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Autor Thema: TT Nanny  (Gelesen 3401 mal)
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rosenow
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« am: 24 Juli 2007, 09:30:10 »

Ist die TT Nanny, ein 1978 gebaute Erdöltanker mit einer Breite von 79 Metern, heute immer noch das breiteste Schiff auf den 7 Meeren?
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Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
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« Antwort #1 am: 24 Juli 2007, 12:20:31 »

Inzwischen steht vermutlich in Shanghai ein Hochhaus mit Stahlrahmen aus "Nanny". undecided

Sie dampfte noch einige Zeit unter dem Namen "Sea World" umher und fand dann 2003 ihr Ende im ChangJiang Shipbreaking yard in China.
Ich glaube das Photo in der Mitte unten:
http://www.cjshipbr.com/
ist sie.

Damit ist meines wissens nach nach der "Batillus" Klasse mit "Nanny" nun der letzte gigantische Doppeschrauben Tanker von den Weltmeeren verschwunden. Die Ultra Large Crude Carrier (ULCC) aus den Siebzigern und Achzigern marschieren flugs ihrem Ende entgegen. Is' wohl auch besser so!

Wenn Du rausbekommen willst, wer jetzt der Groesste ist, lohnt ein Blick auf Auke Vissers spannenden Seiten. Da findest Du unter ULCC auch Photos von "Nanny" zu Hauf.
http://supertankers.topcities.com/id133.htm

Ja - schon das Ende einer Aera totaler Erdoelglaeubigkeit. Mal sehen wo wir drauf zu steuern. Hellespont hat sich ja vor einigen Jahren vier ULCC bauen lassen. Aber soweit ich weiss hat keine andere Reederei nachgezogen. Beeindruckende Ungeheuer!
Die einzigen menschlichen Bauwerke, die genug traege Masse haben, als dass man bei der Navigation die Corioliskraft mit beruecksichtigen muss! Die sind so schwer, die Erde dreht sich unter ihnen weg, wenn die beladen von Sued nach Nord fahren. Das ist schon faszinierend ... und etwas unheimlich.

Tja - sorry - keine "Nanny" mehr ...  cry

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rosenow
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« Antwort #2 am: 24 Juli 2007, 15:05:04 »

Danke! Das ist sehr Hilfreich! Matrose gruesst
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Michael


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« Antwort #3 am: 02 Juni 2008, 13:50:16 »

Scheint so als probiere man sich da mal wieder an Doppelschraubern im Erdoelgeschaeft.

Ein erheblicher Prozentsatz an Unfaellen im Rohoeltransport entfaellt auf Maschienenversagen. Zumindest in dem Punkt waren die Dampfer der Batillus Baureihe oder eben die Nanny schon gar nicht so abwegig.

Inzwischen hat Stena (den meisten wohl eher als Transporteur von Urlaubern und ihren Autos ein Begriff) sich wieder an das Konzept herangetraut.

Die Stena VMax VLCC (Very Large Crude Carrier) bringen es immerhin auf 70 Meter Breite (zugegeben immer noch neun Meter unter Nanny) bei 333 Metern Lange und rund 315.ooo tons.
Schon ganz beeindruckende Monster!

Ich denke eine treibende Kraft hinter diesem Design ist ein Wunsch nach groesserer Flexibilitaet. Die Dinger haben weniger Tiefgang als normale VLCC und koennen damit mehr Terminals in den Abnehmernationen anlaufen.

Hier:
http://www.arlingtontankers.com/VMax.pdf
hat es eine Broschuere vom derzeitigen Betreiber.

Darf man ja mal gespannt sein ob es irgendwann mehr von denen geben wird.

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« Antwort #4 am: 03 Juni 2008, 18:42:48 »

VLCCs und ULCCs sind übrigens der Alptraum aller U-Bootfahrer, da ihre schiere Masse das Motorengeräusch hervorragend dämmt und wenn sie aus ungünstigem Winkel auf ein auftauchendes Boot zusteuern dieses ganz schön ins schwitzen bringn können  (da bekommt alarmtauchen auch eine ganz andere Bedeutung).

Axel
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« Antwort #5 am: 05 Juni 2008, 01:47:15 »

Ein schönes 1:1250 Miniaturmodell der NANNY (Sextant Modell SX-85, Metallguss)

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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #6 am: 05 Juni 2008, 11:10:44 »

VLCCs und ULCCs sind übrigens der Alptraum aller U-Bootfahrer, da ihre schiere Masse das Motorengeräusch hervorragend dämmt und wenn sie aus ungünstigem Winkel auf ein auftauchendes Boot zusteuern dieses ganz schön ins schwitzen bringn können  (da bekommt alarmtauchen auch eine ganz andere Bedeutung).

Axel

Da sind dann ja Doppelschrauber vermutlich nochmal ein Stueck garstiger, weil die mit leichteren (leiseren) Maschienen und effektiveren, langsamer drehenden Schrauben (mit weniger Slip   wink) auskommen duerften.
Stealth-Tanker.  grin

Ist das eigentlich Teil der U-Bootfahrer Ausbildung zu lernen sich seine Unterwasserwelt zu erlauschen. Faehrt man mal vorsaetzlich in die Jade zum Tanker anhoeren oder lauscht dem Singsang des Elbefahrweges, oder muss man das gewissermassen on-the-go lernen, wenn ein Boot eben in ein Seegebiet entsandt wird wo Tankerverkehr herrscht?


@Ulrich

Schoenes Modell!
Ein beeindruckendes Schiff ist sie ja schon gewesen; soweiso eine faszinierende Zeit im Schiffbau damals! Ist ja schon schrill, wenn man sich anguckt wie unglaublich kurz die Dienstzeit einiger Schiffe aus der Batillus Reihe war. Atemberaubende Fehlinvestitionen. Da hat Nanny sich ja noch regelrecht gut gehalten - die duerfte ihre Baukosten rausgefahren haben.
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Ralf
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« Antwort #7 am: 05 Juni 2008, 12:20:06 »

"Seaman Gomont:"Vielleicht wird es von Überwassergeräuschen überlagert.Soll ich auf das SAPS gehen?" Jonesy:"Genau!Noch eine Woche und sie unterrichten Sonarwissenschaften in Westpoint! Genau wie Beethoven auf dem PC, haben Sie es geschafft etwas zu finden....Einen Wal Gomont, ein Wal. Ein Meerestier das vom Sonar wesentlich mehr Ahnung hat als Sie."

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« Antwort #8 am: 05 Juni 2008, 19:47:17 »

Zitat
Ist das eigentlich Teil der U-Bootfahrer Ausbildung zu lernen sich seine Unterwasserwelt zu erlauschen.

Aber ja, natürlich wird ein Teil der Crew (OpsOffz - also eher weniger die Techniker- und Sonarpersonal) ausgiebig ausgebildet, Geräusche zu analysieren, heutzutage natürlich mittels Bändern etc. bevor man auf die Praxis losgelassen wird...

Zitat
Faehrt man mal vorsaetzlich in die Jade zum Tanker anhoeren oder lauscht dem Singsang des Elbefahrweges

das wohl eher weniger, erst die Schulbank und dann viel Erfahrung.
der Kommandantenlehrgang ist übrigens einer der ganz wenigen Kurse, die man nicht wiederholen kann wenn man aus anderen als gesundheitlichen Gründen ausfällt

Axel
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