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Autor Thema: Wer hat Schuld am Abstieg und Untergang der Deutschen Kriegsmarine.  (Gelesen 7385 mal)
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Trimmer
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« Antwort #120 am: 07 April 2011, 14:50:32 »

Leutnant Werner- also ich sehe es doch etwas anders. Deutschland war die neue aufstrebende Macht und eine ernste Gefahr für das "Weltreich " England. Wenn ich mir z.B. die Marokko-Krise vornehme oder auch die Bagdad-Bahn - wo bleibt da das "friedliche " England ? Ja und glaubst Du nicht das es auch zu einem Beschuß der deutschen Küste gekommen wäre wenn der 1.WK länger gegangen wäre.

Gruß - Trimmer-Achim
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Leutnant Werner
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« Antwort #121 am: 07 April 2011, 15:24:41 »

Nein Achim,
Deutschland wäre nicht als Bedrohung wahr genommen worden, wenn es nicht maritim extrem aufgerüstet hätte und diese militärischen Drohgebärden unterlassen hätte. Dann wären andere ins Blickfeld des Engländers geraten oder dort geblieben. Bis in das früheste 20. Jahrhundert hatte Deutschland eine sehr gute Presse in England, nicht zuletzt deswegen, weil beide Herrscherhäuser familiär eng verwandt waren. Wilhelm Zwo´s Mutter Vicky war eine Tochter von Queen Victoria.
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Trimmer
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« Antwort #122 am: 07 April 2011, 16:07:51 »

Leutnant Werner -  es standen sich doch nicht zwei Vettern gegenüber sondern zwei Systeme. Einmal das Weltreich England und gegenüber das aufstrebende Deutschland was für England zur wirtschaftlichen Gefahr wurde. Ich hege doch ernsthafte Zweifel das England sich von seinen Positionen friedlich hätte vertreiben lassen. England diktierte doch wo es lang zu gehen hat in der Welt. Wäre Deutschland das Agrarland geblieben oder besser noch der Kleinstaatenbund - ja dann - aber so war eine Gefahr entstandendie England nicht übersehen konnte.Letztendlich haben doch gar nicht mehr Wilhelm II oder oder Queen Viktoria das sagen gehabt sondern das Kapital. Sieh Dir mal die Rolle von Wilhelm II im 1.WK an.  Eine Galionsfigur nicht mehr und nicht weniger.

Gruß - Achim - Trimmer
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« Antwort #123 am: 07 April 2011, 17:12:35 »

Moin Thomas,

England war in sein in seiner Geschichte auch nicht so ganz ohne ... auch wenn es nicht um Thema passt, aber die Schlacht von Culloden gegen die Schotten spricht für sich.

Wie gesagt auch wenn es nicht zum Thema passt, ich wollte es nur mal gesagt haben damit kein falsches Bild von England entsteht.  smiley
Denn im Grunde waren die Engländer in ihrer Art schon ein wenig mit Arroganz den anderen Staaten gegenüber behaftet.

Ostseegruß von der Pam

Irgendwer, ich glaube es war Fernau, hat mal Statistiken ausgewertet, wer denn die kriegerischsten Staaten waren, er hat das im Zusammenhang seiner bücher über Preussen gemacht, dabei hat er festgestellt, dass das friedliebende Großbritannien mit Abstand die meisten Kriege geführt hat und das militaristische, kriegslüsterne Preussen erst an Nummer 5 oder 6 folgte. Also ich weiß schon wie ich England einschätzen muß.

Gruß
thomas
Ich kenne eine solche Auswertung von van Crefeld "Kampfkraft". Wobei dessen Auwertung bezog sich, glaube ich (und kann gerade nicht nachsehen), "nur" auf Preußen / deutsches Reich - USA.
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Grüße
Stefan
Leutnant Werner
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« Antwort #124 am: 07 April 2011, 17:54:17 »

@ Trimmer, 122:

Achim, IM Krieg hatte die Niete nicht mehr viel zu sagen, aber VOR DEM Krieg mit ihrer "Kabinettswirtschaft" alles zu entscheiden. Gegen besseres Wissen. In dem Gebiet kann man sich auch ohne große Ausgaben schlau lesen, beispielsweise im Zwischennetz.

Wobei, ich mag da einfach die Bücher von z.B. Robert Massie, weil der die einzigartige Gabe hat, das ganze Gequallere aus den Primärquellen zu vernetzen und in eine wunderbare Prosa zu übersetzen
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« Antwort #125 am: 07 April 2011, 18:25:42 »

Leutnant Werner - bestimmt meinst Du " Schale des Zorns " ( engl. Dreadnought )Habe ich so ca. 2005 gelesen. Beinhaltet doch aber auch viel Wahrheit England - Deutschland und das zuspitzen der Situation so ab 1906.

Gruß - Achim - Trimmer
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Leutnant Werner
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« Antwort #126 am: 07 April 2011, 19:44:47 »

@Achim,
Nö-geht viel früher los als 1906
Ja-Beinhaltet viel Wahrheit und ist in lesbarer Form gehalten
Nö-Es gibt außer "Dreadnought" auch noch "Castles of Steel", selber Autor, ebenfalls sehr gut.

Bei dem von Dir genannten Werk ist die Verknüpfung der politischen und militärischen Überlieferung von Deutschland und Großbritannien, welche dort miteinander vernetzt wird, der außergewöhnliche Stil. Verschiedene politische Ebenen und ihre Protagonisten werden in Bezug zueinander gesetzt. So sieht populäre militärische Geschichtsschreibung aus.
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