Mit dem Pinsel geht es weiter.
Kommen wir zum so genannten
Trockenmalen.
Damit kann man hervorstehende Oberflächenstrukturen hervorragend betonen und sichtbar machen.
Das Weiß ist mit Absicht sehr stark aufgetragen worden, da die Klarlackversiegelung hinterher immer viel von den Highlights schluckt.

Es geht weiter mit dem Washing.
Habe davon zwei Durchgänge gemacht, da der Seehund ja schon in die Tage gekommen ist und ein wenig Rost angesetzt hat.
Deshalb habe ich das washen nicht mit schwarz vollzogen, sondern mit einem Schokoladenbraun.
Danach wurde wieder alles mit Klarlack versiegelt. Das schluckt dann auch wieder viel von den Highlights des
Washings. Daher sollte man diese, auch immer etwas übertrieben auftragen.


So Männers, weiter geht´s mit dem Emblem und der Boot-Nummer.
Werde in diesem Fall das Abzeichen selber malen müssen, da bei Verlinden Modellen so weit ich weiß, Decals nicht Bestandteil der Bausätze sind.
Sei's drum, ich wollte auf jeden Fall versuchen, das Modell so authentisch wie möglich zu gestallten.
Also habe ich mich mit Detektiv Redfort, einen User und Kumpel von mir aus diesem und dem Forum der grauen Flotte auf die Spurensuche begeben. Vielen lieben Dank noch mal Alex.
Nur zum Verständnis zu dem Emblem des Seehundes, es war und ist kaum nachvollziehbar welcher Seehund mit welchen Emblem oder welcher Turmnummer herumfuhr. Von den letzten Kriegsmonaten sind kaum noch Dokumente oder sonstige Bericht erhalten. Und wenn, dann unvollständig
Herausgekommen ist, nach vielen Bildern vergleichen und hinterfragen, folgenden Ergebnis.
Ich werde die U-5070 darstellen, dessen Emblem ein rotes Herz war.

Kommen wir zum lackieren des Herzes.
Mit einer Airbrush- Maskierungsfolie wird, wie der Name schon sagt. eine Maske für das Herz erstellt. Dazu drucke ich das Herz in der passenden Größe aus und pausche es auf die Folie.
Kantenlänge des Herzen, ganze 9 mm. Also eine schöne Fummelarbeit.
Daher braucht man auch zum ausschneiden desselbigen, ein ordentlich scharfes Skalpell.
Die Maske wird dann auf die gewünschte Stelle geklebt und los geht es mit einem satten Blutrot.

Nun zur Nummer 70.
Die habe ich frei Hand mit einem dünnen und feinen Rotmarderhaarpinsel und weißer Enamel-Farbe von Revell aufgetragen. Dazu braucht man nur eine ruhige Hand und etwas Fingerspitzengefühl.
Lasst euch davon aber keine Angst einjagen, da jetzt der Vorteil einer zwischen Klarlack-Versiegelung zum tragen kommt.
Dem gut durchgetrockneten Klarlack kann Terpentin nämlich nichts mehr anhaben. Sollte euch also die gemalte Nummer nicht zusagen, bekommt ihr sie einfach wieder weg, ohne Spuren zu hinterlassen.
Habe auch ein paar Anläufe gebraucht bis ich sie zu meiner Zufriedenheit aufgepinselt hatte. Aber seht selbst.

Danach wird natürlich wieder Versiegelt.
Es fehlt jetzt noch eine dünne schwarze Linie als Umrandung für das Herz. Aber das sollte man machen,wenn der Klarlack wieder richtig durchgetrocknet ist, damit sie bei Nichtgefallen wieder entfernt werden kann. Hat aber gefallen. Ich finde, dadurch hebt es noch mal ein gutes Stück vom Untergund ab.

Habe noch sofort die Wasserstandsanzeige drauf gepinnselt und schon ist er bereit für die nächste Versiegelung.


Was noch fehlt, sind Schraube und Kanzel.
Die Schraube ist schnell lackiert, gealtert und angebracht. Passt alles sehr gut.

Kanzel drupp, der nackte Seehund ist bereit seine Torpedos aufzunehmen




