Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Fleuzer: fiktive Einsätze  (Gelesen 1957 mal)
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harold
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« Antwort #15 am: 20 September 2005, 14:46:07 »

@ Timo

...der oben für die Kalkulation zugrunde gelegte Fahrbereich war für 17.5 kn angegeben ... bei 13.5kn kommen wir auf ca 22.300 sm / 69 Seetage. Die oben kalkulierten Werte (außer Diesel) könnten wir somit mit dem Faktor 2.´5 vermehren...wären also 575 x 2.´5  ^= 1470 t Versorgungsgüter.

Wenn denn der Fleuzer ein Expeditionsschiff wäre...

Ich meine, dass wir uns doch einig sein dürften, dass JEDER Einsatz eines reinen Kriegsschiffes in einer Fahrtentfernung vom Heimathafen, die in etwa dem Erdumfang entspricht, ohne Versorger doch ziemlich keck wäre – mal die deutschen HSK unter diesem Aspekt würdigen, bitte!
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Realistisch für einen Langzeiteinsatz ist ein Mix aus kurzfristig höheren Geschwindigkeiten (wirtschaftlich: 25 kn, um Flugmanöver auszuführen; manchmal ein "Gefechtssprint"), Eil- und Lauergeschwindigkeiten zwischen 17.5 und 10kn, sowie Langsamer Fahrt bei Beölungsmanövern.
Peter hat eine ganz hervorragend informative Tabelle im "Antrieb"-thread postiert, deren für die Wirtschaftlichkeit relevanten Werte du zB per excel in Verbrauchskurven umwandeln kannst, um für die jeweiligen Maschinendaten die Verbrauchswerte und somit die Seetage zu kalkulieren!
http://forum-marinearchiv...viewtopic.php?p=6320#6320
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Breyer sowie Whitley zitieren verschiedenste Werte für den "Großflugdeckkreuzer 1942", einig sind sie sich bei 203mm SA und 24 Flugzeugen, die jedoch auf der doppelten Tonnage wie bei unserem "Kleinentwurf" untergebracht werden.

Da sind die in unserer "Studiendiskussion" sich bis jetzt herausschälenden 5 Entwürfe, so glaube ich, allemal "realistischer", zumindest für 1936 ff. !

MfG
Harold
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« Antwort #16 am: 20 September 2005, 15:10:48 »

@harold: Ok, hast mich überzeugt. Mir schien es halt wirklich ein wenig gering. Kenne mich aber nicht so mit der Materie aus. Hätte nicht gedacht das 2,5 kn mehr gleich 5000 sm weniger ausmacht. Hätte schon Gedacht das 1.500-2.000 sm mehr drin gewesen wären.

Ich wollte den Einsatz auch nicht als leicht und locker, sowie risikolos bezeichnen. Würde mir nie in den Sinn kommen.
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Gruß Timo

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harold
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« Antwort #17 am: 20 September 2005, 15:28:07 »

Hallo Timo,

hoffentlich "überzeugt" und nicht "überzeunt" Smiley !
Schau dir mal Peter´s Tabelle an : "hier werdenSe geholfen"; und zwar sehr.

MfG
Harold
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« Antwort #18 am: 20 September 2005, 16:08:14 »

So schnell lasse ich mich nicht überzeunen Cool. Ich konnte drüberlesen. Aber vielleicht sollte ich auch anfangen Gegenargumente nicht zu zulassen Cheesy.

Ich würde sagen Spaß bei Seite und die Vergangenheit ruhen lassen... - Nee ist ja auch falsch hier (im Forum) Smiley . Die SSF-Vergangenheit, so ist besser.
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Gruß Timo

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harold
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« Antwort #19 am: 20 September 2005, 17:01:57 »

Servus Timo!

Vielleicht reagier ich übertrieben, wenn auch nur der leiseste Duft von angemaßter Schulmeisterei aufkommt -
- und ich vermute, dass meinem Beitrag von vorher in diesem Sinne ein wenig mehr Höflichkeit nicht geschadet hätte, um nicht in einen solchen Geruch zu kommen! Sorry for that!
Wie gesagt, ich mag nicht, dass jemand mit dem schaalen Geschmack fertig werden muss, er sei "von oben herab" abgetan worden...
hoffentlich gings dir nicht so damit!

In diesem Sinn,
MfG
Harold
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« Antwort #20 am: 20 September 2005, 17:17:08 »

@harold: Auf keinen Fall. Alles in Ordnung.
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« Antwort #21 am: 20 September 2005, 17:29:02 »

Zurück zum Thema: Für mich ist ein allein operierender Fleuzer weit weg von zu Hause sehr gewagt. Nehmen wir mal an, dass Versorger Netz funktioniert Anfangs gut und er operiert im Indischen Ozean bis rüber in den Pazifik. Wie schaut es aus wenn man zwei oder drei Versorger wegnimmt (Kriegsbeute, Wetterschäden, etc.) Schon ist die Lage sehr ernst. Wie würde sich unser Fleuzer verhalten. Einfach zurück in die Heimat ist bei solch einer Fahrstrecke wohl nicht denkbar.
Weitere Hypothese: Die oberen Herren der Marine konnten etwas weiter als über den Tellerrand schauen. Der Fleuzer wird so konstruiert um sich besser (länger) selbst versorgen zu können. Besteht die Möglichkeit dadurch kleinere Einheiten (<Zerstörer) als Eigenschutz mit zu versorgen? Natürlich alles nur im beschränkten Rahmen versteht sich. Das Netz der Versorger müsste weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Vielleicht aber so, dass man ein oder zwei Ausfälle verkraften könnte.
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Lutscha
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« Antwort #22 am: 20 September 2005, 17:29:56 »

*edüt*

Was das (ja das) Zeichnung angeht, da Plan von mir war, nachdem ich mich meines Vaters besann und mir einfiel, dass dieser doch sehr gut zeichnen kann, ihn das machen zu lassen (nach intensiver Einweisung per Handpupppenspiel), da ich einerseits Hausaufgaben, böser Lehrer Du, nicht mag und andererseits furchtbar gerne eigene Arbeit auf andere ablade, was man auch Führungsqualitäten nennen kann. Cheesy
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Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!

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harold
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« Antwort #23 am: 20 September 2005, 18:13:01 »

@ Timo,

vermutlich gilt bei deinem Indik-Pazifik-Szenario auch noch die "Japan-Connection"; und zumindest bis Mitte-Ende 1940 glaube ich auch, dass Versorger noch nicht so leicht entdeckt und aufgebracht werden konnten.

Unsre ursprüngliche "Spielannahme" sah ja ausdrücklich einen alleinfahrenden Handelsstörer vor. Irgendwie hing das auch mit der Begründung Lindbergh´s, warum er eine einmotorige Maschine für die Atlantiküberquerung bevorzuge, zusammen :
The more engines, the more troubles.
The more ships, the more shit; in unserem Fall.

Einen Verband mit Zerstörern, weitab von Stützpunkten ... dann wäre der Fleuzer wohl eher die eierlegende WollMILCHsau. Im Prinzip also ein beschränkt kampffähiger Tanker... bei 20.000 ts bringen wir das nie unter.

Der übliche Zynismus der Kriegsspielerei sieht Versorger doch eher als verschmerzbare Verluste an, denn Kriegsschiffe. Insofern ist ihr einziger Wert, den sie darstellen, ihr Nachschubgut.

Soweit mal meine Gedanken dazu.

@ Lutscha,

Auf die Fleuzerzeichnung bin ich ja gespannt!

MfG
Harold
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« Antwort #24 am: 20 September 2005, 18:28:39 »

Bis zur Versenkung der Bismarck hatten die Versorge sehr gute Chancen, unentdeckt zu bleiben, und sogar bis zum Kriegseintritt der USA waren sogar Blockadebrecher-Fahreten möglich (sprich: bis 1942).

Wenn wir also unseren Fleuzer vor 1942 mit 3-4 Versorgern auf die Weltmeere schicken, ist es wahrscheinlich, dass ca. 2-3 der Tanker Dtl, oder zumindest Japan erreichen.

Einsatzprofil würde bei mir so aussehen:
In Kiel volltanken (beölen...), rauf bis Bergen, dort wieder volltanken, vor dem Durchbruch durch die Dänemarkstrasse noch eine Tankstelle aufsuchen, bis ca. auf Höhe der Falkland-Inseln fahren, dort nochmal beölen, Handelströreinsatz im Indischem Ozean, Beölung in der Antarktis, Ausflug in den Pazifik (Verminung der australischen Gewässer?), erneute Beölung auf Höhe der Falklands, fahrt nach Hause.


mfg

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« Antwort #25 am: 20 September 2005, 18:31:19 »

Ich muss sehen, dass ich dieses WE meinen Vater mal erwische.
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« Antwort #26 am: 21 September 2005, 18:00:31 »

Zitat von: harold
@ Timo,

vermutlich gilt bei deinem Indik-Pazifik-Szenario auch noch die "Japan-Connection"; und zumindest bis Mitte-Ende 1940 glaube ich auch, dass Versorger noch nicht so leicht entdeckt und aufgebracht werden konnten.

Unsre ursprüngliche "Spielannahme" sah ja ausdrücklich einen alleinfahrenden Handelsstörer vor. Irgendwie hing das auch mit der Begründung Lindbergh´s, warum er eine einmotorige Maschine für die Atlantiküberquerung bevorzuge, zusammen :
The more engines, the more troubles.
The more ships, the more shit; in unserem Fall.

Einen Verband mit Zerstörern, weitab von Stützpunkten ... dann wäre der Fleuzer wohl eher die eierlegende WollMILCHsau. Im Prinzip also ein beschränkt kampffähiger Tanker... bei 20.000 ts bringen wir das nie unter.

Der übliche Zynismus der Kriegsspielerei sieht Versorger doch eher als verschmerzbare Verluste an, denn Kriegsschiffe. Insofern ist ihr einziger Wert, den sie darstellen, ihr Nachschubgut.

Soweit mal meine Gedanken dazu.

@ Lutscha,

Auf die Fleuzerzeichnung bin ich ja gespannt!

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Harold


An Japan hatte ich jetzt gar nicht Gedacht. Wäre natürlich ein anlauf Punkt. Mit kleinen Einheiten meint ich Einheiten kleines als Zerstörer.
Bei den Versorgern macht mir auch eher dieser Nachschubgutwert sorgen, als solch ein Schiff zu verlieren. Ist solch ein Versorger nicht mehr und der Fleuzer muss suchen, kostet das viel Zeit und das Schiff hält sich sehr lange in einem Seegebiet auf.
Mit den 20.000 ts hatte ich irgendwie nicht mitbekommen.
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Gruß Timo

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