Blane
Kapitän zur See
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« am: 16 September 2005, 12:59:07 » |
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Hallo alle miteinander,
habe im Bezug auf den Z-Plan auch was über das sogenannte Schlachtschiff O gelesen, von welchem ja 3 gebaut werden sollten. Meine erste Frage geht dahin, für welche Einsätze diese Schiffe gedacht waren. Und meine zweite Frage ist über ihren Sinn.
Die Schiffe sollten ja 5m länger als die Bismarck sein, aber 15000 ts weniger Einsatzverdrängung aufweisen. Ich glaube, daß es für ein Schlachtschiff solcher Größe unterbewaffnet gewesen wäre (6x38cm, 6x15cm, 8x10,5 cm), sowie eine viel zu schwache Panzerung gehabt hätte. Oder irre ich mich?
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen
Gruss Christian
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Scheer
Kapitän zur See
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« Antwort #1 am: 16 September 2005, 13:01:38 » |
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Lutscha
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« Antwort #2 am: 16 September 2005, 16:42:44 » |
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O, P und Q wurden von den Deutschen selbst als "Ohne Panzer Quatsch" bezeichnet, eben ein Schlachtkreuzer, bei dermman vor allem den Kreuzer bemerkt.
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Das ist ja barer Unsinn, wenn das stimmen würde, hätten SIE ja recht!
Typisch deutsche Argumentationsweise.
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speedl
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« Antwort #3 am: 16 September 2005, 17:26:28 » |
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Hallo Christian,
Die O-Klasse war eine Weiterentwicklung (wobei "weiter" nicht gleich besser war) der verbesserten Panzerschiffe des Z-Plans. Die Panzerschiffe sollten ursprünglich die 28cm Türme der Scharnhorst und Gneisenau bekommen, da diese auf 38cm Umarmiert werden sollten. Da dies politisch nicht möglich war, waren die 28cm nicht frei, aber die 38cm. Da die Panzerschiffe mit 2x2 38cm unterbewaffnet waren, baute man einen dritten Turm ein. Aber damit musste auch der Rumpf verlängert werden und siehe da, man hatte plötzlich ein Schlachtschiff bzw. Schlachtkreuzer. Wie Lutscha schon geschrieben hat, war die Panzerung mehr als bescheiden, dafür wären sie schnell gewesen. Durch die gemischte Antriebsanlage war eine hohe Geschwindigkeit, aber auch eine hohe Reichweite möglich und ein möglicher Einsatz wäre gegen Konvois gewesen die mit Kreuzern bewacht wurden.
Viele Grüße Stefan
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harold
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« Antwort #4 am: 16 September 2005, 17:55:49 » |
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Servus Christian,
da ich nach wie vor plane, eine OPQ in 1:700 zu bauen, habe ich mich ein bissl schlau gemacht, was die vorhandenen Pläne angeht. Wenn du Interesse hast (und andre auch?), dann stell ich mal den Vergleich von drei Varianten (Breyer, Gartzke-Dulin, Friedman) hier rein.
Ansonsten -vom taktischen Bild her- scheinen mir die O-Schlachtkreuzer eher Opfer ihrer 38-er zu sein ... zu viel Gewicht und zu großes Kaliber für einen schnellen tip-and-run-Raider. Aber ich glaube, ein Jacky Fisher hätte sich posthum sehr drüber gefreut - die Dinger wären ziemlich auf seiner Linie gewesen.
Als Vergleich könnte man Renown/Repulse hernehmen ... schau dir mal deren Einsätze an (gegen SH/GU u.a.), und du siehst, wer vor wem abgelaufen ist. Ob das für eine "Handesstör-Marine" mit Schlachtschiff-Rückhalt in den Mittvierzigern noch Sinn gemacht hätte, wage ich angesichts der immer dichter werdenden Luftüberwachung zu bezweifeln.
MfG Harold
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speedl
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« Antwort #5 am: 16 September 2005, 18:46:29 » |
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Hallo,
@harold wir sind (ich auf jeden Fall) sehr interessiert an den Unterschieden der verschiedenen Entwürfe. Was macht eigentlich deine H42?
Viele Grüße Stefan
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Blane
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« Antwort #6 am: 16 September 2005, 18:51:28 » |
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Danke ersteinmal für eure Antworten. @Lutscha Ich sehe es auch so, daß es eher Schlachtkreuzer waren, mit einer "sehr bescheidenen" Panzerung. @speedl Das mit der Verlängerung des Schiffskörpers, aufgrund eines weiteren Geschützturmes ist klar. Aber wenn ich die Länge der O-Klasse mit der Länge der Deutschland-Klasse vergleiche, sind das gleich mal schlappe 70m. Mir stellt sich halt die Frage, ob die DKM bei ihren Entwürfen gerne geklotzt hat, anstatt kompakt bauen zu lassen. Ich habe diese Vermutung, da wie ich finde die Schweren Kreuzer mit ihrer über 200m länge, gegenüber ihren britischen Kontrahenten, auch schon ziemlich lang waren. Ich wüsste nicht, daß noch eine andere Nation so lange Schwere Kreuzer hatte, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. @harold Ich sehe es wie Du mit den 38 cm Geschützen. Ich denke, wenn ich ein Schiff haben will, welches schnell ist, nicht allzu starke Panzerung hat und feindliche Handelsschiffe ( und vielleicht Kreuzer) versenken soll, dann müssten doch eigentlich 28 cm Geschütze ausreichen  : Interesse hätte ich schon an den Plänen. Gruss Christian
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Scheer
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« Antwort #7 am: 16 September 2005, 19:00:21 » |
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@blane
was die Länge angeht, so habe ich mitlerweile gelernt, das diese ncht von Nachteil ist. "Länge läuft" - so hieß es doch.
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harold
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« Antwort #8 am: 16 September 2005, 19:11:49 » |
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Wie versprochen:
Planvergleich der drei mir bekannten seriösen Quellen.
Oben - Breyer, 1969/1 Mitte - höchstwahrscheinlich Friedman, Jahr? Unten -Garzke-Dulin, 1990/2
Bei Breyer (wie üblich) ein zu massig gezeichneter Spantausfall im Vorschiff sowie unlogische Anordnung von Details im Mittelschiff; Friedman sowie G-D zeigen eine kohärentere Durchbildung der Aufbauten/Plattformen (wer hat da von wem abgezeichnet?),
dazu die Überarbeitung, wie die einzelnen Deckslevels ausgesehen haben könnten, von mir vor einigen Monaten zu Modellbauzwecken erstellt.
Mal abgesehen von den überschweren 38-ern, ich find den Entwurf "architektonisch" schön ... dies sei jedoch kein Kriterium zur Bewertung von Schlachtkreuzern!
MfG Harold
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harold
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« Antwort #9 am: 16 September 2005, 19:20:41 » |
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Servus Stefan,
tja, die H 42 schläft noch in ihrer Lade... da kam mir viel an Berufs-Stress und der Tod meiner Mutter mit anschließender Wohnungsauflösung 600 km entfernt etc dazwischen... Derzeit hab ich ein kleines Projektchen vorgezogen, (m)einen im "Flugdeck-Kreuzer"-thread diskutierten Entwurf mal modellbauerisch zu scratchen - so have a look there, heut abend will ich dort noch n Bildchen einstellen, wie weit´s derzeit so ist.
MfG Harold
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Spee
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« Antwort #10 am: 16 September 2005, 20:53:41 » |
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Servus,
äh, der Titel ist eigentlich verwirrend. "O,P,Q" oder "O"-Schlachtschiffe, z.B. "O42"?
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Ralf
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« Antwort #11 am: 16 September 2005, 21:53:04 » |
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@Harold: Ich denke der heißt Fleuzer? 
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Gruß Ralf ___________________________________________ „Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!“ Gorch Fock
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speedl
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« Antwort #12 am: 16 September 2005, 23:09:06 » |
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Hallo Christian,
du darfst nicht von der Deutschland-Klasse ausgehen. Ich meinte die neuen Panzerschiffe. Die waren mit etwa 220 bis 230 Metern geplant und da sind es nur noch 20-30 Meter mehr für den dritten Turm. Aber du hast schon recht mit der allgemeinen Größenordnung der Deutschen Einheiten. Die waren alle für ihre Klasse sehr lang, vor allem die leichten und schweren Kreuzer. Wie es im Vergleich zu anderen Nationen aussieht, kann ich auch nicht genau sagen. Ich kenn nur die Vergleiche zu den britischen Einheiten und auch nur grob.
@harold ich werd mir morgen mal den Threat anschauen
Viele Grüße Stefan
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Blane
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« Antwort #13 am: 17 September 2005, 17:55:17 » |
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Hallo speedl,
ich habe den Vergleich zur Deutschland-Klasse gewählt, um diesen Größen-Vergleich auch etwas extremer darstellen zu stellen. Vielleicht weiss Lutscha etwas zu den Größenverhältnissen der Kreuzer (DKM vs. U.S.Navy).
@harold Ich sehe es wie Du. Von der Ästhetik her, finde ich den Entwurf recht schön. Aber wie Du bereits ja erwähntest, ist ist natürlich kein Maßstab, sondern nur Geschmackssache.
Gruss Christian
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Lutscha
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« Antwort #14 am: 17 September 2005, 18:14:07 » |
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http://www.globalsecurity...systems/ship/cruisers.htmHier hast Du einen Überblick über die amerikanischen Kreuzer. Grundsätzlich boten sie stets mehr bei gleichem Gewicht bzw. auch bei weniger. Die grössten schweren Kreuzer waren die der Des Moines Klasse. Auch die leichten Kreuzer der Amis waren mit ihren 15,2er (überlegene Granatentechnologie) durchaus in der Lage, eine Hipper zu versenken.
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