Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Flaggschiff "Peter der Große"  (Gelesen 7339 mal)
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kalli
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« Antwort #30 am: 05 März 2005, 14:16:31 »

Die Bilder zur Kiew- Klasse ( "Orlon" - Projekt 1144 ) sind jetzt wieder sichtbar. Neuigkeiten gibt es im Moment nicht. Das "unter den Teppich kehren" scheint geklappt zu haben.
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Warjag
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« Antwort #31 am: 09 Februar 2006, 00:51:51 »

Hallo,

hier ist ein Bild, das mir gefällt. Das ist die KIROV im Trockendock. Rechts steht ein Häuschen, das so groß ist wie ein Mann.

Quelle: V.P.Kuzin. Die Atomraketenkreuzer des Projekts 1144.

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Schöne Grüße,
Dmitrij
DHEO
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« Antwort #32 am: 09 Februar 2006, 13:22:02 »

@ Kalli

zu Deiner letzten 3er-Bildserie, das erste Bild, ist das so eine Art 4-fach Gatlin-Kanone???

Der Geschützturm ist sehr interessant, soweit ich das gelesen habe (die Seite auf englisch, wo allerlei Schiffsgeschütze beschrieben werden) handelt es sich um ein Kanonenrohr, welches Flüssigkeitsgekühlt ist, um höhere Feuergesschwindigkeiten zu erreichen.

Grüße

Dirk
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Spee
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« Antwort #33 am: 09 Februar 2006, 14:19:10 »

@Dheo,

30mm Gatling, 6 Rohre!

Guckst du hier:

http://www.navweaps.com/W...ussian_30mm-54_ak-630.htm
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Servus

Thomas

"Well, I suppose you’ll shove the little men off."

Sir Shenton Thomas
DHEO
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« Antwort #34 am: 09 Februar 2006, 18:01:50 »

Au Backe!!!

soweit ich das mitbekommen haben, sind auf den US-Zerstörern 2 St.

sind die 6 Rohre pro Breitseite opder insgesamt?

Der Bewaffnung nach scheint diese Klasse die Allzweck"Hure" der russischen marine zu sein, auf alle eine Antwort...

Aber bei einem Szenario von Scheer (Angriff im Verband ähnlich einer US-trägergruppe) würde ich nicht nicht unbedingt auf den russischen Verband wetten. Nicht daß ich diesen unterschätze, abe was der russ. Verband mehr verschießen kann, können die Amerikaner ausgleichen mit Angriffsflugzeugen. Außerdem müssten die Schiff-Schiff - Raketen noch durch den Aegis-Gürtel, ist ja nicht so, als hätten die Amerikaner keine Antwort darauf gefunden...

Grüße

Dirk
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kalli
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Brandenburg


« Antwort #35 am: 09 Februar 2006, 22:22:11 »

@DHEO ,
das was Du anfügst, also pro und kontra ist ja o.k. Scheer und ich hatten ja schon ein wenig darüber diskutiert. Es ist eben so wie in der Medizin u.a. Bereichen : Für ein bestimmtes Mittel wird ein Gegenmittel entwickelt. Ob es sich nun um Waffensysteme handelt, Entwicklungen von Schiffsverbänden, die auch unterschiedlichen geographischen Bedingungen ausgesetzt sind, Antrieben und weiss der Teufel.
Zu dieser Zeit wurde eben alles daran gesetzt (und koste es was es wolle) , dass das Gleichgewicht des Schreckens aufrecht erhalten werde.
Da spielte eben auch eine große Rolle, wer kann das wirtschaftlich durchhalten ?
Nicht umsonst gab es die amerikanische Strategie des Totrüstens. Also : wie lange kann die Sowjetunion wirtschaftlich durchhalten ? Ein Zweig des strategischen Denkens von Ronald R. , dem Erfinder vieler obskurer Ideen diesbezüglich.
Der Widerpart, Breschenjew, war ja auch nicht sonderlich geistig begabt. In meiner Erinerung zur Zeit der Diskussion um den "Sternenkrieg" allerdings systemehrlicher, falls ihr mir diesen Begriff verzeiht.
Breschenjew hat öffentlich auf Reagan geantwortet : Das sowjetische Volk hat schon so viel Leid erduldet, dass es auch in einem Konflikt mit den USA das Letzte geben wird.
Was will ich damit sagen ?
Bis in die 90er Jahre bestand kein technisches Problem, kein Problem von Überlegenheit. Der overkill war Tatsache.
Woschnik - Dein Part Cheesy
Schöne Grüße
Kalli
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DHEO
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« Antwort #36 am: 10 Februar 2006, 06:33:49 »

@ kalli

Du hast recht, und letztendlich ist die Rechnung für die Amerikaner ja auch aufgegangen.

Aber eins muss ich noch sagen: die russische Marine hat nach meinem Geschmack den Wettbewerb der schönsten modernen Schiffe eindeutig gewonnen!  wink

Grüße

Dirk
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uaw233
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« Antwort #37 am: 11 Mai 2006, 00:33:43 »

ich kann auch etwas zur Kirow_klasse sagen oder besser Projekt 1144.

1. Der RBu-6000 steht auf der Back und dient zur U-Boot abwehr.
Die neueren Schiffe ohne AK-100, sondern mit AK-130, haben einen UDW 12000. Das ist der Nachfolger der RBU's.

2. Das Artilleriesystem Kortik ersetzt die vorher benutzten AK 630 und kann zusätzlich mit OSA-Flugabwehrraketen bestückt werden. Siehe Schienen über den Rohren.
Darunter ist eine OSA-M Flugabwehrsystem zu sehen (Reichweite ca. 8km) und darunter eine AK 130.

Die Heckklappe ist an eigentlich fast jedem russischen Schiff und verbirgt eine absenkbare U-Boot Ortungsanlage, welche geschleppt werden kann, wenn man mit der stationärenanlage keine guten hydrographischen Bedingungen hat.

3. Ob die Kirow nun Sinn macht oder nicht ist fraglich, den welchen Sinn machen eigentlich die amerikanischen Flugzeugträger Flotten?

tschau
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Scheer
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« Antwort #38 am: 11 Mai 2006, 02:41:12 »

Zitat
3. Ob die Kirow nun Sinn macht oder nicht ist fraglich, den welchen Sinn machen eigentlich die amerikanischen Flugzeugträger Flotten?

Nun ja, die amerikanischen Trägerflotten sind die schwimmenden Flugplätze für Gebiete in denen die USA über keine Luftstützpunkte verfügt. Für die Doktrin einer "Vorne-Verteidigung" und auch für eine Angriffspolitik also nich gerade unerheblich.

Die Kirov´s schätze ich als die Gegner eben dieser Trägerflotten ein. Die Sowjets konterten meiner Meinung nach nicht mit eigenen Trägergruppen, sondern mit relativ sicher operierend könnenden "Tragergruppen-Killern" Die Kirov´s sind meines Erachten solche Dinger. Sie haben ein dermassen hohes Kampfpotential, das eine Kirov einen gesamten Trägerverband eliminieren könnte. Sie würde vielleicht selbst dabei draufgehen, aber die Träger würde si vorher erwischen. Ich bin zwar sonst nicht der Verfechter solcher "Hau-wech" Szenarien, aber in diesem speziellen Fall liege ich sicher nicht falsch.
Was das Vernichtungpotetial angeht waren die Kirovs echte Monster. Zieht man einen, zeitlich korrekt eingeordneten, Vergleich mit den Monstern des II.Wk Yamato und Musachi, so sind diese Japaner als Gegner noch recht harmlos.
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Leutnant Werner
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« Antwort #39 am: 11 Mai 2006, 07:45:13 »

Die Größe ist die Schwäche dieser Schiffe. Sie bieten ein gigantisches Ziel und müssen daher als Fehlkonstruktion gelten. Ich kann mir vorstellen, die ballistischen Raketen waren für einen taktischen (nuklearen) Einsatz gegen amerikanische Trägerkampfgruppen gedacht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Kirovs bei einem solchen Einsatz erfolgreich gewesen wären. Zumal Flugabwehrschiffe mit einem Phased array Radar auch für die Abwehr ballistischer Waffen geeignet sind (das gilt sowohl für die SPY-1 als auch, obwohl es immer bestritten wird, für das APAR, da bin ich mir sicher).
Andererseits ist ein Konflikt zwischen den USA und Russland heutzutage beinahe undenkbar - und gegen jedes andere Land stellen diese Lenkwaffenkreuzer immer noch eine gewaltige Kampfkraft dar.

Zu den Äußerungen Kurojedows ist zu sagen, dass "das russische Kriegsschiff "von jeher zu Havarien neigte, und dass das Fehlen eines aus gut ausgebildeten Berufssoldaten bestehenden Unteroffizierskorps in den russischen Streitkräften automatisch zu einem schlechten Wartungszustand von technischen Geräten aller Art führt.

Gruß
Lt.
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« Antwort #40 am: 11 Mai 2006, 13:17:43 »

Zitat
Sie bieten ein gigantisches Ziel und müssen daher als Fehlkonstruktion gelten.

Dann würde mich interessieren, wie du einen amerikanischen Träger der Nimitz-Klasse einschätzt.

Zitat
Zumal Flugabwehrschiffe mit einem Phased array Radar auch für die Abwehr ballistischer Waffen geeignet sind (das gilt sowohl für die SPY-1 als auch, obwohl es immer bestritten wird, für das APAR, da bin ich mir sicher).

Waren diese zur Zeit der in Dienst Stellung schon vorhanden?
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Tostan
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« Antwort #41 am: 21 Dezember 2009, 09:56:23 »

Hallo,

ich grabe mal diesen alten Thread wieder aus.

Ich kann mir vorstellen, die ballistischen Raketen waren für einen taktischen (nuklearen) Einsatz gegen amerikanische Trägerkampfgruppen gedacht.

Die P-700 der Kirow sind keine ballistischen Raketen sondern Marschflugkörper. Genauso wie bei den Kirows selber gibt es imho für diese Monster-FK ausserhalb Russlands keine vergleichbaren Waffensysteme. Nicht nur, dass sie einen gigantisch dimensionierten Sprengkopf haben(selbst bei der konventionellen Variante soll ein Treffer ausreichend sein!) Die Flugkörper sind dazu noch schneller als vergleichbare (2,5 mach max, 1,5 im Tiefflug) und führen im Endanflug Ausweichmanöver mit bis zu 10g aus um Abwehrsystemen das leben schwer zu machen. Dazu kommt noch, dass eine Salve als Gruppe agiert. Die Flugkörper tauschen Zieldaten untereinander aus. Wird ein Ziel zerstört, schwenken die restlichen Flugkörper automatisch zum Ziel mit der nächsthöheren Priorität. gibt es keine externe Quelle für Zieldaten(z.b. Aufklärungsflugzeug), steigt ein Flugkörper auf eine höhere Flugbahn und liefert den anderen(welche weiterhin tief fliegen um die Abwehr zu erschweren) Daten. Es ist also ein (zumindest theoretisch, echte Kampfeinsätze gab es ja keine) sehr beeindruckendes Waffensystem.

Ich glaube mich erinnern zu können, dass ich im Zusammenhang mit den Oscar-U-Booten gelesen habe, Russische Militärs gehen davon aus dass von einer 24er Salve(also dem Kampfsatz eines Oscar-Bootes) mindestens ein Flugkörper durch den Aegis-Schirm einer Trägerkampfgruppe kommt und den Träger trifft.

Meiner Meinung nach sind diese Flugkörper eine ganz andere Klasse als die Harpoons, Exocets etc.

Vorgänger der P-700 waren die P-500 Basalt (SS-N-12) welche z.b. in den Slawa-Kreuzern und Kiew-Flugdeckkreuzern verwendet werden. Nachfolger ist die P-800 Onyx(SS-N-26), welche für die Admiral-Gorschkow-Fregatten und Sewerodwinsk-U-Boote vorgesehen ist.

Auch die "Admiral Nachimow", das Schwesternschiff der "Peter der Große" wird ja schon seit längerem umgebaut, dabei wird auch der Raketenkomplex getauscht. Ich vermute mal, dass dann P-800 zum einsatz kommen, genaueres weiss ich aber nicht. Siehe http://www.barentsobserve...ral-nakhimov.4484996.html. Weiss jemand was genaueres?

Daneben haben die Russen auch wesentlich kleinere Flugkörper, z.b. die  "Harpoonski" ..... Ch-35 Uran(SS-N-25).

Tostan
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olpe
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« Antwort #42 am: 22 Dezember 2009, 23:22:24 »

Ich glaube mich erinnern zu können, dass ich im Zusammenhang mit den Oscar-U-Booten gelesen habe, Russische Militärs gehen davon aus dass von einer 24er Salve(also dem Kampfsatz eines Oscar-Bootes) mindestens ein Flugkörper durch den Aegis-Schirm einer Trägerkampfgruppe kommt und den Träger trifft.
Hallo,
jo, das ist in der Tat an dem ... Die sowjetischen Militärs gingen bei der Anzahl der anfliegenden FK - die, wie Tostan erwähnte,  in Gruppen organisiert werden konnten und gegeseitig kommunizierten - davon aus, dass bei 20 Raketen die Wahrscheinlichkeit eines Durchkommens durch den Luftabwehrschirm einer U.S.-Trägerkampfgruppe nahe 1 ist. Der 'einfache' Kampfsatz der OSCAR-II-Boote beträgt 22 Gefechts- und zwei Übungsraketen. Diese können natürlich noch getauscht werden ...
Ergänzend zu den Bildern von Kalli einige weitere Fotos: Startsequenzen der P-700 GRANIT vom Flugzeugträger "ADMIRAL KUZNETSOV" sowie die Anordnung der Starttuben im Flugdeckbereich (während der Bauphase; Q: www.fyjs.cn, forums.airbase.ru)
Interessant übrigens, dass vor dem Start der P-700 GRANIT von Überwasserschiffen vorher die Startcontainer mit Wasser geflutet werden ... um die optimalen Bedingungen herzustellen ... der FK wurde ja ursächlich für U-Boote entwickelt ...  wink
Grüsse
OLPE 
 

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« Letzte Änderung: 22 Dezember 2009, 23:31:03 von olpe » Gespeichert
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