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Autor Thema: Was es nicht alles gab!  (Gelesen 1067 mal)
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Spee
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Garstiger Piratenpascha



« am: 21 Juni 2005, 10:07:48 »

Servus,

habe letzte Woche ein altes Buch in good old England via ebay gekauft (The Royal Navy-The sure shield of the Empire von 1930). Schien wohl mal in amerikanischem Besitz zu sein, den als Beilage gab es 3 originale Zeitungs-Headlines zur Dänemarkstraße.

The Courier-Journal; Louisville, Sunday, May 25, 1941

"Nazi Warship Sinks Hood Off Iceland"

Selbe Zeitung von 27.Mai 1941

"'Overwhelming' Naval Forces of Britain Engage Nazi's Bismarck In Running Fight"

und "The Louisville Times" vom 27.Mai 1941

Bismarck is sunk by air, sea blasts

Interessanter war aber ein kleiner Artikel, der ebenfalls ausgeschnitten beilag.

U.S. Urged To Give British New Warship

Paper Would Replace Hood With N. Carolina

Alamosa Col., May 24 (U.P.)-
The Alamosa Daily Courier asked President Roosevelt Saturday to "give the new U.S.S. North Carolina to Great Britain to take the place of the H.M.S. Hood."
"The United States has just commissioner the 35.000-ton North Carolina" said the Courier in a front-page editorial. "It is the greatest fighting craft ever built. It is in battle trim, capable of challenging any floating enemy."
"Great Britain needs this new ship for two reasons: First, to replace the actual loss to her naval forces; second, to lift up its morale after the most disheartening sea loss of the war."
"The transfer would mean a third boost for the cause of democracy in delivering a staggering blow to Nazi Germany, already gloating over the sinking of the Hood, as proof America's determination that the forces of dictatorship must be defeated."
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Servus

Thomas

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Leutnant Werner
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« Antwort #1 am: 29 September 2005, 20:43:14 »

Scheint so, als haben die Leser und Journalisten in Kentucky zwei Dinge übersehen:
1. Die Existenz von Japan (würde mich nicht wundern: Viele US-Amerikaner wissen gar nicht, dass es noch andere Länder als Amerika, Großbritannien, Mexiko und Canada gibt - kein Scherz! Nicht wenige halten Europa für ein Land, zu dem Großbritannien aber nicht dazugehört: Eine nicht korrekte, aber wie ich finde, eigentlich ziemlich zutreffende Beobachtung von Nichtwissern...)
2. Dass der Verlust der Bismarck für die Kriegsmarine viel schmerzlicher war als für die Briten der Verlust der angeschimmelten Hood, und ihre Moral war sicherlich auch wieder leidlich hergestellt.
Gruß
Ekkehard
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« Antwort #2 am: 29 September 2005, 21:44:27 »

Gab es da nicht einen Präsidenten in Old Amerika , der erst einmal auf / in den Atlas schauen musste , damit Er weiss , wo Europa liegt .. Huh

Und diese Person ist noch immer im Dienst ..
immernochdenKopfschüttel

hat sich also seit damals nicht viel getan , wie man sieht  ...
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Gruss Micha
Andre-As
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« Antwort #3 am: 29 September 2005, 21:49:22 »

Wenn die Zeitung am 24. Mai erschien, hätten die Journalisten aus Kentucky lauter Hellseher gewesen sein müssen, wenn sie schon an diesem Tag vom Verlust der Bismarck gewusst hätten. wink
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Scheer
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« Antwort #4 am: 29 September 2005, 21:52:26 »

Vielleicht eine Abendzeitung ?  huh:
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Mario
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« Antwort #5 am: 30 September 2005, 11:12:46 »

Zitat
Wenn die Zeitung am 24. Mai erschien, hätten die Journalisten aus Kentucky lauter Hellseher gewesen sein müssen, wenn sie schon an diesem Tag vom Verlust der Bismarck gewusst hätten

Mein Englisch ist zwar nicht das Beste, aber woher nimmst Du an, daß in dem besagtem Artikel schon vom Verlust der Bismarck gesprochen wurde Huh

@Scheer
So schnell war damals die Datenübertragung wohl noch nicht, als das diese Nachricht schon in einer "Provinzzeitung" erschienen wäre.
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Spee
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Garstiger Piratenpascha



« Antwort #6 am: 30 September 2005, 11:28:49 »

Servus,

zum Thema wer zuerst, dann bitte die Atlantik-Charta Punkt 6.
Nicht Japan, sondern Deutschland wurde als der gefährlichste Gegner betrachtet. Deshalb war ein Transfer in Richtung Großbritannien garnicht so abwegig. "Washington" wurde  ja dann auch zeitweise in die "Home-Fleet" integriert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Charta

Doch, 24.Mai ist auch ohne Hellseherei möglich.
Die Nachricht über die Versenkung ging von der britischen Admiralität an die Presse und von den britischen Agenturen via Seekabel in die USA. Nicht anderes als ein Anruf, in diesem Sinne.
Ach ja, die Zeitzonenverschiebung dabei nicht vergessen. Als "Hood" um ca. 6.00 Uhr morgens sank, war es in Ketucky so ca. 2.00 Uhr.
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Servus

Thomas

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Scheer
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« Antwort #7 am: 30 September 2005, 11:29:09 »

Wäre zu klären, wann die Nachricht vom Verlust der Hood öffentlich gemacht wurde.
Der Rest ist simpel. Kurzwellenradio war auch damals schon nahezu lichtschnell und erreichte auch die Provinz.  wink
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Mario
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« Antwort #8 am: 30 September 2005, 11:45:15 »

Aber die Informationswege waren damals viel langsamer. Bis die Nachricht von Verlust die Dienststellen durchlaufen hatte, dauerte es sicher schon einige Stunden, dann mußte erst noch entschieden werden, wann und wie die Geschichte veröffentlicht werden dürfte. Heute schicken Journalisten ihre Storys via Satellit in die Zentralen, damals dauerte dies weit länger.
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Spee
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« Antwort #9 am: 30 September 2005, 11:59:00 »

@Mario,

welche Dienststellen?
Meinst du, daß eine solche Nachricht den normalen Dienstweg geht?
Nee, von "Prince of Wales"/"Norfolk" direkt an die Admiralität/Churchill und die geben es frei oder nicht. Wenn die Nachricht an eine Agentur geht, geht's von der über den Ticker raus, weltweit. Fernschreiber waren damals schon reichlich im Gebrauch (bei Reuters z.B. seit 1927).
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Servus

Thomas

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« Antwort #10 am: 30 September 2005, 23:52:33 »

Zitat von: Mario
Zitat
Wenn die Zeitung am 24. Mai erschien, hätten die Journalisten aus Kentucky lauter Hellseher gewesen sein müssen, wenn sie schon an diesem Tag vom Verlust der Bismarck gewusst hätten

Mein Englisch ist zwar nicht das Beste, aber woher nimmst Du an, daß in dem besagtem Artikel schon vom Verlust der Bismarck gesprochen wurde Huh


Eben.
Das nehme nicht ich an, sondern Leutnant Werner; wie es scheint - ohne ersichtlichen Grund:

Zitat von: Leutnant Werner
Zitat

Scheint so, als haben die Leser und Journalisten in Kentucky zwei Dinge übersehen: []

2. Dass der Verlust der Bismarck für die Kriegsmarine viel schmerzlicher war als für die Briten der Verlust der angeschimmelten Hood...


Das stand eben nicht in zitierten Artikel
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harold
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« Antwort #11 am: 01 Oktober 2005, 00:54:46 »

Tetrapilatomie = die Kunst, ein Haar in vier Teile zu spalten....

Nee, ernsthaft: ich denke, die Briten gaben die Nachricht von der Versenkung der Hood so schnell wie möglich an die Öffentlichkeit.
Nix ist schlimmer, als wenn man zuerst "von der anderen Seite" von einer Niederlage erfährt.
Diktaturen wie D sind da eindeutig im Nachteil mit ihren "Frontbegradigungen" oder ähnlichen Euphemismen.
MfG
Harold

PS, @ Spee: mach doch mal nen schönen scan von diesen Artikeln und stell sie hier rein, bitte!
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Spee
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« Antwort #12 am: 01 Oktober 2005, 01:18:38 »

@Harold,

habe sie nicht mehr. Verschenkt, an einen guten Freund.
(->wahnsinniger Wikinger  Smiley   Das is nicht blöööd ! )
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Servus

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Sir Shenton Thomas
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