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Autor Thema: Video und Bericht vom Schnellboot-Crash vor Libanon  (Gelesen 3699 mal)
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Big A
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« Antwort #30 am: 02 Juli 2007, 13:15:17 »

@redfive
Zitat
Und die schönen Kreuzerschornsteine auf unseren alten 103er sahen doch wirklich noch Schick aus oder??? 
Aussehen ist sicher Geschmacksache, aber die auf den Kmmern individuell zu regelnde Klimaanlage war auf unseren Dampfern (bis F 212 "Karlsruhe" gefahren) schon nicht schlecht! Creature comfort ist nicht zu verachten. Zugegeben, die alte F 120 ( ich war auf F 225 "Braunschweig") sah schon gut aus, das war's dann aber auch, mit euren heiligen Kühen konnten wir uns da nicht messen!
Zitat
Da die Schnellboote ja eh nach und nach den neuen Korvetten weichen sollten.
stimmt, das ist vorgesehen
aber über die (kaputten)  Boote ist noch nichts entschieden
Apropos Ostseerocker, habe  04 oder 05/1984 selbst gesehen, wie eine F 104 auf eine Scheibe schießt, etwas zu tief kommt, gerade noch die Nase hochkriegt und wie ein Stein mit dem Heck übers Wasser schleift, abfliegt und der Bremsschirm kommt herunter. Erster Gedanke war, der ist ausgestiegen, war aber wirklich nur der Bremsschirm, der Typ ist noch heil in Egegbek gelandet!
Merke, auch Jettis könenn Rocker sein!
Zisch... the sound of Freedom, sagt der Jetti.
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Sachsen


« Antwort #31 am: 02 Juli 2007, 15:43:43 »

Hallo alle miteinander

@Redfive
Ich glaube, ein Ausweichmanöver der "Gepard" nach Backbord hätte gar nichts gebracht. Schon während das " Frettchen" relativ unkontrolliert über die Heckwelle sprang, war der Drops gelutscht.
Durch das Schraubenwasser bekamen die, so meine ich, 2 Effekte zu spüren.

1. Die Ruderwirkung war durch das gequerte Schraubenwasser beeinträchtigt.

2. Bekamen sie noch einen zusätzlichen Impuls nach Steuerbord, als der Bug bereits die Heckwelle verlassen hatte und  sich der achtere Bereich des Rupfes ( besonders die Ruderanlage ) noch im " Schubstrahl " befand und seitlich angeströmt wurde. Der "Große" hat seinen Vortriebsimpuls sozusagen an dem "Kleinen" abgestützt.

Ich denke, das hat den Plan, hinter der "Gepard" zu kreuzen zunichte gemacht.

Hätte jetzt die " Gepard " noch hart Backbord gelegt, wäre deren Heck weiter nach Steuerbord gekommen, und es hätte noch mehr gekracht. Zumal dafür keine Zeit mehr war, um noch Wirkung zu zeigen.
Auch ein Schnellboot fährt nicht wie ein Auto und hat eine Massenträgheit bei Kursänderungen zu überwinden. Das bewirkt, das nach dem Ruderlegen eine Kursänderung ( je nach Verdrängung und Fahrzustand ) erst mit zeitlicher Verzögerung erfolgt.
D.h. erst dreht der Rumpf um seinen Massenschwerpunkt und danach erst erfolgt die eigentliche Kursänderung.
Sicher ist das bei großen Einheiten ausgeprägter, als bei solchen "kleinen" Fahrzeugen. Und es gibt auch Unterschiede zwischen Verdrängerfahrt und Gleitfahrt.
Trotzdem denke ich : der Crash war mit Passieren der Hecklinie des Großen nicht mehr zu verhindern.

Das entlastet allerdings den Kommandanten des "Frettchen" nicht sonderlich.
Es war einfach grob fahrlässig und unseemännisch. Manche Dinge tut man einfach nicht. So nicht

In diesem Sinne  Matrose gruesst

Jan
« Letzte Änderung: 02 Juli 2007, 16:30:59 von Sperr_UAW » Gespeichert
Redfive
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« Antwort #32 am: 03 Juli 2007, 00:56:41 »

@ Jan

Hört sich echt gut an deine Nachhilfe im Physikunterricht.  grin
Hab diese Manöver aber öfter gesehen und muß sagen das diese kleinen schnellen Boote auch noch im Heckwasser einer großen Einheit recht gute Manöver fahren können. Sicherlich hast du nicht ganz unrecht und irgendetwas muß an der ganzen Sache ja schief gelaufen sein. Aber Sone kleine Gepardklasse, wenn die AK legt und hart Backbord, dann ist die in null komma nix weg da. Und die Leute auf der Gepard haben das Manöver garantiert auch gesehen und hätten die Sache ja auch besser einschätzen können.
Klar, man sucht sich immer einen Sündenbock raus. In den Fall stimme ich ja auch zu das der Kommandant des Fretchen grob fahrlässig handelte. Aber mit ein bissel weitsicht der anderen, hätte man das ganze auch vermeiden können.   Jolle

@ Big A

Ok, komfort ist aber nicht alles. Klar, sone schöne Klimaanlage hat was. Hab ich auf der 124er Klasse auch kennenlernen dürfen. Aber dafür war die Kameradschaft auf unseren heiligen 3 Kühen echt Super. Zumindest kann ich das von der Heizerei der Mölders und der Lütjens behaupten. War danach für 2 Jahre auf der Sachsen und war froh da wider runter gekommen zu sein.

Ok, nen Düsie mit den Schwanz im Wasser hab ich auch noch nicht gesehen, ich hoffe du hast ein Foto gemacht  grin
Zisch und FlapFlap war echt gut  LachBrüll   den muß ich mir merken.  wink

LG
Sven
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Big A
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« Antwort #33 am: 04 Juli 2007, 08:20:46 »

Zitat
Ok, nen Düsie mit den Schwanz im Wasser hab ich auch noch nicht gesehen, ich hoffe du hast ein Foto gemacht 
Nee, leider nicht, war als WO-Schüler auf der Brücke und da war Kamera, zumindest bei dem Kdt damals ein nogo! cry
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« Antwort #34 am: 04 Juli 2007, 11:41:15 »

Zitat
Zisch und FlapFlap war echt gut 

Der ist auch ganz gut :

„Das Wasser rann mit Zasch und Zisch“ (Der Walfafisch)

Christian Morgenstern
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« Antwort #35 am: 28 November 2010, 18:51:59 »

Egal, was auf See passiert, ob technische oder nautische Havarie, es wird immer ein Havarieverfahren geben und der oder die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen. Und diese Verfahren sind immer gründlich und intensiv. es wird auch nichts vertuscht!
Jedenfalls plädiere ich dafür, bis zum Abschluß des Verfahrens nicht vorschnell zu urteilen

Gibt es denn nun nach 3 Jahren ein Ergebnis der Untersuchung das veröffentlicht werden kann?

 Matrose gruesst

Manfred
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