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Autor Thema: Feuergeschwindigkeit der South Dakota  (Gelesen 2561 mal)
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DHEO
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« am: 06 November 2005, 11:19:02 »

In den Fachbüchern liest man oft, daß Ladevorgänge ca. 20 - 30 Sekunden dauerten, was sich als Laie kaum vorstellen kann, zumal die Granaten zwischen 800 und 1350 kg wogen.

Im Handbuch der SoDak (ja, es gab eine "Bedienungsanleitung für Schlachtschiffe) wirde ein Ladevorgang der HA mit 30 Sekunden angegeben.

Kapitän Gatch ließ im Vorfeld des Guadacanal-Einsatzes die Crews der 40,6 cm-Geschütze bis zur völligen Erschöpfung drillen, mit dem Ergebnis, daß die 1,35 t-Granaten innerhalb von 15 Sekunden (!!!) geladen werden konnten. (Quelle: Robert D. Ballard, "Versenkt im Pazifik" S. 165).

Dies, so finde ich, ist eine sehr beachtliche Leistung, obwohl ich bezweifel, daß dieses Tempo über mehr als 3-5 Ladevorgänge hätte andauern können, und danach die Zeiten wegen des physischen Erschöpfungsgrades rapide in den Keller gesunken währen.

Grüße

Dirk
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Huszar
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« Antwort #1 am: 06 November 2005, 12:32:11 »

Hallo,

Nicht der Ladevorgang an sich dauert lange, sondern bis die Granten bis zum Geschütz gelangen. Die Leistung und GEschwindigkeit der Aufzüge ist begrenzt, da hilft auch kein Drillen.
Solange die Bereitschaftsmun halt - 3-5 Schuss/Geschütz - könnte man die Granaten theoretisch in 15 Sek laden (was mM immernoch eine unglaubliche Zahl ist), danach kann das Tempo aber nicht gehalten werden.

mfg

alex
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Mario
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« Antwort #2 am: 06 November 2005, 12:59:18 »

Entweder ist die Aussage in dem betreffendem Buch eine wilde Abenteuergeschichte, oder es handelt sich wirklich nur um die ersten Salven mit der im Geschützraum bereitgestellten Munition.
Der Faktor Mensch kann noch trainiert werden, aber die mechanischen Vorgänge brauchen ihre Zeit, da kann man die konstruktionsbedingten Zeiten kaum verbessern.
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t-geronimo
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« Antwort #3 am: 06 November 2005, 14:35:53 »

Ich denke mal, bei solchen Details sollte Ballard auch sehr mit Vorsicht genossen werden.
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Thorsten
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Mario
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« Antwort #4 am: 06 November 2005, 17:39:09 »

Ballard ist ja schließlich auch ein Taucher, kein Buchautor. Ich bin mir sicher, daß sein Name auch nur für die Promotion genutzt wurde, das Buch wurde sicher von jemand anders (oder mehreren...) geschrieben.
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harold
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« Antwort #5 am: 06 November 2005, 17:48:46 »

Auf größere Gefechtsentfernung machen die oben zitierten 15 sec insofern auch deshalb wenig Sinn, weil Aufschlagbeobachtungen (gleich, ob optisch oder per Radar) ja erst nach der Flugdauer der Granaten möglich sind ...

...es kann sich bestenfalls nur um eine Reserve für Schussfolgen bei bereits nicht nur eingegabeltem, sondern erfassten Ziel handeln.

Ob das wirklich so war - oder nicht - sollte aus der Quelle, die Ballard benutzt hat, eigentlich hervorgehen?

MfG
Harold
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
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« Antwort #6 am: 07 November 2005, 09:05:18 »

@Harold

auf hohe Gefechtsentfernung ja, aber ich stelle mir das eher wie eine Art Sperrfeuer bei Zertörerangriffen vor.
Innerhalb von 30 - 40 Sekunden sind das 27 schwere Koffer.  Auf die kurze Entfernung ergibt das, selbst beim Zielen über den Daumen, ein recht hohes Gefahrenpotential für die DD´s.
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harold
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« Antwort #7 am: 07 November 2005, 11:27:17 »

Auf mittlere und kurze Gefechtsentfernung...? Woll woll, aber sind da nicht die 5-Zöller von der Kadenz her um einiges effektiver?
Schwerkalibriger Beschuss auf kurze (< 80 hm) Distanz würde nur Sinn machen, wenn durch Annäherungs-Zündverfahren eine möglichst breit streuende Splitterwirkung entstünde -
- war dás vielleicht die Idee dahinter?
Ciao,
Harold
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« Antwort #8 am: 07 November 2005, 11:41:27 »

@Harold,

sowas wie "Zonenschießen" bei den Deutschen vielleicht.
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Servus

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« Antwort #9 am: 07 November 2005, 11:51:22 »

Konnte schon jemand die 15 Sek. aus einer anderen Quelle verifizieren?

Ich mag die immer noch nicht so richtig glauben (lerne aber auch gerne dazu).

Ansonsten hat harold schon recht: Womit man auf kleine, schnelle und wendige Einheiten schießt, haben wir ja an einem anderen Ort schon mal recht ausführlich diskutiert. Jedenfalls normalerweise nicht mit der SA eines Schlachtschiffes.
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Thorsten
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« Antwort #10 am: 07 November 2005, 11:59:26 »

@T-G,

ist schon klar. Einen Sinn würde ich nur darin sehen, wenn man im Verband läuft und eine Art "Granatenwand" errrichtet, durch die die feindlichen Zerstörer durch müßten.
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DHEO
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« Antwort #11 am: 07 November 2005, 12:04:45 »

Wenn man die Seeschlachten im eisensund betrachtet, so wurden zumindest die mit CA´s und darunter auf sehr kurze Entfernungen ausgefochten, wobei ein US-Zerstörer sogar direkt hinter dem Heck der Heii gelaufen ist, aus allen rohren feuernd.

darum könnte ich mir schon vorstellen, daß Cpt. gatch gezielt auf dieses Einsatzgebiet sozusagen für den "Notfall" hat drillen lassen.

Grüße

Dirk
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DHEO
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« Antwort #12 am: 07 November 2005, 12:07:05 »

Was die Quelle angeht, so käme mir in den Sinn, daß Lutscha da bestimmt mehr zu wissen könnte *g*

 shocked  shocked  shocked

grüße

Dirk
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« Antwort #13 am: 07 November 2005, 12:08:17 »

Sagt die "Bibel" nichts (G & D) ?
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DHEO
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« Antwort #14 am: 07 November 2005, 12:16:05 »

Wenn G & D die Bibel ist, dan bin ich noch Atheist  embarassed

Grüße

Dirk
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