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Autor Thema: Komisches Heck bei Z-9 bis 11 ?  (Gelesen 864 mal)
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tirpitzpeter
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« am: 27 März 2009, 14:35:29 »

Hi Leute,

ich hab hier schon überall gesucht aber keine Antwort finden können....

Da ich derzeit ein wenig für mein Zerstörernachbau der Friedrich Ihn nachforsche, ist mir aufgefallen das die Rümpfe der Z-9 bis mind. Z-11 unmittelbar unter dem Heck nach dem Ruder eine komisch aussehende biegung nach unten machen. Bei Z-32 wars das nicht mehr so und bei Z-28 war ging das Heck zwar auch noch etwas nach unten nur nicht mehr ganz so ausgeprägt wie bei den ersten Zerstörern (zumindest nach meinen Plänen). Hat das was mit dem Strömungszeugs von Schrauben und Ruder zu tun??
Bevor ich mein Modell mit der hässlichen Biegung baue hätt ich gern gewusst für was die gut war   grin grin, bzw. hat evtl. jemand ein Foto von Originalbereich?


Dank und Grüße
Peter
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Schorsch
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« Antwort #1 am: 27 März 2009, 15:13:55 »

Hallo Peter,

in Koop/Schmolke: "Die deutschen Zerstörer 1935 -1945", Bernard & Graefe wird auf S. 102 eine Abbildung des Hecks von Z 14/Friedrich Ihn gezeigt. Auch dort ist der sogennannte Staukeil zu sehen. Damit sollte der Fahrtstrom nach unten abgelenkt werden, um eine größere virtuelle Länge des Schiffskörpers zu erhalten. Damit wurden Geschwindigkeitsgewinne von 0,25 bis 0,5 kn erzielt. Allerdings soll sich die Maßnahme nicht bewährt haben.

Mit freundlichen Grüßen
Schorsch
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Wilfried
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« Antwort #2 am: 27 März 2009, 16:30:21 »

Moin Peter,

bei mir tauchte der Begriff Staukeil zum ersten Mal beim Bau von S100 auf; siehe auch hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCrssen-Effekt

Mit einem lieben Gruß
der Wilfried
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Peter K.
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« Antwort #3 am: 27 März 2009, 17:20:22 »

FRIEDRICH IHN fuhr nach Norbert KLAPDOR, "Der Zerstörer FRIEDRICH IHN", ISBN 3-8132-0517-7, im Gegensatz zum älteren Wolfgang HARNACK, "Zerstörer unter deutscher Flagge 1934 bis 1945", ISBN 3-7822-0616-9, immer MIT Staukeil!

Eine schöne Aufnahme desselben findet man bei KLAPDOR, Seite 27 bzw. bei HARNACK, Fotoseite zwischen Seite 16 und 17, sowie im bereits erwähnten KOOP/SCHMOLKE, Seite 102.

Wie SCHORSCH schon schrieb, sollten die Staukeile auf den Zerstörertypen "1934" und 1934 A" bei hohen Fahrtstufen das Schraubenwasser nach unten ablenken, dadurch das Achterschiff anheben und die wellenbildende Schiffslänge vergrößern, wodurch die Schiffe waagerecht durch Wasser gleiten und so eine höhere Geschwindigkeit erreichen sollten.
Tatsächlich wurde dieser Effekt auch erreicht, namentlich bestätigte Vizeadmiral a.D. Karl HETZ einen Geschwindigkeitsgewinn von 2 bis 3 kn auf einem Typ "1934" - Zerstörer, allerdings nur bei einem Übergang der Wassertiefe von etwa 20 auf 15 m.
Nachteilig beim Staukeil war aber besonders, dass sich durch das Anheben des Achterschiffs das Vorschiff im Seegang tief in die See bohrte und die Längsfestigkeit des Schiffskörpers stark beanspruchte. Um zu starke Durchbiegungen des Rumpfes etwa in Schiffsmitte zu vermeiden, mußten zusätzliche Stahlplatten an den Rumpf angeschweißt werden, was wiederum einen zusätzlichen unerwünschten Gewichtszuwachs bedeutete.
« Letzte Änderung: 27 März 2009, 17:50:08 von Peter K. » Gespeichert

Grüße aus Österreich
Peter K.

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Teddy Suhren
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« Antwort #4 am: 27 März 2009, 18:14:02 »

Hai

Waren die Staukeile bei der Sturmfahrt der 10 Zerstörer nach Narvik noch vorhanden?
Friedrich Ihn hatte immer den Staukeil...warum und wann wurde er denn dann bei den anderen verkleinert (?) und dann ausgebaut?
Schönwetterzerstörer? Nord-, Ostseezerstörer?
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Gruß
Jörg

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tirpitzpeter
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« Antwort #5 am: 28 März 2009, 07:25:41 »

Jungs ihr seid klasse (wie immer)  grin

@ Peter K./ Schorsch
Klapdors Buch habe ich nur (wenn man es vierliehen hat.....) wirds mit nachsehen schwer undecided Aber jetzt weiß ich wo ich suchen muss grin

@ Wilfried
Danke für den Link!

@ all

Nach meinen Infos soll Z-9 ,Z-10 und 11. sowie Z-14 (wie schon angesprochen) und Z-28 einen Staukeil (jetzt weiß ich wie das Ding heißt smiley) behalten haben. Nur warum?? Wenn sich das ganze nicht entscheidend besser Ausgewikt hat. Bei 9 und 11 hat sich die sache nach Narvik ja erledigt aber der rest überlebte ja noch einige Jahre.......
Kann die Entscheidung bei Z-28  den Keil zu lassen auch mit der "Schreibstube" achtern gerechtfertigt werden??

Grüße
Peter
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Peter K.
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« Antwort #6 am: 28 März 2009, 10:37:51 »

Der Staukeil (engl. "trim wedge") verringert ja nicht nur die Höhe des Querwellensystems hinter dem Schiff, sondern liefert auch zusätzlichen Auftrieb - und genau dieser Auftrieb war nach KLAPDOR offenbar wegen des Gewichts der Winsch und der Otterkräne am äußersten Ende des Schiffes unverzichtbar.
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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Timo
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« Antwort #7 am: 30 März 2009, 09:26:45 »

Hallo Peter,

vielleicht helfen dir die beiden Bilder auch etwas weiter. Sind von meinen beiden 1934A (Lassek-Rümpfe).


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Gruß Timo

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