Forum Marinearchiv
25 Mai 2012, 05:02:58 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
logo
Meldung: Das FMA-Team wünscht allen Besuchern und Mitgliedern viel Spaß beim Lesen und Schreiben. Smiley
 
   Übersicht   Hilfe Suche Chat Kalender Galerie Karte Login Registrieren Mitarbeiter Portal  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Anti-Mine device on Zerstörers  (Gelesen 856 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Erich~
Oberbootsmann
*
Offline Offline


Beiträge: 97

Alter: 58

Ort: Grants Pass, Oregon

United States


« am: 22 April 2008, 18:17:32 »

Gentlemen:

could someone explain to me the device shaped like a torpedo with fins used in self protection of the Zerstörers during the war ?  I've noted several photos in books but have not understood the function of the unit.

many thanks

Erich ~   Top
Gespeichert
harold
Board Moderator
*
Offline Offline


Beiträge: 4016

Alter: 52

Name: Harold Winkel

Ort: Wien

Oesterreich


« Antwort #1 am: 22 April 2008, 20:26:40 »

Hi Erich,

generally, a mine sweeping gear (for anchored mines of WW II) works like this (did search for an english written source for you  wink):



What you meant by "torpedo-like shaped" is the "otter", a buoyancy device for keeping the aft kite at right deapth.

In most of the german warships (and of other nations, as well) these gear was fitted at the bows (sometimes at a spear mounted ahead of stem) to keep the cuttingh lines well away from the hull. Mostly a second gear was worn admidships, to double up the effect.

Kurzfassung auf Deutsch, was Erich meint, sind die Schwimmkörper, die die (achteren) Schwingflügel für die Schneidkabel auf der zum Minenabweisen oder -schneiden geeigneten Tiefe halten. Wurden allerdings auf den deutschen Einheiten zum Minenselbstschutz nicht achteraus ausgebracht, sondern an einer Spiere (oft unter Wasser!) am Bug angeschleppt.
Gespeichert

"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
Leonhard Euler
Erich~
Oberbootsmann
*
Offline Offline


Beiträge: 97

Alter: 58

Ort: Grants Pass, Oregon

United States


« Antwort #2 am: 22 April 2008, 21:00:30 »

Harold

thank you very much for the explanation and schematic, which I understand completely

Erich ~
Gespeichert
Peter Strasser
Kapitänleutnant
*
Offline Offline


Beiträge: 890

Ort: Oldenburg i. Großh.

Deutschland


« Antwort #3 am: 22 April 2008, 22:43:01 »

Hallo Harold,

jein, Du mischt da jetzt leider das Otter-Räumgerät und das Scherdrachengerät, bzw. das schwere Räumgerät.

Die Zeichnung zeigt meiner Ansicht nach die allierte Variante einer Kombination aus Scherdrachen- und schewerem Räumgerät, die so nicht in Deutschland genutz wurde. Das Scherdrachengerät hat auch das, was Du als Schwingflügel bezeichnest, nämlich den Tiefendrachen und zudem noch den Scherdrachen selbst. Das schwere Räumgerät hatte nur den sogenannten Giebeldrachen.

Das Ottergerät, das mit Abweisleinen vom Bug abging kam ohne Scherdrachen aus. Es hatte die Räumotter mit Schneidgerät. Die Räumotter selbst konnten über Ihre Steuerflossen sowohl das Abspreizen als auch die Tiefeneinstellung der Abweisleine vollbringen.

Und ich glaube Erich meinte hier das Otter-Räumgerät.


Ich bin ein grottiger Zeichner, vielleicht kann das mal jemand in hübsch umsetzen.
Oben: schweres Räumgerät
Mitte: Scherdrachengerät
Unten: Otter-Räumgerät



Anhänge (1) nur für registrierte Mitglieder sichtbar.
Räumgeräte.jpg
« Letzte Änderung: 22 April 2008, 22:59:14 von Peter Strasser » Gespeichert
Peter K.
Board Moderator
*
Offline Offline


Beiträge: 6155

Alter: 44

Name: Peter Kreuzer

Ort: Stockerau

Oesterreich


« Antwort #4 am: 23 April 2008, 00:15:57 »

... wobei noch zu ergänzen wäre, dass das schwere Räumgerät meines Wissens in der deutschen Marine nur während des Ersten Weltkrieges verwendet wurde, stattdessen kam viel öfters das leichte Suchgerät bzw. verbundene Gerät zu Anwendung.

Im Gegensatz zu diesen beiden Geräten waren das Scherdrachengerät (SDG) und das Otterräumgerät (ORG) Einschiffsgeräte, die eine deutlich höhere Räumfahrt erlaubten.

Zum ORG habe ich da noch eine Frage:
Waren wirklich alle Otter zur selbsttätigen Tiefeneinstellung fähig?
Ich habe nämlich eine Zeichnung im Kopf, die zwischen Räumfahrzeug und Otter einen Tiefendrachen zeigt!
Gespeichert

Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de
Peter Strasser
Kapitänleutnant
*
Offline Offline


Beiträge: 890

Ort: Oldenburg i. Großh.

Deutschland


« Antwort #5 am: 23 April 2008, 17:03:20 »

Hallo Peter.

Mit dem schweren Räumgerät hast du Recht. Um so erstaunlicher, dass die allierte Variante aus Harolds Skizze dieses nur leicht verbessert zeigt.
Aber so toll kenn ich mich mit dem ausländischen Gerät auch nicht aus, mag sein, dass die auch was besseres hatten.

Zum Otter hab ich zwar noch nichts von einer gemeinsamen Verwendung mit einem Tiefendrachen gehört, das soll aber nicht ausschließen, dass es sowas gab.
Gespeichert
Erich~
Oberbootsmann
*
Offline Offline


Beiträge: 97

Alter: 58

Ort: Grants Pass, Oregon

United States


« Antwort #6 am: 23 April 2008, 17:09:26 »

Peter yes I was asking about the larger Otter device but glad you put up the drawaing to explain the sweeping procedure although a question:

do I understand correctly that the Top portion of your drawing shows two boats with sweeping lines out and away from the two boats but connected together by a single line ?  hope this makes sense

Erich
Gespeichert
Peter Strasser
Kapitänleutnant
*
Offline Offline


Beiträge: 890

Ort: Oldenburg i. Großh.

Deutschland


« Antwort #7 am: 23 April 2008, 17:59:23 »

Ja Erich,

das siehst Du richtig. Die Methode ist eine Ableitung einer Fischfangmethode aus der Ostsee. Im WK II wurde das aber nicht mehr so gemacht.

@ Peter K.

Ich habe gerade mal nachgeschaut. Als Anfang der 20er eine abgerissene englische Paravane an der deutschen Nordseeküste angespült wurde, hat man die quasi direkt abgekupfert. Daraus entstand das Otter-Räumgerät. Der Paravane konte aber schon Höhen- und Quersteuerung, also scheint es eher unwahrscheinlich, dass man noch einen Tiefendrachen hinzugefügt hat.
Gespeichert
Peter K.
Board Moderator
*
Offline Offline


Beiträge: 6155

Alter: 44

Name: Peter Kreuzer

Ort: Stockerau

Oesterreich


« Antwort #8 am: 23 April 2008, 20:48:44 »

Zitat
Als Anfang der 20er eine abgerissene englische Paravane an der deutschen Nordseeküste angespült wurde, hat man die quasi direkt abgekupfert. Daraus entstand das Otter-Räumgerät.

... dazu kommt noch, dass im selben Zeitraum - ich glaube 1923 - im letzten Winkel eines in Kiel abzuwrackenden britischen Zerstörers ein Geheimpapier mit allen englischen Erfahrung mit ihrem Gerät samt Verbesserungsvorschlägen gefunden wurde. Das ORG entstand dann auf diesen Grundlagen ab 1928.

Zitat
Der Paravane konte aber schon Höhen- und Quersteuerung, also scheint es eher unwahrscheinlich, dass man noch einen Tiefendrachen hinzugefügt hat.

... genau das macht mich ja so stutzig! Wenn ich doch nur wüsste, wo ich diese Zeichnung gesehen habe ....  Weiss nicht
Gespeichert

Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.4 | SMF © 2001-2006, Lewis Media