Mann, wat hab ich da losgetreten ! Na ja, gehört irgendwie zum Thema und zeigt, dass es mehr als eine Meinung gibt.
Ich verlasse jetzt das Feld der Ironie und Albernheit und ordne meine Gedanken zum Thema Namen von militärischen Einrichtungen und Fahrzeugen die sich im Besitz der BRD befinden.
Wenn ich so über die Jahrzehnte unsere Namensgebe - und Namensnehme -Politik betrachte, so ist auffällig, daß das ´´ politisch korrekte `` einen immer größeren Raum einnehmt und die Ängste etwas `` Falsches `` zu sagen immer tiefer in das Unterbewusstsein der Akteure eindringt. Das Ergebnis ist in unserem Fall eine schon ins lächerliche abgleitende Betrachtung der deutschen Geschichte. Das die BW ohne Tradition leben kann steht außer Frage. Da sie sich als Dienstleister versteht benötigt sie eine solche nicht. Auch der Zoll , die Polizei oder die Steuerfachbeamten des Bundes führen ihrer Tätigkeit ohne den Blick zurück aus.
Also kann die BW auf historische Namensgeber verzichten. Die Benennung von Schiffen nach Bundesländer, Landschaften oder Städten ist problemlos.
Damit wäre eigentlich alles gesagt, wenn , ja wenn wir nicht in Deutschland leben würden.
Der großartige Aperrat der Antifa und ihre gutmenschlichen Mitläufer sorgen aber dafür, das eine ständig Unruhe erzeugt wird. Da gibt es ( noch ) eine Hindenburg Allee in Hamburg, im politisch grünen Freiburg i.B. einen ganzen Stadtteil mit Straßennamen von WK1 Helden , oder Kasernen mit Namen von Soldaten des WK2 und WK1.
Und jetzt geht’s los. Bataillone unterbeschäftigter Zeitgeschichtler stürzen sich gierig auf das Thema, finden heraus das ein 17 jährige 1944 wohl der NSDAP beigetreten sind, oder ( bekannter Fall ) das ein TV Moderator als 16 jähriger 1944 ein Loblied auf den Führer verfasst hat. Die Hetzjagd geht los und obwohl nur 0,0324% der Wohnbevölkerung der BRD dies überhaupt zur Kenntnis nehmt, wird es zum Thema Nr.1 in den Medien. Was tut es da Wunder, das auch die Streitkräfte davon nicht unbehelligt blieben ( bleiben ) . Kasernen wurden umbenannt und dergleichen mehr
Was mich denn doch mit hämischer Freude erfüllt ist, dass dabei hirnlos drauflos geändert wird. Daher meine spöttische Frage an den Herrn Minister wie er es den mit Herrn Kinau hält.
Was zur Umbenennung von Anlagen mit Namen wie Mölders, Lettow Vorbeck usw. geführt hat, passt 100% auf den Finkenwärder Heimatdichter. Wäre die GF ein Betriebsstofftanker hieße er schon lange MÜHLEMBERGER LOCH. Die GF umzubenennen würde aber in der Welt viel Fragen und Hohngelächter auslösen. Also weg mit Lettow Vorbeck , Kinau bleibt.
Was soll ich anders als verächtlichen Spot ob solch Dummheit versprühten!
Wie halte ich es mit den Namen?
Ganz einfach. Ich sehe KAUM eine Schiffsnamen in der Vergangenheit, den ich nicht guten Gewissens auch heute noch für `` tragbar`` halten würde. Ganz deutlich: Dienst in der Wehrmacht ist für mich kein Ausschlußkreterium, sondern ausschließlich Straftaten und schwere Verfehlungen. 1933 für Hitler zu stimmen besagt überhaupt nichts. Ich hab z.B. durch Bodo Herzog die Biografien vierer deutscher Seeoffiziere und oder Marinebeamten jüdischer Abstammung erhalten, die 1933 die `` nationale Revolution `` zu mindest wohlwollend betrachtet haben, später ohne Widerspruch ihrer `` Kameraden`` rausgeworfen wurden. Alle erlebten die Mai 1945 nicht mehr.
Auch bei den Städtenamen hab ich keinerlei Probleme mit einer BRESLAU oder PILLAU zu leben. `` Das Ausland`` ebenso nicht. Durch meine polnische Schwiegertochter mit `` Wurzeln `` in Lemberg und Krakau und in Slave aufgewachsen ist mir Pommern in der Zwischenzeit zur 1 ½ Heimat geworden. Ich hab dort in den letzten 15 Jahren den Wandel in der historischen Betrachtung der dortigen Polen erlebt und sehe an meinen deutsch-polnischen Enkeln, das vieles von dem was manchen von uns Kopfschmerzen bereitet für diese Nach-Nach-Nachgeborenen nicht nachvollziehber ist. ( Das waren jetzt aber genug NACH )
Gruß
