weil die "Zähringen" im Original ein 3-Schrauber war und als Zielschiff nur noch ein 2-Schrauber, also vorher 3 Expansionsdampfmaschinen hatte.
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Chrischnix
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« Antwort #14 am: 02 Juni 2005, 17:21:32 » |
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@Spee
Ich will ja jetzt keine Erbsen zählen, aber: Für ein Zielschiff hätte eine Schraube hätte auch gereicht und zwar die mittlere, da kann im Gröner stehen was will! Die ganze Steuerung wäre dann doch wohl einfacher gewesen. Ungewöhnlich ist das schon, mal sehen ob ich da noch mehr in Erfahrung bringen kann. Grüße: chrischnix
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