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Autor Thema: Fleuzer: Diesel-Antriebsanlage  (Gelesen 7067 mal)
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Q
Kapitän zur See
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« Antwort #60 am: 07 September 2009, 09:00:10 »





Bei dieser Fleuzer Threat Maschinenanlage faellt mir auf, das auf den beiden Aussenwellen jeweils 5 Dieselmaschinen auf eine Welle wirken. Mit einer zusaetzlichen Welle von ~13m bzw ~33m laenge an die jewels vordere Vulcan Kupplung. Die Motoren stehen in der vorderen Abteilung Laenge 10,5 m.

Diese Art der Motorensteigerung pro Welle finde ich nur bei Peter´s Entwurf. War es moeglich an eine Vulcan Kupplung eine dritte Dieselmaschine ueber eine Welle anzuschliessen?

Don´t Panic
« Letzte Änderung: 07 September 2009, 10:18:58 von Q » Gespeichert

Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
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Peter K.
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« Antwort #61 am: 26 Oktober 2009, 17:59:03 »

... verspätete Antwort, aber immerhin:  wink

Als ich damals diese Anlage ausgeknobelt habe, war ich von der Machbarkeit dieser Konfiguration überzeugt und ich glaube noch heute, dass ich diese Anordnung der Motoren auch schon irgendwo einmal gesehen habe - näher verifizieren kann ich´s im Moment aber leider nicht.

Aber sehen wir uns doch so ein Vulcan-Getriebe doch einmal genauer an:



Wir sehen hier ein Getriebe der DEUTSCHLAND während der Demontage. Die obere Abdeckung ist bereits entfernt und gibt den Blick ins Innere frei.
Die Abbauvorrichtung ist bereits montiert, alle Vulcan-Kupplungen entfernt, das große Getriebezahnrad und die beiden Backbord-Ritzel sind schon angehoben und nur noch die beiden Steuerbord-Ritzel befinden sich an ihrer Originalposition. Links ist noch das angeschraubte Wellenstück mit dem Druckflansch für das Einscheibendrucklager zu sehen, das ja den gesamten Schraubenschub aufzunehmen hat. Interessant ist auch noch die Messlatte mit ihren 2 m Höhe Unterteilungen alle 10 cm), die zusammen mit dem Arbeiter eine gute Vorstellung über die Größe vermittelt.

Die Vulcan-Getriebe von ADMIRAL SCHEER und ADMIRAL GRAF SPEE unterschieden sich bekanntlich nur dadurch, indem das Getriebe geteilt wurde, d.h. es wirkten nur noch zwei Hauptmotore über zwei Ritzel auf das große Zahnrad.

Wenn ich mir das nun so ansehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass man ohne gröbere Probleme einfach ein drittes (fünftes) Ritzel auf das Getriebezahnrad wirken lassen könnte - vielleicht kann das ein "gelernter Maschinenbauer" oder jedenfalls ein Prädistinierterer als ich näher erläutern ...

Heute würde ich eine 14-motorige Dieselanlage vielleicht etwa wie folgt auslegen:



Eine derartige Konfiguration wurde nachweislich bereits 1930 für ein Passagierschiff vorgeschlagen, womit sechs Motoren auf eine Antriebswelle schaltbar waren!

« Letzte Änderung: 26 Oktober 2009, 18:06:23 von Peter K. » Gespeichert

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« Antwort #62 am: 26 Oktober 2009, 18:09:59 »

Danke Peter, das war mir auch letztens mal bei Harold aufgefallen. Nun stellt sich fuer mich die Frage, wenn 50.000 WPS das Maximum an der Welle war, waere doch eine 6 Diesel Pro Welle Anlage sinnvoll? Das waeren 42.600 PSe bei den Deutschland Dieseln.

Don´t Panic

Edit: Ich habe bisher erfolglos nach Wellenentwicklungen zu dieser Zeit gesucht. Leider waren keine Buecher zu finden, die sich mit der Frage: Ab wann hoehere Leistungen auf eine Welle uebertragern weden konnten? Wie das moeglich war? Das letztes Buch dazu stand, das 65.000 kw das maximum seien.

« Letzte Änderung: 26 Oktober 2009, 18:27:58 von Q » Gespeichert

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Peter K.
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« Antwort #63 am: 26 Oktober 2009, 18:13:47 »

Sofern bei einem Entwurf nicht Raum- oder Gewichtsgründe dagegen sprechen, kann ich mir durchaus auch sechs M12Z42/58 pro Antriebswelle vorstellen!
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Peter K.

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delcyros
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« Antwort #64 am: 14 Dezember 2009, 11:52:42 »

Edit: Ich habe bisher erfolglos nach Wellenentwicklungen zu dieser Zeit gesucht. Leider waren keine Buecher zu finden, die sich mit der Frage: Ab wann hoehere Leistungen auf eine Welle uebertragern weden konnten? Wie das moeglich war? Das letztes Buch dazu stand, das 65.000 kw das maximum seien.

Soweit ich es verstehe, ist die kritische Komponente nicht die Welle sondern die Schraubenkombination. D.h. nicht die Weiterleitung der Kraft von Motor zur Schraube sondern die Kraftübertragung via Schraube in ein flüssiges, viskoses Medium. Hier mußte ab einer bestimmten Leistung, je nach Stand der Technik mit Kavitation und damit verbundene stark zunehmende Effizienzverlusten gerechnet werden. Das gilt auch heute noch als kritische Komponente.
Massive Fortschritte im theoretischen Verständnis der Hydrodynamik sind für Deutschland bereits in der Kaiserzeit zu verzeichnen, Auswirkungen haben sie jedoch erst in den späten 20´ er Jahren.
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Thoddy
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« Antwort #65 am: 17 Dezember 2009, 16:31:42 »

Die Iowas haben bei überlast ca 63.000 PS auf jeder Welle bei ca 5,50 Schraubendurchmesser.
Bei "herkömmlicher" Beschraubung.
Die Wellenleistung ist auch deutlich Abhängig vom Durchmesser der Schraube
Mit 10m Schrauben wird man wohl auch über 100.000 ps je welle übertragen können, aber ob solche durchmesser sinnvoll sind, möchte ich ein bissel bezweifeln.



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Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
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