delcyros
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« Antwort #15 am: 25 Februar 2008, 21:17:41 » |
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warum "pendelst" du zwischen Ar 196 und großen 2 mot Bomber, ich habe ja ausdrücklich das Wort "Größenordnung" gebraucht. Dazwischen liegt eine große Anzahl an ein mot. Flugzeugen welche in den Dreißiger solche Lasten tragen konnten, Swordfish ist wohl das "banalste" Beispiel. Problem bei Latecoére und auch Ju 87 beim Katapultstart war ihre hohe FlügelflächenBelastung welche hohe Startgeschwindigkeit forderte, die in den 30 er üblichen Doppeldecker sahen da besser aus. Ei, ich pendle da gar nicht so sehr  . Dass weder die genannten Muster (noch auch der Stringbag, von dem gabs ja auch ne Schwimmerversion) damals mit Zulasten in den angedachten Größenordnungen katapultierbar waren, das ist der Punkt. Stell dir vor, du seist Entwicklungsbeauftragter für dein angedachtes "seaplane"-Muster, so um 1928 herum (da geht nix). Gut, drei Jahre später hast du dann n untermotorisierten Prototyp He 50 (das ist aber auch nicht das, was du brauchst). Weitere 3 Jahre später dann ne He 60, die kann man katapultieren (nur Zulasten trägt die nicht) - wir schreiben inzwischen 1934. Über die He 70 als hypothetische Schwimmerversion könnte man vielleicht diskutieren... die gäbs dann eventuell 1936. (...)  Harold Im uns interessierenden Zeitfenster gibt es tatsächlich Konstruktionen von Schwimmerflugzeugen, welche über Fähigkeiten verfügen, die sie für ein Seeflugzeugträger qualifizieren. Beginnen wir mit der Dornier D: http://histaviation.com/Dornier_Do_D.htmlDie Dornier-D ist ein dreisitziges, einmotoriges Wasseflugzeug von etwa 3.9 to. Abfluggewicht mit der Möglichkeit der Nutzlastbeförderung. Diese Nutzlast konnte im militärischen Rahmen ein Torpedo darstellen. Das Design setzt eine Entwicklung der zivilen Dornier T fort und entstammt noch der 20´er Jahre. Obwohl die Flugleistungen als durchaus anspruchsvoll zu bezeichnen sind -zumal für ihre Zeit- stellt dieses Modell für uns nur eine Orientierung dar. Do-C2: http://histaviation.com/Dornier_C_2.htmlDie Do-C2 kann bei entsprechender Weiterentwicklung als geeigneter Aufklärer gelten. Keine Nutzlastoption. Die Konstruktion stammt aus dem Jahre 1931. Do-22: http://www.warbirdsresourcegroup.org/LRG/do22.htmlDer Kandidat, der passt. Mit der Entwicklung wurde 1934 begonnen, der erste Prototyp flog 1935. In der Grundauslegung der Do-D nicht unähnlich aber mit den Erfahrungen der Do-C konstruiert. Dreisitziges, einmotoriges und katapultierbares Wasserflugzeug mit militärischer Nutzlastoption (Wasserbomben, Bomben, oder Torpedo) und ausgezeichneten Flugleistungen (REICHWEITE! GESCHWINDIGKEIT!). Das Gewicht der vollausgerüsteten Schwimmervariante beträgt 4.0 - 4.1 t. Von der Perspektive der Luftfahrtindustrie scheint es nicht ausgeschlossen, einen leichten Seeflugzeug-tragenden Handelskreuzer zu untersuchen. Auf Basis der Do-D könnte auch ein Alternativentwurf zum 10.000t. Linienschiff-Ersatzbau betrachtet werden. Die Grundvoraussetzungen wären eine Aufteilung in Bug (Armierung 6 x 15cmL60 in 2 Drillingen?) und Seeflugzeugbereich im Heck mit zwei langen Katapulten (idealerweise mit Startrichtung querab voraus), Bergegeschirr, Hangareinrichtung u.s.w. dimensioniert für 12 Maschienen + 2 Ersatz von ca. 4 to. Abflugmasse und den Abmessungen: L:13.2m; Spw: 16.2m; H:4.9m. Abfluggeschwindigkeit beträgt 100 Km/h vollausgerüstet. Reichweite soll optimal, Geschwindigkeit kann auf etwa Pzschff. Niveau bleiben. Zweck: Handelsstörer, bewaffnete Aufklärung, Unterstützung im Küstenbereich, schneller, militärischer Transport (auch Minenlegen in Fremdverwendung wenn die Seeflugzeuge von Bord gegeben sind). Ziel: Durch die Washingtoner Verträge sind die Signaturstaaten bis auf weiteres an feste Formen von Einheiten gebunden. Das Konstruktionsbüro stellte schon mit den Panzerschiffen fest, dass Konstruktionen, die sich außerhalb dieser Normen bewegen, kurzfristig überproportional die Fähigkeiten der eigenen Flotte verbessern. Beste Grüße, delc
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« Letzte Änderung: 25 Februar 2008, 21:36:14 von delcyros »
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harold
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« Antwort #16 am: 25 Februar 2008, 23:10:57 » |
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Servus Delcyros, & welcome aboard; danke für die verlinkten Informationen! Jaaa... sehr schöne, und auch sehr ausgereifte Entwürfe vom Bodensee für die damalige Zeit. Aber - katapultierbar mit voller Außenlast? In meinen Unterlagen nichts drüber gefunden!-
Die Entwurfsmöglichkeit, so was wie eine deutsche "Gotland" hinzubekommen : generell ginge so was ja auch schon auf der Basis der K-Kreuzer (Artillerie achtern, jedoch weit vorlicher Bestreichungswinkel) und mit einem langen starr eingebauten Katapult auf der Back. Natürlich für weniger als deine angedachten 12 Maschinen (etwa 8 wären bei dieser Größe realistisch).
Ciao, Harold
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande." Leonhard Euler
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delcyros
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« Antwort #17 am: 26 Februar 2008, 12:51:10 » |
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Servus Delcyros, & welcome aboard; danke für die verlinkten Informationen! Jaaa... sehr schöne, und auch sehr ausgereifte Entwürfe vom Bodensee für die damalige Zeit. Aber - katapultierbar mit voller Außenlast? In meinen Unterlagen nichts drüber gefunden!-
Die Entwurfsmöglichkeit, so was wie eine deutsche "Gotland" hinzubekommen : generell ginge so was ja auch schon auf der Basis der K-Kreuzer (Artillerie achtern, jedoch weit vorlicher Bestreichungswinkel) und mit einem langen starr eingebauten Katapult auf der Back. Natürlich für weniger als deine angedachten 12 Maschinen (etwa 8 wären bei dieser Größe realistisch).
Ciao, Harold
Hab Dank Harold. Die Anforderungen der niederländischen Mariene für die Do-22W setzen volle Katapultierbarkeit bei Nutzlasten bis 250 Kg (Bomben, WaBo´s) voraus. Der 53,3cm Torpedo sollte aber (!) im Schwimmerstart aufgenommen werden. Die mitnahme eines 45cm Torpedo im katapultstart war möglich bei Überlastbedingungen (Vgl. Baubeschreibung Dornier 22 mit Schwimmer, Ausgabe 1938). Das hört sich in jedem Falle äußerst vielversprechend an, zudem das Flugwerk auch einiges an Modifikationen verträgt (Ersatz des HS 12 durch DB-601 wurde erwogen aber nicht realisiert). Ich habe irgendwo noch ein Bild wo die Do-D von der Lufthansa im Postdienst auf einem Katapult sitzt. Die übliche Postnutzlast (intern) betrug 400 Kg. Dornier baute seine Flugzeuge vergleichsweise (HEINKEL!) robust. Nach meinem Dafürhalten -und ich kann mich irren- bieten diese Modelle ein sinnvolles Ausgangsmuster für einen Fliegerkreuzer. Die Do-D ist eigentlich für diesen Zweck schon ausreichend. Ein moderneres Tragwerk mit uneingesengtem Profil und Hochauftriebshilfen (Landeklappen, slots), ein stärkerer Motor und zellenseitige Verstärungen der Aufhängepunkte, bzw. eine interne Mitnahme der Abwurflast würden das Muster Anfang der 30´er Jahre zum effizientestem Seeflugzeug machen. Die Do-22W paßt eigentlich perfekt und ich habe mich immer gewundert warum eine Radversion dieser Maschiene nie für die GZ in Erwägung gezogen wurde, nicht nur Leistungsmäßig würde sie Fi-167 und Ju-87 auf die Plätze verweisen. Die Konstruktion war bereits erprobt. Als Fliegerkreuzer habe ich eigentlich mehr in eine etwas größere Größenordnung gedacht: so um die 8.000 - 11.000t. std. Die Gotland maß ja kaum halb so viel Deplacement und konnte bereits 8 Seeflugzeuge und 6 x 6" tragen. Die K-Kreuzer sind etwas problematisch, sie verfügen nicht über die nötige Schiffsbreite zur Aufnahme der Hangars und ihre Seefestigkeit kann doch eher als suboptimal bezeichent werden. Die Konstruktion von Fliegerkreuzern würde sich auch auf Erfahrungen der Umbauten aus dem 1. WK stützen können (SF-1, ex Answald; SF 11, ex Santa Elena; CL-Stuttgart; SF-111, ex Oswald; AC-Roon). 6 x 15cm, 12-16 x 8,8cm/76, dazu leichte Flak, TR oder Mienen und 12+2 Maschienen bei sinnvoller Panzerung und adaequater Geschwindigkeit stellen eine sinnvolle taktische Zusammensetzung dar. 12 Seeflugzeuge bilden eine Seestaffel (=2 Schwärme a je 3 Rotten). Wer diese Zahlenordnung für Angriffe auf Dickschiffe zu gering hält mag recht haben, doch sollte man nicht vergessen, dass Bismarck von eben dieser Größenordnung angegriffen wurde... Außerdem ist diese taktische Verwendung nur eine Notmaßnahme. Man stelle sich solche Fliegerkreuzer als Landungsunterstützung im Küstenbereich vor (wahlweise 1939/40 in Nord- und Ostsee oder dann wieder 1945 in der Ostsee) oder als Unterstützungseinheiten von Raider im atlantischen Zufuhrkrieg (Aufklärung, Angriff auf Einzelfahrer, Einnebeln eigener Einheiten, Feuerunterstützung u.s.w.) beste Grüße, delc
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Kosmos
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« Antwort #18 am: 27 Februar 2008, 01:42:33 » |
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ich dachte an eine Vebrindung mit Panzerschiff, die sind groß und breit genug und haben eben die nötige Autonomie. die Flieger würden die Effektivität dieses an sich schon erfolgreichen Raiders nochmals gewaltig steigern:
- erhöhte Aufklärungsreichweite - Möglichkeit schlachtschiffgeschützte Konvois anzugreifen, für Schlachtschiffe selbst wären 8-12 Flieger zu wenig aber gegen langsame und kaum geschützten Frachter wären sie effektiv, auch nur mit Bomben - realisiert man tatsächlich Flieger mit Lufttorpedos dann sind auch 8-12 Maschinen grundsätzlich auch Kriegsschiffe gefährlich. Eine gewisse Chance dem sich nähernden Feind 1 bis 2 Torpedos reinzujagen bestünde so immer.
Überhaupt sehr interessant für Kreuzerkrieg, auch für Jagd auf gegnerische Raider, auch auf U-Boote. Ähnliche Fähigkeitserweiterungen für Leichte Kreuzer waren auch in USA im Gespräch.
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delcyros
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« Antwort #19 am: 28 Februar 2008, 15:54:19 » |
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ich dachte an eine Vebrindung mit Panzerschiff, die sind groß und breit genug und haben eben die nötige Autonomie. die Flieger würden die Effektivität dieses an sich schon erfolgreichen Raiders nochmals gewaltig steigern:
- erhöhte Aufklärungsreichweite - Möglichkeit schlachtschiffgeschützte Konvois anzugreifen, für Schlachtschiffe selbst wären 8-12 Flieger zu wenig aber gegen langsame und kaum geschützten Frachter wären sie effektiv, auch nur mit Bomben - realisiert man tatsächlich Flieger mit Lufttorpedos dann sind auch 8-12 Maschinen grundsätzlich auch Kriegsschiffe gefährlich. Eine gewisse Chance dem sich nähernden Feind 1 bis 2 Torpedos reinzujagen bestünde so immer.
Überhaupt sehr interessant für Kreuzerkrieg, auch für Jagd auf gegnerische Raider, auch auf U-Boote. Ähnliche Fähigkeitserweiterungen für Leichte Kreuzer waren auch in USA im Gespräch.
Das waren meine ursprünglichen Gedanken auch. Inzwischen bin ich aber von Harolds Ansatz fasziniert: (...) auf der Basis der K-Kreuzer (Artillerie achtern, jedoch weit vorlicher Bestreichungswinkel) und mit einem langen starr eingebauten Katapult auf der Back. Dem Vorwurf des zu großen Denkens bei diesen Schiffen kann man nämlich in der Tat leicht erliegen. So gibt es einen ganz gewichtigen Grund der für solch eine Konstruktion spricht: Bei der Annahme der Fertigstellung und Indienststellung des Trägers Graf Zeppelin fällt auf, das marineseitig der Träger nur in der Ostsee und / oder im küstennahen norwegischen Gewässern eingesetzt werden kann. Das Konzept eines solchen Trägers OHNE BEGLEITFAHRZEUGE ist Illusion. Eine der häufigsten Unfallursachen beim Betrieb von Träger sind Start- und Landeunfälle (zu kurz - zu weit) der Trägerflugzeuge. Üblicherweise wird der Träger bei diesen Operationen mit hohen Fahrtstufen betrieben um die Relativgeschwindigkeiten (Flugzeug - Flugdeck) möglichst gering zu halten. Wassert ein Bordflugzeug und steigt der Pilot aus muß ein Begleitfahrzeug diesen Piloten retten - und damit zur Unglücksstelle eilen, stoppen, Rettungsmaßnahmen einleiten und den betroffenen Pilot versorgen / zurücküberstellen. Der 30.000t. Träger mit 30 + Kts wird für diese Aktion weder stoppen noch Notwenden einleiten, dass kann er auch nicht leisten. Begleitfahrzeuge dieser Art sind aber aufgrund der beschränkten Reichweite und Seefestigkeit nur im Küstenbereich einsetzbar. Ein Einsatz der GZ im atlantischen Zufuhrkrieg und / oder zur Unterstützung schwere Einheiten im selben kommt aber ohne diese "Hilfseinheiten" nicht in Betracht. Die schw. Kreuzer und Panzerschiffe, die über genug Seedauer und -fähigkeit verfügen, sind für diese Aufgabe eigentlich schon überdimensioniert.  Es bleibt also die Konstruktion eines Hilfsfahrzeuges mit entsprechender Seefähigkeit & Ausdauer, ein Mindestmaß an Bewaffnung (15cm L60?) um Zerstörer & leichte Kreuzer zu beschäftigen, im Einzelfall auch gegen Einzefahrer angesetzt zu werden und schließlich mit Hangarkapazität für Seeflugzeuge um den Träger in der Aufklärung u. UAW zu attestieren (zumal die Do-22W eine extreme Reichweite und Flugdauer besitzt) dass aber letztlich klein genug ist um für die Aufgabe des Stoppens & Bergens noch in Betracht zu kommen: Max. 8.000t., besser gegen 6.000t. Aber schafft man 6 x 15cmL60, 8 x 10,5cmL65 (oder 8.8cmL76), leichte Flak, Hangarkapazität für 6 Do-22W, ca. 6000nm bei 16 Kts und max. 32 Kts bei 6.000-8.000t. zu vereinen, ohne in Seefähigkeit Abstriche zu machen?
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Huszar
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« Antwort #20 am: 28 Februar 2008, 17:16:56 » |
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Aber schafft man 6 x 15cmL60, 8 x 10,5cmL65 (oder 8.8cmL76), leichte Flak, Hangarkapazität für 6 Do-22W, ca. 6000nm bei 16 Kts und max. 32 Kts bei 6.000-8.000t. zu vereinen, ohne in Seefähigkeit Abstriche zu machen? nö, schafft man nicht. Verstehe ich es aber richtig? Mitte/Ende der 30er ein Schiff für Kampf-Wasserflugzeuge bauen? @Kosmos: die Flieger würden die Effektivität dieses an sich schon erfolgreichen Raiders nochmals gewaltig steigern:
und wo würdest du die Flieger unterbringen? Unbedingt viel Platz war da nicht, es sei denn, Turm B wird über Bord geschmissen - und schon ist die Kapfkraft um etwa 50% kleiner  mfg alex
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harold
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« Antwort #21 am: 28 Februar 2008, 20:26:28 » |
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...aaaber Alex! tust du bitte nich' an der Flasche reiben, sonst kommt wieder mal der Geist heraus, ja?? Also, die wiener Werkstätte (Martin & me) hat in den letzten zwei Stunden a bissele an der Leipzig herumgedocktort, ihr die achteren Türme jeseits à la K-Kreuzer versetzt, "Anton" ausgebaut, den kompletten Brückenblock nach hinten geschoben (so, dass die vorderen Kesselräume noch nicht durch die Zentralen angeschnitten werden). Vorne wurde ein Start-Vorbereitungs-Deck aufgebaut, mit 22m-Katapult, dahinter Montageplatz, und Aufzug. Unter diesem Deck (auch jeseits der Brückenunterbauten und der Rauchgasführungen) Platz für 6 Maschinen in der von Delcyros angedachten Größe; dahinter ein Verschubdeck (?? 2 weitere Maschinen) sowie (asymmetrisch angeordnet) zwei Kräne.  Die Parameter für die K-Klasse könnte man durchgängig übernehmen (Fahrstrecke, Geschwindigkeit, Tonnage...), obwohl ein Dieselantrieb natürlich feiner wäre. Vorstellbar allerdings nur, wenn wir den Bordfliegerparagraphen des Versailler Vertrages eher generös auslegen ... ab ca 34 auch kein Problem mehr.  Tyrsus / Harold / wiener Spinnereiwerckstatt
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delcyros
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« Antwort #22 am: 28 Februar 2008, 21:22:59 » |
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Aber schafft man 6 x 15cmL60, 8 x 10,5cmL65 (oder 8.8cmL76), leichte Flak, Hangarkapazität für 6 Do-22W, ca. 6000nm bei 16 Kts und max. 32 Kts bei 6.000-8.000t. zu vereinen, ohne in Seefähigkeit Abstriche zu machen? nö, schafft man nicht. Verstehe ich es aber richtig? Mitte/Ende der 30er ein Schiff für Kampf-Wasserflugzeuge bauen? mfg alex Die Konstruktion sollte eher Ende der 20´er (Auf Basis der Do-D, später auf Basis einer Weiterntwicklung, die der Do-22 leistungsmäßig entspricht) bzw. Anfang der 30´er erfolgen (mit dem Ziel der Kiellegung 1934 - spätestens 1936). Ich denke die kaiserliche Marine hatte gute Erfahrungen mit Wasserflugzeugen gemacht, das fliegerische Personal (mit Erfahrung!) kann von den zivilen Wasserflugzeugen der 20´er & 30´er rekrutiert werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Lufthansa Erfahrungen im Betrieb mit solchen Schiffen (transatlantischer Postverkehr). Bitte beachte, dass die Do-D / Do-22W leistungsmäßig den zeitgleichen Konstruktionen von Trägerkampfflugzeugen z.T. deutlich überlegen ist (verzeiht mir die Verwendung von Wikipedia an dieser Stelle): Do-D 1926 - 31 (195 Km/h / 1000KM) vs: http://en.wikipedia.org/wiki/Blackburn_Riponhttp://en.wikipedia.org/wiki/Blackburn_Baffinerst die Blackburn Shark (Erstflug 1933, Service mitte der 30´er) übertrifft die Leistungen der Do-D. Die Sowrdfish erweist sich in etwa als gleichwertig (kleinere Reichweite, höhere Geschwindigkeit) http://en.wikipedia.org/wiki/Fairey_SwordfishAuch ein Vergleich von Trägertorpedobombern mit der Do-22W (Geschwindigkeit 350 Km/h, Einsatzreichweite 1.500 Km (max.= 2.300 Km), Erstflug 1935 fällt nicht sehr negativ für letztere aus: http://en.wikipedia.org/wiki/TBD_Devastatordie optisch modernere aber gleichzeitige TBD-1 (Erstflug 1935) is um ein geringes langsamer und hat nur etwa die halbe Einsatzreichweite die zwei Jahre jüngere B5N (Erstflug 1937) ist etwas schneller (367 Km/h) und hat eine größere Reichweite. http://en.wikipedia.org/wiki/Nakajima_B5NJa selbst die fünf Jahre jüngere (Erstflug 1940) Fairy Barracuda ist minimal langsamer (340 Km/h) & hat deutlich weniger Reichweite (!) http://en.wikipedia.org/wiki/Fairey_BarracudaErst die TBF/M Avenger (Erstflug 1941) weist einen substanziellen Leistungsvorsprung gegenüber der Do-22W auf: http://en.wikipedia.org/wiki/Grumman_TBF_AvengerDanke Harold für den wirklich gelungenen Leipzig-Umbau. Meine Frage dazu ist mit welchen Gewichten rechnet ihr für Hangars, Katapulte und Bordkräne in der Größenordnung? Ein festinstalliertes 22m ist ausgesprochen nützlch. Bei einer Abhebegeschwindigkeit von 100 Km/h vollausgerüstet (=MTOW 3.7to. -also ohne Torpedo) bedeutet das, dass das Katapult nur um etwa 70 Stundenkilometer beschleunigen muß (den Rest bringt die Eigengeschwindigkeit, ca. 40 km/h (=21.6 Kt), bei Gegenwindkomponente noch weniger:-D). Eine Sache wurmt mich noch: Wenn man eine einzige Do-26 oder Do-18 (nicht im Hangar, oder als Bestandteil der Ausstattung, da die Spannweite 30m bzw. 26m beträgt) versorgen könnte, dann bräuchte Scheer nicht auf Blockadebrecher zu warten um an die bestellten Quarze ranzukommen. Do-18/24/26 gelten als Eigenstartfähig in der Hochsee... 
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Peter K.
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« Antwort #23 am: 28 Februar 2008, 23:02:39 » |
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Die Anforderungen der niederländischen Mariene für die Do-22W setzen volle Katapultierbarkeit bei Nutzlasten bis 250 Kg (Bomben, WaBo´s) voraus. Der 53,3cm Torpedo sollte aber (!) im Schwimmerstart aufgenommen werden. Die mitnahme eines 45cm Torpedo im katapultstart war möglich bei Überlastbedingungen (Vgl. Baubeschreibung Dornier 22 mit Schwimmer, Ausgabe 1938). Mich würde ´mal interessieren, wo diese "Anforderungen der niederländischen Marine" und die "Baubeschreibung Do22" einsehbar sind? Das klingt denn tatsächlich sehr interessant! Im Nachdruck der Originalausgabe des Flugzeug-Typenbuches von 1939/40 wird die Schwimmerversion mit folgenden Eckdaten gelistet: 1 x 875 PS BMW 132 (!) 16,20 m Spannweite 13,12 m Länge 4,83 m Höhe 990 l Kraftstoff Rüstgewicht 2.850 kg Zuladung 850 kg normal, 1.250 kg maximal Fluggewicht 3.700 kg normal, 4.100 kg maximal Flugweite 2.000 km Flugdauer 6,4 Std. Geschwindigkeit 350 km/ maximal, 310 km/h Marsch, 85 km/h Lande Dienstgipfelhöhe 8.500 m Steigzeit 3 min. auf 1.000 m, 14 min. auf 5.000 m Besatzung 3 Mann In der Dornier-Chronik (ISBN 3-925505-01-6) werden der Maschine allerdings nur folgende Parameter zugestanden: Geschwindigkeit 320 km/h maximal Reichweite mit 300 kg Bombenzuladung 680 km Reichweite als Fernaufklärer 950 km Und was ich noch zu bedenken geben möchte: Bei 16,2 m Spannweite sind klappbare Tragflächen für eine Bordverwendung unbedingt erforderlich! Die Tatsache, dass bei diesem abgestrebten Hochdecker ein Teil der Kraftstoffzusatzbehälter in den Tragflächen untergebracht waren, könnte dies erschweren!
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harold
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« Antwort #24 am: 28 Februar 2008, 23:47:40 » |
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Während die Herren Flugzeugs-dingsda-Inscheeniöhre fleißig beim Entwerfen sind, hat die wiener Werckstatt wieder am Leipziger Allerlei gerührt, und Folgendes gemixt:  blau ... die Hangarbegrenzungen und Verschubschienen unter Deck (kompletter Kreislauf, redundant) rot ... Linienriss wie gehabt, und Verschubschienen auf Deck (achtern bei den Kränen, vorne auf dem Katapultdeck) grau ... Silhouetten von "was-immer-da-fliegt", mit ca 11 m L und 16 m Spw, H ~ 4.5 m => unter Deck gehn sich 8 aus. Stellplätze auf dem Katapultdeck für zwei montierte Maschinen und eine auf dem Katapult selbst; ebenso für drei Maschinen auf dem Verschubdeck mittschiffs. Gewichtsfragen: - der vordere Drillingsturm fällt weg = ca 45 t weniger - Gefechtsmast und Brückenhaus etwas verkleinert = ca 12.5 t weniger - Wegfall der T-Rohre kompensiert durch T & Bomben-Magazin für Maschinen - Katapult sowie einer der beiden Kräne = gewichtsneutral - 6 weitere Maschinen à 3.7 t = 21.5 t mehr - Betriebsstoffe und Werkstatt = 12 t - Aufstockung der Back (Oberdeck zT einfach höher gesetzt) = etwa 30 t mehr - zusätzlicher Kran = 2,5 t mehr. Der Massenschwerpunkt kommt ein wenig tiefer und weiter nach achtern, dh. sie bleibt vorne eher trockener.
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harold
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« Antwort #25 am: 29 Februar 2008, 04:24:22 » |
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...und ausgesehen haben könnte das dann so:  (wegen der nicht-ganz-Leipzig-Form provisorsich auf "Schkeuditz" getauft)  das Konstruktionsteam, zu später Stund' (gäääähn!)
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Huszar
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« Antwort #26 am: 29 Februar 2008, 09:06:47 » |
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Moin, Moin,
Bedenkt bitte, dass die Do 22 keine Klappflügel hatte, und bei dem Aufbau würde das auch ziemlich schwer zu bewerkstelligen sein (Verstrebungen!). Einzige Möglichkeit wäre, die Tragflächen im Hangar abgebaut zu lagern - was eine EHLEND lange Vorbereitungszeit auf dem Katapult bedeuten würde! Vom Montagedeck die fertige Maschine zu verschieben - das kannst du bei 16,2 Meter Spannweite vergessen! Mit dieser Vorbereitungszeit ginge kein massierter Angriff, lediglich (bewaffnete) Aufklärung mit 1-2 Maschinen - was dann den eigentlichen Sinn des Schiffes mM in Frage stellen würde.
Als Vergleich können die jap. Fliegerkreuzer herangezogen werden (Tone, Chikuma, Mogami-Umbau, Oyodo): Tone: 15000 t Einsatz, 201*18 Meter, 5 Flieger Mogami: ca. 14000 t Einsatz, 198*20, 11 Flieger Oyodo: ca. 11500t Einsatz, 192*16,6, 6 Flieger Und: die japanischen Seeflieger waren allesamt kleiner, als die Do 22 - zT auch mit Klappflügel.
mfg
alex
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Big A
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« Antwort #27 am: 29 Februar 2008, 10:23:11 » |
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@harold ... und die Flieger starten über die auf der Back angetretene Mannschaft  Axel
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If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth... Sometimes it is entirely appropriate to kill a fly with a sledge-hammer.
Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.
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harold
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« Antwort #28 am: 29 Februar 2008, 14:56:19 » |
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Nä, Axel, das is die Katapultbedienung - die ziehen da an so nem Seil oder Schnürchen... denk ich ... 
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande." Leonhard Euler
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Rheinfalke
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« Antwort #29 am: 01 März 2008, 08:37:20 » |
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passt zwar nicht ganz zum Thema,war aber in Idee und Umsetzung nicht schlecht gemacht... www.youtube.com/watch?v=12u-ppn_Q3M
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