Forum Marinearchiv
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Autor Thema: VLCC und ULCC Supertanker  (Gelesen 10350 mal)
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Nauarchus
Seekadett
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Thueringen


« Antwort #15 am: 12 Dezember 2008, 23:00:34 »

Hallo Kapitän Hans,

Zitat
Danke fuer die Korrektur.
kein Problem, gerne geschehen. Dafür ist das Forum doch auch da.  smiley

Zitat
Sie kam direkt aus der Werft und sollte in Schweden aufgelegt werden. Finanziell gluecklich gesehen strandete sie auf ihrer Jungfernreise unbeladen mit angeblichem Ruderschaden.

Meinst Du evtl. den Onassis-Tanker OLYMPIC BRAVERY? Die war von Brest nach Farsund (in Norwegen) in Ballast unterwegs um dort aufgelegt zu werden. Sie trieb nach dem siebenten (!) Ausfall der Hauptmaschine innerhalb kurzer Zeit auf die Felsen der Insel Ushant und brach etwas später auseinander. Totalverlust und die Versicherungen haben alles bezahlt. Und wenn unsereins mal mit ner Beule im Kotflügel kommt machen die ein riesen Theater und stellen sich stur.

Gruß Nauarchus  Kaptn lach
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"Wenn ein Seemann nicht weiß, welches Ufer er ansteuern muß, dann ist kein Wind der Richtige."

Lucius Annaeus Seneca (römischer Philosoph & Dichter)
Captain Hans
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« Antwort #16 am: 12 Dezember 2008, 23:36:11 »

Hallo Nauarchos

Genau die Olympic Bravery meinte ich. Bei der wurde gemunkelt, dass es nicht ganz mit rechten Dingen zuging.
Danke fuer die Auffrischung meines Gedaechtnisses.
Super Zusammenarbeit.

Gruesse aus dem schoenen Costa Rica
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Nauarchus
Seekadett
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« Antwort #17 am: 13 Dezember 2008, 12:01:18 »

Hallo Kapitän Hans!

Zitat
Bei der wurde gemunkelt, dass es nicht ganz mit rechten Dingen zuging.
Richtig, daß wurde es. Aber Beweise gibt es mWn nicht, wäre ja auch zu schön gewesen.  grin Ein (wirklicher) Verlust war es für die Reederei jedenfalls nicht - zumindest in finanzieller Hinsicht.

Gruß Nauarchus  Kaptn lach
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ufo
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« Antwort #18 am: 13 Dezember 2008, 20:30:02 »

Hej Kapitaen Hans!

Freut mich, dass ich noch einen Liebhaber der Tankship Tromedy gefunden habe!  grin Ich wuerde mich ausgesprochen freuen, wenn Du da noch kritische, bekraeftigende, kommentierende oder erweiternde Anmerkungen zu haettest! Ich fand in dem Buch unwarscheinlich viele interessante Details zur Tankschifffahrt und es ist ausgesprochen interessant - und manchmal ausgesprochen truebsinnig !!!  undecided - das mit Publikationen von Lloyds oder so zu vergleichen. Die Allianz aus Klasse und Betreiber scheint wirklich ausgesprochen unheilig.

Weist Du was aus den Hellespont ULCC geworden ist? Hellespont scheint die ja selbst nur sehr kurz gefahren zu haben.

Ufo
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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #19 am: 23 Januar 2009, 18:49:22 »

hier ein Presseartikel, wie man sich auf den Öltankermarkt verzockt hat


http://www.spiegel.de/wir...aft/0,1518,516457,00.html
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Woelfchen
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« Antwort #20 am: 23 Januar 2009, 19:53:28 »

Und nicht zum ersten mal.  wink

Frei nach dem Motto:
Nach jedem Boom kommt die Tankerschwemme.
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Captain Hans
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« Antwort #21 am: 12 Oktober 2009, 18:08:58 »

hier noch eine spezielle Erklärung zu den Supertankern.

Anfang der 70er Jahre wurde immer größere VLCCs und ULCCs gebaut, die meisten Häfen und Reviere
konnten aber diese Schiffe nicht mehr aufnehmen.
So wurde das Singlebuoy Mooring System entwickelt d.h. es waren riesige verankerte Bojen weit vor der Küste
im tiefen wasser.
Die Boje war durch eine Pipeline mit dem Landtanks verbunden.
Die Schiffe mit großen Tiefgang konnten so auf See beladen oder gelöscht werden.

Ich selbst habe ein paar mal so geladen und gelöscht und das Anlegen an diese Dinger war ein
kleines Kunsttück .

Es gab grundsätzlich 3 verschiedene Systeme.

1. das Schiff warf beide Buganker in einem Winkel von ca 60 Grad in Windrichtung von vorne. (ein sehr spezielles Manöver)
   und machte dann Heckleinen an der Seeboje fest. Der/die Ladeschläuche wurden dann mittschiffs aus dem Wasser gefischt.
   Eine kleine Boje war mit einem starken Draht mit dem Ladeschlauch verbunden. Mit dem Ladegeschirr (oder Kran)an der Manifold
   wurde dann der Lade/Löschschlauch aus dem Wasser gefischt. Solche gepanzerten Schläuche hatten ein Gewicht von bis zu 6 to.

2. In Gebieten mit stark wechselnden Gezeitenströmen wurden oft auch Bugbojen verwandt. Hier mußte das schiff über einen auf der Boje
   drehbar gelagerten Schlauch über den Bug beladen werden. Dies hatte den Vorteil, daß das Schiff mit Schlauch um die Boje schwojen konnte.

3. Gigantische fest verankerte Bojengerüste mit schweren Hydrauliken. Das Schiff fuhr mit dem Bug in diese Hydrauliken und wurde fest mit
    der Seeboje fest verzurrt. Die Beladung erfolgte ebenfalls über den Bug. ( Dieses System habe ich selber nicht erlebt)

Man entwickelte auch schwimmende Schläuche, die wesentlich einfacher aus dem Easser zu holen ware.

anbei ein paar Bilder von solchen Systemen. (Einige Bilder sind von schlechter Qualität mußte sie aus alten Tankerhandbüchern kopieren)









zum Schluß noch eine schematische Zeichnung eines solcher Systeme



diese systeme sind noch heute in Betrieb - besonders im Golf von Mexico

ich glaube eine interessante Erweiterung dieses Beitrags

beste Grüße

Hans

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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #22 am: 09 November 2009, 16:14:41 »

der folgende Film (Diashow) zeigt sehr schöne Bilder von von den verschiedenen Situationen
in der Tankerfahrt.
http://www.youtube.com/watch?v=R713NPo1M-A


der nächste link zeigt den Stapellauf einer Tankersektion. Diese großen Schiffe werden meistens
in drei Sektionen gebaut, die einzeln vom Stapel gelassen werden und dann im Wasser (auch unter Wasser)
zusammengeschweißt werden.
Solche langen, großen Schiffe können nicht mehr in einem Stück vom Stapel laufen, denn sie würden zerbrechen.

http://www.youtube.com/wa...__uac&feature=related

hier noch ein film über den Stapellauf in einem Stück

http://www.youtube.com/wa...d7gAU&feature=related

 


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rosenow
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Ort: „In der völlig vergessenen Iringsstraße, beim Wächter der Götter, nähe Orionspur“

Europa


« Antwort #23 am: 08 Juni 2011, 12:14:40 »

Hallo Captain Hans,
habe heute erst durch Albatros  „Ein „Kleiner“ und ein großer Tanker“ , deinen sehr schönen Beitrag  über „VLCC und ULCC Supertanker“  entdeckt und gelesen,  die ganze Abhandlung mit Korrekturen und Ergänzungen sind sehr Lehrreich, ganz toll, Captain Hans und Danke!!!

Übrigens, wer in deinem Alter noch so viel Elan und Schreiblust aufbringt, gehört nicht zum alten Eisen, sondern in eine Kategorie von Mensch, der nicht nur den jungen Hansels
vieles erklären kann
und
dabei interessanten Lesestoff weiter gibt, der Spannung, Spaß und Freude bereitet.
Nochmals Danke!
Klasse Klatschen
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mit freundlichen Gruß
Michael


„Macht`s gut und denkt daran!
Es gibt drei Sorten von Menschen:
Die Lebenden.
Die Toten.
Und die, die zur See fahren.“
Hein Schonder
Captain Hans
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« Antwort #24 am: 08 Juni 2011, 14:36:26 »

danke für die Blumen

viele grüße

Hans
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Chrischnix
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Schleswig-Holstein


« Antwort #25 am: 08 Juni 2011, 18:49:59 »


Klasse Bericht Hans.
Jetzt von dir den LASH Carrier erklärt, das wäre doch was, habe gerade das Buch
über die München durch, deshalb Engel
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