Spökenkieker
Oberfähnrich
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« Antwort #15 am: 01 April 2008, 16:49:57 » |
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Gar nicht so einfach!
Ich finde schon man muss dem Marine Ehrenmal vorwerfen keinerlei Entwicklung zu zeigen. Zumindest in den Jahren, in denen ich da in Fahradentfernung von gewohnt hab, hat sich da nix bewegt.
Muss sich da denn was bewegen? Ja! Doch, doch! Geschichte ist nichts Statisches. Die Lehre von der Geschichte ist immer auch der Ausdruck der Zeit die betrachtet; nicht nur der Zeit die betrachtet wird.
Geschichte einer Zeit betont immer bestimmte Aspekte, ignoriert andere. 1957 war es richtig und angemessen die Lehre vom “Reinen Schild und der Unbefleckten Flagge” (Raeder ueber ‘seine’ Kriegsmarine) zu vertreten und zu verbreiten. Zu ungeheuerlich die Verbrechen des Dritten Reiches, zu gross die Schuld. Da machte ein Geschichtsbild Sinn welches erstmals deutlich machte, dass das nicht alle ‘die Boesen’ waren, nicht alles Verbrecher. Die Welt hat sich weiterentwickelt; unser Geschichtsbild vom Dritten Reich ist differenzierter geworden, facettenreicher. Inzwischen darf man als Deutscher Historiker nicht nur wissen sondern auch publizieren, dass die grosse Rettung ueber die Ostsee, so gross vielleicht gar nicht war, dass da selbst im Maerz 1945 noch Soldaten von West nach Ost (!) geschippert wurden geradewegs in Kriegsgefangenschaft und Tod; sinnloser Nachschub fuer die Heeresgruppe Vistula. Da wurden noch im April Faehnriche nach Berlin in den Heldentod geflogen. Marineinfantriebrigarden haben an manchen Fronten mehr Gefallene (das ist im Klartext ‘Verheitzte’) zu beklagen als manche angeblich ach so fanatische SS Regimenter. Na – und die Himmelfahrts U-Boote bracht man nicht wirklich zu erwaehnen. Die werden Doenitz aber schon seit etwa 20 Jahren angekreided.
Da hat sich also was getan in unserem Bild der Kriegsmarine verglichen zu den Ansichten unserer Vaeter. Sooo unbefleckt war der Schild denn wohl doch nicht.
Jetzt aber kommt ein etwas schwieriger geistiger Schritt; ein Schritt mit dem sich gerade Deutsche Geschichte gern schwertut: Der Wandel im Bild der Marine ist erstmal wertfrei !!! Der macht die Maenner von damals nicht besser oder schlechter. Die waren die Kinder ihrer Zeit. Die haben getan, was sie fuer richtig und gut hielten.
Geschichte – vernuenftig gemacht – urteilt nicht; sie versucht zu verstehen. Wir sollen lernen, warum die so und nicht anders gehandelt haben, was haben die gedacht, was gefuehlt. In Deutscher Geschichtsschreibung taucht aber seit dem zweiten Weltkrieg immer auch ein Suehneelement auf. Jemand kann nicht einfach ein kolonialer Offizier aus dem Kaiserreich gewesen sein (wie das hier zum Beispiel gesehen wird.). Nein, in Deutschland ist das dann gleich ein rassistischer Negerkiller. Deutsche Geschichtsschreibung (ver)urteilt gern. Hier auf der Insel darf jemand, der hundervierundzwanzig Farbige mit Speeren bewaffnete Krieger mit einem Maschienengewehr umgenietet hat ein Kriegsheld sein, ohne, dass man daraus schliesst, dass das heutzutage noch angemessen waere. In Deutschland geht das nicht. Deutsches Geschichtsverstaendnis urteilt auch immer. Lettow-Vorbeck ist inzwischen Persona non grata – ein Rassistenschwein. Da darf keine Kaserne mehr nach benannt sein.
Damit ist Wadel in Deutschem Geschichtsverstaendnis immer schwierig. Hier darf man sagen, dass der Falklandkrieg eine Schnapsidee war und die Helden von damals sind trotzdem noch Helden. In Deutschland waeren sie dann automatisch verfuehrte Trottel. Deutsche, die Britannien bereisen, stolpern oft selbst ueber diesen Unterschied. Britische Ehrenmaeler werden oft als ausgesprochen imperialistisch, selbstgerecht, manchmal ignorant empfunden. Das krasseste Beispiel ist die Statue von Bomber Harris. Der Mann war nach heutigen Standart sicher ein Kinderschlaechter. Betrachtet aber nach dem Stand von 1940 war er der Mann, der einem auf Haenden und Knieen liegenden Britannien erlaubt hat zurueckzuschlagen, ein militaerischer Fuehrer, der seine Maenner so inspirieren konnte, dass sie fuer ihn in den Tod geflogen sind. Deutsche winseln immer rum, wenn die Rede auf seine Statue kommt. Deutsche moechten seit 1945 Geschichte immer von Heute aus bewerten und beurteilen. So aber tut sich jemand, der die Kriegsmarine noch selbst erlebt hat, schwer einen Wandel im Geschichtsbild zu aktzeptieren. Kann ich gut verstehen! In Deutschland geht das immer auch mit Urteilen einher. Schmerzhaft!
Muss aber sein!
Man kann in Laboe nicht ein Geschichtsbild von 1957 verkaufen, nur weil das Deutsche Verstaendnis von Geschichte etwas garstig ist. Wer veraltete Ansichten verkauft, Geschichtsverstaendnis von Gestern vertritt, Ansichten von Vorgestern ausstellt, der dient buchstaeblich nur mehr den ewig Gestrigen.
Der Spagat, den das Laboeer Ehrenmal einmal schaffen muss, ist die guten und schlechten Elemente Deutscher Marinegeschichte aufzuzeigen ohne die Handelnden von damals zu verurteilen. Die haben Unvorstellbares geleistet damals. Weseruebung war ein militaerischer Geniestreich. In eben dem Norwegen haben die aber auch am 11. Mai 1945 noch Leute wegen Wehrkraftzersetzung aufhaengen lassen. Die Geschichte der Deutschen Marine hat viele Gesichter. Will man ein ernstzunehmendes Mahnmal, dann muss man Verstehen foerdern, nicht urteilen.
Weicht man dem aus, klammert sich an alte, vergangen Geschichtsbilder, dann macht man sich der Geschichtsklitterung schuldig, ein Vorwurf denn sich die Sammlung Tamm beispielsweise oft anhoeren muss – eben da sie sich scheut Aspekte aufzuzeigen, die, die Dummen zur Kritik, die Weisen aber zum Nachdenken anregen wuerden.
Nee – ich denke schon in Laboe ist Umdenken angesagt!
Ufo
Eine bemerkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema.
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hansmann
Oberleutnant zur See
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« Antwort #16 am: 30 August 2010, 10:57:22 » |
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hab mal ein link gefunden wo man sich das u-boot denkmal in einem panorama blick anschauen kann seht selbts!!! http://www.deutscher-mari...bund.de/geschichte_me.htmgruß.hansi
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Gebirgsmarine
Seekadett
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« Antwort #17 am: 30 August 2010, 11:40:33 » |
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Hallo Hansi!
Dies ist nicht das U-Boot-Denkmal, sondern Laboe. Welches Du meinst ist in Kiel-Möltenort. Dies mit den Bronzetafeln, wo die Gefallenen der einzelnen U-Boote aufgeführt sind. Allerdings ist U 995 als Museumsboot vor Laboe aufgestellt.
Gruß
Gerhard
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rosenow
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« Antwort #18 am: 30 August 2010, 19:10:25 » |
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Also ich habe absichtlich keine anderen Kommentare hier gelesen, damit mein eigener unverfälscht unbeeinflusst bleibt, ich lese eure Kommentare gleich anschließend. Nicht jeder beschäftigt sich so intensiv mit der Geschichte, wie es hier im Forum getan wird. Viele Leute, auch ich gehörte vor noch nicht allzu langer Zeit dazu, haben den Begriff „U-Boot“ mal in der Zeitung gelesen oder in einem alten Film gesehen. Ja auch der Film „Das Boot“, ist den meisten Menschen nicht bekannt, kein Interesse für Marine. Und was ist Submarine eigentlich? Ein Wort, das schon bei seiner Erwähnung zweitklassig erscheint, Belanglos und nichts Besonderes. Zufällig stößt man auf das Thema „U-Boot“, eventuell sogar Laboe, Ehrendenkmal, Mahnmal, oder Möltenort, so kommt es dann eher Zufällig zur Planung eines Wochenendbesuchs oder eines kurzen Abstechers während des Urlaubs im Norddeutschen Raum. Selten geplante Besuche mit Geschichtlichen Forschungsdrang, eher wohl aus Neugier, ein U-Boot mal von innen zu sehen. Meinen ersten Besuch in Laboe, die Vorfreude war groß, ich hatte mich nun schon etwas mit U-Boote und deren Geschichte beschäftigt, war für mich sehr enttäuschend, für meine Frau und meine Tochter nicht mal das. Das Boot, eine Katastrophe, schon der Aufstellungsort, das ganze drum herum ergab kein Bild von Mahnmal oder Ehrenmal, es war einfach nur Kommerz, billiger Kommerz, auch mein zweiter Besuch, hatte keinen besseren Eindruck hinterlassen. Ein Besuch in Möltenort hatte mich dann doch entschädigt, dort fand man die Ruhe und Gelegenheit in die Tiefe der Geschichte einzudringen, getrennt vom Kommerz, Trubel und Jubel. Ich wünschte mir das Ehrenmal in Laboe getrennt vom U-Boot und zum U-Boot weitere Schiffe aus alter Zeit, so eine Art Museum von den Anfängen bis heute und an den entsprechenden geschichtlichen Daten eine Erklärung für beide Denkmäler mit Wegbeschreibung, aber bitte dann auch zwei Orte ohne irgendwelche Wellblechhütten oder ähnliches, sondern mit richtigen, der Atmosphäre entsprechenden Restaurants. Restaurants mit Geschichte, in denen der Besucher dazu lernt ohne es wollen, ebend abenteuerlich. Dafür würde sich die Halbinsel dort gut anbieten. Möltenort
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mit freundlichen Gruß Michael
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Trimmer
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« Antwort #19 am: 31 August 2010, 08:14:15 » |
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Hallo Michael - ich sehe es mit dem Denkmal Laboe etwas anders. Mein Großvater ist sehr lange zu diesem Denkmal gefahren ( sogar zu DDR -Zeiten durfte er das noch ) und hat mit seinen wenigen Kameraden der gefallenen Kameraden gedacht. Laboe war genau der richtige Ort für sie. Unsere Generation verbindet nicht mehr viel mit dem Denkmal - vielleicht sogar gut so - aber warum heisst es Denkmal - DENK MAL nach und vergiss nicht.
Gruß - Achim - Trimmer
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Schorsch
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« Antwort #20 am: 31 August 2010, 09:07:14 » |
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Hallo Achim,
ich möchte Deine Antwort zum Anlass nehmen, meine Gedanken zum Ehrenmal in Laboe in die Diskussion einzubringen. Das erste Mal habe ich Laboe Anfang der 90-er besucht, als eine damals nicht mehr vorhandene Mauer mir nicht mehr den Weg versperrte. Letztes Jahr nun ließ es sich endlich einrichten, einen zweiten Besuch in Laboe zu machen. Es ist leicht auszurechnen, dass round about 20 Jahre zwischen beiden Besuchen liegen.
Beim erstem Mal bin ich staunenden Auges durch U 995 gekrabbelt (Okay, okay, es gehört nicht zum Ehrenmal, liegt aber unmittelbar daneben.) und habe mir die Ehrenhalle und den Turm mit dem Heimkehrwimpel usw. angeschaut. Das Ganze geschah ohne weitere Vorbildung, schließlich war die Wende gerade erst vorbei und ich als knapp 20-jähriger hatte noch nicht die Gelegenheit gehabt, mich mit der deutschen Seekriegsgeschichte mehr als flüchtig auseinanderzusetzen. Das will ich nicht nur auf die eingeschränkte Literaturauswahl in der DDR schieben, schließlich hat man als junger Mensch noch genügend andere Sachen im Kopf, die sich nicht unbedingt mit Marinedingen beschäftigen. Im Ergebnis ist eigentlich bei diesem ersten Besuch nichts weiter hängengeblieben, als der Plan, später noch einmal hier vorbeizuschauen.
Für das letzte Jahr ist die maßgebliche Erinnerung mit dem rechten Flügel der Ausstellung verbunden. Das ist der Teil, der sich mit den Geschehnissen im Ostseeraum anfangs des Jahres 1945 befasst. Je länger ich mir die Schautafeln und Exponate angesehen habe, desto unbeghaglicher fühlte ich mich in der Ausstellung. Das lag aber nicht daran, dass mir in diesem Moment das geschilderte Leid der Einzelschicksale besonders vor Augen kam, sondern dass man mich mit der Frage allein ließ, warum diese Schicksale erlitten werden mussten. Dieser Ausstellungsteil wird aus der Opferperspektive präsentiert, die sich die Generation derjenigen zu eigen gemacht hat, die diese grauenhaften Erlebnisse durchleiden musste. Was aber meiner Meinung heutigen Tags mit zu einem abgerundeten Bild gehört, ist auch die Beantwortung der Frage, weshalb es zu diesem Geschehen kam. Mir als marinehistorisch Interessiertem ist es inzwischen möglich, die Wurzel meines Unbehagens ob der Art der Präsentation der Inhalte zu benennen. Für jemanden, der "unbeleckt" in die Ausstellung kommt, ist es aber wichtig, dass diesbezüglich Denkanstöße gesetzt werden. Dafür muss allerdings das Ausstellungskonzept überdacht werden.
Mit feundlichen Grüßen Schorsch
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rosenow
Fregattenkapitän
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« Antwort #21 am: 31 August 2010, 09:29:16 » |
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Hallo Michael - ich sehe es mit dem Denkmal Laboe etwas anders. Mein Großvater ist sehr lange zu diesem Denkmal gefahren ( sogar zu DDR -Zeiten durfte er das noch ) und hat mit seinen wenigen Kameraden der gefallenen Kameraden gedacht. Laboe war genau der richtige Ort für sie. Unsere Generation verbindet nicht mehr viel mit dem Denkmal - vielleicht sogar gut so - aber warum heisst es Denkmal - DENK MAL nach und vergiss nicht.
Gruß - Achim - Trimmer
Genau Achim, darum geht es mir, vielleicht hast du meine Worte nicht richtig aufgenommen oder du siehst es mit anderen Augen, vielleicht habe ich mich auch wiedermal unverständlich ausgedrückt. Ich würde es gerne sehen, dass diese Gedenkstätte Laboe eine Gedenkstätte wäre und der ganze Trubel um das U-Boot, sowie die Verkaufshütten gleich neben der Gedenkstätte weiter weg wären, sowie Möltenort, dort findet man eine Atmosphäre vor, die dem entspricht, was es sein soll, eine Gedenkstätte. Das U-Boot als Museum ist eine gute Idee, um sich ein Bild zu machen, aber meines Erachtens nicht genug, dafür müsste mehr dazu kommen, sowie die Ausstellungshallen mit den Modellschiffen in der Gedenkstätte Laboe gehören meiner Meinung nach, zum U-Boot. Es wäre auch schön, weitere Museumsschiffe zur Besichtigung hinzu zufügen, aber getrennt von der Gedenkstätte, so das auch die Gedenkstätte in Laboe, eine echte Gedenkstätte sein kann, damit nicht nur Veteranen, sondern alle Menschen in eine echte Atmosphäre des Gedenkens und Nachdenkens eintauchen können und sich vorher ein Bild von der Geschichte machen können. Im Moment habe ich den Eindruck, eines kleinen Rummels, hier gilt es zu trennen und doch eine Verbindung herzustellen. Vor allem, ich habe jetzt eure Beiträge durchgelesen und bin der Meinung, dass beide Gedenkstätten und das U-Boot ganz unpolitisch gesehen werden sollten. Ich bin es wirklich satt, die ewigen Querelen der einzelnen parteiischen Sekten, Kasten, rot, grün schwarz, braun oder bunt oder was auch immer, zu lesen oder zu hören, sowas erinnert mich an einem Kindergarten und hat nichts mit geschichtlicher Aufarbeitung, geschweige denn des Gedenkens an Menschen zu tun, die alle ihre Pflicht aus verschiedenen Gründen und Motiven getan haben, die wir heute nicht immer der Zeit angepasst nachvollziehen können und schon gar nicht Leute mit sehr wenig Wissen über diese Zeit. 
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Trimmer
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« Antwort #22 am: 31 August 2010, 09:53:17 » |
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Hallo Schorsch und Michael - kann ich Euch völlig folgen. Wobei ich eigentlich immer "vorbereitet " in eine Ausstellung, Museum oder was weiss ich gehe. Und hier sehe ich auch den Ausgangspunkt für Laboe. Ich bin der Meinung man kann gerade auch Laboe ( jetzt nich U-Boot ) eigentlich nur "richtig verstehen " wenn man sich mit der Geschichte beschäftigt. Kanallhart gesagt für Touris die nur Unterhaltung suchen sicher nicht das richtige Ziel. Das man einige Dinge besser erklären sollte - dem stimme ich zu aber es ist ebend keine "Unterhaltungsstätte". Michael Dein Gedanke - Schiffe usw. - sehr schön und wünschenswert aber wer soll es bezahlen ?Sieh Dir Peenemünde an - traurig hoch 10. Bei vielen in der Bevölkerung besteht vielleicht der Wunsch ( ich eingeschlossen ) mal auf ein Kriegsschiff zu gehen - es spürbar zu erleben - aber viele wollen dann auch gleich noch eine Mc Donaldbude daneben denn sonst gehen sie erst gar nicht hin.
Gruß - Achim - Trimmer
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rosenow
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« Antwort #23 am: 31 August 2010, 10:08:11 » |
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Das ist ja das Problem Achim, es müsste ein Weg gefunden werden, der den Rummelartigen Charakter eines Museums von der ruhigen Atmosphäre der Gedenkstätte trennt und doch eine Verbindung zur separaten Gedenkstätte Laboe schafft, der nach Möltenort ist ja schon in Ordnung. Und es muss nicht McDonalds sein, ein Restaurant mit wirklicher auf das Thema bezogene Atmosphäre, wäre wesentlich anziehender. Tja bezahlen, da muss auch ein Weg gefunden werden.  + + + Dein Schreiben Schorsch, hat mich ebenfalls zu einer Antwort inspiriert. Ich glaube dich zu verstehen, wenn man sich dem Gedanken, dem Gedenken, dem Nachdenken hingeben möchte oder es wenigstens versucht, während eine Horde Besucher vorüber zieht, eilt ist wohl der bessere Ausdruck, deren Schalpegel fast das Ohrenschmalz zum vibrieren bringt und Kinder unbeaufsichtigt herumtollen, nichts gegen Kinder, es sind unsere Träger der Zukunft, ich mag Kinder wirklich gerne, aber etwas Erziehung würde ich mir wünschen. Mit einer Änderung des gesamten Führungsablaufes, die Herausnahme der Modelle und an deren Stelle historische Angaben, Bilder und Überreste zu setzen, wäre m.E. besser und entspreche eher dem was es sein soll, eine Gedenkstätte. 
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scharnhorst
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« Antwort #24 am: 16 November 2010, 14:55:52 » |
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Warum kann man das Ehrenmal nicht einfach als das nehmen,was es sein soll;eine Gedenkstätte für die auf See gebliebenen. Ich glaube kaum,daß jemand von den nachgeborenen das Recht hat,über das Leben und Sterben der damaligen generation zu richten.Es ist schon traurig,daß es in Deutschland nicht mehr möglich ist,im ansprechenden Rahmen um die Toten der Weltkriege zu trauern.Nur weil diese teilweise von einem verbrecherischen Regime mißbraucht wurden,macht sie noch lange nicht zu Menschen zweiter Klasse.
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