Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Die schwierige Bergung der USS Oklahoma  (Gelesen 1850 mal)
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Mario
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« Antwort #15 am: 18 Februar 2006, 17:14:45 »

@toppertino
Ich versteh die Frage nicht ganz. Auf dem Bild von der Bergung sind doch die Türme zweifelsfrei zu erkennen.

@spee
irgendwie ist mir damals wohl Deine Frage entgangen.
Colorado und Maryland erhielten keine neuen Aufbauten, weil sie 1941 zu den modernsten US-Schlachtschiffen gehörten. Während Maryland nur wenig beschädigt wurde, lag Colorado am 07. Dezember in der Werft. Beide Schlachtschiffe wurden dringend zur Sicherung der US-Westküste und Hawaii gebraucht, daher wurden sie schnellstmöglich wieder in Dienst gestellt.
Nochmal zurück zur Frage der Artillerie. Wenn ein 40.6 cm Geschoss in einen Schützengraben oder in einem Haus detoniert, dann bleibt nur ein Krater übrig. Bei einem 15.2 cm Geschoss ist es fast dasselbe, allerdings schlagen innerhalb einer halben Minute weit mehr Geschosse des kleineren Kalibers ein. Daher dürfte die Wirkung von vieleicht 60 Granaten größer sein, als die von 16 schwereren Granaten innerhalb einer Minute.
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t-geronimo
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« Antwort #16 am: 18 Februar 2006, 17:27:54 »

Wobei man aber mit 16" sicherlich besser Bunkeranlagen knacken kann als mit 7".

Also SA gegen Bunkeranlagen (davon werden die Japaner seit ihrem stetigen Rückzug auf den verbleibenden Inseln sicherlich so einige gebaut haben) und MA gegen restliche Ziele --> ist doch ein fairer Kompromiß.

toppertinos unglücklich formulierte Frage (vermutlich fehlt nur an einer entscheidenden Stelle ein "nicht") verstehe ich so, daß er wissen will, warum die Türme eben nicht rausgefallen sind wie z.B. bei der kenternden BS.
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Schöne Grüße
Thorsten
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toppertino
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« Antwort #17 am: 18 Februar 2006, 20:25:22 »

Danke T-G.Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.
Jetzt hab ich mein Wortkarate erstmal geändert.Was ein kleines Wörtchen doch alles ausmacht. embarassed

mfg
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Mario
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« Antwort #18 am: 19 Februar 2006, 10:24:44 »

Nun kommt auch sofort die Antwort. Smiley
Es wird wohl eine Frage der Turmkonstruktion sein. Bei den deutschen Schlachtschiffe war der Turm wohl nur aufgesetzt, bei der USS Oklahoma war er dagegen fest mit der Turmbabette verbunden.
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Torpedo
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« Antwort #19 am: 19 Februar 2006, 13:25:54 »

Zu den bemängelten Einsätzen. Bei Guadalcanal waren die Dickschiffe doch auch im Einsatz? Da gab es doch im Eisenbodensund diverse Nachtgefechte, m.E. auch mit Schlachtschiffen.
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Uli "Torpedo"

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Mario
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« Antwort #20 am: 19 Februar 2006, 16:30:55 »

Die Schlachtschiffe waren den Amerikanern zu wertvoll, als das sie in den engen Gewässern zwischen den Inseln hätten eingesetzt werden können. Gerade hier erwiesen sich die japanischen Torpedos als sehr wirkungsvoll und davor ist selbst das modernste Schlachtschiff nicht geschützt.
Nur einmal liefen zwei US-Schlachtschiffe in den Sund. Es waren keine Kreuzer mehr vorhanden und es war den US-Admirälen klar, daß sie ein verdammt hohes Risiko eingingen, aber letztendlich hatten sie das notwenige Glück auf ihrer Seite.
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Scharnhorst66
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« Antwort #21 am: 20 Februar 2006, 09:43:47 »

Zitat von: Torpedo
Zu den bemängelten Einsätzen. Bei Guadalcanal waren die Dickschiffe doch auch im Einsatz? Da gab es doch im Eisenbodensund diverse Nachtgefechte, m.E. auch mit Schlachtschiffen.


Die Japaner haben in den Schlachten rund um Guadalcanal öfters Schlachtschiffe eingesetzt ... alleine schon um eine Landbeschießung damit durchzuführen.

Die Amerikaner haben am Anfang nur auf die CL´s & CA´s gesetzt.
Erst später kam es dann aufgrund von Marios Hinweis zu dem Einsatz der
South Dakota und Washington.

siehe hier :
http://forum-marinearchiv...ewtopic.php?p=18563#18563

Da es sich bei den eingesetzten Japanischen Schlachtschiffen eigentlich um die Schlachtkreuzer Hiei und Kirishima handelte - und die ja schon um 1911/12 auf Kiel gelegt wurden - konnte man doch sehen , das der Panzerschutz nicht mehr ganz dem der aktuellen Zeit entsprach.

Die Hiei wurde immerhin "nur" von Zerstörern und Kreuzern zusammengeschossen , die Kirishima hatte das Pech auf zwei nagelneue BB´s zu treffen ... und da war das Schicksal wohl mehr als deutlich vorraus zusehen.
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« Antwort #22 am: 20 Februar 2006, 19:24:05 »

Zitat von: Scharnie
Erst später kam es dann aufgrund von Marios Hinweis zu dem Einsatz der South Dakota und Washington.

Wie Huh Ich soll das gewesen sein Huh
Ich hab damit nix zu tun, damals war ich noch gar nicht geboren  cheesy  cheesy  cheesy

Die japanische Flotte hat auch nur ihre ältesten Schlachtschiffe in den Sund geschickt. Die wertvolleren Einheiten, allen voran Yamato und Musashi hat man niemals für solche Aufgaben aufs Spiel gesetzt.
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Scharnhorst66
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« Antwort #23 am: 20 Februar 2006, 21:33:04 »

upps -
der schnellschreibteufel hat zugeschlagen   Smiley -
sollte eigentlich heissen siche Marios  Hinweiss -  naja - ich wusste schon immer das was mit dir nicht stimmt !!  Smiley
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« Antwort #24 am: 27 März 2006, 01:59:01 »

Wieder schalte ich mich ein bißchen spät ein, dann auch noch Off Topic. Zorro!
Zitat von: Mario


Wenn ein 40.6 cm Geschoss in einen Schützengraben oder in einem Haus detoniert, dann bleibt nur ein Krater übrig. Bei einem 15.2 cm Geschoss ist es fast dasselbe, allerdings schlagen innerhalb einer halben Minute weit mehr Geschosse des kleineren Kalibers ein. Daher dürfte die Wirkung von vieleicht 60 Granaten größer sein, als die von 16 schwereren Granaten innerhalb einer Minute.

War bei Landbeschießung, Beispiel Normandie etz., nicht vielleicht ein 40,6 wichtiger als n 15,2 wegen deren Reichweite? Damit ist doch eher ein beschießen des Gegners möglich, der sich etwas weiter von der Küste entfernt befindet, aber der den gebildeten Brückenkopf ins Meer zurückdrängen möchte.
Dabei nehme ich den Fall an, das der Brückenkopf noch nicht mit schweren Waffen ausgerüstet wurde oder diese noch nicht in Stellung gebracht werden konnten.
Gibts da Präzidenzfälle? Vielleicht Anzio, Salerno oder Normandie?

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« Antwort #25 am: 27 März 2006, 09:45:31 »

Bei den Landungen auf Sizilien und bei Salerno waren die Landzielbeschießungen noch nicht sehr umfangreich und dienten manchmal auch mehr zur Ablenkung.
Dort waren die Schlachtschiffe vor allem zum Schutz vor gegnerischen Flotteneinheiten eingesetzt.

Vor der Invasion in der Normandie wurde ein umfangreiches Beschuß- und Ausbildungsprogramm durchgeführt, daß sich später durch sehr gute Beschuß-Ergebnisse bewährte.
Vor allem gegen mehrere durch starke Betoneinfassungen gesicherte Geschützstellungen wurden die Schlachtschiffe eingesetzt. Diese Ziele mußten teilweise auch mehrfach beschossen werden.

Zu Anfang war die Reichweite eher egal (da setzten die Schlachtschiffe auch viel ihre 15,2-cm-MA ein).
Später, als sich die Frontlinie weiter ins Landesinnere verschob, wurde Reichweite natürlich immer wichtiger.
Am 30.6.1944 z.B. beschoß Rodney eine Ansammlung von gepanzerten Fahrzeugen, die sich für einen Gegenangriff bereitstellten, auf eine Entfernung von 17 Meilen und rieb sie völlig auf.
Bei der Beschießung von Caen durch das gleiche Schiff berichtete ein in der Stadt bei einer französischen Familie untergebrachter Engländer:
"Ich beobachtete viele Angriffe auf Caen, darunter einen von 400 Bombern.
Aber nichts war so demoralisierend auf die Deutschen wie das Schießen der
Rodney, das ungewöhnlich genau lag".

Vom 06.06.-10.09.1944 verschossen die britischen Schlachtschiffe 3.371 40,6-cm- und 38,1-cm-Granaten und 1.034 15,2-cm-Granaten.


Alle Angaben aus Raven/Roberts "Die britischen Schlachtschiffe des 2. WKs".
Insofern recht genau, manchmal vielleicht minimal lokalpatriotisch eingefärbt.
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Schöne Grüße
Thorsten
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« Antwort #26 am: 27 März 2006, 18:44:27 »

Vor allem war es deshalb so demoralisierend für die Deutschen, weil man erstens nicht wußte, wielange der Beschuss noch anhielt und zweitens, weil man absolut nix dagegen tun konnte. Gegen Bomber helfen immer noch Jagdflugzeuge und Flak, aber gegen die Rodney half nur beten.
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