Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Reichsmarine - der Stamm der späteren Kriegsmarine  (Gelesen 1578 mal)
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Trimmer
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« am: 06 April 2009, 14:32:42 »

Da keiner was zur Reichsmarine -allgemein-sagt /schreibt mal von mir ein Anfang.  Die Reichsmarine war, genau wie die Reichswehr eine hervorragende Kaderschmiiede und  die Arbeit , die hier geleistet wurde darf man nicht unterschätzen. Ich weis nicht welche Marine sich unter den Bedingungen der Versailler Verträge noch so entwickelt hätte.Bemerkenswert auch der Respekt den sich diese Schiffe im Ausland verdienten. Respekt muss man auch den Schiffsbauern der kaiserlichen Marine zollen- teilweise waren ja die Schiffe über 30 Jahre im Dienst.
Soviel mal zum Anfang. Ich finde es schade wenn wir uns nur auf Kaiser oder Adolfzeiten konzentrieren und  die Rolle der Marine in der Weimarer Republik links liegen lassen.

Trimmer-Achim
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)
kalli
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« Antwort #1 am: 06 April 2009, 15:42:29 »

Als Literaturempfehlung zum Thema:

Rolf Güth
Die Marine des Deutschen Reiches 1919-1939
Bernhard & Graefe 1972
ISBN 3-7637-5113-0 (Paperback)
ISBN 3-7637-5117-3 (Leinenausgabe)

Kapitel:
1.Vorläufige Reichsmarine und Admiralität unter v. Trotha
2.Reichsmarine und Marineleitung unter Behnke und Zenker 1920-1928
3.Reichsmarine und Marineleitung unter Raeder 1928-1934
4.Die Kriegsmarine unter Raeder als Obergefehlshaber 1935-1937
5.Raeder und die Marineführung 1938/39
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Ulrich Rudofsky
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DONT GIVE UP THE SHIP



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« Antwort #2 am: 06 April 2009, 17:20:04 »

Die Reichsmarine stellte durch ihre Weltreisen/Ausbildungsfahrten in alle Meere wieder einen guten Ruf für Deutschland her.  Die KARLSRUHE  machte fünf solche Fahrten;  auf der ersten Ausbildungsfahrt in 1930 war  Burkhart von Müllenheim-Rechberg dabei. 

http://www.history.navy.m...many/gersh-k/karlsru3.htm 


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Ulrich Rudofsky
Trimmer
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« Antwort #3 am: 06 April 2009, 18:50:52 »

Hallo Ulrich - und genau auf der "Karlsruhe" diente dann ja auch ein "alter Bekannter". KzS Lütjens war von 9.34 bis 9.35 Kommandant und hat af seiner Reise auch die Vereinigten Staaten besucht( Reise vom 22.10.34 bis 15.6.1935. Passt doch auch sehr gut.Und wenn Du jetzt mal nach suchst findest Du da noch weitere spätere Grössen.

Gruss von Trimmer-Achim--Bilder sind wieder Klasse  Top
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( von Karl Hagenbeck)
Langensiepen
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Europa


« Antwort #4 am: 06 April 2009, 19:01:40 »

Nur mal so von mir, ausschließlich persönliche Anmerkungen, keine Glaubenssätze.

Die Reichsmarine war, genau wie die Reichswehr eine hervorragende Kaderschmiiede und  die Arbeit , die hier geleistet wurde darf man nicht unterschätzen.

Kann man auch anders sehen. Sie war, ähnlich der BM , in weiten Bereichen überflüssig. So lange Deutschland ein Rechtsstaat war, ging von dort keine Gefahr für seine Nachbarn aus. Mit Ausnahme von Polen hatten alle Staaten ihren Teil aus den Pariser Vorstadt –Vertrags-Landraub vereinnahmt. Der einzige potenziale Gegner war Polen. Hier hätten Seestreitkräfte eine kleine Rolle spielen können. Da aber, was allen bekannt war, Polen immer an Frankreich hing, wäre ein französischer Einmarsch erfolgt. Den Rest kann sich jeder ausmalen.
Eine kleine Küstenvorfeldflotte, das wäre es. Die Panzerschiffe der Deutschland Klasse waren für die Republik so überflüssig wie die F125 für mich heute. Anders wie heute wollten große Teile der Bevölkerung die Dinger nicht und äußerten dies auch laut. Eine Republik hätte nicht der Flotte bedurft, es war der deutsche Nationalsozialismus mit allen seinen Schrecken der auf sie aufbaute.

Ich weis nicht welche Marine sich unter den Bedingungen der Versailler Verträge noch so entwickelt hätte.

Österreich-Ungarn brauchte keine mehr ( Meeresmangel) und die Türkei begann sofort nach Gründung der Republik mit der maritimen Aufrüstung.


Bemerkenswert auch der Respekt den sich diese Schiffe im Ausland verdienten.


Ist auch so ne Sache, die immer nach verlorenen Kriegen von den Verlierern vorgebracht wird. ( Ich bin auch wieder ganz lieb!) Hab noch nie gehört, das Siegermächte so argumentieren. Es galt ja immer vorrangig das `` Deutschtum`` im Ausland zu stärken. Also überbewerten wir die Besuche nicht. Die Wende in den bilateralen Beziehungen war das Werk eines Rathenau und (oder) Stresemann

Respekt muss man auch den Schiffsbauern der kaiserlichen Marine zollen- teilweise waren ja die Schiffe über 30 Jahre im Dienst.

..gilt für alle Schiffbauer der Welt. Wäre die RN gezwungen ihre Battleships 50 Jahre in Fahrt zu halten, wäre gleiches zu vermelden. Schiffe halten halt mehr als 50 Jahre, ist wie bei den Auto, dort nennen sie sich  ``Ohltteimer``

nix für ungut!   grin
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Big A
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« Antwort #5 am: 06 April 2009, 19:06:56 »

Moin Herr Langensiepen,

volle Zustimmung, nur eine Anmerkung sei erlaubt:

Zitat
war das Werk eines Rathenau und (oder) Stresemann

hier sollte auch ein Rantzau nicht unerwähnt bleiben!

Maritimer Gruss aus HRO

Axel
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Trimmer
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« Antwort #6 am: 06 April 2009, 19:16:58 »

Hallo Herr Langensiepen- freue mich immer über Ihre Beiträe- ohne wenn und aber -regt ja die Debatte an  grin

Gruss -  der Trimmer-Achim
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( von Karl Hagenbeck)
Peter K.
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« Antwort #7 am: 06 April 2009, 19:22:21 »

KARLSRUHE:

1. Auslandsreise: 24.05.1930 - 12.12.1930 unter Kpt.z.S. Eugen LINDAU
2. Auslandsreise: 30.11.1931 - 08.12.1932 unter Kpt.z.S. Erwin WASSNER
 Pfeil unter den Seekadetten z.B. Hans BARTELS, Harro von KLOTH-HEYDENFELDT, Friedrich KEMNADE, Fritz-Julius LEMP und Helmut RINGELMANN
3. Auslandsreise: 14.10.1933 - 16.06.1934 unter Freg.Kpt. Wilhelm Freiherr Harsdorf von ENDERSDORF
4. Auslandsreise: 22.10.1934 - 15.06.1935 unter Kpt.z.S. Günther LÜTJENS
5. Auslandsreise: 21.10.1935 - 13.06.1936 unter Kpt.z.S. Leopold SIEMENS
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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