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Autor Thema: Kreuzfahrer säuft ab - mal wieder  (Gelesen 2352 mal)
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Torpedo
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« am: 23 November 2007, 12:10:01 »

http://www.welt.de/vermis...nkt_in_der_Antarktis.html

Zitat
Kreuzfahrtschiff sinkt in der Antarktis
Ein Kreuzfahrtschiff ist vor der Küste in der Antarktis in Seenot geraten. Anscheinend ist die "MS Explorer" auf einen Gegenstand unter Wasser aufgefahren und ist Leck geschlagen. An Bord des Schiffes befanden sich mehr als 150 Personen. Das Luxusschiff sinkt jetzt langsam in die eisige See.
 
Weiterführende links
Kreuzfahrtschiff gesunken - Franzosen vermisst Passagiere von Kreuzfahrtschiff evakuiert
 Spezial-U-Boot sucht vermisste Passagiere Nach Schiffsunglück Klage gegen den Eigner
 Menschliches Versagen Ursache für Untergang Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als 150 Menschen an Bord ist am Freitag vor der argentinischen Küste in der Antarktis in Seenot geraten. Alle 100 Passagiere und 54 der Besatzungsmitglieder seien in Rettungsbooten, sagte Andy Cattrell von der britischen Küstenwache.

Der Kapitän und ein weiterer Offizier sollten noch an Bord sein. Nach ersten Angaben war die „Explorer“ unter der Flagge Liberias nahe der Südlichen Shetlandinseln auf einen nicht näher bezeichneten Gegenstand im Wasser gefahren. Nach Angaben der britischen Küstenwache MCA befinde sich viel Eis in der Gegend.

Das Schiff sinke, hieß es. „Es ist gegen irgendetwas gestoßen und läuft bedenklich mit Wasser voll“, sagte Cattrell. Ein weiteres Kreuzfahrtschiff, die „Antarctic Dream“, soll sich in der Nähe aufhalten und könnte die Passagiere aufnehmen. Die Herkunft der Passagiere war zunächst unbekannt. Die Rettung wird von der US-Marine gesteuert. Einsatzzentren in Norfolk im US-Staat Virginia und im argentinischen Ushuaia koordinierten die Rettungsaktion. Schlagworte
Antarktis Seenot Kreuzfahrt Eis Passagiere Das Wetter sei um diese Jahreszeit „ziemlich gut“, sagte Cattrell, es sei jedoch kalt. Die Inseln werden von Großbritannien, Argentinien und Chile beansprucht und liegen südlich der argentinischen Küste. Die „Explorer“ ist ein älteres, kleineres Kreuzfahrtschiff. Sie wurde 1969 gebaut, ist aber für die Fahrt durch Eis ausgestattet. Es sei ausreichend klein, um auch kleine Buchten am Südpol anzusteuern, heißt es auf der Website des Unternehmens Noble Caledonia. Derzeit ist Hochsaison für Antarktis-Reisen.

aus DIE WELT von heute.

Ich frage mich, was die da immer so anstellen...
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Uli "Torpedo"

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

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Scarab
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« Antwort #1 am: 23 November 2007, 12:57:04 »

hab ich auch grad von gehört  .. bewegte bilder wie damals von Santorini gibts aber noch nicht oder ?


tjojo die Eisberge ... irgendwie scheinen die die Kreuzfahrtschiffe nicht zu mögen ...
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Torpedo
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« Antwort #2 am: 23 November 2007, 15:56:11 »

Und jetzt auch mit Bild und in Farbe:

http://www.morgenpost.de/desk/1391816.html
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Uli "Torpedo"

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hansmann
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« Antwort #3 am: 23 November 2007, 22:53:39 »

oder hier 11 bilder   http://www.spiegel.de/pan...ute/0,1518,519322,00.html
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habichtnorbert
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« Antwort #4 am: 23 November 2007, 22:55:45 »

Hallo,

Bilder gabs schon auf n-TV,
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Gruß Norbert

Wo die Flotte hinfährt, sind die Minensucher schon gewesen

Das Historische Marinearchiv: www.historisches-marinearchiv.de
Torpedo
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« Antwort #5 am: 24 November 2007, 12:20:54 »

Ich versteh's nicht. Meine Frau hat auch schon gesagt, ich würde immer alles besser wissen als die Experten vor Ort, aber ich begreife einfach nicht, dass man solche Lecks nicht in den Griff bekommt. Was ist mit dem guten alten Lecksegel? Wieso haben die den Wassereinbruch nicht stoppen können? Gab es keine Möglichkeiten zur Pumpenhilfe?
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Uli "Torpedo"

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harold
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« Antwort #6 am: 24 November 2007, 13:14:23 »

Mehrere Beobachtungen:

- läuft bei ca 15-20° Schlagseite mit relativ hoher Geschwindigkeit eine StBd-Kreis über Heck ... offenbar um den Staudruck aus den vollgelaufenen (oder eingetauchten) Bereichen herauszunehmen;
- liegen bei ca 20° die erste Bullaugenreihe -vorn Fahrgastkabinen, achtern Mannschaft- bereits unter Wasser ... auch da kann die Kurverei helfen, Druck auf die überfluteten Bullaugen zu vermindern ...;
- sind an Bbd die Kühlwasserpumpen in vollem Einsatz zu sehn, also noch volle Maschinenleistung vorhanden;
- sehe ich vorerst auf keiner der Luftaufnahmen von "Explorer" in Fahrt, dass irgendwo Wasser außenbords gepumpt wird;
- liegt sie längs recht gut im Trimm, d.h. die Flutung geht über eine beträchtliche Länge eher mittschiffs als vorne;

- lässt, zusammenfassend, auf folgendes schließen:

> Leckage wahrscheinlich von ca 30 - 55% der Länge von vorne (Aussage Passagiere, Wassereinbruch) relativ knapp unter der WL;

> Flutung der unteren Decks "von oben", darum auch sehr schnell Schlagseite; und der Versuch, den Druck durch hohe Fahrt über achtern zu entlasten;
Lower Deck dürfte StBd bis Mitte geflutet worden sein, wahrscheinlich auch einige Abteilungen in Schiffsmitte;

> gestern für 16:00 Ortszeit wurde noch 90° Schlagseite gemeldet, d.h. sie schwamm noch auf dem Luftpolster des offenbar nicht gefluteten Maschinenraums (und anderer Abteilungen der unteren Decks?).

Solange ich allerdings nur touristische Deckspläne habe,
http://www.gapadventures.com/explorer/deck_plan
kann ich natürlich nix über die Unterteilung oder die Maschinenauslegung aussagen, sondern nur aufgrund der Abgasschächte und Kabinenaufteilung mutmaßen.
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
Leonhard Euler
Ulrich Rudofsky
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« Antwort #7 am: 24 November 2007, 13:32:18 »

Ich glaube da ging etwas in der Uebersetzung verloren.  In vielen englischen Berichten wird es ein "faustgrosses Loch" genannt, aber irgendwo las ich ein "faustbreiter Riss".  Was ist denn diese unregelmässing lange Beule im Schiffsboden in Bild 3 ?
http://www.welt.de/vermis...ff_Explorer_gesunken.html

http://www.china.org.cn/e.../international/232954.htm  China.org nach ist das Loch mindestens 25 cm x 10 cm.  Wie kann man die Grösse des Lecks messen wenn das Schiff schon voll Wasser ist? Wenn ich die Geschichte verstehe, wusste die Crew vom Loch für ein gewisse Zeit nichts, und die Schifffahrtsgesellschaft gab sofort bekannt, dass das Schiff nicht in Gefahr einer Versenkung ist.  http://www.bymnews.com/ne.../newsDetails.php?id=18741
« Letzte Änderung: 24 November 2007, 15:20:10 von Ulrich Rudofsky » Gespeichert

Ulrich Rudofsky
harold
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« Antwort #8 am: 24 November 2007, 16:24:47 »

Ich hab a bissl gerechnet und gezeichnet. Das Folgende ist mein Ansatz zu einer Rekonstruktion.... mehr nicht!

Um so schnell Schlagseite zu bekommen, muss das Leck

1) a) mindestens über 20 m verteilt sein, dabei maximal 7 cm breit sein (muss auch kein durchgängiger Schlitz sein, punktuelle Durchbrüche vor den Spanten sind wahrscheinlicher) : das entspräche einem Wassereinbruch von ca 0,5 t /sec auf 2- 3 Sektionen (unten: über Foto die "Umzeichnung" seitenverkehrt).
b) es muss knapp unterhalb / an der Kante des Lower Deck entstanden sein - so werden wenige der Eiszellen geflutet, aber eben auch zT. die Kabinen des Lower Deck - mit fatalen Konsequenzen.
c) bis zu den ersten effektiven Gegenmaßnahmen müssen ungefähr 8 - 9 min vergangen sein (= ca 250-280 t Wasser im Schiff). Offenbar kann/konnte die Pumpenleistung die dabei eingetretene Schlagseite von ca 12° stabil halten.
(siehe unten, erste Skizze). Allerdings wird der Wassereinbruch nicht dort abgepumpt, wo er auftritt, sondern ein Deck darunter.
Vermutlich bleibt dieser Zustand während der Evakuierung des Schiffes stabil, es ist aber mehr als wahrscheinlich, dass die unterste Lukenreihe (Lower Deck) nicht oder nur teilweise in Verschluß ist.
Herstellen eines Verschlußzustandes wird infolge der raschen Evakuierung offensichtlich unterlassen.

Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es (veröffentlichte) Augenzeugenberichte - ab Kollision ca 45 - 60 min.
Ab hier: meine Rekonstruktion:

2) Ab teilweiser Überflutung der untersten Bullaugenreihe steigt der Wassereinbruch schlagartig auf ca 1 t / sec (unten, zweite Skizze) - durch die ruckartige Zunahme der Schlagseite auf etwa 18-20° verringert sich jedoch der Einbruch auf die unteren Decks.
Zwar können diese zunehmend gelenzt werden, damit verbreitert sich die freie Fläche auf dem Lower Deck jedoch wieder, und es kommt zu erneuten und vermehrten Wassereinbrüchen und Flutungen der unteren Decks durch das Lower Deck und die in der Mitte angelegten Niedergänge.
In diesem Stadium wird offensichtlich versucht, den Druck von den noch nicht geborstenen Luken wegzunehmen, indem die "Explorer" mit AK über Achtersteven um ihre Schlagseite kurvt (Schiff durch Zentrifugalkraft aufrichten, Anströmdruck verringern). Das gelingt offensichtlich nur für kurze Zeit.



3) dritte Skizze: ab dem Zeitpunkt, als die zweite Lukenreihe teilweise überspült ist, erhöht sich der Wassereinbruch auf ca 2 t / sec. Die Pumpenleistung (die ausschließlich in den unteren Decks Folge zeigt) kann zwar die überströmende Menge bewältigen und somit die Flutung unter dem Lower Deck stabil halten, ein Abpumpen darüber ist jedoch illusorisch (Schiff evakuiert, keine Mannschaften um Schlauchleitungen zu legen). Ab hier ist sie nicht mehr zu halten.

4) vierte Skizze: stabiler Zustand für einige Stunden. Die Bbd-Abteilungen können nur sehr langsam durch die mittigen Niedergänge volllaufen. Jede Art von Pumpenansatz an StBd wäre kapazitätsmäßig weit davon entfernt, die Einbrüche über die oberen Decks zu kompensieren.

Früher oder später liegt sie mit fast 90° Schlagseite nach StBd. Über Rohrleitungen, Lüfter, Kabelschächte sickert sie Bbd voll und richtet sich teilweise sogar wieder auf. Wahrscheinliches Untergangsbild (nachts, nicht dokumentiert) auf ca 45° Schlagseite Bbd, über Bug abkippend.

Soweit meine Rekonstruktion...






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Leonhard Euler
kalli
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« Antwort #9 am: 24 November 2007, 17:14:49 »

@Harold,

eine für mich sehr einleuchtende Rekonstruktion. Bin mal gespannt, wie sich die Nachrichtenlage weiterhin gestaltet.
Ist es eigentlich möglich späterhin Dein theoretisches Szenario des Untergangs anhand eines offiziellen Berichtes zu vergleichen? Oder wird man darüber nichts in der Öffentlichkeit hören?

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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #10 am: 24 November 2007, 17:35:29 »

@Harold
Einfach grossartige Rekonstruktion.  Es wäre interessant, wenn wir wüssten, was die Argentinische Marine beobachtet hat:  http://www.shippingtimes....item952_explorer_sunk.htm

“Doubts have been cast on earlier reports, reported from the company itself,  that said a 'fist sized hole' was punched in the hull of the vessel, However,  the Argentine Navy claim they observed damage that was much more severe.”
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Ulrich Rudofsky
harold
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« Antwort #11 am: 24 November 2007, 19:20:27 »

@ Kalli:
"Ist es eigentlich möglich späterhin Dein theoretisches Szenario des Untergangs anhand eines offiziellen Berichtes zu vergleichen?"

Vermutlich ja ... Untersuchungsergebnisse werden sicherlich in den nächsten Wochen vorliegen.

@ Ulrich,
der lange schwarze Streifen am Unterboden kann auch eine Auslaßverschmutzung sein - ich tippe mal auf einen Kühl-Generator.

Generell, noch mal zu den Manövern zum Halten des Schiffes:



Oben: im Kreis deutlich der Kühlwasser-Durchsatz. Kann es sein, dass die Speisepumpe als Lenzpumpe gefahren wurde, d.h. auch über den Kühlkreislauf abgepumpt wurde? (die Menge des ausgestoßenen Wassers ist jedenfalls sehr groß...).
Das Schraubenwasser zeigt AK Bbd-Maschine rückwärts...
und Unten: HK Stbd-Maschine vorwärts - ein deutliches Indiz dafür, dass das Leck leicht vorlich ist, und mit engstem Radius bei Fahrt über Heck versucht wird, den Wasserdruck auf das Leckareal durch Krängen zu vermindern.

Hier liegt sie gestoppt, keine Pumpentätigkeit mehr sichtbar (links)



Um so weit aufschwimmen zu können, müssen die Mittelschotten gehalten haben (siehe Skizze und Foto rechts).
Ob sie bewusst in ein Eisfeld manövriert worden ist, um durch antreibende Schollen die Leckagen zu dichten? Jedenfalls liegt sie auch Stunden danach noch sehr hoch auf der Seite, offensichtlich auf geräumigen Luftpolstern Bbd.---

Wenn ich mich jetzt gaaaaanz weit aus dem Fenster lehne:

- Passagiere und Mannschaften (außer technischem Personal) in Booten von Bord,
- parallel sofort Kommando zum Dichtschrauben aller StBd-Luken,
- Absaugleitungen auf lower deck legen, Anschluß an Speisepumpen,
- alle StBd-Niedergänge ab upper deck von oben dichtschließen,
- über Heck AK Beide (ohne Gegensteuern Stbd-Maschine!) mit Ruderhartlage Stbd, Bugstrahlruder nicht verwenden,
- Lenzpumpen Stbd über Schläuche erst in Doppelwandung Bbd entwässern (teilweises Gegenfluten),
- Dichtsetzen aller Luken Bbd,
- Auskuppeln, technisches Personal mit letztem Boot von Bord,
- Rumpfmannschaft 2 Maschine, 4 Pumpen, 1 Brücke belassen, weiter über Heck kreiseln.
- Schiff erst aufgeben, nachdem Wassereinbrüche trotzdem nicht gehalten werden können.

Wie gesagt, weit aus dem Fenster gelehnt ... aber sie könnte so zu halten gewesen sein (im Nachhinein ist ja jeder Sesselpupser klüger ...)
 Matrose verlegen

 




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« Antwort #12 am: 24 November 2007, 19:29:02 »

Moin,moin, harold,

Klasse Deine Erläuterungen, Matrose zwinkert

Explorer nach 15 Stunden gesunken, also wäre genug Zeit gewesen, etwas zur Leckbekämpfung zu unternehmen, aber wenn die Besatzung komplet von Bord ist, wer sollte dann die Leckbekämpfung aufnehmen?

 Matrose gruesst 
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Gruß Norbert

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Albatros
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« Antwort #13 am: 24 November 2007, 22:39:18 »

Hallo,

ich möchte hier zu bedenken geben das die Besatzung auf einem Kreutzliner nicht wie z.B.bei der Marine üblich  Leckabwehr unter Bedingungen übt die dem Ernstfall nahe kommen.
In diesem Fall kommt noch hinzu das extreme Wetterbedingungen( Temperatur ) ein arbeiten am Schiff z.B.anbringen eines Lecksegels sehr schwierig machen.
Auf einem Kreutzliner dieser Größe sind eh nicht so viele Besatzungsmitglieder vorhanden,von denen dann auch die meisten mit der Sicherheit der Passagiere beschäftigt sind.
Es ist immerhin gelungen alle zu retten und das sicher wegen dem Umsichtigen handeln der Besatzung und wie man an den gefahrenen Manövern sehen kann,hat der seemännische Teil der Besatzung auch alles versucht das Schiff zu halten.Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist dann aber ohne Hilfe von außen nichts mehr zu machen,die Maschinen beginnen mit zunehmender Schlagseite ihren Dienst aufzugeben auch ist das bedienen der selben ab z.B. 30 Grad nicht mehr gerade einfach,zumal auch die Besatzung ab einem bestimmten Zeitpunkt sicher schon die Überlebensanzüge getragen hat.
Wer noch nicht selbst einen Seenotfall bei schlechtem Wetter mitgemacht hat sollte nicht zu sehr an der Besatzung kritisieren.
All das was hier an Maßnahmen vorgeschlagen wurde geht nur soweit als alle dafür maßgebliche Räume hierzu noch unter nicht zu gefährlichen Bedingungen begehbar sind.Es handelt sich um ein Zivilschiff und nicht um einen Krieger bei dem die Besatzung den Befehl erhalten kann unter Einsatz ihres Lebens das Schiff zu retten.
Das wichtigste wurde erreicht,das Leben der Passagiere wurde gerettet.

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
« Letzte Änderung: 24 November 2007, 22:46:52 von Albatros » Gespeichert
Woelfchen
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« Antwort #14 am: 24 November 2007, 22:44:25 »

@Harold
Erst mal ein dickes Lob für die Spekulationen.
Die Zukunft wird wohl zeigen wie gut die waren.


Rest von meinem Text:
Albatros war schneller.  wink

Auserdem ist das Schiff wohl versichert.

Gruß,
Johannes
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