Graf Zeppelin - Merkwürdigkeit bei der Startschlitten-Rücklaufbahn

Begonnen von Sven L., 10 Mai 2026, 19:55:41

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 5 Gäste betrachten dieses Thema.

Sven L.

Guten Morgen Zieten,

du musst in jedem Fall zwischen den Plänen von 1937-39 und denen für den Umbau 1942/43 unterscheiden. Das betrifft ganz besonders den Verlauf der Schienen auf dem Flugdeck und der Rückführung unterhalb des Flugdecks.

Nochmals zur Verdeutlichung:
Ich rede bei der von mir ins Spiel gebrachten Rückführung von der unterhalb des Flugdecks vom ersten Zeitraum. Mir stehen alle, originalen, greifbaren Zeichnungen über Invenio als auch die Zeichnungen im Israel und im Wilske zur Verfügung.
Die Original-Pläne für den Zeitraum während des Baus zeigen eindeutige Unstimmigkeiten. Hierbei sind die beiden Rücklaufbahnen so gezeichnet, dass diese stumpf vor dem Aufbau enden! Die einzige, seinerzeitige, Öffnung liegt auf der Steuerbordseite und etwas näher zur Bordkante als der Verlauf der entsprechenden Rücklaufbahn annehmen lässt. Dies kannst du auch sehr gut aus den von mir eingestellten Auszügen von den Original-Plänen erkennen.

Mir geht es ausschließlich um den ersten Zeitraum (37-39).

Der zweite Zeitraum für den Umbau ist für mich nicht relevant, weil hier versucht wurde das Bestmögliche aus dem vorhandenen zu machen.

Es wäre nett, wenn du die Pläne von A. Woelfer hier einstellen, oder mir per Mail zusenden könntest.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


_________________________________
Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Zieten

Hallo Sven,

mit den Plänen von A Woelfer meinte ich den von ihm hier in diesem Thread am 12.5. um 10.09 Uhr eingestellten (Flugzeugtr. Nr. 547).
In dem Schnitt unten rechts auf dem Plan sieht man, daß die beiden V-förmigen Schrägaufzüge an der Flugdeckspitze, die die Startwagen am Ende der Flugzeugschleudern unter das Flugdeck auf die Rücklaufbahnen befördern, nicht in einer gemeinsamen Rücklaufbahn für beide Schleudern münden, sondern in zwei getrennte.

Sven L.

Hi Zieten,

die Zeichnung den originalen Verlauf der Schienen auf dem Flugdeck. Beim späteren Umbau wurden auch das geändert, aber die auf der Skizze geziegte Drehscheibe, auch wenn hier nur für das Zungenstück des Schienensystems, nur für beide Schienen der Rücklaufbahn, meinte ich. Also ähnlich einer Drehscheibe wie bei den alten Dampflokomotiv-Schuppen.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


_________________________________
Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Zieten

Hallo Sven,
ja, die in der Zeichnung zu sehende Drehscheibe am Zungenstück der Weiche ist ja in der Funktion eher mit einer Doppelkreuzungsweiche bei der Eisenbahn zu vergleichen: sie wird in der richtigen Stellung verriegelt und dann kann der Startwagen mit Schwung drüberrollen.

Die von Dir vorgeschlagenen zwei Drehscheiben zur Verbringung der Startwagen unter Deck von Bb. nach Stb. würden dagegen (wie es bei Lorenbahnen, bei Feldbahnen, in Bergwerken usw. ja auch gemacht wird) erfordern, daß der Startwagen auf die Drehscheibe gerollt wird, dann die Drehscheibe entriegelt und per Muskelkraft (oder elektrisch bzw. mechanisch) um 90° gedreht, wieder verriegelt und der Startwagen dann über das querschiff verlaufende Gleis zur zweiten Drehscheibe geschoben wird, wo sich die Prozedur wiederholt.
Da habe ich halt Bedenken, ob das bei Seegang und dem daraus folgenden Stampfen und Schlingern des Schiffes per Muskelkraft praktikabel ist und die vermutlich zwei Mann nicht Mühe hätten, die Fuhre daran zu hindern, plötzlich in ungewünschte Richtung Fahrt aufzunehmen.

Deshalb mein Vorschlag mit einem querschiffs verlaufenden elektrischen Deckenkran, der vom stumpfen Ende des Bb.-Gleises zum in den Hangar führenden Stb.-Gleis führt.

Sven L.

Zitat von: Zieten am 06 Juni 2026, 14:45:13Da habe ich halt Bedenken, ob das bei Seegang und dem daraus folgenden Stampfen und Schlingern des Schiffes per Muskelkraft praktikabel ist und die vermutlich zwei Mann nicht Mühe hätten, die Fuhre daran zu hindern, plötzlich in ungewünschte Richtung Fahrt aufzunehmen.

Deshalb mein Vorschlag mit einem querschiffs verlaufenden elektrischen Deckenkran, der vom stumpfen Ende des Bb.-Gleises zum in den Hangar führenden Stb.-Gleis führt.

Hi,

es hätte bestimmt praktikabele Möglichkeiten gegeben zu verhindern, dass sich der Wagen selbstständig macht. Eine Möglichkeit wäre es wie bei der Achterbahn zu machen. Irgendetwas mit Kettenzug habe ich auch gelesen. Nur leider vergessen wo.
Ein Deckenkran hat den Nachteil, dass der Wagen ggf. anfängt zu schwingen.
Grüße vom Oberschlickrutscher
Sven


_________________________________
Solange man seinen Gegner nicht bezwungen hat, läuft man Gefahr, selbst bezwungen zu werden.
Clausewitz - Vom Kriege

Impressum & Datenschutzerklärung