Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Dampfer EMANUEL 14./15.09.1941 Ostsee  (Gelesen 972 mal)
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London1
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« am: 24 Dezember 2008, 11:00:20 »

Hallo,

Nach KTB Admiral Nord ist ein Dampfer mit dem Namen EMANUEL am 14./15.09.1941 in der Ostsee torpediert and versenkt worden.

Ich konnte bis jetzt keine technischen und historischen Daten zu dem Schiff finden. Hat jemand eine Idee ?

Besten Dank im voraus und ein frohes Weihnachtfest wünscht

Jochen
« Letzte Änderung: 24 Dezember 2008, 15:28:56 von kalli » Gespeichert
Urs Hessling
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« Antwort #1 am: 24 Dezember 2008, 12:54:05 »

hallo, Jochen,

hast Du noch weitere Informationen betr. (1) Position und (2) Verursacher (U-Boot, S-Boot) ?

Meine Nachforschung brachte nur bei "miramar.nz" einige dänische Trawler/Logger mit dem Namen bzw. mit Schreibweise "Emmanuel", aber keine Verlustdaten.

Sowjetische U-Boote operierten m.W. in diesem Zeitraum nicht in der freien Ostsee.

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr,

Gruß, Urs
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Schorsch
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« Antwort #2 am: 24 Dezember 2008, 13:25:02 »

Hallo,

Busch/Röll geben für U 556 einen Versenkungserfolg gegen einen 166 BRT-Fischdampfer "Emanuel" von den Färöer-Inseln an, erzielt am 06.05.41 um 23.09 Uhr im Marinequadrat AE 9245 (Nordatlantik) unter Einsatz von Artillerie. Sonst ist für die deutschen Uboote kein weiteres versenktes Schiff mit dem Namen Emanuel aufgeführt.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
« Letzte Änderung: 24 Dezember 2008, 13:47:57 von Schorsch » Gespeichert

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« Antwort #3 am: 24 Dezember 2008, 13:41:41 »

Hallo Urs,
hallo Schorsch,

Leider habe ich nur "versenkt durch Torpedo" um 04.47h im Marinequadrant "AO 5845". Nach russischer Marineliteratur soll "SH 311" angeblich am gleichen Tag / Nacht  um 04.43h ein Schiff torpediert haben.

Ich stelle diese Frage für einen guten Freund aus Frankreich, der leider über kein Internet verfügt. Mehr hat er mir zu dem Fall auch nicht mitgeteilt, und mein Spezialgebiet ist ein völlig anderes, so dass ich mich mit der o.g. Thematik noch nie befasst habe. Trotzdem will ich ihm natürlich nach Möglichkeit helfen.

Vielleicht kommen wir ja doch noch weiter !

Beste Dank
Jochen

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kalli
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« Antwort #4 am: 24 Dezember 2008, 14:41:25 »

Hier ein Foto von SH 311 („Kumscha“) mit dem Foto ihres Kommandanten F.G. Werschinin

http://submarine.id.ru/galery/t270.shtml

Ich schau mal nach ob ich noch was über das Boot heraus bekomme.
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kalli
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« Antwort #5 am: 24 Dezember 2008, 15:14:52 »

@Urs
Zitat
Sowjetische U-Boote operierten m.W. in diesem Zeitraum nicht in der freien Ostsee.
Das stimmt so nicht ganz wenn man nur mal als Beispiel SH 311 verfolgt. Allerdings war das Boot am 16.09.41 in Kronstadt und wenn es einen Tag zuvor einen Dampfer versenkt hätte würde das sicherlich in der Biografie stehen.

http://www.deepstorm.ru/D...20V-b-2/Sh-311/Sh-311.htm
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TD
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« Antwort #6 am: 24 Dezember 2008, 18:05:00 »

Auch ich habe nicht einmal eine Beschädigung für diesen Tag gefunden in den Verlustlisten.

Gruß

Theo
« Letzte Änderung: 25 Dezember 2008, 02:03:11 von TD » Gespeichert

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Spee
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« Antwort #7 am: 25 Dezember 2008, 09:55:13 »

Servus,

beschäftigt sich der Admiral Nord mit Ereignissen in der Ostsee? Ist ja interessant bzw. hätte ich nicht geglaubt.
Besagtes Planquadrat sind doch schwedische Hoheitsgewässer, oder bin ich wiedermal zu blöd eine Karte zu lesen? -> http://www.geocities.com/germangrid/ebaltic.html
Es gab auch einen Dampfer "Emanuel", ein Däne -> http://www.plimsollshipda...file.php?name=42b0268.pdf

Einen neutralen Dampfer in neutralen Hoheitsgewässern torpediert?!
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Servus

Thomas

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« Antwort #8 am: 25 Dezember 2008, 10:48:09 »

Hallo zusammen,

besten Dank für die interessanten Beiträge. Da scheint ja einiges durcheinander gekommen zu sein.
Nach dem Hinweis von Spee wegen "Admiral Nord" und der fehlenden Tätigkeit von sowj. Booten in dem Zeitraum bzw. Seegebiet, tendiere ich dazu , dass es sich bei dem Verlust doch, um die von Schorsch beschriebene Aktion handeln muss. Zumindest das Seegebiet gehört ja wohl zum Admiral Nord. Der dän. Dampfer EMANUEL (1907) hat den Krieg überlebt und scheidet somit aus.   

Ich werde die Informationen an meinen Freund weiterleiten.

Besten Dank für Eure Mühe.

Gruß
jochen
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Urs Hessling
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« Antwort #9 am: 25 Dezember 2008, 14:14:40 »

hallo, Jochen,

die andere Möglichkeit wäre, daß Du auf etwas gestoßen bist, was den Marinehistorikern bisher entgangen ist.

Die zitierten Uhrzeiten stimmen ja fast überein, bei einem KTB-Irrtum (in der Annahme von Schorsch´s Information)lägen Position und Datum fast unvorstellbar weit auseinander. Wenn die KTB-Position mit der in der russischen Literatur angegebenen (gibt es eine ?) übereinstimmte, wäre das ein weiteres Indiz für einen "Fund".

Eine Versenkung schwedischer Schiffe durch sowjetische Unterseeboote kam 1941-42 relativ häufig vor. Nach einer Versenkung am 15.9. morgens wäre ein Einlaufen am 16.9. abends in Kronstadt zumindest möglich, wenn auch wegen der dt. Minensperren mit gefährlich hoher Fahrt erreicht.

Vielleicht solltest Du doch noch "am Ball bleiben", und wir auch.

Gruß, Urs

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Schorsch
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« Antwort #10 am: 25 Dezember 2008, 15:50:54 »

Hallo,

ich hätte ja noch etwas zu bieten: nach Rohwer: "Allied Submarine Attacks of WWII" wurden die britischen Uboote Spearfish und Tetrarch auf die Suche nach dänischen Fischereifahrzeugen ausgeschickt.

Am 20.05.1940 versenkt Spearfish um 3.33 Uhr bzw. 4.50 Uhr zwei Fischdampfer (keine Angabe von Namen) auf 55°00N/03°00E mit Artillerie. Die Tetrarch versenkt am 23.05.1940 um 12.02 Uhr ein drittes dänisches Schiff mit Namen "Terieven" auf der Position 56°55N/06°55E durch Sprengladungen. Am 23.05.1940, 13.30 Uhr wird ein vierter dänischer Fischdampfer namens "Emmanuel" auf der Position 59°59N/06°58E von der Tetrarch als Prise aufgebracht und mit den Besatzungen der ersten drei Fahrzeuge nach Leith geschickt.

Ich bin mir dessen bewusst, dass bis auf eine entfernte Ähnlichkeit mit dem genannten Schiffsnamen nichts mit den ursprünglichen Fakten übereinstimmt, da aber die Positionen am Eingang des Skagerracks liegt, könnte der Admiral Nord...

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
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« Antwort #11 am: 25 Dezember 2008, 17:01:26 »

Hallo Schorsch

der dänische Fischkutter Immanuel (L.100) war so klein das ich bei der Nachsuche noch nicht einmal eine Größe finden konnte.

Gruß

Theo
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« Antwort #12 am: 25 Dezember 2008, 17:10:05 »

Hallo,

besten Dank Urs und Schorsch für die Ausführungen. Da mein franz. Freund ja aus dem KTB Admiral Nord zitiert, werde ich mal nachfragen, ob er mir die betreffende Seite in Kopie zu schicken kann und auch woher er seine Infos bezüglich des sowj. U-Boots gefunden hat. Vielleicht kommen wir dann weiter !

Bis dahin beste Grüße.

jochen
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crolick
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« Antwort #13 am: 26 Dezember 2008, 01:26:52 »

As far as I know on 14/15 1941 none of Soviet submarines was even close to the area not mentioning any report of the attack. I have found only 2 subs - namely M-77 and M-97 - in the sea in the Finish Gulf.

It seems that the presumed 'torpedo' was probably a mine(?).


Hope it helps! smiley
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