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Autor Thema: Marine-Luftschiffe  (Gelesen 2332 mal)
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Hastei
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« am: 13 September 2008, 13:25:53 »

Hallo,

ich möchte Euch mal paar Fotos von Marine-Luftschiffen zeigen

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Hastei
Kapitän zur See
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« Antwort #1 am: 13 September 2008, 13:26:31 »

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Hastei
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« Antwort #2 am: 13 September 2008, 13:29:12 »

ich hatte die Fotos vor Jahren erstanden

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Hastei
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« Antwort #3 am: 13 September 2008, 13:31:03 »

welche Luftschiffe es sind stand nicht drauf,auch die Örtlichkeit ist mir nicht bekannt.
Nordholz oder Tondern ?

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Hastei
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« Antwort #4 am: 13 September 2008, 13:32:39 »

einzig LZ12 stand mit Bleistift auf der Rückseite

Gruß 
  Hastei

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Peter Strasser
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« Antwort #5 am: 13 September 2008, 20:03:29 »

Chef des Admiralstabs der Marine an Kommando der Hochseestreitkräfte

Berlin, 12.2.1915

Ganz geheim! O-Sache!

Seine Majestät der Kaiser haben die lebhafte Hoffnung ausgesprochen, daß der Luftkrieg gegen England mit aller Energie geführt werde. Als Angriffsziele geruhten Seine Majestät zu bezeichnen: Kriegsmaterial jeglicher Art, militärische Anlagen, Truppenlager, ferner Öl- und Petroleumtanks und die London Docks. Auf die Wohnstadt von London, vor allem aber auf königliche Paläste, über deren Schonung ein stillschweigendes Übereinkommen bestehe, sollten keine Angriffe angesetzt werden. Seine Majestät sprachen sich ferner dahin aus, daß die Wahl des richtigen Zeitpunktes für das Ansetzen von Angriffen der Luftschiffe dem Befehlshaber der Marine-Luftfahr-Abteilungen überlassen werden müßte. Befehlshaber der Marine-Luftfahr-Abteilungen hat Abschrift erhalten.

gez. Bachmann
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Peter Strasser
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« Antwort #6 am: 13 September 2008, 20:34:24 »

Stützpunkte der Deutschen Marineluftschiffe während des Krieges 1914/18

Luftschifftrupps bestanden in:

Nordholz
Ahlhorn
Hage, später Wittmundhaven
Tondern
Seerappen
Seddin-Jessenitz
Düren
Weinoden

Zudem befanden sich Luftschiffhallen in:

Jüterbog
Wildeshausen
Düsseldorf
Jamboli/Bulgarien
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Chrischnix
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« Antwort #7 am: 13 September 2008, 21:46:14 »


Moin Moin

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Hastei
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« Antwort #8 am: 27 März 2009, 17:43:50 »

hallo,
ich habe noch zwei Fotos gefunden Genaues weiß ich aber nicht.

Gruß Hastei

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Raptor
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« Antwort #9 am: 27 März 2009, 19:05:07 »

einzig LZ12 stand mit Bleistift auf der Rückseite

Hallo Hastei, LZ12 verbrannte am 17.06.1912 in Friedrichshafen (zumindest zur Hälfte). Anscheinend wurde das Schiff aber wieder aufgebaut und als Heeres Luftschiff Z III wieder in Dienst gestellt. Soll am 1. August 1914 abgebrochen worden sein (Grund veraltet).

Auf Deinen Bild sieht man deutlich daß das qualmende Gerippe an einer Kaimauer halb im Wasser versunken ist. Im Hintergrund könnte es sich um eine Luftschiffhalle handeln
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Raptor
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Name: Andy

Slovenia


« Antwort #10 am: 27 März 2009, 20:26:48 »



Hallo Hastei,

auf diesem Bild sind warscheinlich die beiden Doppelhallen III (Alrun) und IV (Alix) der Marineluftschiffbasis Ahlhorn abgelichtet. Es könnte sich aber auch um Nordholz handeln (Doppelhallen Normann und Nordstern).

Tondern ist es devinitiv nicht! Diese Basis besaß nur eine Doppelhalle.


Hierbei könnte es ich um einen Zeppelin der L-30 Klasse handeln, Kopfzerbrechen macht mir allerdings der einzige Gondelpuffer unter der hinteren 3-Maschinengondel??, normalerweise waren da zwei angebracht. Die fehlende Tarnung lässt darauf schliessen das die Aufnahme 1916 gemacht wurde. England nannte diese neuen Luftschiffe "Superzeppelin"
Die L30 Klasse war ein großer Sprung nach vorne. so hatten diese Luftschiffe ein Gasvolumen von 55.000m³ (die vorigen Konstruktionen hatten max 35.800m³) sowie 6Motoren anstatt 4. diese Luftschiffe dienten als Vorlage für die ersten erfolgreichen englischen & amerikanischen Konstruktionen.







Auf diesem Bild sind die beiden Marineluftschiffe L47 (links) sowie L46 (rechts) eingehallt in der Halle 3 "Alrun" in Ahlhorn.
Die Schläuche auf dem Boden dienen zum Befüllen der Schiffe mit Wasserstoff.
Die Halle selbst war als Doppelhalle ausgelegt und hatte eine Länge von 240mtr. Höhe 35mtr.

Beide Luftschiffe gingen zusammen mit L-51 bei der Brandkatastrophe am 5 Januar 1918 mitsamt den Hallen in Flammen auf.

technische Daten L46 (LZ94)
Antrieb:                 5 Maybach HSLu (240PS)
Länge:                   196,5mtr.
größter Durchmesser 23,9mtr.
Leergewicht:           26.900kg
Nutzlast:                37.850kg
Besatzung:             23 Mann
vmax:                    104,3km/h
Rechweite:             11.500km
Gipfelhöhe:             5.200m

Der "lautlose Angriff"
Die beiden Luftschiffe waren beim "lautlosen Angriff" in der Nacht vom 19 auf den 20 Oktober 1917 dabei. Bei diesem Geschwaderangriff wurden 11 Luftschiffe eingesetzt (urspr. waren es 13 aber 2Schiffe wurden wegen Gegenwind in den Hallen festgehalten). Dieser Angriff endete in einer Katastrophe (5 Luftschiffe gingen verloren).

L46 war bei diesem Angriff über 23Std. in der Luff und legte dabei eine Strecke von 1391km zurück (Durchschnittgeschw. 56,8km/h).

L46 unternahm an 19 Aufklärungsfahrten und 3 Feindfahrten. Kommandant war KL Hollender
L47 unternahm an 18 Aufklärungsfahrten und 4 Feindfahrten. Kommandanten waren KLdR Wolff und KL von Freudenreich

L46 & L47 waren sogenannte Höhenkletterer. Bei Einführung der "Höhenkletterer" wurde die englische Abwehr komplett lahmgelegt (die eingestetzten englischen Jäger vom Typ B.E2c, B.E.12 & F.E2b hatten nur eine Dienstgipfelhöhe von max 3.900mtr).
Die Höhe brachte aber nicht nur Vorteile sondern auch negatives: orkanartige Winde in der Stratosphäre, Navigation (Angriffe wurden ausschl. bei Nacht geflogen) Höhenkrankheit, Magnetkompasse versagten weil die Flüssigkeit im Inneren gefror (Temparaturen um -27°c). Auch die Motoren litten unter mangelnder Sauerstoffversorgung. die eingesaugte Luft (der Motor saugt bei jedem Hub dieselbe Menge Luft an)war so arm an Sauerstoff daß dier Kraftstoffmenge reduziert werde mußte. Dadurch verloren die Maybach Motoren mehr als die Hälfte ihrer Leistung. Erst 1918 stand ein verbesserter Motor zu Verfügung, der sogenannte "Höhenmotor" Maybach MB IVa. Dank seinen vergrößterten Zylindern und einem besseren Kommpressionsverhältnis lieferte er in 6.000mtr. Höhe ca142PS darunter konstant 245PS





Ganz schön mitgenommene Aufnahme. Luftschiffe wurden vermehrt eingesetzt um die deutschen Minensuchbooote sowie Uboote abzusichern und gegnerische Minenfelder auszukundschaften. Hierbei gingen die Schiffe manchmal bis auf 70mtr. runter.
« Letzte Änderung: 28 März 2009, 11:37:01 von Raptor » Gespeichert
barco
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« Antwort #11 am: 09 Mai 2009, 09:07:52 »

Hola, ich habe einige Bilder von Luftschiffen aus dem WK I, wenn Interesse besteht setze ich sie gern ein.
Außerdem habe ich mal von einem Kollegen aus der UK ein Album der SMS "Charlotte" eingescannt. Sein Vater fuhr darauf.
Schönes Wochenende,
Peter
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« Antwort #12 am: 09 Mai 2009, 10:38:13 »

Servus Pter,

wenn du Bilder zeigen möchtest, dann bitte ich darum.
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Thomas

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« Antwort #13 am: 09 Mai 2009, 14:16:45 »

Auch die Motoren litten unter mangelnder Sauerstoffversorgung. die eingesaugte Luft (der Motor saugt bei jedem Hub dieselbe Menge Luft an)war so arm an Sauerstoff daß dier Kraftstoffmenge reduziert werde mußte. Dadurch verloren die Maybach Motoren mehr als die Hälfte ihrer Leistung. Erst 1918 stand ein verbesserter Motor zu Verfügung, der sogenannte "Höhenmotor" Maybach MB IVa. Dank seinen vergrößterten Zylindern und einem besseren Kommpressionsverhältnis lieferte er in 6.000mtr. Höhe ca142PS darunter konstant 245PS

hmmm, der Maybach IVa, Höhenmotor lieferte 235 PS bei 1400 /min in Bodennähe und steigerte sich auf 245 PS in 2500m Höhe. Darüber fiel die Leistung ab. Es gab drei Vergasereinstellungen (LA-Anlasssen, H-Höhe und V-Vollgas). Prinzipiell gab es vier Möglichkeiten, die Leistung in der Höhe konstant zu halten: Vergrößerung der Zylinder (Maybach), Vergrößerung der Kompression (BMW), Laderzuschaltung (Siemens & Halske) und Gebläsetriebwerk. Alle  wurden mit unterschiedlichen Erfolg probiert, aber der Mb IVa konnte natürlich keine 245 PS in Höhen zwischen 3000m und 6000m entwickeln.
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barco
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« Antwort #14 am: 09 Mai 2009, 19:27:03 »

Also, auf geht's:


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