Ich hatte zwar vor bis Sommer 2006 einen fahrfertigen Rohbau zu erstellen, aber aufgrund von verschiedener privater und beruflicher Gründe ging alles viel langsamer voran als ursprünglich angedacht.
Aber seit einigen Monaten hat sich bei der Gneisenau wieder was getan. Es ist fest geplant das Schiff bis allerspätestens Juli 2009 fertig zu stellen, da ich fest vorhabe zur Flottenparade nach Glücksburg zu fahren. Und dort gehe ich nur hin, wenn ich auch was besonderes zum zeigen habe (sonst rentieren sich die 800km einfache Strecke nicht...)
Die GFK-Beschichtung ist fertig, das letzte Spachteln und schleifen wird morgen an den Kühlwasseröffnungen enden und dann kommt die allerletzte Schicht Epoxy-Harz drauf um alles nochmals wasserdicht zu versiegeln. Die Motoren und Wellenanlage ist eingebaut, ebenso die Ruder und das Ruderservo mit Anlenkung. Der Rohbau der Aufbauten geht auch voran.
Es haben sich auch folgende Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung ergeben:
- Es war geplant die Aufbauten überwiegend aus Alu zu erstellen, aber aufgrund von Erfahrungen mit dem Aludeck meines Kampfbootes und eines anderen Rohbaus für einen anderen Modellbauer, bin ich wieder zu Polystyrol zurückgekehrt. Die Aufbauten werden nun komplett aus diesem Kunststoff gebaut und nur dort wo es konstruktiv sinnvoll ist, wird z.B. Messing eingesetzt.
- Es werden doch die ursprünglich gekauften Motoren eingesetzt, allerdings nicht bei den geplanten 12V, sondern bei 18V. Als Regler wird ein 24V Regler von CTI verwendet. Wie er sich bewährt werden die ersten Probefahrten diesen Herbst zeigen (ich werde berichten)
- Ich wollte mich eigentlich strikt an die Umbaupläne halten, aber mittlerweile habe ich mich entschlossen, weitere Änderungen einfließen zu lassen. So werden z.B. sämtliche 3,7cm Doppelflaks durch 4cm Bofors-Einzelflaks ersetzt und auf den Türmen B und C kommt eine 2cm Vierlingsflak drauf anstatt zwei 2cm Einzelflaks. Desweiteren wird die Funkmeßtechnik dem Stand der Tirpitz von Ende 1944 angepasst inkl. Würzburg-Gerät.
- Es kommen nicht die gekauften Seuthe-Rauchgeneratoren zum Einsatz (diese finden dann ihre Verwendung in der North Carolina), sondern es wird ein selbstgebauter Rauchgenerator eingebaut. Dieser ist im Augenblick noch in der Experimentierphase und wenn die Ergebnisse zufriedenstellend sind, wird auch hierzu ein kleiner Bericht geschrieben.
Morgen werden, wie schon geschrieben, die letzten Spachtelstellen verschliffen und die letzte Schicht Harz aufgepinselt. Wenn diese dann komplett trocken ist, wird der Rumpf das erste mal ins Wasser gelassen. Dazu habe ich mir einen Holzkasten gebaut mit 300 x 50 cm und diesen mit einer Folie ausgelegt. Ich hoffe das ich das diese Woche noch schaffen werde.
Nun ein paar aktuelle Fotos:
Die eingebauten Motoren. Da diese beidseitig Wellenenden haben, ist der Steuerbordmotor rückwärts eingebaut und dreht somit trotz der anderen Drehrichtung der Schraube in seine Vorzugsrichtung. Die starren Wellenkupplungen wurden mittlerweile gegen Kardankupplungen ausgetauscht:

Hier ein Blick auf die Schrauben und Ruderanlage bevor der Rumpf verschliffen wurde. Die Schrauben sind einfache Kunststoffschrauben von Robbe die nachträglich noch mit Lexanfarbe kupferfarbig lackiert werden:

Hier eine Ansicht des fast fertig verschliffenen Rumpfes mit den ausgefrästen Öffnungen der großen Kühlwassereinlässe. Diese werden später als Wassereinlaß für eine Wasserkühlung der Motoren und des Reglers verwendet, sofern dies nötig wird (wird sich auch bei den Probefahrten zeigen). Die Abdeckgitter ähnlich wie bei der Bismarck werden erst nachträglich angebracht. Ich bin mir bei diesen noch nicht sicher wie ich diese realisieren soll, wahrscheinlich mit Ätztechnik. Aber das wird noch eine weile dauern:

Bilder der Roh-Aufbauten kommen in den nächsten Tagen.
Viele Grüße Stefan