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Autor Thema: Extrem laut, welcher Schiffstyp?  (Gelesen 1039 mal)
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Tri
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« am: 05 Mai 2007, 16:34:15 »

Hallo zusammen,

jetzt habe ich auch mal eine Frage.

Irgendwie habe ich im Kopf das es einen deutschen Schiffstyp im II.WK gab der extrem Laut war. Ich meine es war ein größeres Schiff mit Dieselmotor, vielleicht die Schiffe der Deutschland Klasse?

Welche Schiffe waren das?
Wie wirkte sich das aus?
Was wurde dagegen unternommen?


Grüße
Tri
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Peter K.
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« Antwort #1 am: 05 Mai 2007, 16:37:11 »

DEUTSCHLAND selbst nach der Indienststellung, die von den Werftarbeitern daher DRÖHNLAND, manchmal auch wenig schmeichelhaft RUMMELPOTT genannt wurde.
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Tri
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« Antwort #2 am: 05 Mai 2007, 16:41:18 »

Hallo Peter,

danke schon mal soweit.

war das nur störend für die Mannschaft oder beeinträchtigte das auch die operativen Fähigkeiten des Schiffes.
Wurde das bei der Deutschland behoben, oder bekam die Mannschaft Wattebällchen für die Ohren.  huh


Grüße
Tri 
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« Antwort #3 am: 05 Mai 2007, 16:54:19 »

Zusammen mit dem anfänglichen Problem, daß die Abgase bei höheren Drehzahlen in die Leitungen zurückschlugen und damit die Maschinenräume nicht dauerhaft besetzt gehalten werden konnten, war die Lärmbelästigung schon ein gravierendes Problem! So war die bis dahin übliche Befehlsübermittlung mittels Bootsmannspfeifen und Laufsprecheranlage nicht mehr möglich und wurde gegen Boschhörner und Kehlkopfmikrophone ausgetauscht bzw. ergänzt.

Die Probleme bekam man im Laufe der Zeit mittels einer verbesserten schallgedämpften Abgasanlage weitgehend in den Griff!
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Teddy Suhren
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« Antwort #4 am: 05 Mai 2007, 16:55:29 »

Hai

Zitat
Wurde das bei der Deutschland behoben, oder bekam die Mannschaft Wattebällchen für die Ohren.

Im April/Mai 1937 wurden wohl Schalldämpfer in den Schornstein eingebaut.

edit: zu spät  grin
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Gruß
Jörg

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Tri
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« Antwort #5 am: 05 Mai 2007, 17:22:37 »

Hallo,

danke ihr beiden.  Matrose gruesst

Jetzt gleich noch eine Frage.

Wirkten sich die neuen Schalldämpfer auf die Leistung der Maschinenanlage aus?

Aus meinem Allgemeinwissen heraus meine ich das sich Änderungen an der Auspuffanlage bei 4-Takt Motoren nicht so stark in den Leistungsdaten niederschlagen wie bei 2-Takt Motoren. War der MAN Diesel ein 2-Takt oder ein 4-Takt Motor, John schreibt darüber soweit ich sehe leider nichts auf seiner Seite. Ich würde ja bei der Größe der Motoren auf 2-Takt tippen.

Grüße
Tri   

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Peter K.
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« Antwort #6 am: 05 Mai 2007, 17:38:01 »

... jep, zweifachwirkender Zweitakter mit 9 Zylindern, 420 mm Zylinderdurchmesser und 580 mm Kolbenhub!
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Tri
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« Antwort #7 am: 05 Mai 2007, 18:06:08 »

Hallo,

Zitat von: Peter K.
zweifachwirkender Zweitakter
Ohje, jetzt muß ich schon wieder fragen.  rolleyes

Was bedeutet zweifachwirkender Zweitakter?

Wurden die Motoren umgesteuert wenn das Schiff rückwärts laufen sollte, oder wurden dafür Getriebe eingesetzt?


Grüße
Tri
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Peter K.
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« Antwort #8 am: 05 Mai 2007, 19:57:44 »

... über Getriebe, genauer gesagt, Vulcan-Flüssigkeitsgetriebe, die wiederum eine Weiterentwicklung des Föttinger-Getriebes waren.

siehe auch hier: http://www.pi.tu-berlin.de/Foettinger/
und hier: http://www.pi.tu-berlin.d...er_foettinger/vortrag.pdf
« Letzte Änderung: 05 Mai 2007, 20:06:34 von Peter K. » Gespeichert

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Teddy Suhren
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« Antwort #9 am: 05 Mai 2007, 19:59:00 »

Hai

Ich versuchs mal zu erklären:
Bei normalen Motoren ist der Zylinder zum Kurbelgehäuse offen. Die Expansion der Gase findet über dem Kolben statt und treibt ihn nach unten.
Zweifach oder doppeltwirkend bedeutet, das der Zylinder zum Kurbelgehäuse geschlossen ist. Der Kolben bewegt sich folglich in einem abgedichteten Raum.
Die Zündung der Gase erfolgt in diesem Raum von oben und unten d.h über und unter dem Kolben.
alles klar?  grin
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Gruß
Jörg

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« Antwort #10 am: 05 Mai 2007, 20:02:30 »

... dazu warst jetzt du schneller, TEDDY!  wink
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Tyrsus
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AVARITIA INSIDIAQUE


« Antwort #11 am: 23 Juni 2007, 14:41:32 »

Die Getriebe waren nur ein Teil der sog. "Manöverschaltung" auf DE: Es wurde je ein Motorenraum pro Welle in Vorwärtslauf und einer im Rückwärtslauf betrieben und durch Füllung und Entleerung der (Vulcan-)Föttingerkupplungen (geht, wenn síe mit Öl betrieben werden) die Anlage in remarquabler Zeit von 1/2 Kraft voraus auf 1/2 rückwärts geschaltet.

Vereinfachte Föttinger- Transformatoren (und abgeleitete Patente wie z.B. Krupps Hydraulikkupplungen im Automatikgetriebe- da steuert auch ein Planetensatz um) funktionieren mittels eines flottierenden Leitrades (vor den abführenden "Schaufeln"), das ~geradplattige Speichen hat.

Der Drehsinn wäre nur mit einigem technischen Aufwand(anfällig und -v.A. bei DE problematisch- platzfressend) zu ändern, weswegen sich DE mit der Minimalistenlösung begnügte (man hatte ohnehin nicht das Problem schwächelnder Reversierturbinen)... 
Zumindest soweit ich das weiß - kann mich auch gerade zum Affen gemacht haben.

(Föttinger: Wasserfüllung, gab' schon auf "Von der Tann" / Vulcan: Hydrauliköl)
« Letzte Änderung: 23 Juni 2007, 15:49:32 von Tyrsus » Gespeichert

"Dummheit, du siegst - und ich muß untergeh'n. Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergeblich" Schiller, Jungfrau v. Orleans
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