Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Russlands Seekriegsflotte – Entwicklungstendenzen seit 1991  (Gelesen 757 mal)
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kalli
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« am: 24 Januar 2009, 14:19:51 »

Eine m.E. interessante Einschätzung von Egbert Lemcke, die leider nur bis zum Jahr 2003 reicht. In den Grundzügen wird sie aber auch für die letzten und nächsten Jahren Gültigkeit besitzen. Interessant sind auch die Anlagen.

Hier kann der Beitrag gelesen werden:

http://www.sicherheitspol...toren/lemcke/ap6700el.htm
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Urs Hessling
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« Antwort #1 am: 24 Januar 2009, 20:48:57 »

hallo, Kalli,

guter Hinweis  Top

hier noch etwas aktuelles dazu:
http://www.welt.de/politi...e-Marinestuetzpunkte.html

und eine ganz neue Brisanz hat die Demonstration militärischer Macht im Nordpolarmeer nach dem Abschmelzen der Polkappen und den zunehmenden Möglichkeiten, dortige Bodenschätze auszubeuten.

vielleicht durch eine Gesellschaft mit Gerhard Schröder als Vizevorstandvorsitzendem ... ?

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
kalli
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« Antwort #2 am: 24 Januar 2009, 21:55:10 »

Gut der Weltartikel bringt nichts absolut Neues ist aber auch nicht uninteressant.
Aber wenn man sich mal die Kommentare dazu durchliest kann man sich doch ob der Arroganz und Unwissenheit der Schreiber erschrecken. Falls die schon so alt sind haben die die Entwicklung der letzten 15 Jahre glatt verschlafen.
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Spee
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« Antwort #3 am: 24 Januar 2009, 22:21:45 »

@Kalli,

war es nicht schon immer so, daß man die Russen entweder maßlos über- oder unterschätzt hat? Warum sollte sich das ändern?
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Servus

Thomas

"Well, I suppose you’ll shove the little men off."

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kalli
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« Antwort #4 am: 24 Januar 2009, 23:28:31 »

@Spee,
die Zeiten haben sich doch entscheidend geändert. Vor 20 Jahren war der Informationsfluss noch ein Rinnsal. Heute ist das anders. Man kann fast ausreichend Informationen saugen. Fast so wie überall in der Welt. Andere geben ja auch nicht alles preis.
Diese Schreiber ,und die scheinen mir relativ repräsentativ zu sein, haben nicht das geringste gelernt. Das ist für mich erschreckend genug.
Und Du hast recht damit, dass es an einer realistischen Einschätzung über die Rolle Rußlands zumindestens in sehr weiten Kreisen Fehlanzeige gibt.
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Spee
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Garstiger Piratenpascha



« Antwort #5 am: 25 Januar 2009, 09:35:08 »

Servus Kalli,

ich behaupte, die Informationslage war für eine Einschätzung Rußlands nie von Interesse.
Entweder sind die Russen das Paradebeispiel für Unfähigkeit/Korruption etc. oder sie sind das perfekte Bedrohungspotential. Beides wird nach Belieben passend zur jeweiligen eigenen Politik ausgespielt.

Die Metapher mit dem "russischen Bären" ist durchaus treffend; liegt er halbverhungert am Boden, tritt man ihn. Ist er stark und bei Kräften, läuft man laut nach Hilfe schreiend vor ihm weg. Verstehen wollte man ihn seit Jahrhunderten nie, nur ganz wenige haben ihm zugehört.
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Servus

Thomas

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« Antwort #6 am: 26 Januar 2009, 09:43:43 »

Hallo
Hm, "die Welt".
Hier geht zwar um Rußland, trotzdem sollte bei solchen Themen auch immer die Interessen der USA im Auge haben da diese davon berührt werden.

"Die Welt" gehört zum Springerverlag (bzw. Bertelsmann - Springer: http://de.wikipedia.org/wiki/Springer-Verlag).

Die Mitarbeiter des Springerverlages dürfen nichts negatives über die USA und Israel veröffentlichen.
Dieser Passus wurde nach den Anschlägen vom 11.Sept.2001 in ALLE Verträge zwangsweise aufgenommen.
Zitat
Betonte doch nun auch der Chefredakteur von Computer-Bild im Editorial der jüngsten Ausgabe, der Springer-Verlag habe sich auf die "Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika" verpflichtet.
http://www.heise.de/newst...-Was-wird--/meldung/21431

Zitat
A propos Pressefreiheit: Wie der Springer-Verlag, von dem man ja einiges gewohnt ist, mittlerweile damit umgeht, konnte man am 19. November in der österreichischen Zeitung "Der Standard" lesen. Freimut Duve, der OSZE-Beauftragte für die Medienfreiheit, berichtete in einem Interview davon, dass seit dem 11. September die Mitarbeiter von "Bild" und "Welt" keine Kritik mehr an den Militärschlägen der USA üben dürfen. Denn in ihre Arbeitsverträge wurde die Verpflichtung zur "Solidarität mit den USA" aufgenommen. Gut, wird man sagen, dass ist die Bildzeitung. Aber die Unterdrückung von Kritik und Meinungsfreiheit geht schon längst darüber hinaus und frisst sich, wenn wir nicht aufpassen, in viele gesellschaftliche Bereiche hinein. Den meisten von euch ist der Fall unseres Kollegen Bernhard Nolz aus Siegen bekannt, der auf Druck der örtlichen CDU vom Schuldienst suspendiert wurde, weil er in seiner Trauerrede auf die Opfer vom 11. September gewagt hatte, die weltpolitische Rolle der USA zu kritisieren. Der Bundesausschuss Friedensratschlag hat den zuständigen Regierungspräsidenten aufgefordert, die Suspendierung sofort aufzuheben.
http://www.uni-kassel.de/...rat/2001/einfuehrung.html
N.m.A. kann man die Medien des Springerverlags kaum mehr als seriöse Quelle bezeichnen. Ob die Leserzuschriften redigiert / sortiert werden weiß ich nicht, es würde aber dazu passen.


Mir kommt es eher so vor als ob die Pläne Rußlands, worauf ja auch schon Thomas hingewiesen hat, als "Bedrohung" installiert werden sollen. Ob dies tatsächlich eine Bedrohung wird hat sehr viel mehr mit der Politik der USA / Nato / EU zu tun.
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Grüße
Stefan
Trimmer
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« Antwort #7 am: 26 Januar 2009, 10:21:51 »

Ich sehe es so,dass Russland stark daran interessiert ist wieder die Rolle zu uebernehmen die sie bis 1990 gespielt hat. Wenn ich sehe in wievielen Laendern der Erde schon heute wieder russisches Kapital steckt, wo man wieder dabei ist sich "Freunde" zu schaffen und welche Muehe man sich gibt gerade auch in der Ruestung verlorenes Gebiet  wieder zu gewinnen - ist fuer mich klar - wieder Weltmacht und das auch auf den Meeren. Zwar nicht mehr unter dem roten Stern sondern unter dem Andreas-Kreuz aber...
Gruss Trimmer-Achim
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)
Spee
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« Antwort #8 am: 26 Januar 2009, 10:41:12 »

@Achim,

es geht nicht einmal um die Frage "Weltmacht" oder nicht.
Russland hat, wie jedes andere Land auch, vitale Interessen und Gebiete, die für einen gesicherten Fortbestand des Landes wichtig sind. Diese gilt es zu sichern bzw. nötigenfalls zu verteidigen (auch militärisch).
Europa und die USA haben diese Interessen zu oft verletzt. Es ist mehr als verständlich, daß Russland dem entgegen wirken wird, ja muß.
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Servus

Thomas

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Sir Shenton Thomas
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