USNS IMPECCABLE - China

Begonnen von Ulrich Rudofsky, 09 März 2009, 23:08:02

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Ulrich Rudofsky

USNS IMPECCABLE  (Die Unfehlbare, Tadellose usw) hat China in Aufruhr gebracht.  Es hört sich wie ein Witzfilm an, aber die US und China sind beide empört.   :MLL: :MLL:

Mit dem Löschschlauch spritzte die IMPECCABLE  bis sich die Chinesen bis auf die Unterhose ausziehen mussten und dann fingen die an Holz in Wasser zu schmeissen?  Fantastisch!  Besser geht es in einem Schauspiel nicht.   top   

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,612302,00.html
http://www.huffingtonpost.com/2009/03/09/pentagon-chinese-ships-ha_n_173056.html

http://www.globalsecurity.org/military/systems/ship/tagos-23.htm 
http://www.msc.navy.mil/inventory/ships.asp?ship=106&type=OceanSurveillanceShip
http://www.news.navy.mil/view_single.asp?id=69479
http://www.news.navy.mil/view_single.asp?id=69478 
Ulrich Rudofsky

harold

"Zwei chinesische Schiffe hätten dann Position vor der "Impeccable" bezogen und ihr Holz in den Weg geworfen."

--- und was kratzt das einen Katamaran? ---
Vermute eher, dass die "logs" eventuell Sonardaten "verrauschen" sollten, und nicht als Navigationshindernis gedacht waren.

4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Ulrich Rudofsky

#2
Vielleicht ware es Piraten oder Fischer die ihre Netze zurückhaben wollten.  Das Schiff und deren Mannschaft schaut nicht wir echte Marine aus. Aber die offizielle Nachricht vom US Defense Department folgt:  http://www.defenselink.mil/news/newsarticle.aspx?id=53401


Ulrich Rudofsky

harold

http://www.orf.at/090309-35930/index.html

Unter dem Artikel stehen dann noch Links zu den einzelnen Quellen.
4 Ursachen für Irrtum:
- der Mangel an Beweisen;
- die geringe Geschicklichkeit, Beweise zu verwenden;
- ein Willensmangel, von Beweisen Gebrauch zu machen;
- die Anwendung falscher Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Torpedo

Das zeigt, dass die Kindergartenspiele auch bei den Erwachsenen nie aufhören...

Bißchen mehr Humor auf beiden Seiten wäre angebracht, wobei die Chinesen mit dem "Striptease" schon eindeutig die Nase vorn haben...
Uli "Torpedo"   [WoW Nic: Torpedo_uas]

"Man muss seine Geschichte kennen, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen"

Restaurierungsbericht des SEELÖWE, 20er Jollenkreuzer Baujahr 1943
http://facebook.com/r167seeloewe

Ulrich Rudofsky

Das ganze Theater hat einen politischen Hintergrund und nach vielen Briefen mit Be - und Entschuldigungen und ein gegenseitiges Grinsen :-D und tiefes Verbeugen wird der Vorhang wieder fallen.

Die Hauptaufgabe der IMPECCABLE, das leiseste USN Schiff,  ist das Abhorchen von Unterseebooten und deswegen war sie in der Nähe von Hainan wo China U-Bootbunker hat.  Die 'US Provocation' geschah  am selben Ort als damals mit dem "Hainan Island Incident" unter  Bush. http://en.wikipedia.org/wiki/Hainan_Island_incident
"The mission of the T-AGOS 23 Class ships is to collect, process, and transmit acoustic data in support of the Integrated Undersea Surveillance System (IUSS) mission requirements."
http://www.globalsecurity.org/military/systems/ship/tagos-23.htm
http://en.wikipedia.org/wiki/USNS_Impeccable_(T-AGOS-23)
http://www.nytimes.com/2009/03/11/world/asia/11military.html?_r=1&hp
Ulrich Rudofsky

OWZ

#6
 Interessant ist in diesem Zus. vielleicht noch die Tatsache, dass sich die VR China im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen seit dem 8. Oktober 2007 nicht mehr dem in diesem Übereinkommen vorgesehenen Verfahren in Bezug auf alle Arten von Streitigkeiten nach Artikel 298 Absatz 1 Buchstaben a, b und c unterwirft. Auch wenn dies keine unmittelbare Relevanz für das vorliegende Ereignis hat - was ich ursprünglich hier festgestellt hatte -, darf nicht vergessen werde, dass die Chinesen im südchinesischen Meer aus ihrem eigenen historisch gewachsenen Souveränitätsverständnis so Einiges für sich in Anspruch nehmen  (s.o. Karte im ersten Wikipedia-Link von Ulrich), was nicht unbedingt im Einklang mit dem gewohnheitsrechtlichen Seevölkerrecht oder anderen konkreteren rechtl. Vorgaben steht.

Grüße

OWZ

Ulrich Rudofsky

Wenn die "unbewaffnete" USNS IMPECCABLE laut dem US Defense Department 70 Meilen südlich von Hainan arbeitete, finde ich das viel zu nah wenn ich Chinese wäre (siehe Google Karte).  Ich glaube wenn ein chinesisches Spionierschiff hier 70 Meilen vor Norfolk VA herumkurven würde, wird es gewarnt oder einfach versenkt oder gekapert. 


 
Ulrich Rudofsky

OWZ

 Chin. Spionierschiff und "Impeccable" befinden sich lediglich in der sog. ausschließlichen
Wirtschaftszone und können dort eigentlich die Freiheit der Hohen See beanspruchen (?)


http://de.wikipedia.org/wiki/Ausschlie%C3%9Fliche_Wirtschaftszone


OWZ

Ulrich Rudofsky

Ja das ist ganz richtig, aber in Realität ist das nicht immmer so einfach und klar ob es sich bei den Gegnern um eine geographische Wirtschafts oder Fischereizone oder um die virtuelle und ungemessene Zone des Mare Nostrum handelt. Dies ist mir immer nicht ganz klar z.B. Kuba...-..   
Ulrich Rudofsky

Urs Heßling

Hallo + guten Abend

Zitat von: harold am 09 März 2009, 23:27:19
--- und was kratzt das einen Katamaran? --- Vermute eher, dass die "logs" eventuell Sonardaten "verrauschen" sollten, und nicht als Navigationshindernis gedacht waren.

"Impeccable" ist ein SWATH-Schiff (sieht wie ein Kat aus), Holz kann da wirklich kaum etwas anrichten. Ein Stören der Sonardaten, die von der Sonar-Schleppkette (SURTASS) kommen, ist auch von der Hand zu weisen. Die einzige, wenn auch unwahrscheinliche Gefahr wäre eine mechanische Beschädigung der Schleppkette an der Stelle, an der sie in das Wasser eintritt, wenn die Hölzer zwischen den beiden Rümpfen hindurchtrieben.

Zitat von: Ulrich Rudofsky am 10 März 2009, 16:57:39
Ich glaube wenn ein chinesisches Spionierschiff hier 70 Meilen vor Norfolk VA herumkurven würde, wird es gewarnt oder einfach versenkt oder gekapert. 

Also, "gewarnt" mag ich ja glauben, aber "versenkt oder gekapert" - 70 sm vor der Küste  :? :-( Mit welcher Begründung ? "I don´t like it"? Das wäre ein klarer Rechtsbruch.

Gruß, Urs

 
"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"

OWZ

#11
 --/>/>  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,612382,00.html

In seerechtlicher Hinsicht kommt man der Sache jetzt also schon näher. China beruft sich angeblich auf die Art. 56 II u. 58 III SrÜ, wonach der Küstenstaat bzw. andere Staaten bei der Ausübung ihrer Rechte und der Erfüllung ihrer Pflichten aus diesem Übereinkommen in der ausschließlichen Wirtschaftszone gebührend die Rechte und Pflichten des anderen Staats bzw. des Küstenstaats berücksichtigen müssen ... . Man beruft sich hier also auf eine dieser in Verträgen immer wieder vorkommenden "gummiartigen" Klauseln die regelmäßig erst durch gerichtliche Jurisdiktion mit Leben erfüllt werden können. Nun hat sich China aber, worauf ich oben bereits hingewiesen hatte, vor 2 Jahren durch besagte Erklärung u.a. hinsichtlich militärischer Handlungen in der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Rechtsprechung des Internationalen Seegerichtshofs, der im vorliegenden Fall wahrscheinlich der herrschenden Meinung entsprechend gegen China urteilen würde, entzogen (vgl. Art.298 I b SrÜ). Insofern muss ich mich wieder korrigieren, denn der chinesische Erklärungsakt von 2007 hat hier offensichtlich doch eine erhebliche  Relevanz; - aufgepasst Seemänner China schleckt seine Glieder!

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