Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Neue Abwrackwerften in Europa?.  (Gelesen 1374 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Albatros
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Beiträge: 6028

Deutschland


« am: 17 Juni 2007, 11:17:54 »




Tach auch.



Die EU will Prüfen in welchem Ausmaß Abwrackwerften in Europa aufgebaut werden müssen.



Hierzu ein interessanter Link:  http://ec.europa.eu/envir...s/pdf/com_2007_269_de.pdf



Dies ist vielleicht auch eine Chance in Deutschland einen solchen Standort zu schaffen an dem Schiffe Umweltgerecht entsorgt werden können.



Die Technik und die Fachkräfte wären glaube ich in ausreichendem Maße vorhanden.



Gruß Manfred Matrose gruesst
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TD
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Alter: 64

Name: Theodor Dorgeist

Ort: Telgte

Nordrhein-Westfalen


« Antwort #1 am: 17 Juni 2007, 15:03:53 »

Hallo Manfred,

nicht nur von diesen Gesichtspunkt und den hohen Schrottpreisen zu wünschen.

Zu jeden Pflichtbesuch in Ostfriesland bei meinen Schwiegerelten gehörte auch Sonntags zu Frühschoppenzeit eine
kleine Fahr zur Abwrackwerft in Leer.

Waren immer tolle Eindrücke und damals konnte man noch auf den Schiffe rum turnen mit den Kindern.

Gruß

Theo
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...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !
Albatros
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Beiträge: 6028

Deutschland


« Antwort #2 am: 17 Juni 2007, 17:34:08 »

Hallo Theo,

in Bremen gab/gibt es im Industriehafen einen Schrotthandel bei dem auch Schiffe abgewrackt wurden(Heute nur noch Schrotthandel)da wurden dann oft auch alte Schiffe mit Schrott beladen und gingen dann mit samt der Ladung in China in den Hochofen.Da haben wir dann manchmal diese Schiffe für ihre letzte Reise ausgerüstet.Habe bei der DDG Neptun gelernt die Reederei rüstete Ihre als auch fremde Schiffe mit Proviant und technischen Mitteln aus.
Bei einer dieser Ausrüstungen kamen wir auf einen Libertydamfer,dieses Erlebnis ist mir bis Heute in Erinnerung geblieben.Das Schiff hatte eine riesige Dampfmaschine war äußerst Spartanisch eingerichtet und verfügte nur über die notwendigsten technischen als auch nautischen Mittel.Die Besatzungen bekamen doppelte Heuer und ein Flugticket für den Rückflug,ich glaube sie waren drei Monate unterwegs mit einem Zwischenstopp zum Bunkern.

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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Wilfried
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Beiträge: 2330

Ort: Bremen

Bremen



« Antwort #3 am: 17 Juni 2007, 22:06:48 »

Moin Manfred,

sollte doch langsam Verstand in Brüssel einziehen? Ich erinnere mich an meine kritischen Anmerkungen, bezogen auf die Automobile ...  grin
Wie war das denn noch mit Arbeitsplätzen, Umweltschutz, Sekundärrohstoffverwertung ..?
Allein was diese Dampfer an Treiböl auf dem Weg an die Strände des Indik verbraten ...

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried

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... Tradition pflegen, bedeutet nicht, Asche aufzubewahren sondern Glut am Glühen zu halten ...

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Hamburg


« Antwort #4 am: 29 Juni 2007, 10:27:29 »

Hallo,

mir ist hier in Hamburg mindestens eine Abwrackwerft bekannt. Nicht SEHR groß, aber immerhin
Auf dem Bild der Eingangsbereich am Moorburger Elbdeich. Das Motiv war einfach zu ungewöhnlich.

Grüße

Jürgen


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ufo
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Name: Jens Uwe Sutter

Ort: Rhu, Scotland

Scotland


« Antwort #5 am: 29 Juni 2007, 11:29:36 »

Das is' mal 'n Firmenschild!
Schoen! Hat Stil.

Tja - was die Umweltfragen dabei betrifft.

Gar nicht so einfach!

Kleine Abwrack"betriebe" hat es hier einige. Da wird ein vergammelter Schlepper in ein aufgegebenes Hafenbecken gesetzt (das hat der Clyde genug von!) und solange von oben abgebrannt, bis der Rest schliesslich ganz von selbst untergeht. Man fragt sich manchmal ob die Sicherheits- und Umweltbestimmungen in Alang nicht vielleicht besser sind.

Andererseits muessen Betriebe rentabel sein. Mit wieviel Buerokratie aus Bruessel geht das? Die Umwelt gewinnt ja nicht wirklich was, wenn man einen Containerfrachter nach Indien schippert, ihn kleinschneided und dann den Stahl nach Europa holt. Klar - den Dreck im Sand, den Asbeststaub, all das sieht man dann natuerlich hier nicht. Aber Schiffe sind ja nun doch eines der globalsten Transportmittes, das wir haben. Da wirkt es noch verlogener Umweltprobleme kurz auf die Suedhalbkugel zu verlegen.

"Richtig" Abwracken kostet aber halt erstmal ganz schoen Geld und ein Betrieb, der das richtig kann, ist schon in gewissem Sinne eine Spezialwerft; die braucht Fachkraefte und gute Anlagen. Da ist dann halt die Frage, ob man da hinein investieren will.
Ich frage mich sehr was aus Bruessel kommen wird!

Verbote (die sind billig und werden dann doch irgendwie immer noch umgangen - am Lebensende aus dem EU Wirtschaftraum rausverkaufen, Frist abwarten und dann nach Indien)

Abwrackabgabe auf Schiffbau (dann entwickelt man eben nur noch bei Howaldt und baut in Fernost)

Oder Wirtschaftfoerderungen (Ausbauhilfen fuer Europaeische Abwrackwerften)

Tja - man darf gespannt sein.
Was sowas betrifft neige ich denn doch zum Pessimismus - Abgaben bringen Geld fuer mehr Verwaltung und Verbote sind ja sooo billig und populisisch ...

Ufo
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