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Autor Thema: Krängung bei Geschützfeuer  (Gelesen 2563 mal)
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rosenow
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« Antwort #15 am: 19 September 2007, 20:14:53 »

Nur 0,7 Prozent, hört sich wenig an,   ist es auch wenig?
Bei meine Panzer hat eine volle Ladung, einen riesen Ruck nach hinten mit dem gesamten Panzer verursacht. Der hatte auch eine Rohrwiege.
0,7 Prozent, hat  dann überhaupt eine Krängung statt gefunden?
Wie sieht das bei gleichzeitigen Abfeuern aus, die Bismark immerhin mit Acht Geschützen oder die Nelson mit Neun glaube ich,  potenziert sich dieser Rückschlag nicht?
Wird das trotzdem noch so weit abgefangen, das es kaum merklich ist?
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mit freundlichen Gruß
Michael


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« Antwort #16 am: 19 September 2007, 21:26:22 »

Harold sagt: 
Zitat
Die Rohrwiege ist integraler Teil des Turms, und dessen Masse "schluckt" den Impuls so weit, dass über seine Wälzlager nur noch ~ 0.7% an den Schiffskörper weitergegeben werden.

Also< dein Panzer "schluckt" nicht soviel wie die Bismarck Matrose zwinkert
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Ulrich Rudofsky
harold
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« Antwort #17 am: 19 September 2007, 22:10:59 »

@ rosenow,
jaaa... wie schwer war denn dein Panzer?  grin ...und war die Federung des Gefährts nicht auch eventuell dazu da, den Rückstoß abzupuffern?---

Nehmen wir mal n hypothetisches Schlachtschiff von ca 32.000 t mit 28 cm- Kaliber (Ähnlichkeiten sind gewollt!) und lassen wirs Breitseite feuern.



Die Rückstoßkräfte werden zu etwa 6/7-tel von den Rücklaufbremsen aufgenommen.
Was an Impuls noch übrigbleibt, wird auf die Masse des Schiffs übertragen - und die ist (verglichen mit dem, was an Impuls weitergegeben wird) um ca 40.000 mal größer.

Im Prinzip (so haben wirs bei der Ufo-Landung in Wien aufn Punkt gebracht) ähnliche Kräfte wie beim Abschießen einer Orange ausm Auto, das im Standgas fährt.

 Matrose gruesst Harold

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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
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rosenow
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« Antwort #18 am: 20 September 2007, 14:04:56 »

Danke harold!  Jaaa,  ich weiß,  kein Vergleich  grin, 34 Tonnen aufgemumpelt, sollte nur ein Denkansatz sein, weil ich mich nicht anders verständlich machen kann. Bin ja kein Experte  cry
Habe das wesentliche jetzt begriffen, denke ich.  smiley
Also sind 0,7 Prozent sehr wenig und spielen so gut wie keine Rolle.
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« Antwort #19 am: 20 September 2007, 17:37:14 »

Gefürchteter als das "reine", krängende Rückstoßmoment is bei der Artillerie ja die Plötzlichkeit der Erschütterung, die in ziemlich biestigen Schwingungsphänomenen resultieren kann.

Rodney hat dergleichen ja ziemlich eindrucksvoll demonstriert beim Kurzdistanzvollsalvenschießen am 27.05.'41. Gerissene Nieten, abgeplatzte Verfliesungen, wracke Sanitärinstallationen (Vom Kleinholz an Deck sei hier geschwiegen, hat auch andere Ursachen)... Von übermäßigen Krängungswinkeln ist da nichts bekannt; es dürfte auch jeder 40.6er "Koffer" sein Ziel gefunden haben.

Unsere Selbstfahrhaubitzen M109 A5Ö ("Aludosen") 15,5cm hatten auch so einige Probleme mit der Torsionsstangenfederung System Porsche...
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« Antwort #20 am: 20 September 2007, 17:48:55 »

Das kenne ich auch noch, wenn wir mit F 120, Z 103 oder den alten Tendern mal eine "Breitseite" geschossen haben, da gab's unter Deck auch die beschriebenen Schäden, besonders im Sanitärbereich und in den Messen...
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AVARITIA INSIDIAQUE


« Antwort #21 am: 20 September 2007, 18:12:31 »

Wirklich bedauernswert waren eher unsere armen, kleinen Kanoniere... blöd, wenn das irgendein realsozialistischer Schreibtischwichtel glaubt, durch verdoppelten Richthydraulikdruck die Kadenz steigern zu müssen, ohne Mittel für die Verstärkung der Dichtungen und Flanschen bereitstellen zu wollen (Wahlspruch des österreichischen Bundesheers:"Gott schütze Österreich; wir können's nicht...").

Da sitzt man doch umso bequemer in seinem luftgefederten Sessel Marke "Fernfahrer" und überwacht mal wieder die Funkkreise, während draußen der Kaffe auf dem Feuer köchelt, die Vöglein singen, die Sonne gedämpft durchs Blätterdach des Tarnnetzes scheint und der Fähnrich mir die Praktikabilität von Staunasen bei schweren Granaten (f. evtl. Unterwassertreffer) nicht glauben will.
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« Antwort #22 am: 20 September 2007, 19:08:58 »

Zitat
Da sitzt man doch umso bequemer in seinem luftgefederten Sessel Marke "Fernfahrer" und überwacht mal wieder die Funkkreise, während draußen der Kaffe auf dem Feuer köchelt, die Vöglein singen, die Sonne gedämpft durchs Blätterdach des Tarnnetzes scheint und der Fähnrich mir die Praktikabilität von Staunasen bei schweren Granaten (f. evtl. Unterwassertreffer) nicht glauben will.
Ich kenn's anders herum, da sitzt man im Versorgungsschapp, der Kaffee köchelt ebenfalls,die Klimaanlage ist in Ordnung, man könnte zufrieden sein, wenn..
... ja wenn mal in den Lasten vernünftig gestaut worden wäre, weil bei Erschütterungen (s.u.) sich die Frontdeckel der Modulus-Kästen öffen und irgend was immer raus fällt
... ja, wenn die Kaffeepötte und die Maschine vernünftig verzurrt gewesen wären und man sie nicht zum Nachweis der Existenz der Schwerkraft verwendet würden (Newton hätte sich gefreut)
... und schließlich auch ab und an mal die Klimaanlage ausfällt, weil sich wieder ein Schütz selbständig gemacht hat
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« Antwort #23 am: 08 Dezember 2007, 02:26:56 »

Interessante Informationen, klingt schon mal viel vernünftiger als unsere Diskussion im Schiffsmodellforum vor einiger Zeit. Wer mal schmunzeln möchte: http://www.schiffsmodell....postorder=asc&start=0

genius
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kalli
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« Antwort #24 am: 08 Dezember 2007, 10:59:30 »

@genius

Ich habe mir die Seiten durch gelesen und mußte sehr schmunzeln smiley
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