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Autor Thema: Flottenstärke am 22.06.41  (Gelesen 970 mal)
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Albatros
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« am: 09 Dezember 2008, 09:49:35 »

Nach einer von G.J.Chorkow verfassten Liste hatte die sowjetische Flotte am 22.Juni.1941 folgende Stärke.

TYPGESAMTNordmeerflotte Baltische-FlotteSchwarzmeerflottePazifische-Flotte
Schlachtschiffe3-21-
Kreuzer7-25-
Zerstörer598211614
U-Boote21815654791
Wachschiffe227726
Torpedoschnellboote26924884135
Kanonenboote5-14-
Panzerboote26-422-
Wachboote und
U-Jäger 95
9515332819
Minenleger181638
Netzleger4-2-2
Monitore5--5-
Marineflugzeuge25811166566261183
Bei dem vorhandenen Schiffe war eine sinnvolle Dislozierung der Einheiten auf die 4 Flotten sicher schwierig aber manches erscheint mir doch eher unglücklich gewählt.
z.B. alle schweren Einheiten in der Baltischen und Schwarzmeerflotte Flotte. Oder war das doch eher Sinnvoll?

Gruß, Matrose gruesst

Manfred

« Letzte Änderung: 09 Dezember 2008, 21:16:00 von Albatros » Gespeichert
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« Antwort #1 am: 09 Dezember 2008, 12:09:11 »

Servus Albatros,

das die schweren Einheiten in der Baltischen und in der Schwarzmeerflotte waren, hatte einen simplen Grund. Nur da gab es entsprechende Reparatur- und Überholungsmöglichkeiten.
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Servus

Thomas

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Huszar
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« Antwort #2 am: 09 Dezember 2008, 12:33:08 »

Und da gab es entsprechende Feindbilder. Dtl und die Türkei.
Zwar wäre im Osten noch Japan, aber da gab es wirklich kaum etwas in Richtung Werftkapazitäten. Selbst die beiden Fernostkreuzer, die dort gebaut wurden, litten unter allgemeinen Mangel...

mfg

alex
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Albatros
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« Antwort #3 am: 09 Dezember 2008, 20:25:05 »

So einfach erklären sich  manche Dinge. Matrose verlegen Es gab also keine Docks in entsprechender Größe in Murmansk und Wladiwostok?

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #4 am: 09 Dezember 2008, 21:12:22 »

Hallo Tri,

ich weis gar nicht was ich sagen soll,  Matrose verlegen Dank Dir  Prost Kamerad

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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Kosmos
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« Antwort #5 am: 09 Dezember 2008, 22:12:21 »

Zitat
z.B. alle schweren Einheiten in der Baltischen und Schwarzmeerflotte Flotte. Oder war das doch eher Sinnvoll?
von strategischen Bedeutung her waren Baltisches und Schwarzes Meer viel wichtiger als Fernosten.
Dazu ist der Nutzen dieser schweren Einheiten wenn überhaupt dann gegen deutsche und bes. türkische Flotten gegeben, japanische ist zu mächtig,
und da die Infrastruktur sowieso gewisse Einschränkungen auferlegt...
Die Hälfte der U-Boote in Pazifik, ist doch passend für dortige Gegebenheiten 
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Albatros
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« Antwort #6 am: 10 Dezember 2008, 00:58:06 »

Hallo Kosmos,

ich bin nun wahrlich kein Flottensachverständiger, für mich machten die schweren Einheiten der Russen in der Ostsee einfach nur keinen Sinn.
Welchen Nutzen haben sie denn dort im Nachhinein tatsächlich gehabt?
Für mich wären sie bei der Nordflotte besser aufgehoben gewesen.
Die Einheiten im Schwarzen Meer dagegen konnten so glaube ich Sinnvoll eingesetzt werden.

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #7 am: 10 Dezember 2008, 10:21:01 »


Tach auch,

welche Werftkapazitäten gab es eigentlich für die Nordflotte in z.B. Murmansk oder Archangelsk? ich kann das leider nicht ermitteln.
Immerhin war doch als Basis-Nord mal Murmansk als Stützpunkt für Deutsche-Überwasserstreitkräfte und U-Boote im Gespräch.
Zitat: Am 07.10.1939, der deutsche Gesandte in MOSKAU teilt mit, das der sowjetischen Führung MURMANSK für die Nutzung durch deutsche Überwasserstreitkräfte und U-Boote als Reparaturmöglichkeit nicht isoliert genug ist. Die Sowjets
schlagen als Alternative TERIBERKA vor.

Gruß, Matrose gruesst

Manfred



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Huszar
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« Antwort #8 am: 10 Dezember 2008, 10:34:41 »

Hallo, Manfred

Praktisch keine. Für U-Boote und Zerstörer (also Kleinkrams) waren sicher 1-2 Docks vorhanden, aber nichts weltbewegendes. Die grosse Werft bei Arhangels wurde nie wirklich fertiggestellt, und das Schlachtschiff, das dort auf Kiel gelegt wurde, musste wegen eklatantem Mangel an alles eingestellt werden.

Als Vergelich: da gab es diesen Town-Kreuzer, der zu Notreparaturen nach Murmansk gelaufen ist - schon damit konnte man nichts gescheites anfangen...

mfg

alex
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Kosmos
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« Antwort #9 am: 10 Dezember 2008, 11:47:06 »

Zitat
ich bin nun wahrlich kein Flottensachverständiger, für mich machten die schweren Einheiten der Russen in der Ostsee einfach nur keinen Sinn.
Welchen Nutzen haben sie denn dort im Nachhinein tatsächlich gehabt?
Für mich wären sie bei der Nordflotte besser aufgehoben gewesen.
beim realen Kriegsverlauf hast du recht.
Aber reale Situation resultierte wiederum aus einer militärischen Katastrophe die ihres gleichen sucht, sowas kann man schlecht vor dem Krieg einplanen und bei Stationierung der Flotte berücksichtigen.
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Albatros
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« Antwort #10 am: 11 Dezember 2008, 09:50:53 »

Hallo Kosmos,

der Kriegsbeginn kam sicher auch für die Sowjetunion nicht überraschend. Wenn es aber dann wirklich in Murmansk so schlechte Möglichkeiten gab machte es auch keinen Sinn die Schiffe dorthin zu verlegen. Wobei geschadet hätte es glaube ich auch nicht. Mal zu den Schiffen selbst die in der Ostsee verblieben .Sie wurden dann im Krieg ja in der Hauptsache zur Deckung von Minenoperationen (die Kreuzer) und als Unterstützung der Landfront ( die Schlachtschiffe )eingesetzt.
Die Marat  z.B .lag nach den Angriffen von 41 bis zur Brücke im Wasser. Die schweren Geschütze des dritten und vierten Turms bekämpften nach ein paar Tagen aber wieder die Front.
Wie wird so etwas bewerkstelligt? Wie werden die Türme mit Energie und Munition versorgt?
Noch eine Frage zu Wladiwostok, habe hier im Forum irgendwo mal gelesen das es dort zum Zeitpunkt des WK 2, 3 Docks mit bis zu einer Länge von 300m gegeben haben soll. Ist dem so?

Gruß, Matrose gruesst

Manfred


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« Antwort #11 am: 11 Dezember 2008, 21:27:43 »

Hallo,

Für Murmansk gabs eigentlich auch keinen Sinn, dort Schlachtschiffe zu stationieren. Es gab einfach nichts, was den Einsatz gerechtfertigt hätte. Bis auf eine Invasion von norwegen  grin Da hätte aber wahrscheinlich auch die Royal Navy 1-2 Wörtchen mitzureden gehabt.
Ich glaube mich auch zu erinnern, dass beim Verlegungsmarsch ins Schwarze Meer das betreffende Schlachtschiff bei einem "normalen" Biskayasturm Teile des Buges verloren hat - mit den alten Kochern würde ich mich also nicht in die Arktis trauen...

Zitat
Die Marat  z.B .lag nach den Angriffen von 41 bis zur Brücke im Wasser. Die schweren Geschütze des dritten und vierten Turms bekämpften nach ein paar Tagen aber wieder die Front.
Wie wird so etwas bewerkstelligt? Wie werden die Türme mit Energie und Munition versorgt?

Die Schotten hielten. Für die Bedienung von zwei Türmen sollte nicht so unbedingt viel Strom nötig sein - und falls die eigenen Generatoren es nicht schaffen, kann von Land aus eine Leitung gezogen werden.


mfg

alex
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« Antwort #12 am: 12 Dezember 2008, 02:24:55 »

Die Biskaya ist für ihr schlechtes Wetter, mit starken Stürmen und extremen Seegang bekannt. Von daher nicht ungewöhnlich das Schiffe mal das eine oder andere Teil dort verlieren.  Matrose zwinkert
In der Arktis ist es halt nur ein paar Grad kälter.

 Und hatten die anderen nicht auch so “ Alte Eimer “ im Einsatz?

Wie wäre es denn mit dem Schutz der Convoys gewesen. Wie groß war der Beitrag der Roten-Flotte denn bei der Convoysicherung und Deckung der Geleitzüge?

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #13 am: 12 Dezember 2008, 09:12:02 »

Naja, alte Pötte hatten alle - mit 38cm  wink

Konvoisicherung spielte bei den Gedankengangen der Russen bis Ende 1941 / Anfang 1942 nicht die mindeste Rolle. War ja nicht zu erwarten, dass die Kapitalistenschweine dem Land des Sozialismus behilflich sein werden...

mffg

alex
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« Antwort #14 am: 12 Dezember 2008, 12:07:49 »

Zitat
der Kriegsbeginn kam sicher auch für die Sowjetunion nicht überraschend. Wenn es aber dann wirklich in Murmansk so schlechte Möglichkeiten gab machte es auch keinen Sinn die Schiffe dorthin zu verlegen. Wobei geschadet hätte es glaube ich auch nicht. Mal zu den Schiffen selbst die in der Ostsee verblieben .Sie wurden dann im Krieg ja in der Hauptsache zur Deckung von Minenoperationen (die Kreuzer) und als Unterstützung der Landfront ( die Schlachtschiffe )eingesetzt.
das irgendwann der Krieg kommt war klar, aber wann genau....
Aber wichtig, dass der Krieg SO ungünstig für SU verläuft, dass nach wenigen Monaten, baltische Küste verloren ist, Leningrad umziengelt und selbst Schicksal Moskaus an "Messersschneide" steht, das war überaschend...
Bei einem anderen Kriegsverlauf wären diese Schiffchen nützlich, denn:
 Finnlands beste Verbindung zu Deutschland geht über Baltisches Meer, rus. Schlachtschiffe wären immer noch nützlich um "Minenfelder" zu sichern, dabei helfen finnische Häfen zu blockieren. Ebenso Schutz der Seeverbindungen zu rus. äh "Neuerwerbungen" an der baltischen Küste.
Zitat
Die Marat  z.B .lag nach den Angriffen von 41 bis zur Brücke im Wasser. Die schweren Geschütze des dritten und vierten Turms bekämpften nach ein paar Tagen aber wieder die Front.
Wie wird so etwas bewerkstelligt? Wie werden die Türme mit Energie und Munition versorgt?
Der Bug brach ab, das Schiff nahm zwar 10000 t Wasser aber Zerstörung im Heck hielten sich wirlich im Grenzen:
http://www.battleships.sp...oto/Sevastopol/Pic24.html
Der Heck wurde da wo nötig abgedichtet, Wasser abgepumpt, und schon konnte eine neue "Schwimmende Batterie" auftauchen und aus 3 und 4 Turm den Kampf fortsetzen.
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