4.Andere Möglichkeit
In meinem Fall bot sich erst mal eine Anfrage bei der WASt, der Deutschen Diensstelle
an. Das kann man online machen muß aber vom nächsten Angehörigen eine Vollmacht
haben die man per Fax rüberschicken kann. Eventuell werden dann schon einige Fragen über Standorte, Auszeichnungen usw. geklärt bzw. stehen diese Daten dann schon für weitere Rechergen zur Verfügung. In meinem Fall gab es nicht so viel, hätte mich bei
meinem Glück auch gewundert

Ich muß auch nicht extra erwähnen das hier Gebühren fällig werden, oder ?
Das hält sich aber im Rahmen.
5.Erneute Durchsicht
Ein wenig Lektüre ( 2 Bücher ) und ein Verwendungsschein von der WASt, oje, das war nicht
gerade viel. Ich entschloss mich dann die wenigen Feldpostbriefe die ich noch hatte zu begutachten. Das hätte ich man gleich machen sollen ! Hier tauchten dann die ersten Namem von Besatzungsmitglieder auf, unter anderem ein provisorischer Personalausweis eines Funker´s, der zu dem Zeitpunkt in Anklam gewohnt hatte.
Mal ganz einfach bei den Behörden dort angerufen, Problem geschildert, Gebühr bezahlt und schon hatte ich das Sterbejahr und den letzten Aufenthaltsort. Damit konnte ich schon mal was anfangen.
Dann ging es los. Meine Verwanten gefragt: „Sag mal sagt dir der Name xyz etwas“? , Oder schon mal was von dem Ort xxx gehört“?
In meinem Fall war es denn so, das sich meine Tante erinnern konnte das Besatzungsmitglied X auf Amrum und Besatzungsmitglied Y in Blankenese gewohnt hatte. Was konnte ich als erstes machen, mit wenig Aufwand ? Ganz einfach : Kennt Ihr
„Klick tel“ ? Das Telefonbuch auf CD. Im Falle des Funkers habe ich einfach mal nachgesehen ob der Name in dem Ort auftaucht. Natürlich, und gleich mehrere mal,
wie konnte es auch anders sein ?

Oft stehen da auch die Vornamen dabei, da kann man schon mal eine kleine Vorsortierung treffen, denn häufig vergebene Namen waren um 1915 eben nicht
solche wie: Florian, Jörg oder Ali. Ok der letzte war ein Scherz J
Nein damals waren es Hans, Günther oder Willhelm usw. Dann einfach mal angerufen, ein wenig Ausdauer gehört dazu und höflich nachgefragt : Ich bin auf der Suche nach Herrn X , könnten Sie mir da weiterhelfen ? oder so ähnlich. Daran denken, der Ton macht die Musik Ich bin damit bis jetzt immer gut gefahren, konnte ich auf diese Weise doch Kontakt zu drei Familien von Besatzungsangehörigen herstellen. Das persönliche vorstellen wurde übrigens immer mit Scans von Unterlagen und Fotos belohnt. Mit den Leuten reden bringt mehr als schreiben. Vielleicht liegt es auch an meinem Charme? J
6.Das Forum
Ja, ja das Forum hier, viele nette Menschen, manch Einer schießt auch mal über´s
Ziel hinaus, das wird geregelt J , auch wenn ich natürlich nicht bei allen Themen mithalten kann so fühle ich mich hier doch gut aufgehoben. Einige Leute konnte
ich sogar in Echtzeit treffen J
Da muß ich Wilfried recht geben: „Wenn Marine dein Ding ist“ bist du hier richtig !
Kontakt per E-Mail und Telefon mit einigen Usern hier ist hergestellt. Mein Dank gilt
insbesondere Theo ( TD ) der mir unermüdlich Neuigkeiten zu meinem Themengebiet mailt und durch dessen Informationen ich schon Einiges zusammentragen konnte, sowie
„schiffbauer“, „Wilfried“, „Peter K“ „Leviathan“, „Hans Jehee“ und „Langensiepen“ um mal einige zu nennen.
Wen ich auf jeden Fall erwähnen möchte ist Herr Voigt und Herr Mrva, die gehören zwar nicht dem Forum an aber Ihre Hilfe war unentbehrlich!
7.Das Ziel
Nun stellt sich bei einigen vielleicht die Frage, was will Chrischnix uns mitteilen ?
Ich möchte nur mal darauf aufmerksam machen wohin die Rechergen so führen können und vielleicht auch „Neulingen“ Mut machen einfach mal anzufangen, sich nicht scheuen Fragen zu stellen und am Ball zu bleiben. Wenn du einmal von dem Virus „Recherge“ befallen bist, ab und an mal einen Treffer landest, der dich weiterbringt, sich das
Aha-Erlebniss einstellt, dann hört man nicht so mir nichts dir nichts auf. Auch wenn
es lange dauert, bei mir nur zum Boot meines Großvaters sind es schon 4 Jahre,
nicht aufgeben ! Der Lohn sind allemal sehr gute Kontakte mit Gleichgesinten
Mittlerweile suche ich noch was über meinen Ur-Ur Großvater der 3 Jahre bei der
Kaiserlichen Marine war, beim Boxeraufstand in China dabei war, dessen Fischkutter von der Marine konfesziert wurde und der zum Schluss selber einen ehemaligen KFK gefahren hat. Es gibt genug zu tun.
Und erst jetzt liegt der erste Besuch bei uns im Stadtarchiv und dann im Staatsarchiv in Wandsbek an.
Ende Teil 1.
Grüße:
Chrischnix